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Montag, 29. April 2019

Einfach Familie leben - Der Minimalismus-Guide

Einfach Familie leben ist der neue Minimalismus-Guide von Susanne Mireau und Milena Glimbovski. In diesem Buch werden wir erfahren, warum Minimalismus das Familienleben so viel einfacher und leichter werden lässt und das es im Grunde nicht nur um unsere Familie geht, sondern durch unser Vorleben innerhalb der Familie um die Gesamtheit. Um Nachhaltigkeit und den Erhalt unserer Erde und des Klimas.


Werbung, Rezensionsexemplar:

Heute möchte ich euch das neue Buch "Einfach Familie leben" von den Autorinnen Susanne Mierau und Milena Glimbovski vorstellen. Schon die ersten Zeilen des Buchcovers zeigen eine der wichtigen Aussagen dieses Buches auf. "Zuwendung & Zeit, statt zu viel Zeug" In diesem Buch werden wir erfahren, warum Minimalismus das Familienleben so viel einfacher und leichter werden lässt und das es im Grunde nicht nur um unsere Familie geht, sondern durch unser Vorleben innerhalb der Familie um die Gesamtheit. Um Nachhaltigkeit und den Erhalt unserer Erde und des Klimas.

Montag, 15. April 2019

Wild World - Wie Kinder an der Welt wachsen

Wild World - Wie Kinder an der Welt wachsen und Eltern entspannt bleiben Ein Buch über das Loslassen unserer Kinder und wie wir sie in ihrer Selbstfindung und dem Selbstständig werden unterstützen können. Von Julia Dibbern und Nicola Schmidt.


Werbung, Rezensionsexemplar:

Nun ist es bald soweit. Mein Sohn wird in diesem Sommer eingeschult. Er ist voller Vorfreude. Ein weiterer Entwicklungsschritt. Er gehört nun zu den "Großen" im Kindergarten. Er fühlt sich groß und ist bereit!
Ich frage mich immer wieder: Bin ich bereit? Habe ich mein Kind ausreichend vorbereiten können, auf diesen neuen Weg? Wird er daran weiterhin wachsen können oder gerät er vielleicht ins straucheln? Wie kann ich ihn weiterhin unterstützen?

Montag, 26. November 2018

Die Kerze der Hoffnung - Ein besonderes Geschenk!

Die Kerze der Hoffnung. Selbstgemachte Geschenke von Kindern zu Weihnachten. Die 4 Kerzen. Selbstgedrehte Bienenwachskerzen. Sinnvolle selbstgemachte Geschenke durch Montessori inspiriert.
Werbung:

Eine kleine Aufmerksamkeit. Ein besonderes Geschenk. Etwas Selbstgemachtes. Mit Bedeutung. Heute möchte ich genau dieses Geschenk vorstellen, welches wir im letzten Jahr verschenkt haben:

Montag, 5. November 2018

Der rote Mantel - Sankt Martin heute!

Warum Sankt Martin aktueller denn je ist. Denn Sankt Martin ist auch der Schutzpatron der Flüchtlingen. Gerade hier soll uns Sankt Martin an das Teilen und die Nächstenliebe erinnern.
Werbung, selbstbezahlt:

Sankt Martin ist Schutzpatronen von Vielen. Die Sternsinger schreiben dazu:

Als Schutzpatron tritt Sankt Martin bei Ländern und Armeen, Rittern, Soldaten, Reisenden, Flüchtlingen, Huf- und Waffenschmieden, Alpenhirten, Bettlern, Tuch-, Kappen- und Handschuhmachern, Webern, Gerbern, Schneidern, Bauern, Hirten, Winzer, Gastwirten, Hoteliers, Müller und Zechern (!) und Tieren (Pferde, Hunde, Vögel) auf.

In unseren aktuellen Zeit sind gerade die Menschen, die hier bei uns in Deutschland und vielen weiteren Ländern Zuflucht suchen, zu erwähnen. Sie alle finden bei Sankt Martin Schutz.

Samstag, 25. November 2017

Sensible Phasen – Definition und erziehungswissenschaftliche Bedeutung



Die sensiblen Phasen nach Montessori: wie ein Kind lernt und was es mit den sensiblen Phasen auf sich hat, das erfährst du in diesem Beitrag.
© Alinsa – Fotolia.com



  
In diesem Gastbeitrag von Anja erfährst du wie ein Kind lernt und was es mit den sensiblen Phasen auf sich hat. Anja schreibt auf ihrem Blog umweltgedanken.de über Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Neben der Natur und dem Schreiben interessiert sie sich auch für Montessori Pädagogik. Mehr Beiträge von Anja, zum Beispiel über die gesellschaftliche Bedeutung der Kosmischen Erziehung, findest du auf ihrem Blog.

Während ihrer Arbeit mit Kindern stellte Maria Montessori fest, dass es in der kindlichen Entwicklung sensible Phasen oder Perioden gibt, in denen das Kind eine besondere geistige Aufnahmefähigkeit beziehungsweise die uneingeschränkte, zum Teil willenlose Bereitschaft hat, bestimmte Fähigkeiten zu erwerben, also in dieser Zeit empfindlich auf äußere Reize reagiert und somit bestimmte Fähigkeiten und Verhaltensweisen erlernt.

Freitag, 6. Oktober 2017

Ich! Will! Aber! Nicht! Die Trotzphase verstehen + Verlosung


Ein Buch über die Trotzphase von Susanne Mierau. Richtigerweise ist es allerdings die Autonomiephase und wieso diese Phase so wichtig für unsere Kinder ist und was wir Eltern an uns und dem Alltag ändern können, um gelassener damit umzugehen, davon handelt dieses Buch.
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Die Trotzphase oder richtigerweise genannt Autonomiephase, ist diese Zeit, die beginnt, wenn unsere Kinder sich selbst erkennen, als eigenständiges Individuum. Als eigenständige Person, mit eigenem Willen und tief in sich drin, wissen sie, um wachsen und reifen zu können, muss ich auch selbstständig werden. Für uns Eltern ist das nicht immer einfach, genau genommen, sogar manchmal sehr anstrengend. Und wenn wir dann noch wissen, dass diese "Phase" garkeine Phase ist, sondern uns ab sofort ein Leben lang mit unseren Kindern begleiten wird... puh, da müssen wir schon etwas schlucken, oder?

Montag, 31. Juli 2017

Die vorbereitete Umgebung - ein kindgerechtes (montessori-inspiriertes) Badezimmer


Sicherlich könnt ihr euch noch an die MontessoriEntdecker erinnern, welche Manuela (Wunderwerkstatt) und ich gegründet haben. Montessori ist für alle da! Und daraus entstand diese Idee!
Nun haben wir uns etwas Neues überlegt und dafür auch die MontessiEntdecker-Facebookseite gegründet. Mittlerweile sind wir einige Mama-Bloggerinnen, die immer mal wieder über Montessori in ihrem Alltag berichten und es gibt noch viele weitere verstreute tolle Artikel im Internet dazu, welche wir gerne bündeln möchten. Daher haben wollen wir nun den #MontessoriMontag wieder aufleben lassen und wollen nun jeden Montag zu einem bestimmten Thema alle dazu passende Blogartikel, Texte,  Bilder und Ideen gebündelt dort sammeln.
Anfangen möchten wir nun mit der vorbereiteten Umgebung, die ein ganz wichtiges Element in der Pädagogik von Maria Montessori darstellt. Unsere Kinder brauchen eine gute Umgebung, um sich ungehindert entfalten und ihre Potentiale nutzen zu können. Wir müssen unseren Kindern Möglichkeiten geben, sich selbsttätig auszuleben, in dem Maße in dem es ihre Reife zulässt.

