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Montag, 11. März 2019

Ein frühlingshaftes Windspiel

Basteln mit Kindern. Eine Bastelidee für den Frühling. Ein selbstgebasteltes Windspiel. Fördert die Augen-Hand-Koordination, Motorik und die Geduld und beinhaltet ein Upcycling von Karton. Werbung, da Affliate-Links enthalten sind:

Am Sonntag war es sehr stürmisch, kalt und nass! Kein Wetter bei dem irgendjemand von uns das Haus verlassen wollte und so verbrachten wir einen muggeligen Tag Zuhause. Ein perfekter Tag um zu Basteln! Bei rock.my.day wurde ich fündig. Sie hat ein tolles Windspiel aus einem Karton-Upcycling vorgestellt und da wir alles zum Basteln Zuhause hatten legten wir direkt los. 

Donnerstag, 21. Februar 2019

Alte Downloads neu aufgelegt


Spielideen für Kinder nach Montessori, kostenlos zum Herunterladen
Ich habe es endlich geschafft! Ihr habt wirklich lange warten müssen und viel Geduld mit mir aufbringen müssen. Ich habe so viele Mails in den letzten Monaten bekommen, wo denn dieses oder jenes Download zu finden ist und ob ich diese doch bitte zuschicken könnte. Ich habe mich daher endlich hingesetzt und alle entfernten Downloads für euch wieder neu erstellt.

Montag, 26. November 2018

Die Kerze der Hoffnung - Ein besonderes Geschenk!

Die Kerze der Hoffnung. Selbstgemachte Geschenke von Kindern zu Weihnachten. Die 4 Kerzen. Selbstgedrehte Bienenwachskerzen. Sinnvolle selbstgemachte Geschenke durch Montessori inspiriert.
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Eine kleine Aufmerksamkeit. Ein besonderes Geschenk. Etwas Selbstgemachtes. Mit Bedeutung. Heute möchte ich genau dieses Geschenk vorstellen, welches wir im letzten Jahr verschenkt haben:

Dienstag, 1. Mai 2018

DIY: Ein Schraub-Block montessori-inspiriert

Ein montessori-inspirierter Schraub-Block mit Twercs von Vorwerk selbstgemacht. Twercs Werkzeugkoffer von Vorwerk, ein Erfahrungsbericht.  Mit dem Schraubblock werden Feinmotorik, Augenmaß, Augen-Hand-Koordination und das Verständnis von Größenunterschieden geschult.

Heute bin ich ein ganz kleines bisschen stolz auf mich! Ich selbst, habe etwas für meine Kinder gebaut! Bisher habe ich meine gesammelten Ideen und Wünsche immer an meinen Mann oder Schwiegerpapa abgegeben und sie bauten es für mich.


Donnerstag, 23. November 2017

Mit Schokoladen-Knete zum Igel im Winterschlaf

Die Tiere haben sich im Herbst auf den Winter vorbereitet. Manche fliegen in den Süden, manche bleiben aktiv und dann gibt es noch die Winterruhe, die Winterstarre und den Winterschlaf. Diese Vielfalt im Tierreich ist sehr faszinierend und in Pinterest bin ich auf einige Ideen gestoßen z.B. einen Igel nachzubasteln. Mit Tannenzapfen un Knete, mit Knete und Zahnstocher oder Stöcken usw. Diese Ideen habe ich alle in meinem Herbst-Board gespeichert.

Dienstag, 7. November 2017

Ein herbstliches Windlicht prickeln

Prickeln ist eine ganz tolle Basteltechnik, welche die Konzentration, die Handmuskulatur, die Augen-Hand-Koordination, den Dreipunktgriff und damit auch die Feinmotorik übt und fördert.
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Habt ihr schon geprickelt? Prickeln ist eine ganz tolle Basteltechnik, welche die Konzentration, die Handmuskulatur, die Augen-Hand-Koordination, den Dreipunktgriff und damit auch die Feinmotorik übt und fördert.

Freitag, 14. August 2015

Verständnisvoll abgestillt

Als ich mit dem Herzkind schwanger wurde machte ich mir über viele Dinge meine Gedanken. Was möchte ich tun, was möchte ich auf keinen Fall tun.
Stillen wollte ich auf alle Fälle! Ich nahm es mir fest vor und kaufte mir nichts, was mich davon ablenken könnte, wie z.B. eine Dose Milchpulver zur Sicherheit. Da der Zwerg Donnerstags zur Welt kam und somit das Wochenende bevor stand und genau dort hin der berüchtigte Milcheinschuss fallen würde, besorgte mein Mann lediglich ein paar Packungen Quark.
Der Quark wurde dann ungenutzt in einen großen Käsekuchen verarbeitet. Stillen klappte also von Anfang an sehr gut, bis auf die wunden und leicht offenen Brustwarzen mal abgesehen. Das tat wirklich irre weh und ich kämpfte die ersten 8 Wochen damit, aber es war für mich nie ein Grund das Stillen zu beenden.
Zu Anfang wurde ich immer gefragt, wie lange ich denn Stillen möchte und ich antwortete immer mit dem üblichen Zeitraum, den sich viele Mütter setzten: Mindestens 6 Monate... dann beginne ich mit der Beikost und dann mal sehen.
Natürlich kann man sich viele Gedanken vorher machen. Wie es dann nun kommt, weiß man nie. 

Der Zwerg entschied sich mit 4 Monaten starkes Interesse an Nahrung zu zeigen und wir boten ihm nach und nach kleine Mengen an. Er entwickelte sich zu einem sehr guten Esser und relativ schnell konnten viele Stillmahlzeiten entfallen, einfach so. Ich dachte schon, ich würde wohl ruckzuck in diesem Tempo abgestillt haben, aber ich vergass dabei, dass Stillen nicht nur Nahrung ist, sondern auch Seelenfutter. Der Zwerg brauchte das Stillen zum Einschlafen und in vielen unbekannten und für ihn stressigen Situationen um sich zu beruhigen. Auch wenn er sich mal weh getan hat, war Stillen immer das Wundermittel. Einen Schnuller nahm er schon ab dem 6. Monat nicht mehr.

Wir stillten also weiter, ohne darüber nachzudenken, was nun die "übliche Norm" ist, ob wir schräg angeschaut wurden oder ob Kommentare dazu erfolgen würden. Für uns und vor allem für das Herzkind war Stillen wichtig und richtig. 
Und hier muss ich sagen, ein selbstbewusstes Auftreten und ein normaler Umgang mit dem was man tut, erleichtern einem viel. Wirklich negative Kommentare habe ich nie erhalten. Ich denke, viele haben es sich auch einfach verkniffen, da sie wissen, mit mir braucht man über Dinge, von denen ich wirklich überzeugt bin, nicht zu diskutieren. 

