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Dienstag, 13. Januar 2015

Montessori - inspiriert: Obst und Gemüse nach Farben sortieren

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Schon lange geisterte mir diese Idee im Kopf herum und am Wochenende nahm ich mir die Zeit und suchte das Internet nach passenden Bildern ab.
Ich suchte gut abgebildete Obst- und Gemüsesorten in den Farben rot, gelb und grün. Mit diesen ausgedruckten Bildern wollte ich dann ein neues Tablett für das Herzkind zusammen stellen. Obst und Gemüse nach Farben sortieren!
Zusätzlich bietet das Material die Möglichkeit viele Obst- und Gemüsesorten zu benennen und wiederzuerkennen. Als weitere Möglichkeit kann man z.B. auch nach Obst bzw. Gemüse sortieren.

Die Herausforderung nahm das Herzkind gerne an und versuchte fleissig zu sortieren. Farben kann er eigentlich schon sehr gut unterscheiden und auch zuordnen, die vielen unterschiedlichen Formen, hier Obst und Gemüse, sind nun die Schwierigkeit und er benötigte noch Hilfe von mir.


Die Karten habe ich für die längere Haltbarkeit wieder laminiert (mit diesem Gerät, da sind auch schon erste Folien enthalten) und die Ecken können mit dem Eckenknipser abgerundet, dass kann scharfen Ecken stehen bleiben.
Die Karten musste ich komplett überarbeiten und sie sehen daher etwas anders aus, als auf den hier abgebildeten Bildern. Auch habe ich einige weitere Farbschattierungen hinzugefügt. Ihr könnt sie kostenlos hier herunterladen.
   
Alle bisherigen von mir erstellten Downloads findet ihr *hier*.

Ich hoffe, euch gefällt meine Download-Idee und wünsche euch viel Spaß bei der Umsetzung.

Spielidee nach Montessori. Obst und Gemüse nach Farben sortieren. Montessori inspiriert.

Spielidee nach Montessori. Obst und Gemüse nach Farben sortieren. Montessori inspiriert.

Links, die zu Amazon führen, sind Affiliate-Links und damit Werbung. Artikel, in denen ich diese Links verwende, muss ich daher mit "Werbung" zu Anfang des Blogartikels kennzeichnen. Klickt ihr auf diese Links und kauft innerhalb von 24 Stunden bei Amazon ein, erhalte ich eine kleine Provision, die mich in meiner Blogarbeit unterstützt.
Dies beeinflusst meine eigene Meinung in keinster Weise. Ich stelle euch hier nur Bücher, Spielzeug und andere Materialien vor, die mir und meinen Kindern wirklich gefallen und in denen ich einen Mehrwert sehe, den ich euch unbedingt zeigen möchte. Für euch entstehen dabei keine Mehrkosten!

Dienstag, 28. Oktober 2014

22 Monate und die Sprachexplosion

Und auch der nächste Monat ist schon wieder rum und seit Sonntag ist das Herzkind nun 22 Monate alt. Auch im letzten Monat fanden rasante Entwicklungsschritte statt und ich kann es immer wieder kaum fassen, wie selbstständig mein kleines Baby doch schon ist. Wie groß und eigenständig. Wie willensstark und doch so unglaublich sozial und freundlich. Immer wieder werde ich darauf angesprochen wie tol, süß, "brav", nett und freundlich er doch ist. Wie geduldig er in der Tierarztpraxis warten kann und sich dort in der Malecke beschäftigt. Wie wunderbar er in einem Restaurant am Tisch verweilen kann und einfach mit dabei ist.

Als Mutter macht einen das Lob natürlich unheimlich stolz! Ich freue mich für meinen Zwerg, dass er so gerne gesehen ist und sich alle Leute auch freuen, wenn er wieder kommt. Ich denke, zum Einen ist es sein Charakter, er ist einfach so, wie er ist. Und zum Anderen denke und hoffe ich, dass die Erziehung zur Selbstständigkeit, das Ernstnehmen seiner Wünsche und das Respektieren seiner Gefühle mit dazu beitragen, dass er sich zu einem wundervollen Erwachsenen entwickeln kann. Der diese Werte an seine Mitmenschen und vielleicht auch mal an seine eigenen Kinder weitergeben wird. Aber soweit sind wir ja noch lange nicht und sicherlich werden noch viele Hochs und Tiefs kommen, in denen wir als Eltern und Kind bestehen und uns finden müssen. 

