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Montag, 18. März 2019

Wann ist Ostern? Der lineare Montessori-Mond-Kalender zeigt es!

Der lineare Montessori-Mond-Kalender erklärt wann Ostern ist und enthält alle Mondphasen des Jahres.
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"Mama, wann ist Ostern?" ruft das Küken aus dem Ei zu seiner Mutter! Diese ist völlig verdutzt! Ihr Küken möchte am Ostersonntag schlüpfen, keinen Tag früher und keinen Tag später. Es will von seiner Mama wissen, wann das nun ist. Da war dann auch Mama Huhn überfordert, denn Osternsonntag ist jedes Jahr an einem anderen Tag. Wer könnte das wissen? In dem Buch "Das Osterküken" macht sich Mama Huhn auf den Weg um die Antwort zu finden und begegnet einem Steinkauz der es weiß!

Donnerstag, 21. Februar 2019

Alte Downloads neu aufgelegt


Spielideen für Kinder nach Montessori, kostenlos zum Herunterladen
Ich habe es endlich geschafft! Ihr habt wirklich lange warten müssen und viel Geduld mit mir aufbringen müssen. Ich habe so viele Mails in den letzten Monaten bekommen, wo denn dieses oder jenes Download zu finden ist und ob ich diese doch bitte zuschicken könnte. Ich habe mich daher endlich hingesetzt und alle entfernten Downloads für euch wieder neu erstellt.

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Unser montessori-inspiriertes Herbstregal






Werbung, ohne Bezahlung:

Neben unseren ganzen Bastelaktivitäten mit Herbstmaterialien, die ihr auf meinem Instagram-Profil schon sehen konntet, habe ich nun auch ein kleines Herbstregal für die kleine Tochter (zu diesem Zeitpunkt 32 Monate alt) eingerichtet, welches ich euch heute vorstellen möchte.

Mittwoch, 27. Juni 2018

Länder, Flaggen, Kontinente - Die Fußball-WM 2018

Die Fußball-WM 2018 läd ein sich für die Länder, Flaggen und Kontinente zu interessieren. Ich habe in meinem Blogpost passende Materialien zusammengestellt, welche die Kinder dabei unterstützen sich näher mit Länder, Flaggen und Kontinente, ganz im Sinne von Maria Montessori, zu beschäftigen. Auch Zählkarten für den Zahlenraum 1-25 habe ich passend dazu erstellt.

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Die Fußball-WM ist im vollen Gange und Deutschland ist draußen! Leider haben sie die Vorrunde nicht überstanden und ein anderes Land wird Fußballweltmeister 2018 werden. Ein anderes Land? Wer sind denn all diese 32 Länder die in diesem Jahr an der WM teilnehmen? Immer wieder fragt mein Sohn: Welche Flagge ist das? Wo liegt denn dieses Land?  Ich habe ihm daher einige Materialien zusammen gesucht und auch selbst einige erstellt, die ich so nicht finden konnte. 
Auch wenn Deutschland nun nicht mehr dabei ist , bleibt die Frage nach den Kontinenten und Länder spannend und natürlich auch, wer nun Weltmeister werden wird!

Donnerstag, 21. Juni 2018

Ich erschaffe etwas! Gartenarbeit mit Kindern!

Gartenarbeit mit Kindern. Wertvoll und voller Möglichkeiten zum Kompetenzerwerb. Selbstwirksamkeit, Verantwortung, Vertrauen. Das eigene Tun bewirkt etwas. Ich leiste meinen Beitrag! Gartenarbeit ist Montessori.
Schon im letzten Jahr habe ich von unserem montessori-inspirierten Terrassengarten berichtet. Unser kleines Gärtchen auf der Terrasse war für uns ein wundervolles gemeinsames Erlebnis und wir lernten viel über das Pflanzen, über Gemüse und Kräuter. 
In diesem Jahr haben wir einige Pflänzchen als Stecklinge gekauft, aber auch einige selbst ausgesäat und begleiten sie nun beim Wachsen, beim Blühen und beim Früchetragen.
Einen eigenen Garten zu besitzen, mag er noch so klein sein, den unsere Kinder mit gestalten und betreuen können, ergibt viele Anregungen. Unsere Kinder können feststellen, wie wichtig sie sind. Wie notwendig ihr Tun und Handeln ist für die Pflanzen. 

Dienstag, 1. Mai 2018

DIY: Ein Schraub-Block montessori-inspiriert

Ein montessori-inspirierter Schraub-Block mit Twercs von Vorwerk selbstgemacht. Twercs Werkzeugkoffer von Vorwerk, ein Erfahrungsbericht.  Mit dem Schraubblock werden Feinmotorik, Augenmaß, Augen-Hand-Koordination und das Verständnis von Größenunterschieden geschult.

Heute bin ich ein ganz kleines bisschen stolz auf mich! Ich selbst, habe etwas für meine Kinder gebaut! Bisher habe ich meine gesammelten Ideen und Wünsche immer an meinen Mann oder Schwiegerpapa abgegeben und sie bauten es für mich.


Mittwoch, 25. April 2018

Eine Bauanleitung: Das Kinder-Hochbeet

Mit Kindern gärtnern macht Spaß. Ich stelle euch den montessori-inspirierte Terrassengarten mit Kinder-Hochbeet und passender Bauanleitung vor.
Im letzten Jahr haben wir unser Projekt Terrassengarten gestartet. Und auch in diesem Jahr haben wir die ersten warmen Frühlingstage genutzt und unsere Hochbeete und Töpfe des letzten Jahres vorzubereiten und erste zarte Pflänzchen einzusetzen und diesmal auch selbst auszusähen. Das hatte ich im letzten Jahr auch schon angedeutet, denn gerade das Heranziehen aus dem kleinen winzigen Samen, ist so faszinierend, so wundervoll. Ein Wunderwerk der Natur im eigenen Garten, direkt zum Ansehen, Anfassen und in sich Aufnehmen, mit allen Sinnen!

Mein Beitrag zu unserem montessori-inspirierten Terrassengarten findet ihr hier: *klick*

Nun wurde ich schon viele Male nach unseren schönen Kinder-Hochbeeten gefragt. Wo gibt es die zu kaufen? Leider muss ich euch da enttäuschen! Wieder mal hat mein Mann selbst Hand angelegt und diese tollen Hochbeete für unsere Kinder gebaut. Sie sind in einer wirklich praktischen Höhe für beide Kinder und so können sie selbst jeden Tag genau das Wachstum der Pflanzen verfolgen, diese gießen und auch ernten.

Mit Kindern gärtnern macht Spaß. Ich stelle euch den montessori-inspirierte Terrassengarten mit Kinder-Hochbeet und passender Bauanleitung vor.
Für alle, die gerne auch selbst bauen oder ihren Mann, Papa, Opa, Oma oder wenn auch immer, bauen lassen, für diejenigen habe ich heute eine Bauanleitung (*klick*). Mein Mann hat sie extra für euch geschrieben! Ich hab mich sehr gefreut. Er hat gesehen, wie oft ihr schon danach gefragt habt und hat sich an seinen Computer gesetzt und diese Anleitung für euch erstellt. Sogar extra mit selbstangefertigen Bildern dazu.