So verging also die Zeit. Der Zwerg wurde 1 Jahr, wir stillten. Der Zwerg wurde 2 Jahre, wir stillten weiterhin. AB diesem Zeitpunkt dann aber so gut wie nie in der Öffentlichkeit, maximal bei schlimmen tränenreichem Aua. Er verlangte die Brust eigentlich nur noch zum Einschlafen und auch hier merkte ich langsam eine Veränderung. Hin und wieder schlief er auch einfach so ein und vor allem brauchte er mich nicht mehr dazu. War ich nicht da, war es auch ok.
Auch weiterhin machte ich mir keine Gedanken darüber, wielange wir denn schlußendlich wirklich stillen würden. Denn wie bei so vielem, worüber man sich zunächst Gedanken und Vorstellungen macht, es kommt sowieso anders als man denkt!

Ich wurde im April wieder schwanger. Mit dem positiven Test machte ich mir dann doch Gedanken. Könnte ich mir Tandemstillen vorstellen? Zwei Kinder gleichzeitig an meinen Brüsten? Aber bevor ich mich weiteren Überlegungen hingab, ließ ich es bleiben. Es würde alles so kommen, wie es kommt.

Womit ich allerdings garnicht rechnete, waren schmerzende Brustwarzen. Das kannte ich aus meiner ersten Schwangerschaft garnicht und das abendliche Stillen wurde zunehmend unangenehmer. Langes Nuckeln ertrug ich nicht mehr und ich dockte den Zwerg daher immer schneller ab, sobald er die Äuglein schloß. Manchmal merkte er das natürlich und wollte sofort wieder an die Brust, um wieder einschlafen zu können. Ich musste mir also etwas überlegen und sprach mit dem Zwerg an den nächsten Abenden immer wieder darüber.

Ich erklärte ihm, dass mir die Brustwarzen beim Stillen weh tun, wegen der Schwangerschaft (was er zu diesem Zeitpunkt sicherlich noch nicht im ganzen Umfang verstehen konnte) und er daher nur kurz stillen kann. Danach können wir ein Buch lesen und kuscheln und zusammen einschlafen. Er verstand es wirklich sehr schnell. Natürlich fragte er auch nochmal nach, wenn ich ihn dann abdockte. Ich erklärte ihm immer wieder, dass es mir weh tut und wir daher nun kuscheln. Die Milch versiegte dann sehr schnell und auch das stellte der Zwerg dann fest und fragte mich, ob ich die Brust nicht wieder auffüllen könnte... auch das erklärte ich ihm dann. Und ohne darüber nachzudenken, schlichen sich die Tage ein, an denen wir garnicht mehr stillten. Plötzlich war eine ganze Woche ohne Stillen vergangen und nur kurz kam es dann zu einem kleinen "Rückschlag", als er Abends doch wieder nach der Brust fragte und als ich verneinte, anfing zu weinen. Ich tröstete und kuschelte und bot im die Brust sogar nochmal an. Aber er wollte nicht, er wusste es tut mir weh und nach kurzem Trösten beruhigte er sich auch wieder und schlief dann ein.
Auch wenn er tagsüber nun hinfällt und sich weh tut, fragt er seit diesem Zeitpunkt nicht mehr nach der Brust, er würde sie auch nicht mehr wollen. Trösten, Pusten und Küsschen auf die wunde Stelle, das möchte er haben und das braucht er. Dann ist wieder alles gut.

Nach nicht ganz 2,5 Jahren geht nun eine wundervolle Stillbeziehung zu Ende und das völlig unkompliziert und schleichend. So habe ich es mir immer gewünscht. Ich konnte meinem Kind zwar nicht die alleinige Entscheidung überlassen, wann für ihn der perfekte Zeitpunkt gekommen wäre, aber ich bezog ihn ein und er hatte Verständnis. Wir konnten uns somit beide in der neuen Situation zurecht finden und neue Wege der Schlafbegleitung und des Tröstens entdecken. 

Ich bin froh, dass ich zwar ungefähre Vorstellungen von der Stilldauer meines Kindes hatte, es aber doch immer auf mich zukommen ließ und dabei auf meine Bedürfnisse und auch die meines Kindes geachtet habe. Wir hatten eine wundervolle Stillbeziehung und ich hoffe sehr, dass sich dies beim nächsten Kind so oder so ähnlich wiederholen wird.


Freitag, 8. Mai 2015

Übernachten bei den Großeltern: Mein Kind entscheidet!

Am Mittwoch war es soweit, mein Sohn entschied sich dafür bei seiner Oma übernachten zu wollen. Einfach so! Es kam wie so vieles im Leben mit Kind, überraschend und plötzlich. Und doch musste ich also Mama sofort reagieren und für mich war klar, dass ich mein Kind in seinem Wunsch unterstützen werde. Wenn er dies selbst möchte, dann wird er auch bereit dazu sein!

Aber zunächst etwas zurück. Das Übernachten bei Großeltern keimt bei diesen in der Regel relativ früh auf. Ständig wird erwähnt "Willst du bei uns schlafen?", "Wenn du dann mal bei uns schläfst...", "Wir würden uns wirklich sehr freuen...." Es wird immer wieder eingestreut und uns Eltern dabei beipflichtend angeschaut. Wir bestätigten nichts, wir entgegeneten höchstens zu Anfang, als er noch nicht selbst antworten konnte, dass es noch zu früh ist. Bis zu seinem 14.Lebensmonat wurde er auch Nachts gestillt, da stellte sich für mich nie die Überlegung das er auswärts übernachten sollte oder möchte. Auch als er nicht mehr stillte, dachte ich darüber nicht nach. Er schlief ja zu diesem Zeitpunkt nicht einmal beim Papa im Arm kuschelnd ein, wieso sollte er es bei den Großeltern tun?
Als der Zwerg kommunizieren und verständlich sprechen lernte, wurden die Übernachtungsfragen natürlich an ihn direkt gestellt. Wenn die Großeltern sich verabschiedeten wollte er gerne mit, sie sollten noch nicht gehen. Wurde dann aber festgestellt, dass er dort übernachten würde, ohne Mama... dann wollte er doch nicht mit. Ich war froh, als er das endlich selbst klarstellen konnte. Und die Großeltern somit wussten, dass ist nicht meine Meinung, wenn ich eine Übernachtung verneinte, sondern die meines Kindes!