Gerade bei der Pflege des eigenen Körpers sind wir als Eltern am Anfang komplett gefragt. Wir übernehmen für unsere Kinder alles, da sie es körperlich selbst noch nicht können bzw. in ihren sehr eingeschränkten Möglichkeiten. Sie können mit uns über ihre Ausscheidungen kommunizieren, durch ihre Körpersprache, ob in das Wasser zu heiß oder zu kalt ist. Aber sich selbst waschen, Zähneputzen usw. dies ist zu Anfang nicht möglich. 

Wir gewöhnen uns daran, dass wir in allen, was unser Kind betrifft, die Verantwortung übernehmen müssen, und werden immer kompetenter darin. Was den Bereich der persönlichen Pflege betrifft, stellen wir uns Eltern darauf ein, alle Tätigkeiten für ihr Baby zu übernehmen. 
Diese Tätigkeiten für unsere Babys zu übernehmen geht deutlich schneller und ist weniger kompliziert als ihnen zu helfen, ihren Anteil an der Sorge für ihre Person selbst zu übernehmen.

Irgendwann ist es dann aber soweit und dann müssen wir als Eltern zurücktreten, damit unsere Kinder ihre Körperpflege selbst übernehmen können. Je mehr wir ihnen diese Möglichkeiten geben, umso früher sie es kennenlernen, umso eher können es feste gelebte Routinen im Alltag werden.
Über unsere Windelfrei-Entwicklung habe ich schon einiges hier im Blog geschrieben. Die Kinder nutzen beide die Toilette mit Aufsatz und können diese durch einen Hocker erreichen. Der Sohn braucht den Hocker eigentlich nur noch zum bequemen Abstellen der Füße. Die Tochter mit ihren 1,5 Jahren braucht allerdings beim Toilettengang noch Hilfe. Die Beinchen sind insgesamt einfach noch zu kurz. Das Töpfchen wäre eigentlich noch passender für sie, aber das wird schon lange abgelehnt. 


Zu unserem Badezimmer gehört auch der selbstgebaute Waschtisch über den ich ebenfalls schon einige Male hier berichtet habe. Er ist ein wichtiges Bestandteil bei der täglichen Körperpflege und dem Zähneputzen. Die Höhe ist wunderbar, sie haben fließendes Wasser, einen Spiegel in dem sie sich beim Putzen beobachten können und alle nötigen Utensilien sind in Griffweite. In einem weiteren Artikel hatte ich eine große Sammlung vieler verschiedener Waschtische erstellt, denn nicht jedes Bad bietet die gleichen Aufbaumöglichkeiten.

Gerade im Sommer gehen wir am liebsten Abends noch schnell unter die Dusche. Das dauert gerade bei schon müden Kindern nicht zu lange und läutet das Abendritual bei uns ein. Unsere Dusche war sehr lange nicht kindgerecht eingerichtet. Nichts war in Reichweite. Das hat mich schon eine Weile gestört, aber irgendwie hatte ich auch keine wirkliche Idee dies zu ändern. Bohren wollte ich nicht. Die Kinder wachsen so schnell und dann könnte ich immer wieder neu bohren, damit es in passender Höhe bleibt? Also wurde meist alles auf den Boden gestellt... aber gerade Waschlappen und Seife konnten schließlich nicht auf dem nassen Duschboden liegen bleiben, wie soll das trocknen?


Vor Kurzem habe ich dann Klebehacken bei Tchibo entdeckt. Diese werden einfach an die Duschwand geklebt und dort habe ich dann die Waschlappen der Kinder aufgehängt. Perfekt! Und ich finde die halten wirklich sehr gut. Aber ich brauchte noch mehr Ablagefläche und daraufhin suchte im Internet nach weiteren Möglichkeiten ohne zu Bohren und fand diese auch! Juhu!
Nun haben wir eine Seifenschale und eine große Ablage* für die Spielsachen. Alles ohne Bohren,es hält nur mit Vakuum. An der Ablage sind noch weitere Hacken. Dort habe ich den Abzieher aufgehängt mit dem wir nach dem Duschen den Boden und Wände abziehen können und ein kleines Handtuch, welches zum Haarewaschen benötigt wird, weil die Zwerge kein Wasser in den Augen möchten.

Während dem Duschen wird gerne mit Eimern* gespielt und auch unsere Schleichtiere dürfen am "Wasserloch" trinken oder werden selbst gewaschen. Wir haben auch noch Spritzen in verschiedenen Ausführungen, die immer mal wieder zum Einsatz kommen. Und eine Wasserbahn* mit Wasserrad haben wir auch. Die ist sehr schön und kann ganz individuell mit Saugnäpfen angeordnet werden. Und gerade habe ich gesehen, dass es dazu nun sogar eine Erweiterung* gibt. Ich glaub, die brauchen wir auch!



Das Spielen hat natürlich nichts mit der vorbereiteten Umgebung zu tun. Sondern die kindgerechte Höhe der Utensilien-Anrichte. Beide Kinder können nun ihre Waschlappen erreichen und die Seife, um sich so selbsttätig zu waschen und zu reinigen. Und können danach alles wieder an seinen festen Platz zurücklegen. Es muss nichts mehr vom nassen Boden weggeräumt und zum nächsten Duschen wieder vorgeholt werden. Es ist da und jederzeit erreichbar. Das zeigt den Kindern auch, dass wir ihre Bedürfnisse sehen und erkennen und sie damit wahrnehmen. 
Gerade der kleinen Tochter sehe ich so gerne zu, wie sie nun anfängt mich beim Waschen zu imitieren, jede meiner Bewegungen genau beobachtet und versucht bei sich umzusetzen. 

Körperpflege ist wichtig, auch wegen der Hygiene und der damit verbundenen Gesundheit und es hilft unseren Kindern sehr, wenn wir sie früh darin einbeziehen, sich selbstständig pflegen zu können. Wir müssen einfach beobachten und unsere Kinder darin bestärken es selbst zu probieren und erst dann unsere Hilfe anzubieten, wenn sie danach verlangen. 

Der Erfolg bei der Aufgabe, Unabhängigkeit in der Sorge für die eigene Person zu erreichen,hängt von dem Ausmaß der Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kindern ab. Freude an dieser Zusammenarbeit zu empfinden, bedeutet, sich für die Kinder als Individuen in ihrem Entwicklungsprozess zu interessieren. Der Erwachsene muss fasziniert von diesem Prozess sein, gewillt, Zeit zu opfern, um ihn zu verstehen, muss ihn studieren und während des Ablaufs gut beobachten und unterstützen.
Die eigene Körperpflege zu übernehmen ist ein wichtiger Schritt für unsere Kinder bei ihrem täglichen Streben zu Wachsen und selbststätig zu sein.  Es bedeutet Selbstständigkeit, hilft Vertrauen in die eigene Kräfte zu entwickeln, in in ihr Handeln. Selbstvertrauen! Und Zuversicht für die vielen weiteren alltäglichen Dinge, die unsere Kinder erlernen wollen auf ihrem Weg erwachsen zu werden.


*Es handelt sich hier um Affiliate-Links. Alle Artikel habe ich selbst gekauft und sind nicht gesponsored! Die Zitate stammen aus dem Buch Montessori von Anfang an*.

Mittwoch, 5. Juli 2017

Slow Family - langsam, achtsam, echt

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Wenn unsere Kinder in unser Leben treten, haben wir oft schon sehr viele Jahre ein eigenes und selbstbestimmtes Leben geführt. Wir sind meist sehr unabhängig, fuhren jedes Jahr in den Urlaub, waren oft sehr spontan. Unser Tag richtete sich komplett nach uns und unseren Bedürfnissen, unseren Wünschen, unserem Befinden. Maximal mit unserem Partner mussten wir uns vielleicht einig werden. Ärgerten uns vielleicht mal über unseren Arbeitgeber oder auch unsere Familie, aber hier konnte schnell auch wieder abgeschaltet werden, schließlich gibt es hier eine räumliche Trennung oder man kann auch kündigen, wenn es bei der Arbeit garnicht mehr funktioniert oder sich auch von der Familie distanzieren, wenn es zu schmerzlich werden sollte.

