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Freitag, 28. April 2017

45 wundervolle (montessori-inspirierte) Waschtisch-Ideen!


Vor mehr als 5 Wochen zeigte ich euch ein Bild auf Instagram und Facebook, auf dem ihr meine Tochter an ihrem Waschtisch stehend Zähneputzen, sehen konntet. Ihr wart alle so sehr davon begeistert, dass ich mich direkt daran machte, euch noch weitere Waschtisch-Ideen zu sammeln und vorstellen zu wollen. Denn wie immer gibt es nicht nur eine mögliche Umsetzung, sondern hier spielen immer die vorhandenen Gegebenheiten, Materialien und finanziellen Mittel eine Rolle.

Unseren Waschtisch hatten wir damals für den Sohn gebaut und wurde für die Tochter aufbewahrt, bis sie nun mit ihren 14 Monaten bereit dafür war. Die Artikel die ich über unseren Waschtisch schon geschrieben habe, könnt ihr hier nachlesen:


Die Freude meiner Tochter nun selbst für sich Sorge zu tragen, sich alleine die Hände waschen zu können, sich dabei im Spiegel zu betrachten, sich die Zähne alleine zu putzen, war groß. Man hat es ihr so sehr angesehen, wie stolz sie war und mit wieviel Begeisterung sie ihren Waschtisch angenommen hat. Die ersten Tage zeugten davon, dass sie eigentlich nicht mehr vom Waschtisch wegwollte. Jeder Schritt musste immer und immer wieder geübt und wiederholt werden. Ganz typische Montessori-Momente, die man einfach nur staunend begleiten kann, in dem man sich soweit es geht zurück nimmt.


Wichtig bei der Auswahl des Zubehörs ist immer auch die Größe. Die Seife habe ich z.B. in 4 Teile geschnitten. So ein kleines Stückchen kann nun viel einfacher in den kleinen Kinderhänden gehalten werden.

Trotzdem ist es wichtig dabei zu bleiben, um auch die richtige Vorgehensweise beim Waschen, beim Putzen, beim Umgang mit unserer wichtigsten Ressource Wasser, zu erlernen.
Für uns war und ist es toll unseren Kindern fließendes Wasser durch den Anschluß an die Badewannen-Armatur zu ermöglichen. Es ist ein Stück mehr Selbstständigkeit, ein Teil weniger, den wir als Eltern anfangs übernehmen müssten, wenn wir z.B.einen Krug oder die Schüssel für sie füllen. Sie können direkt lernen wie ein Wasserhahn funktioniert, diesen wieder zu Schließen während des Zähneputzens usw. Ich führe Schüttübungen lieber in der Küche/ im Wohnbereich mit meinen Kindern durch, dort wo sie Alltag eigentlich auch zu finden sind.

Zudem ist unsere Waschtischvariante sehr platzsparend. Da sie auf der Badewanne aufliegt, stellt sie mir keine weitere wichtige Fläche im Bad zu, die wir nicht hätten. Und auch mit Waschtisch können die Kinder beide problemlos baden. Wir müssen ihn also nicht extra herausheben. Wir Eltern duschen sowieso lieber. Und auch wenn wir einzeln baden würden, stört auch hier der Waschtisch nicht. Im Gegenteil, er ist sogar eine prima Ablagefläche während des Badens.

Aber wie ich zu Anfang schon schrieb, jede Familie hat eine andere Ausgangssituation und so habe ich mich für euch einmal im Internet umgeschaut und einige tolle Ideen gesammelt, die euch vielleicht für euren eigenen Kinder-Waschtisch inspirieren könnten.

Alle von mir gefundenen Ideen findet ihr in meinem Pinterest-Board "Kinderwaschtisch" und einige davon möchte ich jetzt nochmal gezielt herausnehmen, da mir die Umsetzung besonders gut gefallen hat:

Vorhandenes Bidet nutzen

Ich weiß nicht, ob Bidets noch wirklich neu verbaut werden, aber sicherlich gibt es diese noch in einigen Altbauwohnungen. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie wir immer zum Zähneputzen um das Bidet herumstanden, wenn wir bei unserer Oma übernachtet haben. Eigentlich logisch, die Höhe und Größe passt. Bei Chroniques d’une globe-têteuse wird ein toller Aufbau um das Bidet herum gezeigt, welcher dann als Waschtisch für das Kind verwendet werden kann. So wird Vorhandenes wunderbar integriert und es muss nicht zusätzlich neuer Platz geschaffen werden.
Hier habe ich ein käufliches Kinderwaschbecken entdeckt, welches man wohl auch auf das Bidet aufsetzen kann. Leider von mir nicht erprobt, aber ich wollte es nicht unerwähnt lassen.

Das zweite Waschbecken niedriger planen

Wer  schon beim Hausbau oder Umbau um seine Kinderwünsche weiß, kann dies vielleicht beim Gestalten des Bades berücksichtigen. Vor allem, wenn ohnehin zwei Waschbeckenplätze geplant sind. Wieso den zweiten Waschplatz also nicht niedriger planen, in Kindergröße. Dieser IKEA-Hack hat mir sehr gut gefallen und kann sicherlich auch mitwachsend gestaltet werden, so dass irgendwann beide Waschbecken wieder gleich hoch sind. Ich finde die Idee wirklich ganz toll und auch hier ist wieder ein Wasseranschluß vorhanden.