Nun wurde der Zwerg 2 Jahre alt im Dezember und die Zeit der Fremdbetreuung begann. Nachdem die Betreuung durch die Tagesmutter fehlschlug, übernahm meine Mama diesen Part und auch dort schlief er zunächst nicht einfach an. Meine Mutter schob zur Mittagszeit fleissig den Kinderwagen durch die Straßen, bis er einschlief. So war das Ritual. Bis zu einem gewissen Tag im März, als er plötzlich sagte, er ist müde und bei der Oma im Arm einschlief... mal wieder plötzlich und überraschend und wie immer vom Kind aus. Er hat selbst entschieden!

Seit dem legt sich meine Mama mittags mit ihm hin, wenn er müde wird. Liest ihm ein paar Bücher vor und schon schläft er.

Als meine Mama nun das Thema Übernachtung wieder ansprach, war ich nicht mehr grundsätzlich dagegen. Aber nur für den Ernstfall zu proben, wenn mal etwas wäre und er das Schlafen bei Oma und Opa schon kennen sollte... das stand für mich nicht zur Diskussion. Es klappt alles, wenn es nötig wird, vorher "proben", wenn das Kind nicht bereit dazu ist, darin sah ich keinen Sinn. Es kann sogar höchstens dazu führen, dass das Kind es also schlechte Erfahrung abspeichert, da es darüber nicht mitentscheiden durfte und so schlechte Gedanken an Übernachtungen knüpft.

Als mein Zwerg nun also selbst sagte, er möchte bei Oma übernachten und dies auf Nachfrage auch bestätigte, dann war für mich klar, jetzt ist der Zeitpunkt gekommen und er hat sich selbst dafür entschieden!

Ich packte also sein Köfferlein, mit allem wichtigen für eine Übernachtung. Er packte ein, was er noch benötigte und dann ging es los. Mama wurde alleine zurück gelassen, denn der Papa war geschäftlich unterwegs... dieser glaubte ohnehin nicht das es klappen würde. Aber wieso nicht? Unser Kind hat es selbst entschieden!

Ich hatte also wenig Sorge, dass es nicht klappen würde. Trotzdem starrte ich ständig auf das Handy und erwartete Meldung! Endlich kam sie. Wie von mir erwartet, schlief er nicht früh ein. Ist ja alles neu und dann kam zufällig auch noch die Tante vorbei, die von nichts wusste und er drehte nochmal auf. Um 21.30 Uhr schlief er ein und schlief bis auf einen Trinkstop durch. Um 7 Uhr schlug er die Äuglein auf. 
Als ich ihn Mittags abholen wollte, war ich uninteressant. Er wollte weiterhin bei Oma bleiben und es bestätigte mir, er hat sich auch über Nacht sichtlich wohl gefühlt und es hat ihm Spaß gemacht. Das Mamaherz zog sich kurz zusammen... so ist das also, wenn das eigene Kind nach und nach unabhängig wird und einen nicht mehr braucht? Ein erster Vorgeschmack lässt das Kommende in den nächsten vielen Jahren erahnen.

Mein Zwerg wird immer mehr entscheiden, immer selbstständiger werden und auf seinen eigenen Beinen im Leben stehen.
Dies war nicht seine erste eigene Entscheidung. Eigene Entscheidungen darf er jeden Tag treffen. Aber es war eine erste sehr weitreichende Entscheidung, die einen großen Schritt zur werdenden Unabhängigkeit zeigte. Es war mir immer schon wichtig, dass er diesen Schritt des Übernachten-wollens alleine entscheiden wird. Mit 2 Jahren und 4,5 Monaten war es nun soweit. 

Mein Baby ist schon lange ein Kleinkind und geht weiterhin zielstrebig seinen Weg. Erwachsen werden! Unabhängig! Selbstständig!


Mittwoch, 6. Mai 2015

Schöner Wohnen - Gemeinsam Blumen pflücken und arrangieren

  
Blumen und Pflanzen machen eine Wohnung oder Haus lebendiger. Das Grün und die Farben der Blüten vermitteln Leben und Lebensfreude. Blumen und Pflanzen lassen es wohnlicher wirken und peppen so manchen Einrichtungsstil noch auf. 
Vorausgesetzt man hat auch einen grünen Daumen *hust* Ich gebe zu, den habe ich nur sehr schwach von meiner Mutter geerbt. Diese besitzt wirklich einen. Wahrscheinlich sogar eher zwei. Das Haus meiner Eltern gleicht einem lebenden Gewächshaus... meine Mama kann bei interessanten neuen Blumen- und Pflanzensorten einfach nicht nein sagen. Ich kann mich noch an Nordsee-Urlaube erinnen, die wir voll bepackt mit Blumen im Auto wieder heim gefahren sind, da meine Mutter die Ferienwohnung heimelig mit dort gekauften Pflanzen einrichten musste und die konnten natürlich nicht dort bleiben... jaja, Kindheitserinnerungen.

Also, irgendwas muss also von diesem grünen Daumen doch auch zu mir durchgedrungen sein, denn ich versuche mein Glück immer wieder und einige Pflanenarten scheinen sich doch wirklich bei mir wohl zu fühlen und finden es ganz nett, zeitweise sehr trocken und dann mal wieder überfeucht zu leben... Ich versuche mein Bestes zu geben, vor allem weil ich dem Zwerg eine gute Pflege der Pflanzen vorleben möchte. Er ist hierbei auch sehr eifrig und kümmert sich sehr liebevoll um seine Erdbeeren, Tomaten und Blumen in seinem Außenbereich auf der Terasse. Das möchte ich euch gerne noch in einem anderen Post vorstellen.

Neben dem Pflanzen gießen, gibt es zum "Schöner Wohnen" natürlich auch die Möglichkeit Schnittblumen in Vasen zu stellen und damit die Wohnung zu dekorieren. Gerade jetzt im Frühjahr sind Schnitblumen wieder überall zu bekommen und noch schöner ist es jetzt, wenn man auf den Schnittblumenfeldern, selbst Blumen schneiden darf.

Dies haben wir am vergangenen Wochenende getan. Zwischen den Regenschauern suchten wir uns eine trockene Lücke und marschierten zum Blumenfeld in unserer Nähe. Der Zwerg und ich waren mit Körbchen und Scheren ausgestattet und ich ließ ihn die Blumen seiner Wahl aussuchen und auch abschneiden.
  



  
Wieder Zuhause angekommen, suchten wir uns passende kleine Vasen. Der Zwerg füllte dieser mit Wasser auf (Vorbereitung dazu: Schüttübungen) und steckte nach Herzenslust die Blumen in die Vasen hinein. Zwischendurch roch er immer wieder an ihnen und sog den wundervollen Duft in sich auf. Holen wir uns hin und wieder geschnittene Blumen im Geschäft, schneiden wir diese vorher auch noch ein Stück ab. Damit der trocken gewordene Stiel auch wieder ordentlich Wasser aufnehmen kann. 