Und dann kommt das Kind! Die Geburt. Wir sind unendlich glücklich und schwer verliebt in dieses kleine Menschlein. Und dann.... kommt der Alltag! Und dieser hat nicht wenige von uns völlig aus der Bahn geworfen. Wir mussten uns neu strukturieren und uns als Familie finden. Das gelingt gerade im gelebten Alltag nicht immer gleich gut. Wir sind oft so gefangen in unseren bisherigen Strukturen, dass wir daraus zunächst keinen Ausweg erkennen. Es muss doch alles funktionieren. Job, Haushalt, Kinder... muss es das wirklich? Kann das auf Dauer wirklich gut gehen?

Die Autorinnen Julia Dibbern und Nicola Schmidt haben sich diesem Thema in ihrem Buch "Slow Family: Sieben Zutaten für ein einfaches Leben mit Kindern" gewidmet.

Wir müssen uns immer entscheiden, weil wir nicht an zwei Orten gleichzeitig sein können und weil unsere Ressourcen und die Ressourcen unseres Planeten nun mal begrenzt sind. Solange wir hoffen, dass wir einfach so weitermachen,- kaufen, -arbeiten und -leben können wie bisher und trotzdem eine entspannte, sicher gebundene, glückliche Bullerbü-Familie haben werden, so lange lügen wir uns in die eigene Tasche.

Ein harter Brocken, denn die beiden Autorinnen direkt zu Anfang des Buches an ihre Leser auswerfen! Aber haben sie nicht auch recht damit? Ich denke es ist ganz gut, wenn man es einfach mal wirklich direkt gesagt bekommt: Wir können mit Kindern eben NICHT weiterleben wie bisher!

Fakt! Tatsache! Knallharte Wahrheit!
Und nun? Wie soll es dann weitergehen?
Wir müssen ausstortieren! Wir müssen finden, was uns wirklich wichtig ist. Arbeit? Hobby? Unsere Kinder? Wie minimieren wir den Streß, den wir uns damit machen und wie finden wir zu einem Leben mit unseren Kindern, welches achtsam und echt ist?

Julia und Nicola beginnen in ihrem Buch damit die Bedürnispyramide zu erläutern und gehen dazu über die 7 Zutaten für ein einfaches Leben mit Kindern zu erklären: Liebe, Natur, Achtsamkeit, Gemeinschaft,Ressourcen,Wissen und Zauber.

Danach gehen sie im Buch dazu über anhand der Slow Family, Slow Nature, Slow Family Life und Crazy Happy Life viele Beispiele zu nennen, wie man das Zusammenleben und Alltagssituationen gemeinsam schön und wundervoll für alle gestaltet. Ich muss sagen dieser Teil gefällt mir persönlich am Besten, ich hab hier so viel mitgenommen und die slow-down-faste-tipps eigenen sich prima, um diese vielleicht auch einfach mal an die Kühlschrankwand zu hängen. So kann man sich in schwierigen Situationen daran erinnern und in sich gehen.

Viele Eltern kennen das: Kinder erzählen am Abend nach der Gutenachtgeschichte von ihrem Tag [...] Diese Momente zu verpassen,weil wir es eilig haben, ist nicht klug. Sie kommen nämlich nicht wieder. [...] Mit achtzehn werden unsere Kinder abends nicht mehr unsere Hand halten und uns ihre Sorgen erzählen. Und dann werden wir manchmal wünschen, sie täten es noch.

Was wird in vielen Jahren noch wichtig sein?, fragen die Autorinnen in ihrem Buch. Die gute Beziehung zum Kind oder ein sauberes Haus oder ein hoher Kontostand? Gleichzeitig zeigen sie auch auf, dass es garnicht möglich ist, alles alleine zu schaffen! Dafür sind wir Menschen nicht geschaffen. Wir brauchen ein Dorf um uns. Das muss nicht immer die direkte Familie oder Verwandschaft sein. Es können auch Nachbarn und Freunde sein. Julia Dibbern und Nicola Schmidt beschrieben im Buch, wie sie diese Dörfer für sich aufgebaut haben und wie wir das auch selbst tun können.

Einige Bewertungen im Internet über dieses Buch sagen aus, dass die Dinge die hier geschrieben stehen, doch eigentlich alle bekannt wären, es wäre nichts Neues. Jeder wüsste doch, dass Stress schädlich ist und das Natur uns und den Kindern gut tut. Ja, dem stimme ich durchaus zu, aber ist es nicht oft so, dass wir im Streß des Alltags auch viel vergessen. Vergessen was wir eigentlich wissen, weil wir uns in einer Abwärtsspirale befinden, die uns sehr vereinnahmt? Mir persönlich hilft es, dann gezielt Bücher zu lesen, die mir dies nochmals klar vor Augen führen. Gebündelt und zusammengefasst.

Dieses Buch bietet viele Denkanstöße, Tipps und Ideen ein achtsameres, stressfreieres und echteres Leben zu führen. Und immer wieder geht der Blick zum Kind. Denn die Kinder sind die, die nun in unser Leben gekommen sind und durch die uns schlagartig bewusst geworden ist, unser bisheriges Leben können wir so nicht weiterführen.

Schau dir dieses Kind an! Wer sich je mit der Biologie der Empfängnis beschäftigt hat, weiß, wie unwahrscheinlich unwahrscheinlich es ist, dass ein Kind entsteht - und wenn es dann auch noch lebt, lacht, atmet, sogar gesund ist, dann ist das ein Wunder und ein riesiges Geschenk.

Welches Geschenk bekomme ich heute von meinem Kind?, schreiben die Autorinnen. Was zeigt es mir? Was entdeckte ich durch mein Kind heute neu? Oder was entdecke ich wieder? Bin ich achtsam genug? Bin ich langsam genug um dieses Geschenk zu sehen? Bin ich echt genug, um es annehmen zu können?
Alle Zitate stammen aus dem Buch und hier könnt ihr es kaufen. Ich bedanke mich abschließend ganz herzlich beim BELTZ-Verlag, die mir dieses Rezensionsexemplar zukommen ließen.



Links, die zu Amazon führen, sind Affiliate-Links und damit Werbung. Artikel, in denen ich diese Links verwende, muss ich daher mit "Werbung" zu Anfang des Blogartikels kennzeichnen. Klickt ihr auf diese Links und kauft innerhalb von 24 Stunden bei Amazon ein, erhalte ich eine kleine Provision, die mich in meiner Blogarbeit unterstützt.
Dies beeinflusst meine eigene Meinung in keinster Weise. Ich stelle euch hier nur Bücher, Spielzeug und andere Materialien vor, die mir und meinen Kindern wirklich gefallen und in denen ich einen Mehrwert sehe, den ich euch unbedingt zeigen möchte. Für euch entstehen dabei keine Mehrkosten!

Samstag, 3. Juni 2017

Kindliches Verhalten macht immer Sinn - Geborgene Kindheit von Susanne Mierau + Verlosung


 
Wir suchen den richtigen Weg, das Patentrezept für die Elternschaft und das Glück unserer Kinder. Doch den einen immer richten Weg gibt es nicht im Detail. Es gibt nur die eine immer richtige Route: Gehe dorthin,wohin dich dein Herz trägt, und lass es mit entscheiden.

