Freitag, 17. April 2015

Übung für die Handkoordination

Diese Übung hatte ich schon vor einer Weile auf meinem Laptop abgespeichert, damals leider noch ohne Verweis woher diese tolle Idee stammt. Ich hoffe, ich stolpere im Netz irgendwann mal wieder darüber und kann die Quelle ergänzen. 

Für unsere Kinder sind die Übungen des täglichen Lebens eine Vorbereitungen auf den wirklichen Alltag, auf den Umgang mit Gegenständen und Handlungsweisen darin. Schaut man sich also gerade einmal die Küche an, gibt es viel unterschiedliches Zubehör, dessen Umgang erlernt werden muss.

Zum einen haben wir hier die Knoblauch-Presse. Diesen Vorgang des Pressens kann man z.B. mit zurecht geschnittenen Schrubbschwämmchen und Wasser üben. Ich habe das Wasser in unserer Übung rot gefärbt, so dass dieses beim Auspressen deutlicher gesehen werden kann und auch die Menge die schon ausgepresst wurde besser zu erkennen ist.

Das Tablett wird immer so angerichtet, dass die Tätigkeit von links nach rechts ausgeübt werden kann. Also im Grunde wie die spätere Schreib- und Leserichtung. Dies baut somit schon auf spätere Lernfelder auf. Die Presse oder auch bei anderen Übungen der Löffel, Zange usw. wird bei Kindern, die noch keine Lieblingshand, bzw. Nutzhand ausgebildet haben, in die Mitte des Tabletts, zwischen die Schüsseln gelegt. So kann das Kind selbst entscheiden. Wichtig ist dann auch, dass wir beim Vormachen der Übung sinnvollerweise, auch unsere Nutzhand hin und wieder wechseln. So schauen sich die Kinder nicht einfach nur die Nutzung der rechten Hand ab, die meisten von uns sind ja Rechtshänder, sondern es sieht beide Möglichkeiten, was ihm bei der Findung der eigenen bevorzugten Hand hilft.

Beim Vormachen der Übung wird regulär der komplette Ablauf gezeigt. Holen des Tabletts, die Übung bis zum Schluß, also wie wird sie beendet, was ist das Ende und auch das Wegbringen des Tabletts. Bei älteren Kindern die schon vieles verinnerlicht haben, reicht auch oft nur ein kurzes Vormachen oder sie möchten sich komplett selbst ausprobieren, so dass ein reines Beobachten von uns zunächst in Ordnung ist. Merken wir dabei, dass eine Handlungsweise nicht korrekt ausgeführt wird und das Kind so ins Stocken gerät, warten wir ab. Wir reden nicht hinein, weil wir das Kind nur ablenken würden. Erst wenn es um Hilfe bittet, führen wir die Tätigkeit vor. Oder wenn es garnicht um Hilfe bittet, werden wir beim nächsten Mal, wenn das Kind die Übungen wieder machen möchte, zunächst aufzeigen, diese selbst vorzumachen, damit es das Kind sehen kann. Wir müssen dabei eigentlich nicht reden, das Kind wird genau zuschauen und erkennen, was wir anders machen als es selbst.

Die Übung des Wasserauspressens ist nicht nur eine gute Schulung der Feinmotorik und der Hand-Augen-Koordination. Es werden dabei auch die Muskeln der Hände gestärkt.






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