Blumen arrangieren mit allem was dazu gehört, also auch das Selbstschneiden, macht dem Zwerg sehr viel Spaß und es ist eine wundervolle Übung des täglichen Lebens nach Maria Montessori. Es bindet die Kinder im Alltag ein. Sie können aktiv helfen das Heim wohnlich mitzugestalten und festigen ihre Fingerfertigkeiten beim Schneiden und Stecken und ihr Gefühl für das Dekorieren und Herrichten. 

Die Tulpen auf den Feldern blühen nun aus. Die nächsten Blumen tragen schon ihre Knospen und wir freuen uns schon darauf auch diese in unser Haus zu holen und es somit bunter und lebendiger zu machen.






Donnerstag, 23. April 2015

Steckspiel nach Farben


Bei der wunderschönen Seite Planting Peas habe ich dieses Steckspiel entdeckt und wusste sofort, dieses möchte ich auch nachbauen. Sicherlich haben einige von euch das Ergebnis schon per Schnappschuss auf Facebook sehen können.

Ich wollte es allerdings nicht senkrecht, sondern in waagerechter Form zum Aufstecken und fragte meinen Schwiegerpapa ob er dies umsetzen könnte. Er sagte gerne zu und bastelte in kürzester Zeit, den Steckaufsatz. Sogar mit Schlitz, um die Farbkärtchen dort zu fixieren. Wer dies gerne nachbasteln möchte und sich etwas Zeit sparen will, die Farbkärtchen habe ich schon zum Download für euch bereitgestellt.

Die bunten Holzperlen (Affiliate) habe ich von der Firma Grimm´s und finde sie sehr form- und farbschön. Sie eignen sich perfekt für dieses Steckspiel.

Bei diesem Steckspiel wird zum einen die Augen-Hand-Koordination geschult, das Verständnis von Farben und dem Nachbau einer abgebildeten Reihenfolge.

Falls ihr euch den Bau dieses Steckspiels nicht zutraut, könnt ihr die Farbkärtchen auch so verwenden, zum Auflegen von farblich passenden Steinchen oder Perlen. Oder in dem die Perlen direkt auf eine Schnur in dieser Reihenfolge gefädelt werden sollen.... da gibt es sicherlich ganz viele Möglichkeiten.




Hier war eine grüne Kugel zuviel. Wie auch bei Planting Peas beschrieben, ist es besser dies nicht zu kommentieren, wenn die Zwerge gerade sehr konzentriert und vertieft sind, um sie nicht herauszureißen aus der Übung. Später bleibt immer noch Zeit für Erklärungen.

Freitag, 17. April 2015

Übung für die Handkoordination

Diese Übung hatte ich schon vor einer Weile auf meinem Laptop abgespeichert, damals leider noch ohne Verweis woher diese tolle Idee stammt. Ich hoffe, ich stolpere im Netz irgendwann mal wieder darüber und kann die Quelle ergänzen. 

Für unsere Kinder sind die Übungen des täglichen Lebens eine Vorbereitungen auf den wirklichen Alltag, auf den Umgang mit Gegenständen und Handlungsweisen darin. Schaut man sich also gerade einmal die Küche an, gibt es viel unterschiedliches Zubehör, dessen Umgang erlernt werden muss.

Zum einen haben wir hier die Knoblauch-Presse. Diesen Vorgang des Pressens kann man z.B. mit zurecht geschnittenen Schrubbschwämmchen und Wasser üben. Ich habe das Wasser in unserer Übung rot gefärbt, so dass dieses beim Auspressen deutlicher gesehen werden kann und auch die Menge die schon ausgepresst wurde besser zu erkennen ist.

Das Tablett wird immer so angerichtet, dass die Tätigkeit von links nach rechts ausgeübt werden kann. Also im Grunde wie die spätere Schreib- und Leserichtung. Dies baut somit schon auf spätere Lernfelder auf. Die Presse oder auch bei anderen Übungen der Löffel, Zange usw. wird bei Kindern, die noch keine Lieblingshand, bzw. Nutzhand ausgebildet haben, in die Mitte des Tabletts, zwischen die Schüsseln gelegt. So kann das Kind selbst entscheiden. Wichtig ist dann auch, dass wir beim Vormachen der Übung sinnvollerweise, auch unsere Nutzhand hin und wieder wechseln. So schauen sich die Kinder nicht einfach nur die Nutzung der rechten Hand ab, die meisten von uns sind ja Rechtshänder, sondern es sieht beide Möglichkeiten, was ihm bei der Findung der eigenen bevorzugten Hand hilft.

Beim Vormachen der Übung wird regulär der komplette Ablauf gezeigt. Holen des Tabletts, die Übung bis zum Schluß, also wie wird sie beendet, was ist das Ende und auch das Wegbringen des Tabletts. Bei älteren Kindern die schon vieles verinnerlicht haben, reicht auch oft nur ein kurzes Vormachen oder sie möchten sich komplett selbst ausprobieren, so dass ein reines Beobachten von uns zunächst in Ordnung ist. Merken wir dabei, dass eine Handlungsweise nicht korrekt ausgeführt wird und das Kind so ins Stocken gerät, warten wir ab. Wir reden nicht hinein, weil wir das Kind nur ablenken würden. Erst wenn es um Hilfe bittet, führen wir die Tätigkeit vor. Oder wenn es garnicht um Hilfe bittet, werden wir beim nächsten Mal, wenn das Kind die Übungen wieder machen möchte, zunächst aufzeigen, diese selbst vorzumachen, damit es das Kind sehen kann. Wir müssen dabei eigentlich nicht reden, das Kind wird genau zuschauen und erkennen, was wir anders machen als es selbst.

Die Übung des Wasserauspressens ist nicht nur eine gute Schulung der Feinmotorik und der Hand-Augen-Koordination. Es werden dabei auch die Muskeln der Hände gestärkt.






Freitag, 20. Februar 2015

Montessori - inspiriert: Fell, Haut und Federn

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Auf unserer Welt gibt es ganz viele unterschiedliche Tiere, mit ganz vielen unterschiedlichen Fellzeichnungen. Manche haben nicht mal ein Fell. Manche haben Panzer, Federn, Stacheln oder Schuppen. Manche haben Muster oder Streifen im Fell. Manche eine schillernd bunte Farbenpracht.

Für unsere Kinder gilt es jeden Tag aufs Neue, die Dinge dieser Welt zu verstehen und zuzuordnen. Sie lernen Zusammenhänge und neue Wörter.

Ich habe in diesem Kartendeck das Thema der "Fellvariationen" etwas aufgegriffen und zusammengetragen. Hier können Tiernamen und Begriffe zusammen besprochen und erlernt werden.