Aufklappbarer Hocker

Ganz toll fand ich auch die Idee mit dem verstecken Waschtischbei StinesZuhause. Wird der Waschtisch nicht gebraucht, wird der Deckel herunter geklappt und man hat einen Hocker auf dem man sich Setzen kann bzw. Wäsche, Handtücher usw. ablegen kann. Sinnvoll wären dann kleine Utensilos die man eventuell an der Seite einhängt, um dort alle wichtigen Waschutensilien schon griffbereit zu haben, damit dieser nicht immer erst wieder hingeräumt werden müssen. Eine jedenfalls sehr platzsparende Idee, wie ich finde.

Die Stuhlvariante

Ganz oft nachgebaut wird mittlerweile der Stuhl-Waschtisch. Hier habe ich ganz viele Varianten für euch gefunden. Der Vorteil hierbei ist ganz augenscheinlich, dass ein Grundgerüst schon vorhanden ist und nur noch wenig gebaut werden muss. Ein Loch für die Waschschüssel, einen Spiegel an die Rückenlehne kleben, Hacken an die Seite und was ich auch ganz sinnvoll finde, wenn der Stuhl schon Querstreben an den Beinen hat, kann man hierauf noch ein Brett oder ein Tablett/ kleine Holzkiste (wie bei Mullemuck gesehen) legen und hat so eine zusätzliche Lagerfläche für kleine Handtücher, den Krug usw.

Das IKEA-Regal als Waschtisch

Es gibt einige kleine IKEA-Regale, die sich prima eignen um auch als Waschtisch verwendet zu werden. Diese habe ich bei TigersAbenteuer, Emil und Mathilda und Madame Kunderbunt entdeckt. Hier wurden auch keine Löcher für die Waschschüsseln verwendet, sondern einfach oben drauf gestellt. Hier kommt es sicherlich auf eine gute Standfläche an und wie schwer die Schüsseln sind, damit sie nicht zu einfach kippen können.

Das gekaufte Kinderwaschbecken

Dieses Kinderwaschbecken ist aus Plastik und vielleicht auch nicht sonderlich schön. Aber auch hier sind wir wieder bei vorhandenen Möglichkeiten. Es muss handwerklich nichts gebaut werden und es ist absolut platzsparend. Um eventuell nicht noch mehr neues Plastik in Umlauf zu bringen, kann man dafür Flohmärkte oder auch die Kleinanzeigen durchforsten, hier werden immer wieder welche verkauft.

Getränkespender als Wasserhahn

Auch hier sieht man wieder, viele Eltern, viele Ideen und Lösungswege. Daher möchte ich euch diese unbedingt zeigen. Bei Milk Eyes wurde einfach ein großer Getränkespender zum Waschtisch dazu gestellt und dient somit als Wasserhahn-Ersatz.

Oder eben selbst gebaut

Natürlich gibt es auch immer wieder die begabten Heimwerker, die sich hieren Waschtisch selbst bauen mit vielen kleinen Variationen und tollen Umsetzungen. Hier wurde auch wieder ein IKEA-Regal als Grundgerüst verwendet, aber noch eine Rückwand ergänzt, um einen großen Spiegel anzubringen. Bei dieser Variante gefällt mir das kleine Ablagebrett und hier mag ich die kleinen Spots die zusätzlich angebracht wurden, so dass das Kind den vollen Durchblick hat. Sehr süß gemacht.



Ihr seht, es gibt wirklich eine Vielfalt an Möglichkeiten, eigenen Interpretationen und Umsetzungen. Es werden vorhandene Möglichkeiten genutzt,es wird selbstgebaut, es werden Möbel als Grundelemente verwendet oder man kauft es eben. Bei Dawanda gibt es auch die Stuhlvariante käuflich zu erwerben, habe ich gesehen. 
Schlußendlich eint uns alle, wir wollen unseren Kindern Möglichkeiten geben selbstständig zu sein. Wichtige Handgriffe der täglichen Körperpflege lernen zu können, um somit zu wachsen. Wachsen an wichtigen Erfahrungen, Handgriffen, Wissen und Selbstwertgefühl. 


























*Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links

Dienstag, 14. März 2017

Mithelfen wollen von Anfang an! (Aktuell mit 14 Monaten)

Letzte Woche erschienen bei Susan von Emil und Mathilda und Susanne von Geboren Wachsen fast zeitgleich Artikel zum Thema "Mithelfen". Also, ab wann Kinder denn im Alltag mithelfen können.
Noch immer ist dies ein großes Thema bei Eltern und die damit verbundene Ratlosigkeit. Zunächst sind die Kinder zu klein, da können sie doch noch nicht mithelfen und irgendwann sind sie groß genug dafür... oder etwa nicht? Was ist zu klein, was ist groß genug?

Sobald die Kleinen mobiler werden und auch die motorischen Fähigkeiten zunehmen, beginnt die magische Anziehung. Das Mithelfen wollen. Sie sehen uns Erwachsenen genau zu und beginnen zu verstehen. Schon früh, reichte mir die Tochter Kleidung aus den Wäschekörben, da konnte sie gerade mal gut sitzen und etwas krabbeln. Als sie sich Hochstellen konnte, wollte sie beim Trockner Ein- und Ausräumen helfen.
Mit ihren 14 Monaten kann sie nun endlich laufen. Für sie eine absolute Erleichterung, so scheint mir, denn es wirkt, als hätte sie nur darauf gewartet. Sie will noch mehr helfen, noch mehr lernen und verstehen. 
Noch bevor ich selbst Kinder bekommen habe, hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass ein 14 Monate altes Kind mithelfen will bzw. auch mithelfen kann. Erst als ich die Lehren von Maria Montessori entdeckte, stellte ich fest, wie wichtig dieses "Helfen wollen" für die Kinder eigentlich ist. Für ihre Entwicklung. Körperlich, geistig. Für das Selbstbewusstsein.