Auch ein Herzkind hat nicht immer nur sonnige Tage... wir Erwachsenen im übrigen auch nicht... und solche Tage sind verdammt anstrengend... ihm dann etwas "recht zu machen", zu verstehen was er denn nun will, ihm zu helfen... eigentlich unmöglich.... da er selbst in diesem Moment nicht wirklich weiß was er will und seine Gefühle noch nicht ausrdrücken kann. Da hilft nur knuddeln, stillen, durchatmen und diese Tage irgendwie rumbringen. 

Ansonsten passierte auch im vergangenen Monat sprachlich wahnsinnig viel. Ich denke er ist nun entgültig in der sensiblen Phase der Sprache und versucht eigentlich jedes Wort, welches er neu hört auch sofort nachzusprechen. Es ist toll, sich nun "verständigen" zu können. Nun auch durch die Worte und Sprache von ihm zu erfahren, was er genau möchte. Viele Wörter kürzt er derzeit konsequent ab... so sind die Meerschweinchen einfach Meer... Oben ist oooo mit Fingerzeig... Viele Wörter kamen neu dazu... der Mini (was auch immer für Bagger stand) ist nun ein Badder. Der Traktor der Dado. Das Pferd ein berd und die Kuh kann Muh.... eigentlich müsste man sich alle neuen Wörter sofort notieren, aber im Alltag geht es dann doch wieder unter. Aber es ist schön, wenigstens ein paar dieser neuen Wörter hier festhalten zu können. 

Zusammenhänge werden ihm immer vertrauter und werden oft auch selbstständig angewandt. Wenn er sich beim Essen die Hände dreckig macht, zeigt er nun mit einer Handwasch-Bewegung nun selbst an, dass er die Hände waschen möchte. Ich schiebe den Lernturm an das Waschbecken und er kann dann selbst hinauf, macht das Wasser an, nimmt die Seife, wäscht sich die Hände und trocknet sie ab. Wo es noch vor einem Monat ständig Diskussionen gab, dass dreckige Hände auch gewaschen werden müssen und er sich oft mit Händen und Füßen dagegen wehrte... (hier half manchmal nichts und wir wischten dann oft nur schnell die Hände und das Gesicht etwas mit einem nassen Tuch ab), fordert er es nun immer öfters von sich aus ein. 

Ich liebe dieses kleine Wesen einfach so unglaublich. Sein wundervolles Lachen... die strahlenden Augen, seine ganze Art. Wäre er eine süße Leckerei, ich würd ihn bis auf den letzten Krümmel aufessen *hihi* Ich glaub so spricht aber jede Mama von ihrem Kind und das ist auch gut so!

Ab nächste Woche geht´s nun los: die Eigewöhnung bei der Tagesmutter. Ich wünsche meinem kleinen Zwerg, dass er seine Tagesmutter mögen wird und Vertrauen zu ihr fasst. Das er sich gerne dort aufhalten wird und auch Freunde dort finden wird. Ich bin schon sehr gespannt was uns zusammen erwarten wird, wie er sich einlebt und sich in der neuen Situation findet. Eine neue spannende Zeit beginnt!