Die Karten habe ich für die längere Haltbarkeit wieder laminiert (mit diesem Gerät, da sind auch schon erste Folien enthalten) und die Ecken können mit dem Eckenknipser abgerundet, dass kann scharfen Ecken stehen bleiben.
Die Karten musste ich komplett überarbeiten und sie sehen daher etwas anders aus, als auf den hier abgebildeten Bildern. Ihr könnt sie kostenlos hier herunterladen. (Ihr werdet auf die neue Homepage umgeleitet, da ich dort für die vielen Downloads mehr Speicherkapazitäten besitze)
   
  
Mit dem Herzkind zusammen habe ich erst die Tierbilder ausgelegt und ihn dann die Schleichtiere zuordnen lassen. Danach haben wir uns die Bilder mit den Fellausschnitten, Stacheln usw. angeschaut und diese zusammen zugeordnet. Manche wie die Stacheln des Igels, die Wellensittichfedern, die Zebrasteifen usw. hat er schon alleine ruckzuck zugeordnet. 








Links, die zu Amazon führen, sind Affiliate-Links und damit Werbung. Artikel, in denen ich diese Links verwende, muss ich daher mit "Werbung" zu Anfang des Blogartikels kennzeichnen. Klickt ihr auf diese Links und kauft innerhalb von 24 Stunden bei Amazon ein, erhalte ich eine kleine Provision, die mich in meiner Blogarbeit unterstützt.
Dies beeinflusst meine eigene Meinung in keinster Weise. Ich stelle euch hier nur Bücher, Spielzeug und andere Materialien vor, die mir und meinen Kindern wirklich gefallen und in denen ich einen Mehrwert sehe, den ich euch unbedingt zeigen möchte. Für euch entstehen dabei keine Mehrkosten!

Mittwoch, 11. Februar 2015

Windelfrei?

So um den ersten Geburtstag herum fing es an, dass sich der Zwerg nicht mehr gerne wickeln ließ. Egal was ich ausprobierte, auf dem Boden wickeln, mit einbeziehen, alles erklären und beschreiben, ablenken durch interessante Dinge.... es half nichts oder nur sehr kurz und dann war das Wickeln schon wieder eine Quälerei. Versuchte ich es dann windelfrei, schaffte ich es im Grunde nie wirklich in seinem Verhalten zu lesen, wann er auf das Töpfchen müsste, er sagte auch nichts. Daher legte ich dann doch immer wieder die Windel an. Klare Ansagen halfen, aber auch hier merkte ich in letzter Zeit, dass der Zwerg immer weniger Lust auf diese Wickelunterbrechungen hatte. 

Vorletztes Wochenende hatte ich dann selbst genug davon und nachdem ich ihn eigentlich wieder hätte wickeln müssen, ließ ich die Windel einfach weg. Wieso nicht wieder einmal versuchen? Zunächst war der Zwerg irritiert und verlangte nach einer neuen Windel. Ich erklärte ihm, dass ich ihm keine anziehen werde, da er dies eigentlich sowieso nicht will und/oder er spätestens beim nächsten Wickelstop wieder protestieren würde und weder er noch ich darauf Lust haben. Ich holte sein Töpfchen, zeigte ihm wo es steht und das er mich gerne rufen kann, wenn er Hilfe braucht.

Der Zwerg begann dann wieder zu spielen und ein Aufschrei kurze Zeit später kündigte den ersten Pipiunfall an. Er pinkelte sich ein, stand stocksteif da und wusste nicht wie ihm geschieht. Ich beruhigte ihn, erklärte ihm, dass er doch keine Windel an hat und zeigte ihm nochmal das Töpfchen und setzte ihn kurz darauf. Es kam natürlich kein Pipi mehr. Beim Zwerg schien es allerdings direkt Klick zu machen.

Die Pipiunfälle wurden ruckzuck weniger, die Menge die daneben ging, minimierte sich immer weiter. Innerhalb weniger Tage lernte er die Pipi zurückzuhalten, bis er auf dem Töpfchen saß und ließ es dann erst laufen. Der Stolz in seinen Augen war unbeschreiblich!

Ich ließ ihn die ersten Tage unten ohne laufen, aber im Grunde ist es eigentlich noch zu kalt dafür und wir haben leider keine Bodenheizung. Lange Socken alleine reichten nicht und ich beschloß ihm doch eine Jogginghose darüber zu ziehen. Nun konnte er natürlich nicht mehr einfach direkt auf das Töpfchen, die Hose musste zunächst nach unten gezogen werden, was er bisher noch nicht konnte und auch nie selbst üben oder ausprobieren wollte. Ich musste jetzt also immer in unmittelbarer Hörweite sein, um schnell reagieren zu können. Zunächst pinkelte er sich ein, weil er wohl dachte die Hose müsste ähnlich einer Windel sein. Nach wenigen Unfällen merkte er aber schnell, die Hose hält eben garnichts und er eilte direkt zu mir, meldete Pipi an und wir spurteten zum Töpfchen. 

Selbst wenn er von Oma mit einer Windel heim kam oder schon die Nachtwindel an hatte, meldete er nun, wenn er Pipi muss und ich kann mit ihm aufs Töpfchen gehen. Ich bin derzeit wirklich sprachlos, wie sich das in 1,5 Wochen entwickelt hat. Heute gab es keinen einzigen Unfall, auch Stuhl ging zweimal ins Töpfchen..

Er ist mächtig stolz, wenn er danach den Einsatz zur Toilette tragen kann, ihn ausleert und dann die Spülung drücken darf. Er versichert sich danach auch genau, ob wirklich alles weg gespült wurde und trägt den sauberen Einsatz wieder zum Töpfchen.

Neben das Töpfchen habe ich frische Anziehsachen und Toilettenpapier gestellt. Ging bisher etwas daneben, wurde dies nie thematisiert. Während er dann auf dem Töpfchen saß, zog ich ihm die nassen Sachen aus und half ihm dann in frische Hosen und Strümpfe. War er traurig über das Missgeschick, tröstete ich ihn.

Vorgestern habe ich dann nun Unterwäsche bestellt. Die Oma hat nun seit gestern auch begonnen das Töpfchen bei sich bereit zustellen. Unterwegs und Nachts benutzen wir noch Windeln. Da muss ich sagen, traute ich mich bisher noch nicht weiter ran. Mir geht das gerade alles sehr schnell. Sicherlich war mein Herzkind schon lange bereit dazu, er signalisierte es ja immer wieder das Wickeln doof ist, aber ich war nicht bereit. 