Aber was kann denn ein 14 Monate altes Kind wirklich tun? Wo kann es mithelfen? Für uns Erwachsene fällt es da schwer umzudenken. Nicht nur, darin passende Möglickeiten/Teilaufgaben zu sehen, sondern auch Zurückzuschrauben. Wir wollen alles zack-zack erledigen, zur nächsten Aufgabe übergehen und einfach "fertig werden". So ist das mit Kindern natürlich nicht möglich. Wir müssen lernen uns viel mehr Zeit zu lassen und auch zu akzeptieren, dass das Ergebnis am Ende gerade am Anfang des Lernens, nicht so aussehen wird, wie wir uns das Wünschen würden. Wir müssen dann auch lernen, dieses Ergebnis zu lassen, nicht ständig zu korrigieren. Das würde einfach demotivierend sein.

Wo hilft mir meine kleine Tochter als nun? Welche Aufgaben kann ich sie übernehmen lassen? Wichtig dabei ist, zu beobachten! Wo sehe ich, dass meine Tochter etwas tun möchte? Kann ich sie das übernehmen lassen? Lasse ich sie es einfach mal probieren und warte ab! Braucht sie beim nächsten Versuch vielleicht eine Hilfe, ein Zwischenschritt? Ich sehe, was meine Tochter tun möchte und gebe ihr den Raum dafür. Schon alleine dadurch werde ich erkennen, was mein Kind tun kann. Egal in welchem Alter!

Hilfe bei der Wäsche

Wie schon geschrieben, ich bekomme von meiner Tochter Hilfe beim Wäsche waschen. Sie hilft beim Einräumen in die Waschmaschine oder dem Trockner, ebenso beim Ausräumen. Sie möchte auch die Maschinen starten bzw. vorher die Türen selbst schließen. Sie hat durch den niedrigen Wäscheturm die Möglichkeit das Aufhängen von kleinen Kleidungsstücken zu üben oder reicht mir diese. Das Reichen geht später beim Wäsche-Zusammenlegen weiter. Ich stelle den Korb auf den Boden, so dass meine Tochter die Wäsche erreichen kann. Sie nimmt die Wäschestücke einzeln und bringt mir diese damit ich sie dann Zusammenlegen kann.  

Hilfe in der Küche

Sie hilft mir schon seit vielen Monaten beim Ausräumen der Spülmaschine. Beim Öffnen entnehme ich zügig alle scharfen Messer oder Küchenhelfer und dann kann sie loslegen. Meistens reicht sie mir noch alles. Hin und wieder weiß sie schon wohin etwas geräumt werden muss und bringt es selbst dort hin.
Nach dem Essen wird Tisch, Hochstuhl und dann der Boden darunter feucht abgewischt. Vor wenigen Tagen signalisierte sie, dass sie mithelfen möchte. Sie streckte mir ihre kleinen Händchen entgegen und fixierte das Tuch in meiner Hand. Also gebe ich ihr seit dem, ihr eigenes Tuch und sie "wischt" mit. Auch hier sieht sie, dass ich das Tuch mehrfach ausspüle und möchte das dies mit ihrem Tuch auch gemacht wird. Noch reicht sie es mir dafür. Ich denke hier werde ich irgendwann eine Schüssel in ihrer Höhe anbieten müssen, damit sie die Schritte alleine tun kann, auch das Auswringen des Tuches. Das kommt alles nach und nach, wie ihre Entwicklung dies erlaubt.
Sie möchte beim Zubereiten des Essens helfen. Hier kann ich ihr die geschälten und in Stücke geschnittenen Möhren reichen, die sie dann selbst in den Topf gibt. Auch schon abgemessene Zutaten können so von ihr in die Schüsseln getan werden. Gehen wir zusammen an die Gefriertruhe, möchte sie die schweren Packungen selbst wieder nach oben tragen. Töpfe aus den Schränken möchte sie mit mir zum Herd bringen.
Gemüse und Obst können von ihr abgewaschen werden. Hier verweise ich wieder auf den wunderschönen Blogbeitrag von Emil und Mathilda.

Hilfe bei den Haustieren

Irgendwann wollte ich darüber mal einen eigenen Blohbeitrag schreiben, denn ich finde Haustiere passen sehr gut zu den Lehren von Maria Montessori und dem Wachsen an Aufgaben. Immer mehr können die Kinder hier helfen und übernehmen und durch die Versorgung bedürftiger Lebewesen lernen fürsorglich und bedacht zu sein.
Meine Tochter hilft hier schon beim Ausmisten der Meerschweinchen, mehr oder weniger.... jedenfalls möchte sie mit ihrer kleinen Schippe auch helfen. Sie verteilt das frische Einstreu und das Heu. Sie hilft beim täglichen Füttern von Gemüse und Kräutern. Sie trägt die Schüsseln danach wieder in die Küche und macht auf meine Bitte die Kühlschranktür wieder zu, wenn ich alles darin verstaut habe. Sie schnalzt schon ganz wunderbar mit der Zunge, um die Meerschweinchen anzulocken und zu Signalisieren, es gibt Essen. Gerade beim Ausmisten muss man sich bewusst sein, dass man selbst und das eigene Kind am Ende paniert ist mit Sägespänen und dass das Aufräumen und Aufsaugen natürlich deutlicher länger dauern wird, aber das wird mit dem Lernen und Trainieren der Fähigkeiten immer besser werden. Wie soll es auch sonst, wenn man nicht üben könnte?