Diese Sätze schreibt Susanne in der Einleitung ihres neuen Buches Geborgene Kindheit und sie zeigen schon sehr deutlich, was einem in diesem Buch nicht erwarten wird: Konkrete Lösungswege! Dieses Buch will uns vielmehr zeigen, was unsere Kinder bewegt, was wir mit unseren Kindern ab dem Kleinkindalter erleben werden und wie wir gemeinsam diesen Weg gehen können. Das Buch wird vielmehr zeigen, dass es nicht unsere Kinder sind, die sich ändern müssen, sondern wir, wir Erwachsene! Wir als Eltern!

Als Eltern müssen wir uns immer wieder vor Augen , dass Babys und Kleinkinder nichts tun, was unlogisch wäre, denn dafür hat die Natur in ihrem komplexen System einfach keinen Platz. Kinder folgen ihrem persönlichen Entwicklungsplan, und kindliches Verhalten ergibt immer Sinn - nur verstehen wir Erwachsenen diesen Sinn oft nicht auf den ersten Blick.

Am dem Kleinkindalter werden viele Entwicklungspunkte unserer Kinder immer mehr in Frage gestellt bzw. wir zerbrechen uns oft als Eltern sehr den Kopf darüber. Wie wird es mit der gesunden Ernährung nach weitergehen? Müsste das Baby nicht nun endlich durchschlafen? Wie entwöhne ich es vom Schnuller oder bekomme es trocken? Ist einfach nur spielen gut oder sollte ich es besser fördern? Und wie genau? Was braucht mein Kind um sich richtig entwickeln zu können? Kann ich ihm alles dafür bieten?



Susanne spricht an, was uns Eltern bewegt. Neutral und ohne den Finger zu heben. Am Ende fast sie nach jedem Abschnitt nochmal alles in 10 Anregungen zusammen und gibt damit Hilfestellungen. Wichtig finde ich auch hier:

Das Kind verursacht mit seinem Verhalten kein Problem, aber wir problematisieren es ab einem bestimmten Zeitpunkt.

Dieser Satz erfasst sehr gut unseren Zwiespalt als Eltern. Wir nutzen sehr gerne viele Hilfsmittel im Babyalter. Schnuller, Windel, Fläschchen, Tragen usw. und plötzlich ab einem von uns gesetzen Zeitpunkt, soll das nun nicht mehr ok sein. Wollen wir es nicht mehr. WIR! Und verstehen nicht, warum unsere Kinder sich nicht so einfach damit abfinden, nicht so einfach auf diese Hilfsmittel verzichten wollen, die wir ihnen angeboten haben. Diese Denkanstöße von Susanne finde ich enorm wichtig, denn ich sehe immer wieder wie enorm unsicher wir als Eltern doch noch sind und uns von alten Glaubenssätzen und dem Druck der Gesellschaft leiten lassen. Auch beim Sohn war ich hier noch sehr verunsichert, bis ich auf die vielen tollen Blogs, allen voran den von Susanne, im Internet gestoßen bin, die mir ein völlig anderes Bild von Kindern vermittelten. Eben nicht die kleinen Tyrannen, sondern kleine Menschen, die wachsen wollen, selbstständig werden wollen und das geht nur mit uns, ihren Eltern!

Unsere Kinder wachsen, und es ist ihre Entwicklungsaufgabe, sich dahin zu entwickeln, dass sie sich selbst versorgen können. Das ist schließlich auch unser Ziel als Eltern: Wir wünschen uns, dass unsere Kinder selbstbestimmt groß werden und für ihre Bedürfnisse einstehen. Wir wünschen uns selbstbewusste Erwachsene. Aber den Weg dorthin über die Selbstbestimmung wollen wir oft einfach nicht gehen. Doch es gibt nun mal nur diesen Weg.

Niemals wollen uns unsere Kinder also aus Böswilligkeit "nicht hören", tun Dinge, die wir nicht wollen oder entfremden sich uns. Kindliches Verhalten macht immer einen Sinn und es liegt an uns herauszufinden, warum sich unsere Kinder nun so verhalten.
Geborgenheit, Vertrauen, Bedürfnisse achten, in die Freiheit geben, die sie zum wachsen brauchen. All das sind wichtige Säulen einer Familie. Wie eine Familie aussieht bzw. aussehen kann, auch darauf geht Susanne kurz in ihrem Buch ein. Es gibt so viele Möglichkeiten eine geborgene Famile zu leben!



Susanne spricht auch über den Tod, Trennung und Überforderung. Das es ok ist überfordert zu sein, dass man deswegen keine schlechteren Eltern ist, aber dass es wichtig ist sich Hilfen zu holen. Ein Dorf, ein Umfeld, dass immer da ist, dies kann manchmal auch professionelle Hilfe sein. Niemand ist perfekt! Wir müssen auch unsere Bedürfnisse achten, um überhaupt auf die Bedürfnisse unserer Kinder eingehen zu können, um offen zu sein. Es geht nicht darum unseren Kindern perfekte Eltern zu sein, sondern unser Bestmöglichstes zu tun. Unsere Kinder verändern uns, wenn wir auf unsere Kinder eingehen. Wir werden viel von unseren Kindern lernen. Und das ist auch gut so! Wir werden erkennen was wirklich wichtig ist, wenn wir ihnen zuhören. Wenn wir sie sehen! Wenn wir fühlen!

Wer den Blog von Susanne schon lange liest, wird hier vielleicht nicht viel Neues lesen, aber es ist gebündelt und zusammengefasst. Als Eltern von Kleinkindern finde ich nun alles zu diesem Lebensabschnitt in diesem Buch  (wer noch Babys hat, dem kann ich Susannes erstes Buch "Geborgen Wachsen" empfehlen) und vor Kurzem habe ich einen schönen Satz einer Facebook-Userin gelesen: "Ein gutes Buch ist es dann, wenn ich mich darin bestätigt fühle."
Und genau das tut dieses Buch! Es bestätigt uns Eltern unseren geborgenen Weg mit unseren Kindern weiterzugehen. Und mir persönlich helfen solche Bücher sehr, mich auch manchmal nochmals zu finden und zu orten. Nicht immer läuft alles rund und ein gutes Buch hilft mir, mich zu erinnern. Welchen Weg will ich gehen? Den Weg meiner Kinder! ♥



Ich möchte mich hiermit ganz herzlich beim Kösel-Verlag bedanken, der mir ein Rezensionsexemplar zugeschickt hat. Und da ich auch von Susanne selbst ein ganz persönliches Buch mit Widmung erhalten habe (♥) und ich keine zwei Bücher benötige, möchte ich mein Rezensionsexemplar an euch verlosen. Die Verlosung wird auf meiner Facebook-Seite stattfinden. Schaut dort vorbei. Viel Glück!

Geborgenheit in der Kindheit bedeutet vor allem, dass wir unseren Kindern vertrauen: dass sie ihren Weg gut gehen, dass ihr Verhalten sinnvoll ist und sie von sich aus kooperativ, neugierig, wissbegierig, sozial und engagiert sind.
Wir müssen nicht viel tun, aber wir können viel weglassen. Wir müssen nicht fördern, nicht an unseren Kindern ziehen, damit sie schneller und besser wachsen. Sie sind toll, wie sie sind, und unsere Aufgabe ist es, genau dies zu erhalten.

*Dieser Beitrag enthält Partner-Links und alle Zitate stammen aus dem neuen Buch "Geborgene Kindheit" von Susanne Mierau

Freitag, 28. April 2017

45 wundervolle (montessori-inspirierte) Waschtisch-Ideen!


Vor mehr als 5 Wochen zeigte ich euch ein Bild auf Instagram und Facebook, auf dem ihr meine Tochter an ihrem Waschtisch stehend Zähneputzen, sehen konntet. Ihr wart alle so sehr davon begeistert, dass ich mich direkt daran machte, euch noch weitere Waschtisch-Ideen zu sammeln und vorstellen zu wollen. Denn wie immer gibt es nicht nur eine mögliche Umsetzung, sondern hier spielen immer die vorhandenen Gegebenheiten, Materialien und finanziellen Mittel eine Rolle.