Ich war nicht bereit und ich merke mal wieder, wie sehr mein Kind schon seinen eigenen selbstdenkenden Kopf hat und sehr wohl schon weiß, was er möchte und schnell lernt, wenn er das will. Er hat seine Motivation! Er will nicht mehr gewickelt werden, er will selbstständig sein und über seine Ausscheidungen eigenständig entscheiden können. Es ist so wunderbar entspannt nicht wickeln zu müssen! Und ich sehe ein stolzes und glückliches Kind vor mir, der sich so sehr freut ernst genommen worden zu sein. 

Mal wieder ist es nicht das Kind, das lernen muss, sondern der Erwachsene! Ich musste einen Punkt erreichen, an dem ich merkte, ich habe darauf keine Lust! Es muss sich etwas ändern! Ich will nicht gegen mein Kind arbeiten, sondern mit ihm. Oft sind doch wir Erwachsene es, die unsere Kinder an den nächsten Entwicklungsschritten hindern.

Der erste Schritt ist getan!


Dienstag, 3. Februar 2015

Stillen im chemischen Beruf - Pro Langzeitstillen!

Langzeitstillen ist für viele in unserer Gesellschaft garnicht bekannt. Viele Mütter und Elternpaare entscheiden sich zwar während der Schwangerschaft für das Stillen, da sie wissen wie gut die natürlich gegebene Milch für das eigene Kind ist. Viele können durch die verschiedensten Gründe allerdings nicht lange stillen oder werden durch falsche Beratungen und Äußerungen zu einem verfrühten Abstillen gezwungen. Sätze wie "Ich hatte nicht mehr genügend Milch!" sind keine Seltenheit und zeugen leider noch oft von falschen bzw. keinen Beratungen durch so manchen Arzt oder auch Hebamme. Auch der gesellschaftliche Druck, welcher bei Stillkindern über 6 Monate schon beginnt (oft sogar noch früher!), ist nicht zu verdenken. Viele Mitmenschen können nicht mehr den Mund halten und meinen ihr "Fachwissen" zum Besten zu geben und bauen damit Druck auf. Schon die 1jährigen Stillkinder sind in unserer Gesellschaft extrem selten. 

2jährige Stillkinder sind eine absolute Minderheit und viele Stillmütter tragen das schon lange nicht mehr bewusst in die Öffentlichkeit. Viele dieser wenigen älteren Stillkinder werden sowieso nur noch zum Trösten oder Einschlafen gestillt. Wenn die Mütter nicht gezielt danach gefragt werden, wissen oft sogar engste Verwandte nicht, dass sie in ihrem Familienkreis ein Langzeit-Stillkind haben. Diese Mütter möchten Diskussionen vermeiden und legen den Mantel des Schweigens über das was sie für richtig halten und noch weiterhin tun. Das ist sehr schade, denn somit wird es auch in Zukunft schwierig werden, einen Status "normal" auch für das Langzeitstillen zu erreichen.

Ja, auch ich trug es nicht in die breite Öffentlichkeit und trug auch kein Schild um den Hals "Seht her, wir stillen noch". Es fragt aber auch keiner wirklich danach, denn jeder geht davon aus, dass man schon längst abgestillt haben müsste... 

Nun arbeite ich in einem chemischen Beruf und dort hätte ich den vollen Kontakt zu kompletten Bandbreite an chemischen Stoffen. Toxisch, krebserregend, mutagen, reproduktionstoxisch usw. Also viele Dinge, mit denen man nicht in Kontakt als stillende Mütter treten möchte. Was ist nun also zu tun?

Ich bin sofort zu meinem zuständigen Teamleiter und meiner Sicherheitsbeauftragten und habe ihnen gesagt, dass ich noch stille und ich somit nicht mit allen Stoffen arbeiten kann. Meine Kollegin informierte sich sogleich bei der zuständigen Betriebsärztin, mit was ich überhaupt arbeiten darf und für meinen Teamleiter war das ok. Niemand verlor ein Wort darüber, dass ich noch stille. Auch mein junger direkter Kollege und meine Kollegin (Mutter von drei Kindern), ebenfalls nicht. 

Gestern kam dann allerdings die erste Reaktion! Denn eine Art Supergau fand statt. Alle waren krank! Mir fehlten also meine direkten Kollegen, die mir die Stoffe einwiegen und vorbereiten konnten, mit welchen ich nicht arbeiten durfte. Ich musste mich somit an weitere Kollegen wenden. Diese dachten wohl zunächst alle, dass ich hierbei Hilfe benötigte, weil ich generell noch nicht komplett eingearbeitet bin und der eine Kollege wollte mich dann direkt unterweisen... ich berichtigte ihn dann sofort, dass ich dies alles wüsste, aber trotzdem nicht damit arbeiten würde, da ich noch stille. Im ersten Moment sagte er "Aha, ok, das wusste ich nicht. Ist in Ordnung." und dann im nächsten Moment drehte er sich nochmal zu mir um, schaute mich erstaunt an und fragte "Wie alt ist dein Kind?" - "Er ist nun 2 Jahre!" - "Und du stillst noch?" - "Ja, natürlich! Zum Einschlafen, als Trost und wenn er es eben braucht." - Die Augenbraue meines Kollegens wandert nach oben "Aha!" - "Ja, genau. Da gibt es natürlich viele Meinungen und das ist meine!" - Augenbraue meines Kollegens wanderte noch weiter nach oben... "In der Tat!" Damit war die Unterhaltung zunächst beendet.

Kurze Zeit später kam dieser Kollege nochmals zu mir und meinte "Das stimmt doch nicht, oder? Du stillst doch nicht wirklich noch?" Ich erwiderte sehr trocken und mit der vollsten Überzeugung "Soll ich meine Brüste auspacken und es dir zeigen? Ich kann das gerne so machen, wie damals Jürgen Drews Ehefrau in der Talkshow, in welche sie mit der Milch umher spritzte...." Mein Kollege lief rot an, stammelte und sagte "Ähm, nein, ich glaub dir ja, ist ok" Und damit war das ganze Thema dann erledigt. Ich muss jetzt noch schmunzeln, wenn ich an diese Szene gestern denke.

Ich hätte meinem Kollegen sicherlich noch viele Statistiken aufzeigen können. Wielange das durchschnittliche Stillalter der Welt überhaupt liegt oder wieviele wundervolle Nährstoffe und Immunglobuline auch jetzt noch in der Muttermilch enthalten sind und die meinem Kind helfen gesund und vital zu bleiben. Aber ich denke nicht, dass dies wirklich etwas ändern würde, denn Langzeitstillen ist gesellschaftlich noch lange nicht anerkannt und wird einfach nicht verstanden... denn Kinder können mit 2 Jahren schon lange alleine essen und auch sonst gibt es doch Ersatznahrung... da muss sich die Mutter doch nicht "aufopfern". Das Verständnis fehlt, weil es eben nicht gängige Praxis ist. Weil viele Mütter die aus gesellschaftlichen Druck abgestillt haben, es oft auch nicht zugeben wollen.