Hilfe im Haushalt

Findet die Tochter irgenwelche Fusseln oder Stückchen auf dem Boden hebt sie diese auf. Zu Anfang drückte sie diese uns in die Hand. Nun weiß sie, wohin Abfall gehört und läuft schnurgerade zum Mülleimer. Da sie die Tür aber noch nicht aufbekommt, müssen wir dies für sie tun. Tropft beim Ausräumen der Spülmaschne oder beim Trinken Wasser auf den Boden holt sie das Handtuch und wischt es auf. Hier habe ich dies zunächst immer wieder gezeigt und ihr auch durch das Reichen des Handtuches angeboten es selbst zu tun. Irgendwann macht es klick und unsere Kinder verstehen die Zusammenhänge. Es Bedarf der Wiederholung. Gerade die Wiederholung wird auch manchmal schwer für uns sein. Es ist frustrierend wenn die Wäsche komplett im Trockner und die Aufgabe damit "fertig" ist. Wenn die Mama nicht will, das der Boden mit Wasser geflutet wird, um immer und immer wieder Aufzuwischen. Wiederholung ist wichtig für unsere Kinder, so festigen sich die Handgriffe und das Verstehen der Zusammenhänge. Das ist wichtig für uns zu wissen, so könnne wir mit diesen Situationen gelassener umgehen. Und es zeigt auch warum uns die Kinder immer und immer wieder helfen wollen. 

Für unser Kinder ist Hausarbeit nicht langweilig. Wir müssen kein schlechtes Gewissen haben, wenn es Tage gibt an denen wir gefühlt nur mit Haushalt beschäftigt sind und unsere Kinder uns dabei helfen. Meine Tochter ist jedenfalls sehr glücklich und ausgeglichen, wenn sie mir wirklich nonstop helfen kann. Andere Dinge interessieren sie ohnehin kaum bis garnicht. Bei mir zu sein, zu lernen, zu beobachten, zu verstehen, zu helfen, zu tun. Das ist die innere Aufgabe der Kinder, das ist ihr Sein. Für uns mag Spielen im ersten Moment etwas völlig Anderes sein, davon lebt schließlich die Spielzeugindustrie. Aber kennen wir unsere Kinder, dann wissen wir, Arbeit ist für sie keine Arbeit, wie wir sie kennen. Arbeit ist Spielen und im Spielen lernen sie. Im Spielen wachsen sie. Unser Alltag ist ihre Kindheit. Und das müssen wir nicht als Ansporn sehen, den Kindern immer etwas zu bieten, an Ausflügen, neustem Spielzeug usw. Nein, es ist wirklich unser ganz normaler Alltag, der wichtig ist für unsere Kinder. Solange sie dabei sind, solange sie integriert sind, sich wichtig und gesehen fühlen. Und das, von Anfang an!

P.S.: Leider habe ich nur wenige Bilder von meiner kleinen Hilfe. Sie ist so schnell abgelenkt und ist dann mehr an der Kamera interessiert. Einige Schnappschüsse und Videos habe ich aber schon auf meiner Instagram-Seite gezeigt, vielleicht schaut ihr dort einfach mal vorbei.


Dienstag, 3. Juni 2014

Lebensmittelfarbe

Heute nur ganz kurz. Das Herzkind hat sich wohl am Wochenende irgendwo etwas eingefangen. Seit gestern hat er eine dicke Schmoddernase, neben seinem doofen Zahn der nicht raus will. Die Nacht war natürlich nicht so schön. Armes Herzkind und auch arme Mama. Muss man ja mal ehrlicherweise sagen!

Eine kleine Idee für euch:
Neben dem normalen Wasserspaß, kann auch etwas Farbe ins Spiel gebracht werden. Lebensmittelfarbe! Diese kann ihn verschiedenen Gefäßen angeboten werden. Das Herzkind tauchte die Gefäße erst mal ruckzuck unter, bevor ich ihm überhaupt zeigen konnte, was er damit machen kann. Danach wurde Rot direkt verschüttet. Blau konnte dann noch zum Einsatz kommen. Ehrlicherweise schien er auch ziemlich von den Schliff-Gefäßen fasziniert zu sein und es machte ihm Spaß sie zu füllen und zu verschließen.

Sind die Kinder etwas älter, können auch Pipetten angeboten werden, womit die Farben dann langsam zugegeben oder vermischt werden können. So baut sich langsam ein Verständnis für die Farblehre und die Mischbarkeit auf.