Freitag, 13. Juni 2014

Gastbeitrag: Als wir die Worte fanden

Heute darf ich euch meinen ersten Gastbeitrag vorstellen und freue mich sehr darüber. Mein ganz persönliches Geburtstagsgeschenk heute und damit auch für euch. Denn Nicole (32) spricht ein ganz wichtiges und tolles Thema an. Es geht hier um die Kommunikation mit Babys und zwar mit Zeichensprache.
Ich selbst bin natürlich, wie sicherlich viele, während der Schwangerschaft und auch nun während der Elternzeit immer wieder über diesen Begriff gestolpert. So richtig wusste ich damit nichts anzufangen. Macht es wirklich Sinn, seinem Kind Zeichensprache beizubringen, hilft es wirklich im Alltag? Im Sinne von Maria Montessori durchaus! Und damit möchte ich Nicole auch nicht zuviel vorneweg greifen, lest selbst:

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Stell dir vor, du möchtest unbedingt dieses orange Ding da haben, das letztes Mal so lecker geschmeckt hat. Wie wild fuchtelst du mit deinen Händchen. „Da, da!“ Du zeigst in Richtung Obstschale. „Ja, wir gehen gleich raus“, sagt deine Mama. Aber eigentlich hast du Hunger.

„Hilf mir, zu sagen was ich möchte“ spiegelt den Montessori-Gedanken im Bereich der Kommunikation wider. Sprache schenkt unseren Kindern einen Zugang zur Welt. Sie ermöglicht Ihnen, Ihre Bedürfnisse, Wünsche und Gedanken mitzuteilen. Auf sich Aufmerksam zu machen, sich Hilfe zu holen. Meiner Tochter wollte ich mit Babyzeichensprache eine Möglichkeit geben, mitsprechen zu können. Mit Handzeichen zu kommunizieren, das habe ich anfänglich als Frühförder-Gag abgetan. Doch es hat sich für uns alle als Bereicherung erwiesen. Diese Erfahrungen darf ich heute in einem Gastbeitrag mit Euch teilen.

Als meine Tochter, heute 2,5 Jahre alt, noch ein Baby war, dachte ich oft „Ach, wenn du mir sagen könntest, was dir fehlt. Tut dir was weh? Hast du Hunger? “ Zufällig sah ich ein Video im Internet, in dem ein Baby gestikulierend nach seiner Milch verlangte. Babyzeichensprache, das faszinierte mich. Eine prima Grundlage für das Selbststudium fand ich in Viviane Königs umfangreichem Buch „Das große Buch der Babyzeichensprache“. Es bietet einen großen Zeichenschatz, geordnet nach Themen, sowie viele Hintergrundinformationen, didaktische Hinweise und Spielideen. Kurse gibt es bei uns nicht, zum anderen sind sie auch absolut überflüssig, denn im Alltag findet man ausreichend Möglichkeiten, Zeichen einfließen zu lassen. Davon mal abgesehen: Man kann sie auch gar nicht „falsch“ machen. Man muss sie nur auf immer die gleiche Art und Weise benutzen. Ein bisschen so wie mit einer erfundenen Geheimsprache.

Die ersten Zeichen ließ ich ab dem 7. Monat in unsere Gespräche einfließen. So sagte ich meiner Tochter betont und mit Blickkontakt, dass sie nun ihre Milch bekäme und öffnete dabei meine Faust, als ob ich melken würde. Oder ich fragte sie, ob sie mehr wolle, unterlegt mit dem entsprechenden Zeichen. Hand aufs Herz: Ich kam mir so dämlich vor. Mein Mann fand es albern und im Supermarkt schaute man uns neugierig bis betroffen an. Sicherlich dachten sie, meine Tochter sei taub oder schwerhörig. Nicht zu Unrecht, denn die Babyzeichensprache basiert auf der Gebärdensprache.

Eine lange Zeit tat sich nichts. Bis sie mit 10 Monaten bei Oma und Opa übernachtete. Morgens forderte sie sich zum ersten Mal per Handzeichen ihre Milch ein, als ob sie ihren Großeltern Instruktionen geben müsste, was als nächstes zu tun sei. Der Knoten war geplatzt.