Wichtig für alle Langzeit-Stillmamis ist daher zu dem zu stehen, was sie tun! Und das mit voller Überzeugung. Ich stelle dies egal bei welchen Kontroversen immer wieder fest. Stehe ich hinter meiner Meinung und kann diese im Ernstfall bei Diskussionen auch noch untermauern, geht meinem Diskussionsgegenüber schnell die Luft aus oder lässt es erst garnicht zu einer Diskussion kommen, da sie sehen, ich stehe dazu! Ich bin überzeugt vom Langzeitstillen und das es meinem Kind weiterhin gut tut. Diese Haltung müssen Langzeitstillende haben, denn nur so fehlt es der Gesellschaft an jeglichen Möglichkeiten Kerben zu schlagen. 

Auch wenn es hier um Langzeitstillen geht, gilt dies grundsätzliche für jegliche Überzeugungen, die abseits der "Norm" unserer Gesellschaft liegen. Und was mir hier auch wichtig war zu benennen, denn oft ist auch dies ein Grund zum Abstillen: Der Einstieg ins Berufsleben ist niemals ein Grund um Abzustillen (wenn man es nicht selbst möchte)! Der Beruf ist kein Hindernis und niemand darf einen zum Abstillen zwingen! Das musste mal gesagt (geschrieben) sein!

Gemütliches und kuscheliges Einschlafstillen am Abend. Keine Zu-Bett-geh-Diskussionen. Der Zwerg darf bei mir sein, bis er müde ist und ich kann ihn schlafend in sein Bettchen legen. Ich erspare mir jeglichen Streß.

Freitag, 30. Januar 2015

Eigenständig und selbstbestimmt = Problemkind?

Seit 2 Wochen geht mir diese Fragestellung im Kopf herum. Seit dem wir die Fremdbetreuung durch die Tagesmutter abbrechen mussten und seit dem ich viel Feedback von anderen Mütter erhalten habe, die mich fragten: Was verstehe ich unter selbstbestimmt? Wieso hatte die Tagesmutter damit Probleme? Oder das sie ähnliche Ängst und Bedenken haben, dass ihre eigenständig und selbstbestimmt erzogenen Kinder Probleme bei der Eingewöhnung haben werden.

Ich meine damit nicht, dass wir als Eltern unsere Kinder als Problemkinder ansehen. Sondern eher unser System und unsere Gesellschaft, welche oft nicht mit solchen Kindern umzugehen weiß. Kinder sollen doch "funktionieren", sie sollen gehorsam sein und sich den Forderungen des Erwachsenen fügen und sich zu benehmen wissen. Dann ist alles leichter. Dann können wir Erwachsene unsere täglichen Abläufe einhalten und werden nicht gestört oder fühlen uns gestört...

Ich habe gestern mit dem Buch "Liebe und Eigenständigkeit" von Alfie Kohn begonnen. Ein wundervolles Buch, welches immer wieder gerne im Zusammenhang mit dem bedürfnisorientierten Umgang mit Kinderm empfohlen wird.

Ich bin noch nicht über die Einleitung hinaus und schon stoße ich im Grunde auf meine obige Fragestellung:

Mir wurde klar, dass die meisten Menschen in unserer Gesellschaft sich genau das am meisten von Kindern wünschen: nicht, dass sie fürsorglich, kreativ oder neugierig sind, sondern einfach dass sie sich gut benehmen. Ein "gutes" Kind - vom Säugling bis zum Jugendlichen - ist eines, das uns Erwachsene nicht allzu sehr stört.

Wenn es uns nur darum geht, Kinder dazu zu bewegen, zu tun, was wir sagen, ist das unter anderem deshalb so problematisch, weil es möglicherweise im Widerspruch zu anderen, höher gesteckten Zielen, die wir für sie haben, steht. 

"Was sind Ihre langfristigen Ziele für Ihre Kinder? Welches Wort oder welchen Ausdruck kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie beschreiben möchten, wie Sie sich Ihre Kinder wünschen würden, wenn sie erwachsen sind?"

Wollen wir folgsame Erwachsene? Erwachsene die nichts hinterfragen? Die immer tun, was man ihnen sagt? Plankes Gehorsam?
Kommen einem dabei dunkle Gedanken? An schreckliche Dinge? Die nur getan werden konnten in der grausigen Menschengeschichte, weil die Gesellschaft genau so war? Weil diese "Tugenden" bei Kindern und auch Erwachsenen gewünscht und geachtet waren? Ja, ich weiß, etwas polemisch... aber ein Fünkchen Wahrheit steckt doch darin, oder?

Ich denke, niemand würde wollen, dass sein Kind als Erwachsene nur tut, was man von ihm verlangt und keine eigene Meinung besitzt und diese auch vertritt. Aber wieso wollen wir, dass sie als Kinder so sind? Und wie sollen sie als Erwachsene anders werden, wenn sie als Kinder nicht eigenständig und selbstbestimmt sein dürfen?

Wir waren noch im letzten Jahr auf einem Gospel-Konzert in einer Kirche. Das Herzkind kam natürlich mit. Mit der Option, will er nicht mehr stillsitzen, dann gehen wir eben früher oder einer von uns geht mal mit ihm kurz raus. Es gibt Möglichkeiten. Das Herzkind wanderte ständig in der Bankreihe hin und her, von Oma zu Papa und wieder zurück, immer über die Füße von Opa und Mama... und horschte dabei die Gospelklänge. Nach dem Konzert als die Lichter wieder angingen, wurde ich von mehreren Seiten beglückwünscht. Man hätte garnicht gemerkt, dass hier ein Kleinkind wäre und wie ruhig er doch war und eine andere Dame meinte entrüstet, ihre Enkeltochter hätte sie garnicht mitnehmen können, weil sie eben nicht ruhig sein kann...

Ja, ich habe mich irgendwie schon darüber gefreut, dass ich gelobt wurde.... für eine Erziehung, die es eigentlich nicht gibt... denn ich hätte mein Kind niemals zum Stillsitzen und ruhig-sein gezwungen. Dennoch wird es von unserer Gesellschaft gefordert. Kinder sollen nicht auffallen, sie sollen sich ruhig verhalten und nett sein, bloß nicht schreien und durch die Gänge fegen und andere Menschen nerven... denn dann sind sie nicht gut erzogen...