Samstag, 22. März 2014

Bewegung und Motorik

Immer wieder sprechen wir in der Montessori-Facebookgruppe darüber, was sinnvolle Anschaffung für unsere kleinen Zwerge ist bzw. was man sich zu bestimmten Anläßen für diese schenken lassen kann. 
Dabei kam die Sprache auf das Pikler-Dreieck. Ein stabiles langlebiges Kletterdreieck, welches schon den Kleinsten bei der Ausbildung ihrer Motorik und dem Körpergefühl unterstützt. Ich habe dann angefangen mich zu informieren und bin dabei auch über Kletterbögen gestolpert, welche mir ebenfalls sehr gefallen haben.
Nun behielt ich also die Kleinanzeigen im Auge und vor einer Woche wurde ein Angebot eingestellt, bei welchem ich sofort zuschlagen musste und dabei hoffte, dass es bitte noch da ist.

Es handelt sich um zwei Kletterbögen unterschiedlicher Größe, ein dazu passendes Motorikbrett und passende Adapter. Der Anbieter legte noch die Rechnung bei und schrieb den Shop dazu, von welchem er die Bögen und das Zubehör damals kaufte. So konnte ich zuvor bei den Miniminis stöbern und sehen, dass ist genau das Richtige für meinen kleinen Kletterzwerg!
Dabei zeigte sich zusätzlich: Ich hab mal wieder ein richtiges Schnäppchen gemacht! Keine Ahnung vor wievielen Jahren der Anbieter damals alles erstanden hatte. Auf seiner Rechnung stand als Gesamtbetrag etwas um die 500 Euro und nun kostet dort alles zusammen über 1000 Euro *schluck*... erstanden habe ich es für 280 Euro! 
Gestern konnte mein Mann alles abholen und wir stellten den kleineren Bogen sofort auf. Der Bogen wurde vom Herzkind direkt begutachtet und beklettert (die untersten Stufen). Heute legten wir das Motorikbrett dazu. Es gibt dafür ganz viele Verwendungsmöglichkeiten: Als Wackelbrett, als Wippe, als Steg zwischen beiden Bögen usw.
Durch die Schräge ließen wir zusammen Autos darauf fahren und später kletterte das Herzkind über das Brett zum Bogen. Und wir nutzen ihn auch schon als Höhle mit Decke darüber. Alle Teile sind wirklich sehr stabil und massiv verbaut. Wir werden daher sicherlich noch ganz viel Spaß damit haben.







Dienstag, 18. März 2014

Faktor Zeit

Einen Teil eines der bekanntesten Zitate von Maria Montessori habe ich hier rechts in meinem Blog stehen. Meist liest man davon sogar nur noch die Textstelle "Hilf mir, es selbst zu tun". Dabei sollte dieses Zitat wirklich im Gesamten erfasst werden:

Hilf mir, es selbst zu tun.
Zeige mir, wie es geht.
Tu es nicht für mich.
Ich kann und will es allein tun.
Hab Geduld meine Wege zu begreifen.
Sie sind vielleicht länger, vielleicht brauche
ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche
machen will.
Mute mir Fehler und Anstrengung zu
denn daraus kann ich lernen.
- Maria Montessori - 

In diesem Zitat wird sie schon genannt! Die Zeit! Für unsere beschleunigte Welt, mit unseren übervollen Terminkalendern ist Zeit ein wichtiges Gut und muss oft genau durchgeplant sein. Und damit kommen wir nun schon zu unserem unvermeidbaren Konflikt mit dem Kind. Kindern ist der Faktor Zeit völlig egal! Sie wissen nicht was das ist, sie leben nicht nach der Uhr. Sie leben im Hier und Jetzt. Und mal ganz ehrlich, macht uns das nicht alle auch einfach etwas neidisch? Ich würde gerne mal den Hintergedanken an die Zeit abschalten können und den Moment einfach nur mal aufsaugen und so stehen lassen.
Für unsere Erwachsene ist es daher oft schwierig einfach nur mal daneben zu stehen und unsere Kinder bei ihrem Tun zu beobachten. Wie sie Handlungen ausführen, Handgriffe üben und erproben. Es juckt uns in den Fingern, ihnen helfen zu wollen. Zum Einen, um es ihnen nochmals zu zeigen, vielleicht haben sie es ja noch garnicht verstanden. Und zum Anderen, wenn uns mal wieder die Zeit im Nacken sitzt.

Vollführt das Kind aber langsame Bewegungen, dann kann der Erwachsene gar nicht anders als einzugreifen und sich an die Stelle des Kindes zu setzen. 
Statt dem Kinde also bei seinem wichtigsten seelischen Bedürfnissen zu Hilfe zu kommen, ersetzt der Erwachsene die kindliche Übungen durch seine eigene Fertigkeit, wann immer das Kind versucht, Handlungen zu erlernen. Er versperrt damit dem Kind jeden Weg zur Bestätigung und wird selbst zum gewichtigsten Hindernis für dessen innere Entwicklung. 
- Maria Montessori -

Natürlich ist es in diesem Moment einfacher für uns, wir gelangen schneller an das erwünschte Ziel und haben Zeit gewonnen. Dem Kind dienen wir damit nicht, wir behindern es in seinem Lernprozess. Wir schieben diesen Lernprozess somit nur auf oder unterdrücken ihn vielleicht sogar gänzlich. Wir können dem Kind nicht auf Dauer alles abnehmen:

Alle wirklich wichtigen Schritte muss jeder Mensch alleine tun [...] 
So ist es auch beim Kind: Es selbst muss tun, denken und fühlen. Es selbst hat die wichtige Aufgabe, aus einem Neugebornen mit seinem vielen Möglichkeiten den einmaligen Erwachsenen aufzubauen, der in der Gesellschaft handlungsfähig ist. Diese Entwicklungsaufgabe kann das Kind nur erfüllen, wenn es eigenständig handeln kann. 
- Sigurd Hebenstreit - 

Es braucht Zeit um Handlungsabläufe zu erlernen. Es braucht Zeit bis ein Kind seine Handmotorik und die einzelnen Schritte miteinander verbinden kann und es somit ein Ganzes ergibt. Für uns Erwachsene ist es Routine, wir wissen garnicht mehr, wie komplex unsere ganzen Handlungsabläufe sind, wieviel Schritte in ihenen eigentlich stecken. Daher hier mal ein kleines Bespiel aus unserem Alltag: Kaffee kochen!