Unseren Waschtisch hatten wir damals für den Sohn gebaut und wurde für die Tochter aufbewahrt, bis sie nun mit ihren 14 Monaten bereit dafür war. Die Artikel die ich über unseren Waschtisch schon geschrieben habe, könnt ihr hier nachlesen:


Die Freude meiner Tochter nun selbst für sich Sorge zu tragen, sich alleine die Hände waschen zu können, sich dabei im Spiegel zu betrachten, sich die Zähne alleine zu putzen, war groß. Man hat es ihr so sehr angesehen, wie stolz sie war und mit wieviel Begeisterung sie ihren Waschtisch angenommen hat. Die ersten Tage zeugten davon, dass sie eigentlich nicht mehr vom Waschtisch wegwollte. Jeder Schritt musste immer und immer wieder geübt und wiederholt werden. Ganz typische Montessori-Momente, die man einfach nur staunend begleiten kann, in dem man sich soweit es geht zurück nimmt.


Wichtig bei der Auswahl des Zubehörs ist immer auch die Größe. Die Seife habe ich z.B. in 4 Teile geschnitten. So ein kleines Stückchen kann nun viel einfacher in den kleinen Kinderhänden gehalten werden.

Trotzdem ist es wichtig dabei zu bleiben, um auch die richtige Vorgehensweise beim Waschen, beim Putzen, beim Umgang mit unserer wichtigsten Ressource Wasser, zu erlernen.
Für uns war und ist es toll unseren Kindern fließendes Wasser durch den Anschluß an die Badewannen-Armatur zu ermöglichen. Es ist ein Stück mehr Selbstständigkeit, ein Teil weniger, den wir als Eltern anfangs übernehmen müssten, wenn wir z.B.einen Krug oder die Schüssel für sie füllen. Sie können direkt lernen wie ein Wasserhahn funktioniert, diesen wieder zu Schließen während des Zähneputzens usw. Ich führe Schüttübungen lieber in der Küche/ im Wohnbereich mit meinen Kindern durch, dort wo sie Alltag eigentlich auch zu finden sind.

Zudem ist unsere Waschtischvariante sehr platzsparend. Da sie auf der Badewanne aufliegt, stellt sie mir keine weitere wichtige Fläche im Bad zu, die wir nicht hätten. Und auch mit Waschtisch können die Kinder beide problemlos baden. Wir müssen ihn also nicht extra herausheben. Wir Eltern duschen sowieso lieber. Und auch wenn wir einzeln baden würden, stört auch hier der Waschtisch nicht. Im Gegenteil, er ist sogar eine prima Ablagefläche während des Badens.

Aber wie ich zu Anfang schon schrieb, jede Familie hat eine andere Ausgangssituation und so habe ich mich für euch einmal im Internet umgeschaut und einige tolle Ideen gesammelt, die euch vielleicht für euren eigenen Kinder-Waschtisch inspirieren könnten.

Alle von mir gefundenen Ideen findet ihr in meinem Pinterest-Board "Kinderwaschtisch" und einige davon möchte ich jetzt nochmal gezielt herausnehmen, da mir die Umsetzung besonders gut gefallen hat:

Vorhandenes Bidet nutzen

Ich weiß nicht, ob Bidets noch wirklich neu verbaut werden, aber sicherlich gibt es diese noch in einigen Altbauwohnungen. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie wir immer zum Zähneputzen um das Bidet herumstanden, wenn wir bei unserer Oma übernachtet haben. Eigentlich logisch, die Höhe und Größe passt. Bei Chroniques d’une globe-têteuse wird ein toller Aufbau um das Bidet herum gezeigt, welcher dann als Waschtisch für das Kind verwendet werden kann. So wird Vorhandenes wunderbar integriert und es muss nicht zusätzlich neuer Platz geschaffen werden.
Hier habe ich ein käufliches Kinderwaschbecken entdeckt, welches man wohl auch auf das Bidet aufsetzen kann. Leider von mir nicht erprobt, aber ich wollte es nicht unerwähnt lassen.

Das zweite Waschbecken niedriger planen

Wer  schon beim Hausbau oder Umbau um seine Kinderwünsche weiß, kann dies vielleicht beim Gestalten des Bades berücksichtigen. Vor allem, wenn ohnehin zwei Waschbeckenplätze geplant sind. Wieso den zweiten Waschplatz also nicht niedriger planen, in Kindergröße. Dieser IKEA-Hack hat mir sehr gut gefallen und kann sicherlich auch mitwachsend gestaltet werden, so dass irgendwann beide Waschbecken wieder gleich hoch sind. Ich finde die Idee wirklich ganz toll und auch hier ist wieder ein Wasseranschluß vorhanden.

Aufklappbarer Hocker

Ganz toll fand ich auch die Idee mit dem verstecken Waschtischbei StinesZuhause. Wird der Waschtisch nicht gebraucht, wird der Deckel herunter geklappt und man hat einen Hocker auf dem man sich Setzen kann bzw. Wäsche, Handtücher usw. ablegen kann. Sinnvoll wären dann kleine Utensilos die man eventuell an der Seite einhängt, um dort alle wichtigen Waschutensilien schon griffbereit zu haben, damit dieser nicht immer erst wieder hingeräumt werden müssen. Eine jedenfalls sehr platzsparende Idee, wie ich finde.

Die Stuhlvariante

Ganz oft nachgebaut wird mittlerweile der Stuhl-Waschtisch. Hier habe ich ganz viele Varianten für euch gefunden. Der Vorteil hierbei ist ganz augenscheinlich, dass ein Grundgerüst schon vorhanden ist und nur noch wenig gebaut werden muss. Ein Loch für die Waschschüssel, einen Spiegel an die Rückenlehne kleben, Hacken an die Seite und was ich auch ganz sinnvoll finde, wenn der Stuhl schon Querstreben an den Beinen hat, kann man hierauf noch ein Brett oder ein Tablett/ kleine Holzkiste (wie bei Mullemuck gesehen) legen und hat so eine zusätzliche Lagerfläche für kleine Handtücher, den Krug usw.

Das IKEA-Regal als Waschtisch

Es gibt einige kleine IKEA-Regale, die sich prima eignen um auch als Waschtisch verwendet zu werden. Diese habe ich bei TigersAbenteuer, Emil und Mathilda und Madame Kunderbunt entdeckt. Hier wurden auch keine Löcher für die Waschschüsseln verwendet, sondern einfach oben drauf gestellt. Hier kommt es sicherlich auf eine gute Standfläche an und wie schwer die Schüsseln sind, damit sie nicht zu einfach kippen können.

Das gekaufte Kinderwaschbecken

Dieses Kinderwaschbecken ist aus Plastik und vielleicht auch nicht sonderlich schön. Aber auch hier sind wir wieder bei vorhandenen Möglichkeiten. Es muss handwerklich nichts gebaut werden und es ist absolut platzsparend. Um eventuell nicht noch mehr neues Plastik in Umlauf zu bringen, kann man dafür Flohmärkte oder auch die Kleinanzeigen durchforsten, hier werden immer wieder welche verkauft.

Getränkespender als Wasserhahn

Auch hier sieht man wieder, viele Eltern, viele Ideen und Lösungswege. Daher möchte ich euch diese unbedingt zeigen. Bei Milk Eyes wurde einfach ein großer Getränkespender zum Waschtisch dazu gestellt und dient somit als Wasserhahn-Ersatz.

