Mittwoch, 12. Juli 2017

Unser Thementisch über die Wale



Hinweis: Alle Buch-, Papprohlinge- und der Schleichtierlink sind Affiliate-Links. Die Rezension über das Buch "Der kleine Schweinswal und das Meer" entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit dem Gerstenberg-Verlag. Vielen lieben Dank dafür!

Bei uns hat sich mittlerweile ein kleiner Thementisch eingeschlichen. Ich finde ihn perfekt um jahreszeitenspezifische Themen, anstehende Feste oder Interessen meines Sohnes einzufangen. Hier kann ich ganz gezielt alles zusammenbringen und eben auch wieder wegräumen, wenn Anderes interessanter wird. 

Der Sohn findet Wale im Moment ganz interessant und beeindruckend. Ganz plötzlich tauchte eine Frage von ihm auf und zeigt, wie Kinder lernen. Sie schnappen irgendwo etwas auf, sehen etwas, fühlen etwas und dadurch entstehen Fragen, Überlegungen und der Dran diesen näher nachzugehen. Mir persönlich macht das es ja unwahrscheinlich Spaß, wenn ich mit Fragen gelöchert werden. Natürlich kann ich diese auch nicht immer sofort beantworten, aber das müssen wir auch nicht. Aber ich weiß, was ich tun kann. Pinterest ist hier eine wundervolle Inspirationsquelle und ich durchsuchte es nach Wal-Themen, Projekte usw.

Heraus kam nun ein Tisch voller Informationen über Wale, welchen ich euch heute etwas näher vorstellen möchte:


Bücher

Ohne Bücher geht bei uns wohl nichts und sie sind auch so wichtig. Durch das Vorlesen erweitert sich der Wortschatz der Kinder und sie lernen dabei natürlich. Ich ebenso! Ich habe durch das Lesen von Kinderbüchern schon Unmengen gelernt. Ich finde auch, dass sie meist viel ansprechender und interessanter geschrieben sind, als viele diese öden Sachbücher für Erwachsene. Findet ihr nicht auch?

Es haben einige Walbücher hier Einzug gehalten. Als erstes beginnen wir mit dem klassischen Sachbuch der "Wieso? Weshalb? Warum? - Reihe". Wir entdecken Wale und Delfine Es enthält wirklich umfassend viele Informationen über Wale, die Unterschiede von Zahn- und Bartenwale, was sie fressen, wie und wo sie leben usw. Es bietet einen guten Gesamtüberblick und die vielen Klappen sind für Kinder einfach immer sehr spannend.
Ebenso Sachbücher sind auch die kleinen Büchleins der "BennyBlu-Reihe". Kennt ihr BennyBlu? Ich finde ihn total klasse und bin immer wieder überrascht wieviel Sachwissen in diese kleinen Heftchen, ähnlich dem Pixiebuch-Format passen. Es gibt ein Büchlein über Wale und eines über Delfine und sind einfach sehr praktisch zum Mitnehmen und verkürzen einfach jede Wartezeit, beim Arzt oder im Restaurant. Ach ja und natürlich sind Delfine auch Wale, das haben wir mittlerweile gelernt, aber trotzdem wird in vielen Büchern gerne nochmal unterschieden, weil eben Delfine einen "eigenen Namen" haben.
Und kennt ihr schon Bücher der "Frag doch mal die Maus-Reihe"? Auch diese sind wirklich richtig toll! Dort werden ganz viele Fragen von Kinder beantwortet und mit vielen sehr schön illustrierten Bildern untermalt. Wir haben uns hier das Buch über Wale und Delfine geholt und dort wird sogar die Frage beantwortet, ob Wale pupsen können. Sowas interessiert Kinder doch immer brennend. Jedenfalls hätte ich darauf keine Antwort gewusst. Nun weiß ich Bescheid! Ha!
Dann haben wir das Buch Der Blauwal und wie der Name schon sagt, geht es darin ausschließlich um den Blauwal und viele spannende Informationen rund um das größte lebende Saugetier auf unserer Erde werden für Kinder in passende Beispiele umgesetzt. Also wielang ist der Wal? 30 m! Ok! Aber kann sich das ein Kind wirklich vorstellen? Also wird in einem Bild ganz viele Fahrzeuge die Kinder kennen, hintereinander aufgereiht und schon ist dieser Fakt für Kinder viel greifbarer! Oder wie hoch der Blas ist? Dies wird anhand von neun 7jährigen Jungen die aufeinanderstehen dargestellt. Ist doch ganz einfach, oder? 
Vom Gerstenberg Verlag haben wir das Buch Der kleine Schweinswal und das Meer als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen und wer die Vogelbuch-Reihe von Thomas Müller kennt, in welchen es immer wieder um eine Vogelart geht, die ein Jahr in ihrem Leben begleitet wird, der wird auch dieses Buch lieben. Hier wird ein kleiner Schweinswal in seinem Leben begleitet. Wie er geboren wird, wie er heranwächst, was er gerne frisst, welche Feinde er hat, wie sich kleine Jungbullen aus der Mutterherde entfernen, wie sie eine Partnerin finden und sich damit der Kreis schließt. Es ist wirklich ganz wunderschön illustriert und enthält verpackt in die Geschichte, sehr viele Informationen über Schweinswale. Sehr gelungen und endlich mal ein Walbuch, das nicht von Blauwalen, Buckelwalen, Pottwalen oder Orcas handelt.
Dann haben wir noch ein schönes Kinderbuch von der Cousine meines Mannes ausgeliehen bekommen. Es ist schon etwas älter und gibt es leider auch nur noch gebraucht. Es handelt über Abenteuer bei den Delfinen und erzählt von 6 Neffen und Nichten, die ihren Onkel in Florida besuchen. Dieser arbeitet in einem Meereszentrum und hilft verletzte Delfine wieder auszuwildern. Die Kinder erleben ganz viel in diesem Buch zusammen mit ihrem Onkel und nebenbei gibt es zwischen den einzelnen Geschichten immer wieder viel Fachwissen über die Delfine. Ganz besonders toll finde ich auch die wirklich sehr liebevollen und detailierten Zeichnungen. Falls ihr es also irgendwie gebraucht finden solltet, kann ich es sehr empfehlen. Wir lesen es zur Zeit immer Abends im Bett, da es sich sehr dafür eignet.
Das nächste Buch habe ich noch nicht, es steht allerdings schon auf meiner Wunschliste und möchte es mir bald kaufen. Die Buchbeschreibung klingt sehr toll und es handelt sich hier um Pilotwale. In Opos Reise geht es um einen alten Pilotwal der aus seinem Leben erzählt. Und auch der Tod bleibt in diesem Buch nicht aus und zeigt auf, dass er zum Leben dazu gehört, es damit aber niemals endet. Ich liebe Bücher von echten Tieren, die in Erzählform geschrieben sind, aber dennoch viel Sachwissen enthalten. 