Es handelt sich hier nicht um typische Hochbeete mit den üblichen verschiedenen Schichtungen. Sie sind ganz simple, mit einer Schicht aus Kies und Pflanzenvlies als Drainage und darüber Blumenerde. Für unsere kleine Anbaumenge absolut ausreichend und die Drainage funktioniert sehr gut. 

Passende Kinderbuch-Tipps über das Gärtnern und Pflanzen findet ihr hier: *klick*

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbauen und falls ihr Fragen dazu habt, meldet euch gerne.

Mit Kindern gärtnern macht Spaß. Ich stelle euch den montessori-inspirierte Terrassengarten mit Kinder-Hochbeet und passender Bauanleitung vor.

Dienstag, 13. Februar 2018

6 Kinderbücher über Tiere im Winter + Verlosung

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Auch wenn es hier und da schon nach Frühling aussieht und die ersten Frühblüher aus dem Boden schauen, ist es immer noch winterlich kalt. Auch die Tiere sind noch in ihrem jeweiligen Winter-Rhythmus. Und dieser kann sehr vielfältig sein: Winterruhe, Winterschlaf, Winterstarre, Winteraktiv... Standvogel, Zugvogel... wie unterscheidet sich das alles und wieso schlafen einige Tiere oder fliegen gar in wärmere Regionen? Ich habe einige Bücher zusammengestellt, welche diese Fragen kindgerecht aufgreifen und erklären. Außerdem darf ich das Buch "Schneehuhn, Reh und Haselmaus - Tiere im Winter" von Thomas Müller an euch verlosen. Mehr dazu am Ende dieses Beitrags!

Sonntag, 3. Dezember 2017

Basteln und Lesen in der Adventszeit


In der Adventszeit basteln und lesen wir sehr viel. Zu dieser Jahreszeit wird es schnell dunkel und die Zeit draußen wird immer kürzer. Die Zeit im Haus wollen wir uns also gemütlich und doch anregend gestalten und auch montessori-inspiriert! - Montessori - MontessoriEntdecker - Weihnachten - Winter - Advent -

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Es wurde in den letzten Wochen etwas ruhig um den #MontessoriMontag der MontessoriEntdecker und schon mehrfach wurden wir gefragt, wann es denn endlich weitergehen würde. Also haben wir uns im Team überlegt, warum nicht jetzt? Passend zum Winter und der Adventszeit? Am heutigen Montag geht es montessori-inspirierte Adventsideen und Bücher. Und ich habe sogar eine kleine Verlosung für euch!

Samstag, 25. November 2017

Sensible Phasen – Definition und erziehungswissenschaftliche Bedeutung



Die sensiblen Phasen nach Montessori: wie ein Kind lernt und was es mit den sensiblen Phasen auf sich hat, das erfährst du in diesem Beitrag.
© Alinsa – Fotolia.com



  
In diesem Gastbeitrag von Anja erfährst du wie ein Kind lernt und was es mit den sensiblen Phasen auf sich hat. Anja schreibt auf ihrem Blog umweltgedanken.de über Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Neben der Natur und dem Schreiben interessiert sie sich auch für Montessori Pädagogik. Mehr Beiträge von Anja, zum Beispiel über die gesellschaftliche Bedeutung der Kosmischen Erziehung, findest du auf ihrem Blog.

Während ihrer Arbeit mit Kindern stellte Maria Montessori fest, dass es in der kindlichen Entwicklung sensible Phasen oder Perioden gibt, in denen das Kind eine besondere geistige Aufnahmefähigkeit beziehungsweise die uneingeschränkte, zum Teil willenlose Bereitschaft hat, bestimmte Fähigkeiten zu erwerben, also in dieser Zeit empfindlich auf äußere Reize reagiert und somit bestimmte Fähigkeiten und Verhaltensweisen erlernt.

Mittwoch, 20. September 2017

Pfiffige Ideen mit Montessori-Tabletts + Verlosung

Tabletts sind ansprechend, haben einen Aufforderungscharakter und bieten den Platz für viele wundervolle Lernanregungen.
 
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Wer sich mit Montessori schon etwas näher beschäftigt und nach passendem Umsetzung für Zuhause sucht, der wird auch immer wieder vielen verschieden und ansprechend angerichteten Tabletts begegnen. Diese sind klar strukturiert und offen zugänglich, in Regalen die für Kinder einfach zu erreichen sind.

Montag, 4. September 2017

Die vorbereitete Umgebung - der Kinder-Kleiderschrank

Der montessori-inspirierte Kleiderschrank ermöglicht es unseren Kindern sich selbstständig die Kleidung herausholen und anziehen zu können. Der Kleiderschrank unterstützt unsere Kinder in ihrer Selbstständigkeit
Im Kinderzimmer steht nicht nur das Bett, sondern auch der Kleiderschrank findet dort meist seinen Platz. Und auch der Kleiderschrank kann so eingerichtet werden, dass sich die Kinder daraus selbstständig bedienen und anziehen können.

Montag, 28. August 2017

Die vorbereitete Umgebung - unser montessori-inspiriertes Kinderbett

Die vorbereitete Umgebung beinhaltet ein Kinderbett, in welches die Kinder selbstständig ein- und aussteigen können. Montessori hat hierfür das Floorbed, welches sich direkt mit einem Lattenrost und Matratze auf dem Boden befindet erfunden. Eine Abwandlung hiervon ist das Hausbett.

Wenn wir die Kinderzimmer unserer Kinder einrichten, ist eines der wichtigsten Möbelstücke das Kinderbett. Darin sollen unsere Kinder gerne und geborgen schlafen und wunderschöne Träume haben. 

Am heutigen MontessoriMontag der MontessoriEntdecker geht es um die vorbereitete Umgebung in unseren Kinderzimmern. Und genauer noch um das Kinderbett.

Viele von uns nehmen zu Anfang der Elternschaft an, dass unsere Kinder direkt oder recht zügig in ihren Zimmern schlafen werden und kaufen daher ein Gitterbett. Oft ist aber das Familienbett, dass was unsere Kinder wollen und gerade das Gitterbett baut eine unnötige oder sogar schlafstörende Grenze auf. Auch ich hatte beim Sohn, nachdem er recht früh aus dem Familienbett auszog, zu Anfang das Gitterbett, was mich aber immer mehr störte. Durch das Einlesen in die Arbeiten von Maria Montessori stieß ich auf den Begriff des FloorBeds, worüber ich schon schrieb.

Seit diesem Zeitpunkt hat mein Sohn ein nach Montessori inspiriertes Kinderbett. Es hat keine Standfüße, es steht direkt auf dem Boden und gerade dies ist für die kleinsten Kinder eine enorme Steigerung der Selbstständigkeit. Denn nun können sie selbst entscheiden, ob sie im Bett liegen bleiben wollen oder nicht und keine Gitter oder zu hohe Betten hindern sie daran.