Solche Kinder machen nur Probleme! Sie fügen sich nicht einfach ein! Sie hinterfragen, dass was mit ihnen getan werden soll (Eingewöhnung, zu-Bett-gehen, Regeln im Allgemeinen) und wenn es nicht mit ihrem Denken übereinstimmt, dann geben sie dies kund! Man kann ihnen nicht einfach eine Haube überziehen, die für alle Kinder gleichsam gelten soll. Selbstbestimmtheit hat bei Kindern wohl immer noch nicht den Stellenwert, denn dieser haben sollte. Wie sonst, kann dies ein Problem sein?

Ich habe keine Probleme mit meinem eigenständigen und selbstbestimmten Kind? Ich weiß, dass ich ihn einbinden muss, dass ein Nein nicht einfach akzeptiert wird, dass er seine Freiräume braucht und er auch die Möglichkeit und die Zeit benötigt sich selbst auf Neues einzulassen und dann auf mich zukommt. Klingt das nicht auch, wie wir selbst behandelt werden möchten? Ich kann vielen Meinungsverschiedenheiten entgegen wirken, in dem ich mich zuerst frage, was will ich wirklich? Stelle ich eine Regel auf um der Regel willen oder weil es wirklich wichtig ist? Ich hinterfragte mich! Und das sollte jeder tun, nicht nur von den Kindern eine Änderung und Anpassung verlangen, sondern auch die eigene innere Einstellung ändern!

Nicht blinden Gehorsam wollen wir für unsere Kinder und damit für die Zukunft unseres Landes und auch für unsere gemeinsame Welt. Wir wollen eigenständig denkende und selbstbestimmte Kinder und spätere Erwachsene, welche eine Meinung besitzen, die sie vertreten können und somit für ihre Ziele und Werte einstehen werden!

Nein, eigenständige und selbstbestimmte Kinder sind keine Problemkinder! Unsere Denkungsweise macht daraus nur ein Problem.


Mittwoch, 21. Januar 2015

Spuren im Schnee

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Auch wenn der Schnee hier nur sehr kurz vorbei geschaut hat, der Schnee ist dem Herzkind im Kopf geblieben und er wartet sehnsüchtig auf ihn. Leider glaube ich kaum, dass er ihn diesen Winter noch einmal zu Gesicht bekommen wird.

Dafür haben wir uns mit schönen Winterbüchern eingedeckt. Eines davon heisst "Welches Tier lief denn hier? ". Am liebsten mag das Herzkind den Bär und überblättert meist alle anderen Seiten. Es ist wirklich ein wundervolles und detailiertes Buch und das Tolle daran sind die Tierspuren in Originalgröße. Leider wird dieses schöne Buch nicht mehr produziert.
Es gibt eine Neuauflage, aber mit neuem Autor, ich kann also leider nicht sagen, ob dieses ähnlich und genauso gut ist.  So können die Zwerge ihre kleinen Händchen daneben halten und erkennen, wie groß so ein Tierpfote wirklich sein kann. Ein weiteres Buch, mit sogar 50 Tierspuren in Originalgröße ist ebenfalls im KOSMOS-Verlag erschienen und heisst "Tierspuren lebensgroß - 50 Tierspuren und wer sie hinterlässt"

Ich weiß leider nicht mehr auf welchem englischsprachigem Blog ich diese Idee entdeckt habe, aber ich möchte sie euch sehr gerne vorstellen. Zusammen mit dem Buch, passenden Schleichfiguren und weißer Knete (oder selbstgemacht *hier*), kann man die Szenen im Buch wunderbar nachstellen und somit auch haptisch erleben.

Die Kinder können selbst Tierspuren im "Schnee" hinterlassen und diese bestaunen und mit denen im Buch vergleichen. Zuerst müssen sie die Knete mit einem kleinen Teigroller für Kinderhände ausrollen, was viel Kraft und Konzentration erfordert. Dann können sie die Tiere hineindrücken. Sie können sehen wie unterschiedlich die Abdrücke verschiedener Tierarten sind und sie können auch bei schon vorgedrückten Spuren erraten, welches Tier diese Spuren hinterlassen hat.

Die Knete kann von den Kindern immer wieder neu ausgerollt werden und die Tiere können dann wieder darüber laufen. 
Eine ganz wundervolle Spielanregung für unsere Zwerge zum Thema Schnee und Spuren im Schnee.








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Dies beeinflusst meine eigene Meinung in keinster Weise. Ich stelle euch hier nur Bücher, Spielzeug und andere Materialien vor, die mir und meinen Kindern wirklich gefallen und in denen ich einen Mehrwert sehe, den ich euch unbedingt zeigen möchte. Für euch entstehen dabei keine Mehrkosten!

Dienstag, 13. Januar 2015

Montessori - inspiriert: Obst und Gemüse nach Farben sortieren

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Schon lange geisterte mir diese Idee im Kopf herum und am Wochenende nahm ich mir die Zeit und suchte das Internet nach passenden Bildern ab.
Ich suchte gut abgebildete Obst- und Gemüsesorten in den Farben rot, gelb und grün. Mit diesen ausgedruckten Bildern wollte ich dann ein neues Tablett für das Herzkind zusammen stellen. Obst und Gemüse nach Farben sortieren!
Zusätzlich bietet das Material die Möglichkeit viele Obst- und Gemüsesorten zu benennen und wiederzuerkennen. Als weitere Möglichkeit kann man z.B. auch nach Obst bzw. Gemüse sortieren.

Die Herausforderung nahm das Herzkind gerne an und versuchte fleissig zu sortieren. Farben kann er eigentlich schon sehr gut unterscheiden und auch zuordnen, die vielen unterschiedlichen Formen, hier Obst und Gemüse, sind nun die Schwierigkeit und er benötigte noch Hilfe von mir.


Die Karten habe ich für die längere Haltbarkeit wieder laminiert (mit diesem Gerät, da sind auch schon erste Folien enthalten) und die Ecken können mit dem Eckenknipser abgerundet, dass kann scharfen Ecken stehen bleiben.
Die Karten musste ich komplett überarbeiten und sie sehen daher etwas anders aus, als auf den hier abgebildeten Bildern. Auch habe ich einige weitere Farbschattierungen hinzugefügt. Ihr könnt sie kostenlos hier herunterladen.
   
Alle bisherigen von mir erstellten Downloads findet ihr *hier*.

Ich hoffe, euch gefällt meine Download-Idee und wünsche euch viel Spaß bei der Umsetzung.

Spielidee nach Montessori. Obst und Gemüse nach Farben sortieren. Montessori inspiriert.

Spielidee nach Montessori. Obst und Gemüse nach Farben sortieren. Montessori inspiriert.

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