Oder eben selbst gebaut

Natürlich gibt es auch immer wieder die begabten Heimwerker, die sich hieren Waschtisch selbst bauen mit vielen kleinen Variationen und tollen Umsetzungen. Hier wurde auch wieder ein IKEA-Regal als Grundgerüst verwendet, aber noch eine Rückwand ergänzt, um einen großen Spiegel anzubringen. Bei dieser Variante gefällt mir das kleine Ablagebrett und hier mag ich die kleinen Spots die zusätzlich angebracht wurden, so dass das Kind den vollen Durchblick hat. Sehr süß gemacht.



Ihr seht, es gibt wirklich eine Vielfalt an Möglichkeiten, eigenen Interpretationen und Umsetzungen. Es werden vorhandene Möglichkeiten genutzt,es wird selbstgebaut, es werden Möbel als Grundelemente verwendet oder man kauft es eben. Bei Dawanda gibt es auch die Stuhlvariante käuflich zu erwerben, habe ich gesehen. 
Schlußendlich eint uns alle, wir wollen unseren Kindern Möglichkeiten geben selbstständig zu sein. Wichtige Handgriffe der täglichen Körperpflege lernen zu können, um somit zu wachsen. Wachsen an wichtigen Erfahrungen, Handgriffen, Wissen und Selbstwertgefühl. 


























*Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links

Dienstag, 25. April 2017

Ein Bollerwagen mit Schiebegriff! Der Fuxtec FX-CT700!

Ein Bollerwagen mit Schiebegriff und Schiebefunktion, Schiebestange Fuxtec, FX-CT700,
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Heute berichte ich euch davon warum wir uns auch für ältere Kinder immer wieder für einen Bollerwagen mit Schiebegriff bzw. entscheiden würden. Die neue Schiebefunktion, die sich Fuxtec ausgedacht hat und von vielen Firmen mittlerweile nachgebaut wird, ist wirklich eine tolle Sache. Darüber und unsere Erfahrung damit, möchte ich euch nun berichten: 

Als ich vor bald 5 Jahren mit meinem Sohn schwanger war, beobachtete ich immer mehr, andere Familien mit Kindern. Dabei bemerkte ich immer mal wieder Kinder die augenscheinlich "zu groß bzw. zu alt" für das Fahren in den Buggys waren und ich schwor mir, ich würde meine Kinder nicht noch mit 3 Jahren durch die Gegend schieben... sie sollen laufen!
Jahre später relativierte sich meine Meinung dann doch... wie so oft, wenn man eigene Erfahrungen sammelt und plötzlich nachvollziehen kann, warum andere Eltern so agieren, wie sie es tun.
Mein Sohn war ein Kind, dass schon immer sehr gerne im Kinderwagen fuhr bzw. getragen wurde. Er lief ein kleines Stück und dann zeigte er auch schon wieder an, dass er in den Kinderwagen wollte. Je interessanter ein Weg, eine Unternehmung war, um so mehr lief er. Aber nicht immer sind Wege spannend und dann wird auch das Laufen langweilig. Daher hatten wir immer den Kinderwagen dabei oder die Kraxe. Diskussionen mit einem Kind, dass nicht laufen möchte/ nicht mehr laufen kann, sind mühsam und würden darin enden, dass alle genervt und unglücklich sind.

Als ich mit der Tochter schwanger wurde, dachte ich lange nach, ob wir nun ein Buggy-Board für den Kinderwagen benötigen würden, auf den sich der Sohn stellen könnte. Aber wirklich warm wurde ich damit nicht, ich stellte mir das Laufen damit umständlich vor. Ich hoffte einfach darauf, dass mein Sohn bis zur Geburt der Tochter beginnen würde gerne zu Laufen....

Nun kam die Tochter in unser Leben und es stellte sich heraus, im Kinderwagen will sie nicht liegen und wurde somit ausschließlich getragen. Somit war es gut, dass wir alles auf uns zukommen ließen. Waren wir im Wald unterwegs waren hatten wir weiterhin die Kraxe für ihn dabei und für unterwegs hatten wir von Freunden einen Holzbollerwagen geschenkt bekommen, den sie nicht mehr brauchten. Auch unseren Fahrradanhänger bauten wir nun immer öfters zum Schieben um, sehr praktisch.

Ja, ich habe festgestellt nun bin ich immer öfters die, die komisch angeschaut wird bzw. der Sohn darauf angesprochen wird, wieso er denn als "großer Junge" geschoben wird, aber daraus mache ich mir nicht viel, denn ich habe schließlich früher nicht anders gedacht. Ich sehe aber auch die anderen Eltern, die zwanghaft versuchen ihre Kinder zum Laufen zu bewegen und wie genervt diese sind. Als wir den Bollerwagen zum St.Martins-Umzug im November mitgenommen haben wurden wir sehr neidisch von vielen Eltern beäugt, deren genauso "großen" Kindern immer wieder danach riefen endlich getragen werden zu wollen. Ja, wieso soll ich es uns schwer machen, wenn es auch einfach geht?

Nun hatten wir aber trotzdem noch nicht DIE perfekte Lösung gefunden. Der Fahrradanhänger war zu groß für meinen Kofferraum, um ihn auch mitnehmen zu können. Und auch wenn er beim Mann ihn den Kofferraum passte, der Auf- und Abbau dauerte einfach zu lange und nahm trotzdem viel zu viel Platz weg. Eine Lösung für den Urlaub war das nicht, man brauchte ja noch Platz für das Gepäck. Und in ein Supermarkt kommt man damit auch nicht, er ist zu breit.

Beim Holz-Bollerwagen verhält es sich ähnlich. Auch dieser lässt sich nicht platzsparend zusammenklappen und das ewige Ziehen mit einem Arm hinter sich, ist nicht sehr ergonomisch und strengt an. Zudem bot er zwar Platz für zwei Kinder, aber weiteres Gepäck passte nicht mehr hinein.

Was nun?

Durch Zufall habe ich bei "Im Herzen grün" einen faltbaren Bollerwagen entdeckt. Mit einem Schiebegriff! Wie bei einem üblichen Kinderwagen! Ich war auf der Stelle begeistert! Ich war hin und weg! Das ist doch die Lösung! Wieso ist da vorher noch niemand drauf gekommen! Das ist doch eigentlich die logische Fortsetzung nach dem Kinderwagen. Ich schrieb Fuxtec sofort an und erzählte ihnen von meinem Problem und das ich dafür bisher noch keine wirklich gute Lösung gefunden habe und ob diese daran interessiert sind, wenn ich den Wagen für sie Testen würde. Ja, das waren sie! Und sobald der Wagen wieder lieferbar war, bekam ich ihn zugeschickt und durfte ihn auf "Herz und Nieren" testen.

Der Bollerwagen FX-CT700 von Fuxtec ist nun bald 2 Monate bei uns und ist seit dem auch nicht mehr wegzudenken. Er ist wirklich sehr klein zusammenfaltbar und benötigt zum Lagern nicht viel Platz und damit natürlich auch nicht im Auto. In meinen kleinen 3-Türer passt der Bollerwagen problemlos. Der Klappmechanismus ist wirklich sehr einfach und mit einem Handgriff auch schon erledigt. 

Ein Bollerwagen mit Schiebegriff und Schiebefunktion, Schiebestange Fuxtec, FX-CT700,
Der Bollerwagen lässt sich sehr einfach schieben, sogar die Tochter schafft das! Da der Schiebegriff sich von unten bis oben in alle Positionen einstellen lässt, kommt die Tochter schon an den Griff und freut sich den Wagen schieben zu dürfen. Der Griff kann durch das Drücken von zwei Knöpfen gleichzeitig verschoben werden. Das ist am Anfang schon etwas schwer und strengt an. Wird mit der Zeit aber leichter.