Die vorbereitete Umgebung beinhaltet ein Kinderbett, in welches die Kinder selbstständig ein- und aussteigen können. Montessori hat hierfür das Floorbed, welches sich direkt mit einem Lattenrost und Matratze auf dem Boden befindet erfunden. Eine Abwandlung hiervon ist das Hausbett.
Auch wenn der Sohn nun groß genug ist, eines der üblichen Kinderbetten zu nutzen, haben wir unser weiterhin für ein Floorbed entschieden. Der Sohn ist ein nächtlicher Wühler und bewegt sich viel während des Schlafens. Ich wollte hier kein Risiko eingehen und wir bauten ein Hausbett für den Sohn, worüber er sich sehr gefreut hat. In dieses ist ein Lattenrost eingelassen, was für die nötige Belüftung der Matratze sorgt. Ich muss aber auch dazu sagen, als wir die Matratze ganz zu Anfang direkt auf dem Boden liegen hatte und hin und wieder zum Lüften hochstellten, hatten wir auch damit nie Probleme. Ich denke bei kleinen Matzratzen und noch recht kleinen Kindern, ist die Gefahr des Schimmelns recht gering. Aber auch nur ein Lattenrost mit Matratze erfüllt den Zwecks des Floorbeds vollkommend.

Neben dem Hausbett steht ein kleiner Nachttisch, auf dem ein Lichtlein steht, welches mit dem Tasten auf den Standfuß, An oder Aus geht und sogar in 3 Stufen dimmbar ist. Ich suchte lange nach einem Lichtlein ohne Schalter, damit der Sohn nicht lange im Dunkeln suchen muss. Im Baumarkt wurde ich dann fündig. Ein ähnliches Nachtlicht könnt ihr hier kaufen (Affiliate-Link)

Als kleines Zierlicht bzw. stimmungsvolles Leselicht haben wir noch eine Lichterkette mit passenden Farben gekauft. (Eigentlich wollten wir das Zimmer schon längst grüner gestalten... wie immer kommt das Leben dazwischen...kennt ihr, oder?)
Ich hatte die Original Cotton Balls damals extra im Ausland bestellt, da ich hier keine Lichterketten mit Schalter (finde ich für noch kleinere Kinder besonders wichtig!) fand, die ich individuell zusammen stellen konnte. Nun haben sie auch eine deutsche Online-Shop-Seite. Sind die Lichterketten nicht zauberhaft schön? Auch solche Überlegungen zu Schaltern oder nicht, sind wichtige Punkte in der vorbereiteten Umgebung, damit die Kinder sich leicht und schnell zurecht finden.

Wenn der Sohn es irgendwann möchte, können wir auch noch Füße unter das Hausbett bauen, was uns dann sogar noch zusätzliche Staufläche liefern würde. Noch wechselt der Sohn gerne in der Nacht seinen Schlafplatz. Von seinem Hausbett kommt er rüber zu uns gelaufen, wenn er es braucht, wenn er es möchte und nichts hindert ihn daran. Das war ihm dadurch schon sehr früh möglich und bringt uns allen ein entspannten Nachtschlaf.
Denn auch dies zählt zu einer vorbereiteten Umgebung, auch diese wichtigen Bedürfnisse nach Nähe beim Schlaf sind sehr wichtig! Und helfen den Kindern irgendwann auch vertrauensvoll alleine in ihren Zimmern zu schlafen, wenn sie bereit dazu sind.

Das montessori-inspirierte Kinderbett steht auch für unsere Tochter schon bereit und wir freuen uns sehr ihr durch diese vorbereitete Umgebung schon früh Selbstständigkeit für ihren Schlaf und Schlafplatz zu ermöglichen.

Wer von euch noch weitere montessori-inspirierte Kinderbetten sehen möchte, der sollte unbedingt auf der MontessoriEntdecker-Facebookseite vorbeischauen und kann dort gerne auch seine Schlafplätze der Kinder zeigen und Teil einer wundervollen Sammlung werden. Unsere Hausbetten sind übrigens selbstgebaut. Seid ihr an einer Anleitung interessiert?
Wenn ihr nicht so begabt im Selbstbauen, aber dafür im Selbstkaufen seid, dann habe ich hier ein sehr schönes Hausbett gefunden, welches es auch in verschiedenen Größen gibt. (Affiliate-Link)

Die vorbereitete Umgebung beinhaltet ein Kinderbett, in welches die Kinder selbstständig ein- und aussteigen können. Montessori hat hierfür das Floorbed, welches sich direkt mit einem Lattenrost und Matratze auf dem Boden befindet erfunden. Eine Abwandlung hiervon ist das Hausbett.

Freitag, 25. August 2017

Lernen mit Lego: die numerischen Stangen


Durch die Begeisterung meines Sohnes angesteckt und der Vielfalt an Möglichkeiten die Lego bietet, habe ich mich zu einer Blogreihe inspirieren lassen: Lernen mit Lego!
Diese möchte ich nun nach und nach mit Ideen und Inspirationen füllen. Lego haben viele von uns für die Kinder Zuhause und daraus lässt sich so Vieles bauen und gestalten, was über das eigentliche Spiel hinaus geht.

Heute möchte ich mit den numerischen Stangen beginnen. Dieses sehr ansprechende und wie immer gut durchdachte Montessori-Material, befasst sich mit dem Zahlenraum von 1 bis 10 und der Einführung von Addition und Substraktion. Durch den Farbwechsel von Rot und Blau, werden die Mengen sichtbar.

Durch die bei Lego ebenfalls vorhandenen roten und blauen Steine, bietet es sich somit an, daraus eine Interpretation der numerischen Stangen zu bauen.

Wie auch bei den original numerischen Stangen beginne ich mit einem roten Legostein. Dieser stellt die Zahl 1 dar. Nun beginne ich wieder mit einem roten Stein und setze darauf einen Blauen. Das ergibt die Zahl 2. Diese Reihenfolge, immer abwechselnd rot und blau, behalte ich bei, bis ich 10 aufeinander aufbauende kleine Stangen vor mir liegen habe.

Nun kann das Zählen und in die richtige Reihenfolge bringen auf dem Tisch selbst vorgenommen werden oder man kann dafür auch Legoplatten nutzen und die Stangen in der richtigen Reihenfolge darauf stecken. Zur Festigung der Mengen biete ich dann darum mir die unterschiedlichsten Stangen zu bringen. Bring mir bitte die 4 usw.
Zusätzlich biete ich kleine Zahlenkärtchen an, die ich sowieso Zuhause habe und diese können nun zu der richtigen Stange gelegt werden.

Wie die genaue Vorstellung der numerischen Stangen sein sollte, könnt ihr z.B. bei Meine Erfahrungen mit Montessori nachlesen.

Wenn das Zählen klappt können nun weitere Übungen angeboten werden. Mein Sohn macht die Augen zu und ich vertausche wieder die Reihenfolge und er erblicken, was ich da nun vertauscht habe und wieder in die richtige Reihenfolge bringen.

Welche Zahl erhalte ich, wenn ich die 3er-Stange auf die 4er-Stange stecke? Erste Additionen können vorgenommen werden. Oder wenn ich die 8er-Stange in der Mitte teile? Wie erhalte ich immer die Zahl 10? Welche Stangen muss ich dafür zusammen stecken?

Die Adaption der numerischen Stangen auf vorhandene Legosteine ist sehr naheliegend und macht es für kleine legoverrückte Kinder auch sehr interessant und ansprechend. Das Bauen einer Aufbewahrungsbox für die Zahlenkärtchen vervollständigt die Darbietung und hat dann, aufgestellt im Regal, einen hohen Aufforderungscharakter. 

Hat euch mein Einstieg in die Blogserie "Lernen mit Lego" gefallen? Seid ihr an weiteren Ideen interessiert?