Ich habe extra mal die Zeit gestoppt, um erfassen zu können, wie lange ich dafür brauche und wielange ich mit dem Herzkind dafür brauche. Koche ich Kaffee, halte ich meine leckere schaumig dampfende Tasse nach 2:49 Minuten in den Händen und kann sie genießen. Mit Kind gliedert sich das etwas anders...

"Herzkind, kommst du, ich möchte eine Tasse Kaffee"... der Zwerg schiebt seinen Lernturm Richtung Kaffeemaschine... denn er ist ja noch zu klein, um direkt an die Maschine zu kommen. Ich räume derweil schon die Tasse aus dem Schrank, richte Kaffeepads und Zucker. Sobald er den Lernturm erklommen hat, macht sich der Zwerg daran den Zucker einzeln in die Tasse zu geben. Dabei zähle ich laut mit und sage, wieviel wir noch brauchen. "Ok, noch einen Würfel... danke, wir sind fertig.... nein, keinen weiteren Zucker mehr.... leg ihn zurück....." Als nächstes den Pad in die Maschine einlegen... "nicht zusammen knüllen... einfach reinlegen... genau... und nun Deckel runter und zumachen..." Als nächstes muss die Tasse unter die Maschine. Die Tasse ist etwas größer und muss erst schräg gehalten werden, damit sie darunter passt. Das ist etwas knifflig und braucht daher auch immer etwas mehr Zeit und dann darf das Herzkind ENDLICH den Knopf drücken. Den würde er am liebsten schon zig mal vorher drücken, nur dann läuft das heiße Wasser überall hin, nur nicht durch den Pad in die Kaffeetasse. "Noch nicht Start drücken... erst die Tasse drunter.... auch jetzt noch nicht Start drücken, erst den Pad.... stop, noch nicht starten.... Deckel zu.... *innerlich tief ein und ausatmen*... warte.... moment.... *puh*... ok, jetzt" Während dieser ganzen Zeit, bereite ich die Milch im Milchaufschäumer vor, diesen Schritt haben wir noch nicht eingebaut, erst muss mal das Kaffeekochen alleine klappen. Bis ich also meinen fertigen Kaffee in der Hand halten darf, vergehen zusammen mit dem Herzkind 6:41 Minuten! Ein ganz schöner zeitlicher Unterschied, aber eines habe ich nicht, wenn ich alleine meinen Kaffee koche: Ein wundervolles selbstzufriedenes Lächeln, wenn mir mein kleines Herzkind am Ende noch den Löffel in den Kaffee steckt, weil er weiß, er hat das alleine machen dürfen ♥






Donnerstag, 13. März 2014

Das Floor Bed lebe hoch!

Nun sind es schon wieder mehr als 4 Wochen seit wir auf das Floor Bed umgestellt haben und ich bin einfach nur begeistert und ärgere mich doch immer mal wieder warum ich nicht schon viel früher auf ein Floor Bed umgestiegen bin. Ja, warum habe ich mir denn überhaupt so ein doofes Gitterbett gekauft?!?
Grundsätzlich ist solch ein Bett absolut unnötig und mich hat es in den vielen Monaten zuvor nur viele, viele meiner Nerven gekostet. 
Mein Fazit nach 4 Tagen war schon vielversprechend. Wie weit sich das Schlafverhalten vom Herzkind wirklich verbessert hat, das hätte ich mir so nicht ausmalen können.