Ein Bollerwagen mit Schiebegriff und Schiebefunktion, Schiebestange Fuxtec, FX-CT700,

Unter dem Schiebegriff befinden sich ein paar kleine Taschen, in denen man Flaschen und Kleinigkeiten schnell griffbereit hineintun kann. Am Schiebegriff befestigte ich gerne meinen kleinen Organizer von Lässig (bietet wirklich viel Platz!) oder eben direkt meine Wickeltasche, das ist problemlos möglich.

Ein Bollerwagen mit Schiebegriff und Schiebefunktion, Schiebestange Fuxtec, FX-CT700,
Der Schiebegriff wurde von mir und meinem Mann getestet. Ich bin 1,63m groß oder klein, wie man es nimmt, und für mich ist der Schiebegriff super. Ich kann den Bollerwagen, wie einen Kinderwagen schieben. Das ist einfach so praktisch und bequem. Mein Mann mit 1,83m bemerkte allerdings, dass der Schiebegriff für ihn einfach zu knapp ist und er immer wieder mit den Füßen an der Bremse hängen bleibt. Er nutzt daher viel lieber die Zugstange und zieht den Bollerwagen. Wer also größer ist, kommt leider nicht in den Genuß den tollen Schiebegriff wirklich nutzen zu können,ohne sich immer wieder die Füße am Bollerwagen anzustoßen.

Ein Bollerwagen mit Schiebegriff und Schiebefunktion, Schiebestange Fuxtec, FX-CT700,
Der Schiebegriff und die beweglichen Räder vorne lassen den Bollerwagen wirklich wie ein Kinderwagen wirken und er fährt sich richtig toll. Leider ist der Schwerpunkt sehr weit vorne, klar der Bollerwagen ist länger als ein Kinderwagen, und sobald der Wagen zu voll beladen ist, kann man diesen beim Überqueren von Straßen an einem hohen Bordstein mit dem Schiebegriff nicht wirklich gut anheben. Und man muss ihn an der Schubstange hochheben. Da ich zum Glück nur wenige Bordsteine auf unserem Einkaufsweg habe, stört mich das nicht und der Vorteil des Bollerwagens gegenüber unseres Fahrradanhänger ist der, dass ich mit diesem in den Supermarkt kann und durch die schmalen Gänge hindurch fahren kann.

Ein weiteres tolles Gimmick dieses Bollerwagens ist das Sonnendach mit integriertem Sonnenschutz. Es lässt sich ruckzuck anbringen und die Kinder sind vor direkter Sonne geschützt. Auch gibt es die Möglichkeit die Kinder anzuschnallen, würden sie gerne beim Fahren aufstehen und Gefahr bestünde, dass sie dann herausfallen würden.

Hätte ich den Bollerwagen nicht zum Testen von Fuxtec (Vielen herzlichen Dank!) erhalten, ich hätte ihn defintiv gekauft. Ich bin, bis auf wenige Abstriche, sehr zufrieden mit ihm und er erleichtert mir unseren Alltag mit zwei Kindern. Beide finden problemlos darin Platz, ebenso auch auch Gepäck für Ausflüge oder ein kleiner Einkauf.

Nun ist der Sohn bald 4,5 Jahre und in den letzten Wochen hat sich wieder viel in seiner Entwicklung getan. Plötzlich wandert er mit uns 6 oder 7 km im Wald, über Stock und Stein und die Tochter konnte nun in die Kraxe umziehen. Er läuft und läuft und erst gegen Ende, wenn er dann noch so viel Laufen doch müde wird, dann tragen wir ihn auf den Schultern das letzte Stück. Auch Fahrradfahren kann er nun und wo es geht, nehmen wir es mit und erfährt neben uns her.
So ist das eben mit unseren Kindern. Wir müssen uns ihrer Entwicklung und ihren Schritten anpassen, damit tun wir uns im Alltag leichter, damit werden wir uns alle wohler und entspannter fühlen und wenn wir weg sind von den Gedanken "Kinder müssen ab 3 Jahren laufen" und uns mit  Hilfsmitteln, wie Kraxen, Fahrradanhängern oder Bollerwägen helfen, dann machen Ausflüge von Anfang bis Ende Spaß. Der ganzen Familie!

Anmerkung: Der FX-CT700 wird derzeit noch in kleiner Stückzahl produziert und ist damit immer recht schnell ausverkauft. Man kann sich allerdings per Mail informieren lassen, wenn er wieder lieferbar ist. Auch gibt es mittlerweile eine Erweiterung und zwar eine Hecktasche, wie sie bei den anderen Fuxtec-Modellen auch vorhanden ist. Diese kann an den CT700 ergänzt werden und bietet so noch mehr Stauraum! Auch ein Regenüberzug gibt es. So steht Spaziergängen in allen Wetterlagen nichts im Wege und es gibt keine Überraschungen.

Ein Bollerwagen mit Schiebegriff und Schiebefunktion, Schiebestange Fuxtec, FX-CT700,
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Dies beeinflusst meine eigene Meinung in keinster Weise. Ich stelle euch hier nur Bücher, Spielzeug und andere Materialien vor, die mir und meinen Kindern wirklich gefallen und in denen ich einen Mehrwert sehe, den ich euch unbedingt zeigen möchte. Für euch entstehen dabei keine Mehrkosten!

Dienstag, 14. März 2017

Mithelfen wollen von Anfang an! (Aktuell mit 14 Monaten)

Letzte Woche erschienen bei Susan von Emil und Mathilda und Susanne von Geboren Wachsen fast zeitgleich Artikel zum Thema "Mithelfen". Also, ab wann Kinder denn im Alltag mithelfen können.
Noch immer ist dies ein großes Thema bei Eltern und die damit verbundene Ratlosigkeit. Zunächst sind die Kinder zu klein, da können sie doch noch nicht mithelfen und irgendwann sind sie groß genug dafür... oder etwa nicht? Was ist zu klein, was ist groß genug?

Sobald die Kleinen mobiler werden und auch die motorischen Fähigkeiten zunehmen, beginnt die magische Anziehung. Das Mithelfen wollen. Sie sehen uns Erwachsenen genau zu und beginnen zu verstehen. Schon früh, reichte mir die Tochter Kleidung aus den Wäschekörben, da konnte sie gerade mal gut sitzen und etwas krabbeln. Als sie sich Hochstellen konnte, wollte sie beim Trockner Ein- und Ausräumen helfen.
Mit ihren 14 Monaten kann sie nun endlich laufen. Für sie eine absolute Erleichterung, so scheint mir, denn es wirkt, als hätte sie nur darauf gewartet. Sie will noch mehr helfen, noch mehr lernen und verstehen. 
Noch bevor ich selbst Kinder bekommen habe, hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass ein 14 Monate altes Kind mithelfen will bzw. auch mithelfen kann. Erst als ich die Lehren von Maria Montessori entdeckte, stellte ich fest, wie wichtig dieses "Helfen wollen" für die Kinder eigentlich ist. Für ihre Entwicklung. Körperlich, geistig. Für das Selbstbewusstsein.

Aber was kann denn ein 14 Monate altes Kind wirklich tun? Wo kann es mithelfen? Für uns Erwachsene fällt es da schwer umzudenken. Nicht nur, darin passende Möglickeiten/Teilaufgaben zu sehen, sondern auch Zurückzuschrauben. Wir wollen alles zack-zack erledigen, zur nächsten Aufgabe übergehen und einfach "fertig werden". So ist das mit Kindern natürlich nicht möglich. Wir müssen lernen uns viel mehr Zeit zu lassen und auch zu akzeptieren, dass das Ergebnis am Ende gerade am Anfang des Lernens, nicht so aussehen wird, wie wir uns das Wünschen würden. Wir müssen dann auch lernen, dieses Ergebnis zu lassen, nicht ständig zu korrigieren. Das würde einfach demotivierend sein.