Die Einführung neuer Zeichen war geprägt von Versuch und Irrtum. Welches Zeichen ein Kind verwendet, hängt sehr stark davon ab, ob das Thema das Kind bewegt. Bei uns waren es Zeichen rund ums Essen. „Mehr“ war besonders wichtig. Auch an verschiedenen Obstsorten war sie interessiert. So fragte sie mich mit 12 Monaten zur Herbstzeit, ob das eine große Mandarine sei. Sie meinte den Kürbis im Gemüseregal. Wenn wir Bilderbuch lasen, sagte und zeigte ich ihr die Tiernamen. Ich begleitete das Abendritual mit Zeichen: Zähneputzen, Waschen, Schlafen gehen. Nachdem sich die ersten Erfolge einstellten, stiegen auch mein Mann und die Großeltern mit ein. Das war nicht immer leicht: „Was meint sie damit? Wie geht denn noch mal Maus? Mensch, denk doch an das Zeichen!“

Die Krippe war anfänglich etwas skeptischer. Das normale Sprechen käme automatisch, da müsse man nichts fördern. Babyzeichensprache ist auch keine Sprachförderung. Sie bietet dem Kind lediglich eine Möglichkeit zur Kommunikation, um die Zeit bis zum Spracherwerb überbrücken zu können. Kinder lernen dadurch auch nicht später sprechen. Ich wage sogar zu behaupten, dass es den Spracherwerb fördert. Zum einen spricht man viel aufmerksamer und artikulierter mit dem Kind. Das Kind lernt bzw. erfährt einen Begriff durch die Kombination von Hören, Sehen und Bewegung, was ihn schneller verankert. So, jetzt bin ich doch in der Frühförder-Kiste gelandet.

Aber auch die Krippe war bald mit im Boot, als sie merkten, wie sehr die Zeichensprache den Alltag erleichterte: Meine Tochter forderte das Frischmachen selbst ein, indem sie sich zwischen die Beine klopfte und zeigte, dass die Windel voll sei. Sie legte die Hand ans Ohr wenn sie müde war und verlangte am Tisch einen Nachschlag. Mit auf die Brust klopfen holte sie Hilfe, wenn etwas beim Spielen nicht so funktionierte. Quengeln, weil sie nicht verstanden wurde, gab es kaum.

Irgendwann beherrschte meine Tochter 30 Zeichen. Manchmal lernte sie mehrere am Tag. Mit 18 Monaten war die Zeichensprache aus unserer Kommunikation verschwunden. Anfänglich benutzte sie Worte und Gesten parallel. Dann kombinierte sie sie zu Zwei- und Mehrwortsätzen. Kurze Zeit später sprach sie ihre ersten ganzen Sätze.

Ich blicke noch gerne auf diese Zeit zurück: Wie schön, dass ich mein Kind zu Wort kommen lassen konnte. 
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Nicole, ich bedanke mich wirklich sehr für diesen tollen Erfahrungsbericht und die Verknüpfung mit den Gedanken von Maria Montessori! Ich denke sogar, dass jede Familie gewisse Zeichen ohne dies zu beabsichtigen in ihren Alltag einbaut bzw. dies sogar vom Kind aus kommt, um die Kommunikation zu erleichtern. Das Herzkind reibt sich bei Hunger den Bauch und macht "Mmmmmmmhhhhhh" dabei, eindeutiger gehts kaum, oder? Was ist also dabei, noch einige weitere Zeichen einzubauen, um sich noch schneller mit dem eigenen Kind "unterhalten" zu können und um auf seine Bedürfnisse einzugehen? Wie oft steht man denn nicht vor seinem Kind, welches eindeutig etwas möchte, aber sich nicht ausdrücken kann und wir spielen Rätselraten? 
Mich hat der Sinn von Babyzeichensprache jedenfalls überzeugt und da unser Herzkind bei der Sprache noch seine Zeit brauchen wird, denn diese stellt er defintiv hinten an, kaufe ich mir vielleicht sogar noch oben genanntes Buch und berichte selbst irgendwann noch von meinen eigenen Erfahrungen!

Und ihr, habt ihr Erfahrung mit Babyzeichensprache, liebe Leser/innen?