Montag, 31. Juli 2017

Die vorbereitete Umgebung - ein kindgerechtes (montessori-inspiriertes) Badezimmer


Sicherlich könnt ihr euch noch an die MontessoriEntdecker erinnern, welche Manuela (Wunderwerkstatt) und ich gegründet haben. Montessori ist für alle da! Und daraus entstand diese Idee!
Nun haben wir uns etwas Neues überlegt und dafür auch die MontessiEntdecker-Facebookseite gegründet. Mittlerweile sind wir einige Mama-Bloggerinnen, die immer mal wieder über Montessori in ihrem Alltag berichten und es gibt noch viele weitere verstreute tolle Artikel im Internet dazu, welche wir gerne bündeln möchten. Daher haben wollen wir nun den #MontessoriMontag wieder aufleben lassen und wollen nun jeden Montag zu einem bestimmten Thema alle dazu passende Blogartikel, Texte,  Bilder und Ideen gebündelt dort sammeln.
Anfangen möchten wir nun mit der vorbereiteten Umgebung, die ein ganz wichtiges Element in der Pädagogik von Maria Montessori darstellt. Unsere Kinder brauchen eine gute Umgebung, um sich ungehindert entfalten und ihre Potentiale nutzen zu können. Wir müssen unseren Kindern Möglichkeiten geben, sich selbsttätig auszuleben, in dem Maße in dem es ihre Reife zulässt.

Gerade bei der Pflege des eigenen Körpers sind wir als Eltern am Anfang komplett gefragt. Wir übernehmen für unsere Kinder alles, da sie es körperlich selbst noch nicht können bzw. in ihren sehr eingeschränkten Möglichkeiten. Sie können mit uns über ihre Ausscheidungen kommunizieren, durch ihre Körpersprache, ob in das Wasser zu heiß oder zu kalt ist. Aber sich selbst waschen, Zähneputzen usw. dies ist zu Anfang nicht möglich. 

Wir gewöhnen uns daran, dass wir in allen, was unser Kind betrifft, die Verantwortung übernehmen müssen, und werden immer kompetenter darin. Was den Bereich der persönlichen Pflege betrifft, stellen wir uns Eltern darauf ein, alle Tätigkeiten für ihr Baby zu übernehmen. 
Diese Tätigkeiten für unsere Babys zu übernehmen geht deutlich schneller und ist weniger kompliziert als ihnen zu helfen, ihren Anteil an der Sorge für ihre Person selbst zu übernehmen.

Irgendwann ist es dann aber soweit und dann müssen wir als Eltern zurücktreten, damit unsere Kinder ihre Körperpflege selbst übernehmen können. Je mehr wir ihnen diese Möglichkeiten geben, umso früher sie es kennenlernen, umso eher können es feste gelebte Routinen im Alltag werden.
Über unsere Windelfrei-Entwicklung habe ich schon einiges hier im Blog geschrieben. Die Kinder nutzen beide die Toilette mit Aufsatz und können diese durch einen Hocker erreichen. Der Sohn braucht den Hocker eigentlich nur noch zum bequemen Abstellen der Füße. Die Tochter mit ihren 1,5 Jahren braucht allerdings beim Toilettengang noch Hilfe. Die Beinchen sind insgesamt einfach noch zu kurz. Das Töpfchen wäre eigentlich noch passender für sie, aber das wird schon lange abgelehnt. 


Zu unserem Badezimmer gehört auch der selbstgebaute Waschtisch über den ich ebenfalls schon einige Male hier berichtet habe. Er ist ein wichtiges Bestandteil bei der täglichen Körperpflege und dem Zähneputzen. Die Höhe ist wunderbar, sie haben fließendes Wasser, einen Spiegel in dem sie sich beim Putzen beobachten können und alle nötigen Utensilien sind in Griffweite. In einem weiteren Artikel hatte ich eine große Sammlung vieler verschiedener Waschtische erstellt, denn nicht jedes Bad bietet die gleichen Aufbaumöglichkeiten.

Gerade im Sommer gehen wir am liebsten Abends noch schnell unter die Dusche. Das dauert gerade bei schon müden Kindern nicht zu lange und läutet das Abendritual bei uns ein. Unsere Dusche war sehr lange nicht kindgerecht eingerichtet. Nichts war in Reichweite. Das hat mich schon eine Weile gestört, aber irgendwie hatte ich auch keine wirkliche Idee dies zu ändern. Bohren wollte ich nicht. Die Kinder wachsen so schnell und dann könnte ich immer wieder neu bohren, damit es in passender Höhe bleibt? Also wurde meist alles auf den Boden gestellt... aber gerade Waschlappen und Seife konnten schließlich nicht auf dem nassen Duschboden liegen bleiben, wie soll das trocknen?


Vor Kurzem habe ich dann Klebehacken bei Tchibo entdeckt. Diese werden einfach an die Duschwand geklebt und dort habe ich dann die Waschlappen der Kinder aufgehängt. Perfekt! Und ich finde die halten wirklich sehr gut. Aber ich brauchte noch mehr Ablagefläche und daraufhin suchte im Internet nach weiteren Möglichkeiten ohne zu Bohren und fand diese auch! Juhu!
Nun haben wir eine Seifenschale und eine große Ablage* für die Spielsachen. Alles ohne Bohren,es hält nur mit Vakuum. An der Ablage sind noch weitere Hacken. Dort habe ich den Abzieher aufgehängt mit dem wir nach dem Duschen den Boden und Wände abziehen können und ein kleines Handtuch, welches zum Haarewaschen benötigt wird, weil die Zwerge kein Wasser in den Augen möchten.

Während dem Duschen wird gerne mit Eimern* gespielt und auch unsere Schleichtiere dürfen am "Wasserloch" trinken oder werden selbst gewaschen. Wir haben auch noch Spritzen in verschiedenen Ausführungen, die immer mal wieder zum Einsatz kommen. Und eine Wasserbahn* mit Wasserrad haben wir auch. Die ist sehr schön und kann ganz individuell mit Saugnäpfen angeordnet werden. Und gerade habe ich gesehen, dass es dazu nun sogar eine Erweiterung* gibt. Ich glaub, die brauchen wir auch!



Das Spielen hat natürlich nichts mit der vorbereiteten Umgebung zu tun. Sondern die kindgerechte Höhe der Utensilien-Anrichte. Beide Kinder können nun ihre Waschlappen erreichen und die Seife, um sich so selbsttätig zu waschen und zu reinigen. Und können danach alles wieder an seinen festen Platz zurücklegen. Es muss nichts mehr vom nassen Boden weggeräumt und zum nächsten Duschen wieder vorgeholt werden. Es ist da und jederzeit erreichbar. Das zeigt den Kindern auch, dass wir ihre Bedürfnisse sehen und erkennen und sie damit wahrnehmen. 
Gerade der kleinen Tochter sehe ich so gerne zu, wie sie nun anfängt mich beim Waschen zu imitieren, jede meiner Bewegungen genau beobachtet und versucht bei sich umzusetzen. 

Körperpflege ist wichtig, auch wegen der Hygiene und der damit verbundenen Gesundheit und es hilft unseren Kindern sehr, wenn wir sie früh darin einbeziehen, sich selbstständig pflegen zu können. Wir müssen einfach beobachten und unsere Kinder darin bestärken es selbst zu probieren und erst dann unsere Hilfe anzubieten, wenn sie danach verlangen. 