Schleichend hat es sich eingestellt und mittlerweile wird Nachts überhaupt nicht mehr gestillt. Wird der Zwerg wach und ruft nach uns, dann gehen wir (genau wir, also einer von uns. Denn nun schafft es auch mein Mann, dem Zwerg wieder in den Schlaf zu helfen, was vorher NIE klappte!) rüber, setzen uns zu ihm und reichen ihm seine Wasserflasche, sollte er sie nicht schon selbst gefunden haben. Dann trinkt er und schläft meist dabei schon fast wieder ein. Nach dem Trinken legt er sich entweder zügig zur Seite schläft mit ein wenig streicheln wieder ein oder manchmal müssen wir uns einfach auch noch zu ihm legen und er schläft kuschelnd ein. Natürlich gibt es auch Nächte, da findet er nicht mehr in den Schlaf, ist ganz unruhig und irgendwas quält ihn. Dann probieren wir aber auch nicht lange rum und nehmen ihn mit rüber in unser Bett.
Geändert haben sich nun auch radikal seine Schlaf- und Wachphasen während der Nacht. Hätte man vor einigen Wochen noch dir Uhr nach ihm stellen können, bleibt die obligatorische erste Wachphase exakt 30 Minuten nach dem Zu-Bett-Bringen aus oder sagen wir, sie bleibt fast komplett aus. Nun meldet er sich meist erst nach 2 oder 3 Stunden zum ersten Mal.
Oder auch garnicht! Genau, richtig gelesen! Heute Nacht hat er nun schon zum zweiten Mal komplett durchgeschlafen! Hammer! Niemand sollte allerdings unter durchschlafen verstehen, dass das Kind oder auch der Erwachsene dabei nicht einmal aufwacht! Jeder Mensch wacht nachts mehrmals auf. Wir Erwachsene schaffen es dabei aber problemlos wieder einzuschlafen. Den Kindern gelingt dies meist nicht und daher müssen wir meist so oft Nachts zu ihnen, sie stillen, beruhigen, kuscheln usw.
Ich höre das Herzkind mehrfach die Nacht, wenn er kurz ruft und dann doch, bevor ich aufstehen kann, wieder selbst einschläft. Es ist sooo ein großer Entwicklungsschritt für ihn. Ich höre ihn auch trinken. Er weiß wo seine Wasserflasche steht und nimmt sie sich, wenn er wach wird. Er stellt sie sogar nach dem Trinken meist wieder an ihren Platz, klettert zurück in sein Bett und schläft weiter.

Heute Morgen schlief er sogar noch so fest, als ich ihn wecken wollte, dass ich einige Schnappschüße machen konnte. Dabei wurde er dann natürlich wach, lächelte mich an, krabbelte von der Matratze und trank erst mal ordentlich. 

Unser Fazit zum Floor Bed: Jederzeit würden wir uns wieder so entscheiden und beim zweiten Kind kann das Gitterbett gerne im Keller verstauben....




Donnerstag, 6. März 2014

Mini-DIY als Zeitüberbrücker

Vor einigen Tagen wollte mein Mann gerne mal wieder Abends Essen gehen. 
Lange stillsitzen ist für solche kleinen Zappelzwerge aber noch überhaupt nichts, es muss daher für Beschäftigung gesorgt werden.
Also schickte ich meinen Mann noch kurz vor Aufbruch in die Werkstatt, um ein paar Löcher zu bohren, damit ich etwas Neues für das Herzkind dabei habe, womit er sich dann eine Weile beschäftigen kann. 
Hier also ein schnelles DIY, als einer Plastikdose und Trinkhalmen:





Dienstag, 4. März 2014

Müsli löffeln

Mittags gibt es immer Müsli. Mit Yogurt oder Milch. Mit wechselndem Obst. Mit Cornflakes oder Haferflocken usw.
Kombinationsmöglichkeiten ohne Ende! Der Ablauf aber bleibt gleich. Das Herzkind will schon lange selbst löffeln und besteht darauf. Es gibt aber auch Tage, da scheint er keine Lust zu haben und hält uns den Löffel hin, da dürfen wir auch mal wieder ran. Aber meist sitzen wir nur dabei und helfen vielleicht gegen Ende etwas mit.

Das dies natürlich noch nicht formvollendet ist, viel daneben geht und das Kind danach grundgereinigt werden muss... ein Hoch auf die Ärmellätzchen.... ist klar! Aber nur so können sie das Essen mit Besteck lernen. 

Gleiches gilt natürlich beim Abendessen. Ich habe noch immer die Sätze meines Arbeitskollegen in Ohren: "Freue dich jetzt noch über das warme Abendessen, du wirst lange keines mehr bekommen, da du damit beschäftigt bist die Kinder zu füttern."

Ich habe bis heute noch kein kaltes Abendessen zu mir genommen. Am Anfang hat er als Baby entweder daneben geschlafen, später hing er mir eben stillend an der Brust und schaute zu und dann ging es ja schon los mit dem probieren wollen. Also saß er mit am Tisch und probierte. Wir können also wirklich sehr entspannt und warm zu Abend essen, da wir den Zwerg einfach selbst essen lassen. Danach krieche ich eben wieder auf den Boden und wische alles auf... in dem Moment überlege ich mir doch ob die Anschaffung von Hunden oder Katzen sinnvoll wäre...







Sonntag, 2. März 2014

Kinderspuren

Schon vor längerem habe ich die tolle Matroschka bei Anna entdeckt und wusste, ich möchte auch so eine für das Herzkind haben. Der Chef meines Mannes hat uns dann eine von der Russland-Geschäftsreise mitgebracht.
Seit dem steht sie nun im Regal vom Herzkind und wurde schon fleissig bestaunt. Bisher schafft er es noch nicht, diese alleine zu öffnen. Dafür bekomme ich sie dann immer hingehalten. Ich öffne sie und halte sie ihm hin, dann tigert er damit davon, probiert, schaut, schüttelt, horcht und kommt dann mit der nächstkleineren Figur wieder und möchte diese geöffnet bekommen. 

Dabei durfte ich heute seinen kreativen Geist bewundern und hielt es direkt mit der Kamera fest. Kinderspuren gibt es bei Anna ebenfalls zu bewundern und ich freue mich jetzt schon darauf, viele weitere vom Herzkind festhalten zu dürfen. Hoffentlich aber niemals Kunstwerke an Wand, Sofa und Co. *hust*





Donnerstag, 27. Februar 2014

14 Monate voller Tatendrang

Die Zeit mit Kind verfliegt so wahnsinnig schnell, dass man sie gerne mal festhalten würde oder sie fragen möchte, kannst du nicht langsamer laufen?
Sie läuft so schnell, dass man manchmal vergisst, wie alt das eigene Kind nun schon ist. Heute habe ich zufällig gemerkt, dass mein kleines Herzkind nun mit dem heutigen Tage schon 14 Monate alt ist. 14 Monate!?!