Wo hilft mir meine kleine Tochter als nun? Welche Aufgaben kann ich sie übernehmen lassen? Wichtig dabei ist, zu beobachten! Wo sehe ich, dass meine Tochter etwas tun möchte? Kann ich sie das übernehmen lassen? Lasse ich sie es einfach mal probieren und warte ab! Braucht sie beim nächsten Versuch vielleicht eine Hilfe, ein Zwischenschritt? Ich sehe, was meine Tochter tun möchte und gebe ihr den Raum dafür. Schon alleine dadurch werde ich erkennen, was mein Kind tun kann. Egal in welchem Alter!

Hilfe bei der Wäsche

Wie schon geschrieben, ich bekomme von meiner Tochter Hilfe beim Wäsche waschen. Sie hilft beim Einräumen in die Waschmaschine oder dem Trockner, ebenso beim Ausräumen. Sie möchte auch die Maschinen starten bzw. vorher die Türen selbst schließen. Sie hat durch den niedrigen Wäscheturm die Möglichkeit das Aufhängen von kleinen Kleidungsstücken zu üben oder reicht mir diese. Das Reichen geht später beim Wäsche-Zusammenlegen weiter. Ich stelle den Korb auf den Boden, so dass meine Tochter die Wäsche erreichen kann. Sie nimmt die Wäschestücke einzeln und bringt mir diese damit ich sie dann Zusammenlegen kann.  

Hilfe in der Küche

Sie hilft mir schon seit vielen Monaten beim Ausräumen der Spülmaschine. Beim Öffnen entnehme ich zügig alle scharfen Messer oder Küchenhelfer und dann kann sie loslegen. Meistens reicht sie mir noch alles. Hin und wieder weiß sie schon wohin etwas geräumt werden muss und bringt es selbst dort hin.
Nach dem Essen wird Tisch, Hochstuhl und dann der Boden darunter feucht abgewischt. Vor wenigen Tagen signalisierte sie, dass sie mithelfen möchte. Sie streckte mir ihre kleinen Händchen entgegen und fixierte das Tuch in meiner Hand. Also gebe ich ihr seit dem, ihr eigenes Tuch und sie "wischt" mit. Auch hier sieht sie, dass ich das Tuch mehrfach ausspüle und möchte das dies mit ihrem Tuch auch gemacht wird. Noch reicht sie es mir dafür. Ich denke hier werde ich irgendwann eine Schüssel in ihrer Höhe anbieten müssen, damit sie die Schritte alleine tun kann, auch das Auswringen des Tuches. Das kommt alles nach und nach, wie ihre Entwicklung dies erlaubt.
Sie möchte beim Zubereiten des Essens helfen. Hier kann ich ihr die geschälten und in Stücke geschnittenen Möhren reichen, die sie dann selbst in den Topf gibt. Auch schon abgemessene Zutaten können so von ihr in die Schüsseln getan werden. Gehen wir zusammen an die Gefriertruhe, möchte sie die schweren Packungen selbst wieder nach oben tragen. Töpfe aus den Schränken möchte sie mit mir zum Herd bringen.
Gemüse und Obst können von ihr abgewaschen werden. Hier verweise ich wieder auf den wunderschönen Blogbeitrag von Emil und Mathilda.

Hilfe bei den Haustieren

Irgendwann wollte ich darüber mal einen eigenen Blohbeitrag schreiben, denn ich finde Haustiere passen sehr gut zu den Lehren von Maria Montessori und dem Wachsen an Aufgaben. Immer mehr können die Kinder hier helfen und übernehmen und durch die Versorgung bedürftiger Lebewesen lernen fürsorglich und bedacht zu sein.
Meine Tochter hilft hier schon beim Ausmisten der Meerschweinchen, mehr oder weniger.... jedenfalls möchte sie mit ihrer kleinen Schippe auch helfen. Sie verteilt das frische Einstreu und das Heu. Sie hilft beim täglichen Füttern von Gemüse und Kräutern. Sie trägt die Schüsseln danach wieder in die Küche und macht auf meine Bitte die Kühlschranktür wieder zu, wenn ich alles darin verstaut habe. Sie schnalzt schon ganz wunderbar mit der Zunge, um die Meerschweinchen anzulocken und zu Signalisieren, es gibt Essen. Gerade beim Ausmisten muss man sich bewusst sein, dass man selbst und das eigene Kind am Ende paniert ist mit Sägespänen und dass das Aufräumen und Aufsaugen natürlich deutlicher länger dauern wird, aber das wird mit dem Lernen und Trainieren der Fähigkeiten immer besser werden. Wie soll es auch sonst, wenn man nicht üben könnte?

Hilfe im Haushalt

Findet die Tochter irgenwelche Fusseln oder Stückchen auf dem Boden hebt sie diese auf. Zu Anfang drückte sie diese uns in die Hand. Nun weiß sie, wohin Abfall gehört und läuft schnurgerade zum Mülleimer. Da sie die Tür aber noch nicht aufbekommt, müssen wir dies für sie tun. Tropft beim Ausräumen der Spülmaschne oder beim Trinken Wasser auf den Boden holt sie das Handtuch und wischt es auf. Hier habe ich dies zunächst immer wieder gezeigt und ihr auch durch das Reichen des Handtuches angeboten es selbst zu tun. Irgendwann macht es klick und unsere Kinder verstehen die Zusammenhänge. Es Bedarf der Wiederholung. Gerade die Wiederholung wird auch manchmal schwer für uns sein. Es ist frustrierend wenn die Wäsche komplett im Trockner und die Aufgabe damit "fertig" ist. Wenn die Mama nicht will, das der Boden mit Wasser geflutet wird, um immer und immer wieder Aufzuwischen. Wiederholung ist wichtig für unsere Kinder, so festigen sich die Handgriffe und das Verstehen der Zusammenhänge. Das ist wichtig für uns zu wissen, so könnne wir mit diesen Situationen gelassener umgehen. Und es zeigt auch warum uns die Kinder immer und immer wieder helfen wollen. 

Für unser Kinder ist Hausarbeit nicht langweilig. Wir müssen kein schlechtes Gewissen haben, wenn es Tage gibt an denen wir gefühlt nur mit Haushalt beschäftigt sind und unsere Kinder uns dabei helfen. Meine Tochter ist jedenfalls sehr glücklich und ausgeglichen, wenn sie mir wirklich nonstop helfen kann. Andere Dinge interessieren sie ohnehin kaum bis garnicht. Bei mir zu sein, zu lernen, zu beobachten, zu verstehen, zu helfen, zu tun. Das ist die innere Aufgabe der Kinder, das ist ihr Sein. Für uns mag Spielen im ersten Moment etwas völlig Anderes sein, davon lebt schließlich die Spielzeugindustrie. Aber kennen wir unsere Kinder, dann wissen wir, Arbeit ist für sie keine Arbeit, wie wir sie kennen. Arbeit ist Spielen und im Spielen lernen sie. Im Spielen wachsen sie. Unser Alltag ist ihre Kindheit. Und das müssen wir nicht als Ansporn sehen, den Kindern immer etwas zu bieten, an Ausflügen, neustem Spielzeug usw. Nein, es ist wirklich unser ganz normaler Alltag, der wichtig ist für unsere Kinder. Solange sie dabei sind, solange sie integriert sind, sich wichtig und gesehen fühlen. Und das, von Anfang an!

P.S.: Leider habe ich nur wenige Bilder von meiner kleinen Hilfe. Sie ist so schnell abgelenkt und ist dann mehr an der Kamera interessiert. Einige Schnappschüsse und Videos habe ich aber schon auf meiner Instagram-Seite gezeigt, vielleicht schaut ihr dort einfach mal vorbei.