Der Erfolg bei der Aufgabe, Unabhängigkeit in der Sorge für die eigene Person zu erreichen,hängt von dem Ausmaß der Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kindern ab. Freude an dieser Zusammenarbeit zu empfinden, bedeutet, sich für die Kinder als Individuen in ihrem Entwicklungsprozess zu interessieren. Der Erwachsene muss fasziniert von diesem Prozess sein, gewillt, Zeit zu opfern, um ihn zu verstehen, muss ihn studieren und während des Ablaufs gut beobachten und unterstützen.
Die eigene Körperpflege zu übernehmen ist ein wichtiger Schritt für unsere Kinder bei ihrem täglichen Streben zu Wachsen und selbststätig zu sein.  Es bedeutet Selbstständigkeit, hilft Vertrauen in die eigene Kräfte zu entwickeln, in in ihr Handeln. Selbstvertrauen! Und Zuversicht für die vielen weiteren alltäglichen Dinge, die unsere Kinder erlernen wollen auf ihrem Weg erwachsen zu werden.


*Es handelt sich hier um Affiliate-Links. Alle Artikel habe ich selbst gekauft und sind nicht gesponsored! Die Zitate stammen aus dem Buch Montessori von Anfang an*.

Freitag, 30. Juni 2017

Unser montessori-inspirierter Terrassengarten


Hätte mir vor meinen Kindern jemand gesagt, dass ich einmal Obst- und Gemüse in meinem Garten anbauen werde, den hätte ich wohl etwas schräg angeschaut. Wer mich kennt, der weiß, mit dem grünen Daumen bin ich nicht gesegnet und was es bei mir schafft zu überleben, ist entweder ein Mensch oder Tier und kann sich somit bemerkbar machen oder doch eine recht robuste Pflanzenart. Denn oft habe ich erst gegossen, wenn es sich bei der Pflanze auch bemerkbar machte... in Form von hängenden Blättern und so... meine Schwiegereltern sagten noch vor Kurzem,sie trauern heute noch dem wunderschönen Margeritenbäumchen nach, welches sie mir einmal geschenkt haben. Aber mal ganz ehrlich, wer schenkt jemandem wie mir Pflanzen?

Und jetzt befinden sich auf meiner Terrasse zwei Hochbeete und mehrere Töpfe für Gemüse und Kräuter. Wie kam es dazu? Und wieso ist das nicht längst alles kaputt und vertrocknet?

Durch meine Kinder interessiere ich mich für viele Dinge, die zuvor noch uninteressant für mich waren und mir ist auch wichtig meinen Kindern viel zu vermitteln, ihnen viel zu zeigen und zu ermöglichen. Und dazu gehören natürlich auch Wissen über unsere Lebensmittel. Woher kommen diese? Wie wachsen sie? Was brauchen sie zum Wachsen? Wie funktioniert das mit dem Bestäuben und wann kann man ernten?

Wissen wir selbst wie alle unsere Lebensmittel heranwachsen? Wisst ihr wie Rosenkohl wächst? 

Auch Maria Montessori inspirierte mich durch ihre Schriften dazu. In "Die Entdeckung des Kindes", schrieb sie über "die Natur in der Erziehung" und über den Schulgarten. Die Kinder können hier so vieles selbsttätig tun und auch lernen. 

Mein Opa selbst hatte früher noch einen Nutzgarten und baute viel an. Ich kann mich dunkel daran erinnern, wie ich half Unkraut zu entfernen und noch sehr genau kann mich daran erinnern, wie toll es war die Früchte direkt von den Sträuchern und Bäumen zu essen. Das wollte ich meinen Kindern auch ermöglichen. An einem großen Nutzgarten hatte ich allerdings kein Interesse, dafür ist unser Garten einfach nicht groß genug. Wir pflanzten daher im letzten Jahr schon einige Obstbäume und Sträucher und mein Mann baute Anfang des Jahres zwei Hochbeete, passend in Kinderhöhe. So können die Kinder beim Wässern, Pflanzen und Ernten helfen.

Wir haben uns für viele verschiedene Kräuter entschieden. Das Geruchserlebnis ist wundervoll und fast täglich können sie für viele verschiedene Gerichte vom Sohn geerntet werden. Alle angepflanzten Kräuter können auch unsere Meerschweinchen essen, so dass ein Überschuss direkt in ihre kleinen Mägen wandern darf. Unsere Tiere sollen natürlich auch was von unserem kleinen Terrassengarten haben.

Wir haben eine Gurke angepflanzt, die mittlerweile bis an das Terrassendach wächst und unseren Sohn tief beeindruckt. Dort hatten wir alle unsere Marienkäfer, die in unserem diesjährigen Marienkäfer-Projekt geschlüpft sind, ausgesetzt und wir konnten täglich fasziniert beobachten, wie diese alle Blattläuse, die plötzlich an den Gurkenblüten hingen, verspeisten.


An unserem Bohnenkraut lebt eine Krabbenspinne, sie zu beobachten, wie sie seitwärts läuft und und auf die Jagd geht, ist ein Naturschauspiel. Wir haben mittlerweile gelernt, dass nicht alle Marienkäferlarven gleich aussehen. Bei unserer Kapuzienerkresse leben die Larven des winzigen Zwergmarienkäfers und diese sehen aus wie kleine weiße Mini-Flaschenbürsten. 


Wir haben auch zwei Tomatenpflanzen in Töpfen und haben gemerkt, wie wichtig der passende Sonnenplatz ist. Zunächst bildeten sich kaum Tomaten aus den Blüten, erst als wir nun die Töpfe umstellten, bilden sich nun ganz viele leckere Tomaten. Wir sind gespannt, wann sie endlich rot werden. 

Leckere Erdbeeren und einen Himbeerstrauch haben wir auch gesetzt und versorgten uns mit zuckersüßen Beeren. Dem Himbeerstrauch konnte man förmlich täglich beim Wachsen zusehen und schon in seinem ersten Jahr hat er bald 100 Früchte getragen. Diese Köstlichkeiten kommen an nichts Gekauftes heran.

Wie toll es ist, mit seinen eigenen Händen Lebensmittel zu produzieren? Zu sehen wie es täglich wächst? Ich hätte nicht gedacht, wie toll das ist und wieviel wir alle dabei lernen. Es ist schön zu sehen, wie auch der Sohn danach schaut. Wie er wässert und beobachtet. Die Tochter würde die Pflanzen viel eher noch ertränken und immer weiter und weiter machen und es ist vorsicht geboten, wenn wir in ihrer Anwesenheit oder mit ihr zusammen ernten, auch hier wird gerne alles gerupft was sie in ihre kleinen Fingerchen bekommt und so manches zarte Pflänzchen überlebte es nicht... Sie will helfen, dass ist wichtig zu wissen und geschieht nie in böser Absicht. Das Alter/die Reife eurer kleinen Gärtner ist also entscheidend, in wie weit sie euch schon mithelfen und welche Aufgaben sie schon übernehmen können.



In diesem Jahr haben wir alle Pflänzchen noch in Töpfen gekauft. Vielleicht werden wir sie dann für nächstes Jahr direkt aus den Samen züchten. Das wird dann sicherlich auch sehr interessant für den Sohn werden und auch für mich. Auch noch mehr Gemüsesorten sollen dann hinzukommen. Unser kleines grünes Paradies soll noch mehr wachsen, uns noch mehr zeigen und uns viele Leckereien schenken. 