Keine Babyzeichensprache! Aber unsere Kinder kommunizieren schon früh mit Gesten mit uns. Die Babyzeichensprache kann dies unterstützen und helfen. Das Herzkind entdeckt derzeit alle Körperteile und lernt gerade fleissig und deutet bei der Aufzählung des jeweiligen Körperteils darauf. Vielleicht hilft es mir auch mal, bei der Frage was ihm wehtut.


Kennt ihr, stimmts? Auf alles wird gezeigt und "Da" gerufen. Alles muss von uns Erwachsenen benannt werden, die Wörter werden aufgesogen wie ein Schwamm.

Sonntag, 1. September 2013

Die Sensorikbox

Eine der wichtigsten Aufgaben der Eltern ist bei Montessori: Beobachten!
Immer wieder sollte man sich Zeit nehmen genau zu schauen, mit was beschäftigt sich mein Kind gerade, was ist für dieses interessant und worin kann es sich vertiefen und womit ausdauernd spielen.

Dieses Beobachten ist wichtig um seinem Kind zu helfen, in der gerade durchlaufenden sensiblen Phase, die richtigen Spielanregungen/ das richtige Lernmaterial anzubieten. Die sensiblen Phasen sind eine wichtige Erkenntnis durch Maria Montessori. Für alles was ein Mensch erlernen kann, gibt es sensible Phasen. Phasen in denen es dem Mensch am leichtesten fällt, Neues in sich aufzunehmen und umsetzen zu können. Die Sprache ist dabei ein gutes Beispiel. Niemals mehr fällt es einem Mensch so leicht, wie in der Kindheit Sprache zu erlernen. In der Kindheit können Fremdsprachen wie die Muttersprache erlent werden (Aber Achtung: Es bringt nichts, dies auf Biegen und Brechen zu versuchen, wenn die unterschiedlichen Sprachen nicht auch im Alltag gelebt werden).

Damit kommen wir also zu meinen Beobachtungen: Derzeit muss ich meine zwei Omi-Meerschweinchendamen zufüttern. Ich setze mich also mit den Beiden in deren Transportbox zu meinem Herzkind auf den Boden und füttere zu. Nach einer Weile drehe ich mich der Transportbox wieder zu und wundere mich, warum sich auf einmal Spielzeug darin befindet.... ich beobachte, dass der kleine Keks es total interessant findet sein Spielzeug hineinzuwerfen und dann über den Rand zu schielen.... Ok, so kann das natürlich nicht weiter gehen. Irgendwann erleidet vielleicht eines meiner Schweinchen eine mittelschwere Gehirnerschütterung... denn auch das schwere Holzspielzeug sollte nach Auffassung meines Kindes den Weg in die Box finden:


Was ist nun also zu tun? Durch das viele Stöbern im Internet bin ich schon über die Sensorikboxen gestolpert, nur woher nehmen an einem Wochenende? Dann kam mir eine Idee! ich hatte noch eine kleine selbstgebastelte Heuraufe, welche eine ausreichend große Öffnung besaß und bot diese meinem Herzkind mit ein paar Plastikkugel (z.B. von einem Bällebad) an. Ich setze mich dabei links von ihm und zeigte ihm ganz langsam, wie es funktionierte. Danach gab ich ihm die Bälle und es war erstaunlich, wie schnell er verstanden hatte!



Wichtig ist nun auch, sein Kind nicht zu unterbrechen! Überschwängliches Loben ist zu vermeiden! Ein Kind braucht dies nicht, es erfreut sich an dem was es selbst geschafft hat und das Loben würde ihn in seiner Konzentration auch ablenken. Wenn sich mein Herzkind also zu mir umdreht und freudig über sein Gelingen strahlt, dann strahle ich einfach zurück und schon beschäftigt er sich weiter!
Es ist auch nicht direkt nötig zu helfen, wenn das Kind augenscheinliche Fehler macht. Denn alle Aufgaben nach Montessori sind so konzipiert, dass das Kind seinen Fehler selbst erkennen kann. Bei der Sensorikbox würde das bedeuten, der Ball landet nicht im Loch und kullert weg.