Aber so ganz ist es mir doch nicht entgangen, denn ich habe gerade im Laufe der letzten zwei Wochen doch deutliche Veränderungen gemerkt. Seine Auffassungsgabe, sein Verständnis hat einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht. Das zeigt er mir mittlerweile fast täglich.
Er erkennt nun bewusster Zusammenhänge und Abläufe. Er hilft sehr gerne beim Kaffee machen. Dabei packt er die Zuckerwürfel in die Tassen, versucht den Pad in die Maschine einzulegen und startet sie. Nach dem Starten schiebt er nun auch die Maschine nach hinten. Ich habe beim ersten Mal so lachen müssen, denn so habe ich es immer vorgemacht, weil er gerade am Anfang immer reingreifen wollte und dann hätte er sich die Finger verbrüht. Und nun hat er die Handlung übernommen. Toll!

Heute hat er seine Trinkflasche verschüttet, ich habe ihn aufgefordert sich das Handtuch aus der Küche zu holen und es aufzuwischen. Ich habe es einige Mal wiederholt, auf die Pfütze und das Handtuch gezeigt und er hat es verstanden. Er hat das Handtuch geholt, hat auf dem Boden die Pfütze aufgewischt und das Handtuch wieder weg geräumt. Ich bin so stolz auf mein Herzkind ♥  

Auch beim Schlafen machen wir Fortschritte. Nachts wird nun nicht mehr gestillt! Ich lege mich zu ihm , streichel und rede mit ihm, bis er sich beruhigt und wieder einschläft. Danach decke ich ihn wieder zu und gehe aus dem Zimmer. Am Anfang war großes Gemecker und das Einschlafen hat bis zu 30 Minuten gedauert.
Gestern Abend bin ich ins Zimmer als er gerufen hat. Ich gab ihm seine Wasserflasche, nach der er verlangt hat, er gab sie mir nach dem Trinken wieder, drehte sich um, schlief ein. Ich war ganz perplex!  Das er dann heute morgen von 6 - 7 Uhr wach war, erwähne ich einfach garnicht *hust* Ich merke aber auch langsam, dass die derzeitige strikte Routine ihm sehr gut tut und auch seinem Schlafverhalten hilft. Endlich ist dieses große Tief, dass wir seit Weihnachten, Geburtstag, Silvester haben vorbei... hoffentlich auch mal für eine längere Zeit... Notiz an den nächsten Schub: Bleib bloß ganz lange weg! So!

Mit seinen 14 Monaten ist er nun auch schon richtig flott zu Fuß und ist nicht zu bremsen. Nur unebene Böden bringen ihn hin und wieder noch zu Fall und manchmal sind einfach die doofen eigenen Füße im Weg. Menno!

Sprachlich lässt er sich weiterhin Zeit und sein Lieblingswort bleibt DA und das in allen Tonlagen und Nuancen. Es ist der Wahnsinn, wieviele Gegenstände und Aufforderungen man als Eltern direkt darin erkennen kann. Mit der passenden Geste vom Herzkind natürlich versehen! Hihi!
Sonst gibt s noch die NANANE. Banane ist seine Lieblingsspeise und damit sind wir schon durch mit seiner Wörterliste. MAMA und PAPA kommt zwar auch hin und wieder, aber meiner Meinung noch nicht bewusst und gezielt gesetzt. Soll er sich weiterhin schön Zeit lassen, die Ohren wird er uns noch früh genug blutig quatschen.

Heute haben wir uns dann noch mit dem kleinen Kumpel vom Herzkind getroffen. Die beiden haben sich in der Kindergarten-Krabbelgruppe kennen gelernt und sind gerade 4 Monate auseinander. Das ist natürlich superschön und es ist toll, schon so früh Freundschaften schließen zu können. Und sich als Mamas untereinander austauschen zu können, ist sowieso immer klasse!
Erst sind wir zusammen auf den Spielplatz und es wurde im Sand gebuddelt und dann gewippt. Das Herzkind hat im Moment panische Angst vor allem, was nicht Mensch ist und auf ihn zukommt. Die Sirene wird direkt hochgefahren. Und dann ist da einfach eine Katze über den Spielplatz.... ungeheuerlich!
Dann sind wir zu seinem Kumpel nach Hause und dort leben auch zwei Katzen... ich kann euch sagen... der arme Kater musste in den Garten, sonst hätten wir den Zwerg nicht mehr beruhigt bekommen. Ich würde echt gerne wissen, woher diese Angst auf einmal kommt. Wisst ihr das? Negative Erfahrungen hat er nie gemacht!
Die zwei haben dann mit viel Elan in der Spielküche vom Kumpel gekocht und geräumt und haben gemeinschaftlich zwei Bananen verdrückt. Um 13 Uhr haben wir uns dann langsam verabschiedet und das Herzkind ist im Kinderwagen ruckzuck eingeschlafen. War auch alles sehr anstrengend und aufregend! Diese Katzen aber auch.... *pffff*