Urbangardening ist überall möglich! Auf der Terrasse, wie bei uns und auch auch auf dem kleinsten Balkon. Mit Urbangardening kann man mit viel Platz natürlich stellenweise eine Selbstversorgung ermöglichen. Darum ging es uns allerdings nicht. Bei wenig Platz kann man z.B. auch nur von jeder Gemüseart ein Pflänzchen anpflanzen. Einfach damit wir und die Kinder sehen, wie wächst das denn nun? Was muss ich tun, damit es wächst und wir eine tägliche Verantwortung haben, damit wir am Ende auch ein Ergebnis haben. Die Ernte!

Gewissenhafte Pflege von lebendigen Wesen ist die Befriedigung eines der am stärksten ausgeprägten Instinkte der kindlichen Seele. Deshalb ist es leicht, Kinder zur aktiven Pflege von Pflanzen und vor allem von Tieren anzuhalten.
Nichts ist geeigneter, eine fürsorgliche Haltung in dem kleinen Kind zu wecksen, das dem flüchtigen Augenblick lebt, ohne sich um die Zukunft zu sorgen.
Wenn es jedoch weiß, dass diese Tiere es brauchen, dass die Pflänzchen austrocknen, wenn es sie nicht gießt, dann verknüpft seine Liebe durch ein neues Band den vergänglichen Augenblick mit dem Erwachen des kommenden Tages.

- Maria Montessori -

Freitag, 28. April 2017

45 wundervolle (montessori-inspirierte) Waschtisch-Ideen!


Vor mehr als 5 Wochen zeigte ich euch ein Bild auf Instagram und Facebook, auf dem ihr meine Tochter an ihrem Waschtisch stehend Zähneputzen, sehen konntet. Ihr wart alle so sehr davon begeistert, dass ich mich direkt daran machte, euch noch weitere Waschtisch-Ideen zu sammeln und vorstellen zu wollen. Denn wie immer gibt es nicht nur eine mögliche Umsetzung, sondern hier spielen immer die vorhandenen Gegebenheiten, Materialien und finanziellen Mittel eine Rolle.

Unseren Waschtisch hatten wir damals für den Sohn gebaut und wurde für die Tochter aufbewahrt, bis sie nun mit ihren 14 Monaten bereit dafür war. Die Artikel die ich über unseren Waschtisch schon geschrieben habe, könnt ihr hier nachlesen:


Die Freude meiner Tochter nun selbst für sich Sorge zu tragen, sich alleine die Hände waschen zu können, sich dabei im Spiegel zu betrachten, sich die Zähne alleine zu putzen, war groß. Man hat es ihr so sehr angesehen, wie stolz sie war und mit wieviel Begeisterung sie ihren Waschtisch angenommen hat. Die ersten Tage zeugten davon, dass sie eigentlich nicht mehr vom Waschtisch wegwollte. Jeder Schritt musste immer und immer wieder geübt und wiederholt werden. Ganz typische Montessori-Momente, die man einfach nur staunend begleiten kann, in dem man sich soweit es geht zurück nimmt.


Wichtig bei der Auswahl des Zubehörs ist immer auch die Größe. Die Seife habe ich z.B. in 4 Teile geschnitten. So ein kleines Stückchen kann nun viel einfacher in den kleinen Kinderhänden gehalten werden.

Trotzdem ist es wichtig dabei zu bleiben, um auch die richtige Vorgehensweise beim Waschen, beim Putzen, beim Umgang mit unserer wichtigsten Ressource Wasser, zu erlernen.
Für uns war und ist es toll unseren Kindern fließendes Wasser durch den Anschluß an die Badewannen-Armatur zu ermöglichen. Es ist ein Stück mehr Selbstständigkeit, ein Teil weniger, den wir als Eltern anfangs übernehmen müssten, wenn wir z.B.einen Krug oder die Schüssel für sie füllen. Sie können direkt lernen wie ein Wasserhahn funktioniert, diesen wieder zu Schließen während des Zähneputzens usw. Ich führe Schüttübungen lieber in der Küche/ im Wohnbereich mit meinen Kindern durch, dort wo sie Alltag eigentlich auch zu finden sind.

Zudem ist unsere Waschtischvariante sehr platzsparend. Da sie auf der Badewanne aufliegt, stellt sie mir keine weitere wichtige Fläche im Bad zu, die wir nicht hätten. Und auch mit Waschtisch können die Kinder beide problemlos baden. Wir müssen ihn also nicht extra herausheben. Wir Eltern duschen sowieso lieber. Und auch wenn wir einzeln baden würden, stört auch hier der Waschtisch nicht. Im Gegenteil, er ist sogar eine prima Ablagefläche während des Badens.

Aber wie ich zu Anfang schon schrieb, jede Familie hat eine andere Ausgangssituation und so habe ich mich für euch einmal im Internet umgeschaut und einige tolle Ideen gesammelt, die euch vielleicht für euren eigenen Kinder-Waschtisch inspirieren könnten.

Alle von mir gefundenen Ideen findet ihr in meinem Pinterest-Board "Kinderwaschtisch" und einige davon möchte ich jetzt nochmal gezielt herausnehmen, da mir die Umsetzung besonders gut gefallen hat:

Vorhandenes Bidet nutzen

Ich weiß nicht, ob Bidets noch wirklich neu verbaut werden, aber sicherlich gibt es diese noch in einigen Altbauwohnungen. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie wir immer zum Zähneputzen um das Bidet herumstanden, wenn wir bei unserer Oma übernachtet haben. Eigentlich logisch, die Höhe und Größe passt. Bei Chroniques d’une globe-têteuse wird ein toller Aufbau um das Bidet herum gezeigt, welcher dann als Waschtisch für das Kind verwendet werden kann. So wird Vorhandenes wunderbar integriert und es muss nicht zusätzlich neuer Platz geschaffen werden.
Hier habe ich ein käufliches Kinderwaschbecken entdeckt, welches man wohl auch auf das Bidet aufsetzen kann. Leider von mir nicht erprobt, aber ich wollte es nicht unerwähnt lassen.

Das zweite Waschbecken niedriger planen

Wer  schon beim Hausbau oder Umbau um seine Kinderwünsche weiß, kann dies vielleicht beim Gestalten des Bades berücksichtigen. Vor allem, wenn ohnehin zwei Waschbeckenplätze geplant sind. Wieso den zweiten Waschplatz also nicht niedriger planen, in Kindergröße. Dieser IKEA-Hack hat mir sehr gut gefallen und kann sicherlich auch mitwachsend gestaltet werden, so dass irgendwann beide Waschbecken wieder gleich hoch sind. Ich finde die Idee wirklich ganz toll und auch hier ist wieder ein Wasseranschluß vorhanden.

Aufklappbarer Hocker

Ganz toll fand ich auch die Idee mit dem verstecken Waschtischbei StinesZuhause. Wird der Waschtisch nicht gebraucht, wird der Deckel herunter geklappt und man hat einen Hocker auf dem man sich Setzen kann bzw. Wäsche, Handtücher usw. ablegen kann. Sinnvoll wären dann kleine Utensilos die man eventuell an der Seite einhängt, um dort alle wichtigen Waschutensilien schon griffbereit zu haben, damit dieser nicht immer erst wieder hingeräumt werden müssen. Eine jedenfalls sehr platzsparende Idee, wie ich finde.