Leider habe ich wie bei den Original-Sensorikboxen keinen Ausgang, aus dem der Ball wieder heraus kommt... dies möchten wir noch ergänzen. Aber eigentlich hat das Herzkind auch damit nicht wirklich Probleme. Er legt die Box um und fischt wieder nach seinen Bällen.


Wir sind trotzdem am Überlegen die Heuraufe noch passend umzubauen oder gar eine Sensorikbox nachzubauen. Auch dafür gibt es wieder tolle Ideen im Netz. Hier wurde eine Box Original nachgebaut und  hier etwas abgewandelt ebenfalls aus Holz. Das tolle daran, es wurde direkt weitegedacht und eine Schubmöglichkeit für weitere Formen ergänzt. Wer nicht sehr begabt im Holzwerkeln ist, kann die Box auch aus Karton nachbauen. Dies wurde hier und hier getan. Wer selbst noch etwas suchen möchte, im englischen nennt sich die Sensorikbox auch "Objekt Permanence Box". Denn für die Kinder ist die Tatsache sehr interessant, dass man Gegenstände auch verschwinden lassen kann und sie dann auch wieder auftauchen! Zu dieser Zeit beginnen die Kinder nun auch gezielt Gegenstände fallen zu lassen, meist vom Hochstuhl herunter... und dann wie kleine Wellensittiche den Kopf zu neigen und zu schauen, was da nun passiert ist. Einfach zu trollig! Was für uns selbstverständlich ist, dass alles durch die Schwerkraft nach unten fällt, müssen Kinder erst verstehen lernen. Und das mit allen Sinnen!

Donnerstag, 29. August 2013

Tierfiguren und ihr Einsatz

Heute war ich mit dem Herzkind einkaufen. Für den 1.Geburtstag seiner Großcousine musste noch ein Geschenk besorgt werden. Im Spielwarenladen kann man sich dann wieder kaum entscheiden... soviel tolles Holzspielzeug! Wir haben uns schlußendlich für ein Steckspiel entschieden, welches sicherlich in vielerlei Hinsicht eingesetzt werden kann: Fingerfertigkeit, Formen und Farben erkennen und später dann auch zuordnen. Ich hoffe, es wird der Kleinen gefallen.

Dann sind wir wieder an den Tierfiguren vorbeigekommen und ich musste natürlich eines für den kleinen Keks kaufen. Meine Mutter hat ihm vor kurzem schon ein Pferd gekauft und da sie im gerne etwas mitbringt habe ich sie nun angehalten, gerne immer wieder solch eine Figur mit zubringen... denn diese können, ebenso wie das Steckspiel oben, mehrfach eingesetzt werden.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist es für das Herzkind einfach schön die Figuren anzusehen und zu ertasten. Gerade die Figuren von Schleich sind wirklich sehr lebensecht gestaltet (habe ich an dem Hengst sehr deutlich gesehen... *hust*) Auch der Euter der Kuh ist mit Blutadern durchzogen. Es wird auf Details wert gelegt. Dem Kind können später wichtige Unterschiede der einzelnen Tierarten näher gebracht werden (sei es Pfote, Kralle, Hufe, Flosse usw.)



Im nächsten Schritt kann das Kind die Figuren Abbildungen der Tiere zuordnen. Sei es in Tierbüchern, Wimmelbüchern, auf Memoriekarten oder selbstgebastelten Karten (welche später z.B. auch noch mit dem Wort versehen sein können). Gerade diese Lernanregung sieht man immer wieder in englischsprachigen Blogs und ist sehr beliebt, den Kindern im Erlernen von Zuordnungen und Wörter zu helfen.


Das wird dann der nächste Schritt mit meinem Herzkind sein und bis dahin müssen wir noch fleissig weitere Figuren sammeln oder geschenkt bekommen....

Wer schon Kinder hat die gerade fleissig am Wörter lernen sind, sollte sich mit der 3-Stufen-Lektion von Montessori befassen und auch hierzu hat Anna einen tollen Beitrag in ihrem Blog geschrieben: *klick*