Die Stuhlvariante

Ganz oft nachgebaut wird mittlerweile der Stuhl-Waschtisch. Hier habe ich ganz viele Varianten für euch gefunden. Der Vorteil hierbei ist ganz augenscheinlich, dass ein Grundgerüst schon vorhanden ist und nur noch wenig gebaut werden muss. Ein Loch für die Waschschüssel, einen Spiegel an die Rückenlehne kleben, Hacken an die Seite und was ich auch ganz sinnvoll finde, wenn der Stuhl schon Querstreben an den Beinen hat, kann man hierauf noch ein Brett oder ein Tablett/ kleine Holzkiste (wie bei Mullemuck gesehen) legen und hat so eine zusätzliche Lagerfläche für kleine Handtücher, den Krug usw.

Das IKEA-Regal als Waschtisch

Es gibt einige kleine IKEA-Regale, die sich prima eignen um auch als Waschtisch verwendet zu werden. Diese habe ich bei TigersAbenteuer, Emil und Mathilda und Madame Kunderbunt entdeckt. Hier wurden auch keine Löcher für die Waschschüsseln verwendet, sondern einfach oben drauf gestellt. Hier kommt es sicherlich auf eine gute Standfläche an und wie schwer die Schüsseln sind, damit sie nicht zu einfach kippen können.

Das gekaufte Kinderwaschbecken

Dieses Kinderwaschbecken ist aus Plastik und vielleicht auch nicht sonderlich schön. Aber auch hier sind wir wieder bei vorhandenen Möglichkeiten. Es muss handwerklich nichts gebaut werden und es ist absolut platzsparend. Um eventuell nicht noch mehr neues Plastik in Umlauf zu bringen, kann man dafür Flohmärkte oder auch die Kleinanzeigen durchforsten, hier werden immer wieder welche verkauft.

Getränkespender als Wasserhahn

Auch hier sieht man wieder, viele Eltern, viele Ideen und Lösungswege. Daher möchte ich euch diese unbedingt zeigen. Bei Milk Eyes wurde einfach ein großer Getränkespender zum Waschtisch dazu gestellt und dient somit als Wasserhahn-Ersatz.

Oder eben selbst gebaut

Natürlich gibt es auch immer wieder die begabten Heimwerker, die sich hieren Waschtisch selbst bauen mit vielen kleinen Variationen und tollen Umsetzungen. Hier wurde auch wieder ein IKEA-Regal als Grundgerüst verwendet, aber noch eine Rückwand ergänzt, um einen großen Spiegel anzubringen. Bei dieser Variante gefällt mir das kleine Ablagebrett und hier mag ich die kleinen Spots die zusätzlich angebracht wurden, so dass das Kind den vollen Durchblick hat. Sehr süß gemacht.



Ihr seht, es gibt wirklich eine Vielfalt an Möglichkeiten, eigenen Interpretationen und Umsetzungen. Es werden vorhandene Möglichkeiten genutzt,es wird selbstgebaut, es werden Möbel als Grundelemente verwendet oder man kauft es eben. Bei Dawanda gibt es auch die Stuhlvariante käuflich zu erwerben, habe ich gesehen. 
Schlußendlich eint uns alle, wir wollen unseren Kindern Möglichkeiten geben selbstständig zu sein. Wichtige Handgriffe der täglichen Körperpflege lernen zu können, um somit zu wachsen. Wachsen an wichtigen Erfahrungen, Handgriffen, Wissen und Selbstwertgefühl. 


























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Sonntag, 8. Januar 2017

Hilf mir, es selbst zu tun.... und wenn mein Kind nicht will?

Schon in der Schwangerschaft mit dem Sohn wusste ich, ich will meinem Kind wenig Hindernisse in den Weg stellen. Und das meine ich im wirklich, wie auch im übertragenen, Sinne. Keine Gitter, wo sie nicht wirklich zwingend nötig sind, vermeidbare Situationen, die immer wieder zu Diskussionen führen würden, die das Kind garnicht verstehen kann. Keine Neins, die nicht wirklich sein müssen.

Ich wollte meinem Kind so viel Raum wie möglich geben, um sich selbst entfalten und entwickeln zu können. Als der Sohn dann schon auf der Welt war, entdeckte ich die Lehren von Maria Montessori und damit wohl auch ihr berühmtestes Zitat, welches so ziemlich jeder mit ihr in Verbindung bringt:

Hilf mir, es selbst zu tun. Zeige mir, wie es geht. Tu es nicht für mich. Ich kann und will es allein tun. Hab Geduld meine Wege zu begreifen. Sie sind vielleicht länger, vielleicht brauche ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche machen will. Mute mir Fehler und Anstrengung zu, denn daraus kann ich lernen.

Ich vertiefte mich seit dem in viele Texte von Maria Montessori, stellte fest, dass ich einiges schon ganz intuitiv übernommen habe und baute dies weiter, mit den Möglichkeiten, die ich habe, aus. Die Neugierde meines Sohnes, der Tatendrang und die Schaffenskraft, ebenso die unkomplizierte Beziehung zwischen uns Beiden, zeigte mir, ich lag damit richtig.
Ich bewunderte in vielen Blogs und Gruppen, was Kinder schon alles können, wenn ihnen die Gelegenheit und der Raum dafür gegeben wird. Es war einfach augenöffnend! Und doch gab und gibt es bei uns Dinge, bei denen ich mich von Beginn an schon fragte, wieso klappt das nicht? Wieso will der Sohn das nicht alleine machen? Ist es nicht der tiefste innere Wunsch unserer Kinder, erwachsen zu werden, selbstständig zu sein, alleine handeln und denken zu können?

Auch Jesper Juul bestätigte das in seinen Texten und hielt dazu fest:

Die beste Faustregel ist die, dass man niemals etwas für das Kind tut, was dieses auch alleine tun kann.

Was ist aber, wenn das Kind es erst garnicht tun will? Der Sohn zeigte lange, lange Zeit garkeine Interesse daran sich selbst An- oder Ausziehen zu wollen. Das ging schon als Baby los. Wo andere Kinder ständig ihre Socken auszogen, wieder und wieder und davon ganz angetan waren, ließ er alle Socken genau da, wo sie hinsollten, nämlich am Fuß. Beim Ausziehen oder Anziehen mitzuhelfen, das tat er irgendwann, aber selbst? Das er es eigentlich alleine konnte bzw. kann, stellte ich immer zufällig fest. Wenn er ganz schnell in die Badewanne wollte oder die Dusche, plötzlich war die Hose aus, die Socken usw..... oder wenn ich gerade mit etwas beschäftigt war und nebenbei erwähnte, er könnte sich schon anziehen, damit wir dann auch schnell rauskönnen auf den Spielplatz, da zog er sich an. Es waren immer Momente in denen ich garnicht damit rechnete, die mir zeigten "Aha, da kann mein Kind doch mehr, als er eigentlich zugibt!" Denn grundsätzlich hörte ich immer "Ich kann das nicht!"

Gleiches kann ich auch auf viele weitere alltägliche Situationen übertragen. Wir sollen mit ihm zur Toilette gehen. Ihm die Hände waschen. Die Zähne putzen. Ihn die Treppe hochtragen. Und Laufen ist grundsätzlich doof, langweilig und am Besten ist es doch wenn er getragen werden würde. Der Sohn wäre mit 4 Jahren, eines dieser Kinder, dass sich immer noch gerne im Kinderwagen schieben lassen würde.

Ich war wirklich überfragt. Wieso will mein Kind, das alles nicht alleine machen? Ich hab ihm doch nie die Möglichkeiten verwehrt, es selbst zu tun. Oft liest man schließlich, würde man seinem Kind alles abnehmen, ihnen dabei vielleicht sogar vermitteln, sie können das schließlich noch nicht, dass diese Kinder es eben irgendwann einfach sein lassen. Tja, und nun? Irgendwann war ich auch genervt. Ich kam mir manchmal wie ein kleiner Haussklave vor, der dem Sohn in allen Belangen zu Diensten sein sollte. Das kann doch nicht sein?

Schließlich las ich einen Artikel auf einem meiner absoluten Lieblings-Elternratgeber-Seiten: "Das gewünschteste Wunschkind" schrieb über Aufmerksamkeit und über die "Die fünf Arten von Liebe bzw. Aufmerksamkeit" und da war die Lösung. Plötzlich viel mir alles wie Schuppen von den Augen und alle Puzzleteile ergaben endlich ein Bild. Mein Sohn füllte seinen Liebes- und Aufmerksamkeitstank dadurch, dass er bei so vielen Dingen, wie möglich um Hilfe bat. Und zwar eben NICHT, weil er es nicht konnte, sondern weil er weiß, in diesem Moment, in dieser Situation, sind wir ganz für ihn alleine da. Er bekommt dabei nicht nur die völlige Aufmerksamkeit, sondern auch direkt Nähe und vielleicht die eine oder andere zuätzliche Kuscheleinheit. Und mir taten plötzlich all die Situationen leid, in denen ich so genervt war, wenn mich mein Sohn schon wieder für eine Kleinigkeit um Hilfe bat:

Leider haben es Kinder in der Regel schwer, wenn sie vom Hilfe-Aufmerksamkeitstyp sind, weil in unserer Gesellschaft schnelle Unabhängigkeit ein sehr befördertes Erziehungsziel ist. Kinder sollen schnell allein einschlafen, schnell selber essen, sich schnell selber anziehen... Eltern und Erzieher fördern und fordern das stark. Daher hören Kinder immer wieder: "Mach das bitte selbst". Wenn Du also ein Kind hast, das gerne Hilfe bekommt, dann sieh Deine Hilfe einfach als Kraftstoff für den Liebestank. Ja - Dein Kind könnte, wenn es wollte, es will sich aber viel lieber Deiner Liebe versichern.
  
Und auch in ihrem Buch "Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn: Der entspannte Weg durch Trotzphasen " (UNBEDINGT lesen!!! Da steht noch viel mehr zu diesem Thema!) schreiben Danielle und Katja darüber:
  
Denn der Mensch ist darauf ausgerichtet, sich weiterzuentwickeln und nach Selbstständigkeit zu streben - kein Kind möchte in der Baby- oder Kleinkindphase verharren. Alle stillen sich irgendwann ab, schlafen irgendwann im eigenen Bett und ziehen sich irgendwann auch selbstständig an. 
Wenn wir unseren Kindern morgens beim Anziehen helfen, dann lassen wir sie damit noch ein bisschen Körperkontakt und Liebe tanken und zeigen ihnen, wie freundliches Miteinander funktioniert. Nämlich nicht mit Druck und Drohungen, sondern indem man selbst mit anpackt, um das gemeinsame "projekt" zum Gelingen zu bringen. Wir leben Kooperation vor.

Damit schliesst sich wieder der Kreis zu den Lehren von Maria Montessori. Zu dem Streben jedes Kindes, erwachsen zu werden. Und auch meine Beobachtungen, die ich selbst gemacht habe, dass der Sohn vieles schon lange konnte bis ich es mal durch Zufall wahrnehmen durfte. Was ich aber auch feststellen konnte und das ist das, was Danielle und Katja in ihrem Artikel auch beschreiben, ist dass viele von uns meist Mischtypen bezüglich des Aufmerksamkeits- und Liebestanks sind. Auch dem Sohn gelingt es mehr "alleine zu tun", wenn sein Tank bis an die Decke gefüllt ist. Füllen kann ich diesen natürlich durch viel ungeteilte Aufmerksamkeit beim Spielen, Kuscheln, Vorlesen usw. Aber wie sicherlich jeder von uns weiß, nicht immer ist das im Alltag so machbar. An manchen Tagen geht dies einfach unter. Die Zeit dafür ist knapp. Und so kann es passieren, dass der Sohn am Tagesanfang noch so ziemlich alles alleine macht und gegen Ende des Tages, sicherlich auch geschuldet durch Müdigkeit und auch den vielleicht geleerten Aufmerksamkeitstank, plötzlich wieder bei jeder Kleinigkeit Hilfe benötigt. Auch sehr auffällig ist dies, wenn der Papa endlich nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommt, denn von diesem hat der Sohn an dem Tag bisher noch keine Aufmerksamkeit bekommen. Hier kann es nun immer etwas kritisch werden. Der Sohn will Aufmerksamkeit, der Papa will vielleicht erst mal runter kommen... ihr versteht?
Der Mann und ich erinnern uns in vielen solcher Situationen oft auch gegenseitig an den Liebestank. Wenn die Tochter den ganzen Tag an mir hing und mich voll forderte, muss ich schon sehr tief Luft holen, wenn mein Sohn dann noch plötzlich nichts mehr alleine kann... dann flüstert mir der Mann zu "Denk dran, er braucht dich. Das ist seine Art um Liebe zu bekommen." Puh! Ja, ich weiß und trotzdem ist es schwierig. Denn genau wie oben steht, dieser Hilfe-Aufmerksamkeits-Typ hat es in unserer schnelllebigen Gesellschaft wirklich nicht immer leicht, gerade wenn man doch weiß, der Gegenüber kann das doch eigentlich, oder?

Aber, wie wäre es... wenn ich spätabends schwer und müde auf der Couch liege und mir die Augen zufallen... wie oft habe ich da im Scherz schon zu meinem Mann gesagt "Trag mich hoch!" oder wie war es vorgestern: Nachdem die Tochter endlich schlief und ich mich auf die Couch plumsen ließ, bat ich den Mann darum mir doch bitte einen warmen Kakao zu machen.... hätte ich auch alleine machen könnnen, natürlich, aber ist es nicht so schön, umsorgt zu werden? Eine Art Liebesbeweis?

Ja, ich kann den Sohn sehr gut verstehen und so fällt es mir nun doch viel leichter, ihm die Hilfen zu geben, nach denen er verlangt und wenn es mir nicht möglich ist, wie ich dann mit seinem Frust umgehen kann. 

"Hilf mir, es selbst zu tun" ist ein wichtiger Leitsatz und ich werde auch weiterhin nicht uneingefordert Hilfe anbieten. Mit den jetzigen Erkenntnissen, werde ich aber auch nicht denken müssen, ich nehme meinem Kind zuviel ab. Ich muss nicht darüber nachdenken, ob ich mich falsch verhalte, wenn ich nachgebe, bei Dingen, die er alleine könnte. Ich muss einfach nur wissen, mein Kind braucht mich jetzt, um Liebe zu tanken , um sich geliebt zu fühlen. Sonst nichts und das ist so viel und so wichtig.

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