Nomenklaturkarten und Größen sichtbar gemacht

Um die einzelnen Körperteile und Unterschiede von Zahn- und Bartwale sichtbar zu machen, habe ich für den Sohn passende Nomenklaturkarten selbst hergestellt. Ich habe sie laminiert, mit einem Eckenabrunder die Ecken abgeknipst, gelocht und mit einem Ringverschluss zusammengeheftet. So hat er die Karten immer zusammen. Natürlich könnte man sie auch als 3-Part-Cards nutzen, dann muss man sie einfach doppelt ausdrucken und beim zweiten Satz den Text unten anschneiden, damit das Kind dann die Namen zu den Bildern zuordnen kann. Der erste Satz dient dann zur Kontrolle. Die Nomenklaturkarten habe ich euch kostenlos bereit gestellt. Hier findet ihr die Buckelwal-Nomenklaturkarten und hier die Orca-Nomenklaturkarten.

Zusätzlich wollte ich die immense Größe der Wale für den Sohn sichtbar machen. Ich habe also eine Schnur genommen und diese abgemessen in der Länge eines Buckelwal (ca.18m), Orcas (ca.8m) und Delfins (ca. 3m). Diese haben ich dann um Holzspatel gewickelt. Zusätzlich habe ich ans eine Ende des Holzspatels ein Bild des jeweiligen Tieres geklebt und hier auf die Größenverhältnisse zueinander geachtet. Der Sohn sieht also hier genau, dass der Delfin viel, viel kleiner ist als der Buckelwal und wenn er die Schnur abwickelt und auslegt, sieht er wie groß ein Buckelwal, Orca oder Delfin ist. Ein Buckelwal passt z.B. nicht in unser Haus... Den Download dazu findet ihr hier.


Weitere Details 

Vor Jahren hatte ich einmal das große Glück ganz viele Meeres-Schleichtiere (z.B. den Blauwal) recht günstig in den Kleinanzeigen zu ergattern. Diese habe ich nun alle auf den Tisch gestellt. Hier kann der Sohn nun sein Wissen anwenden und sieht alleine anhand der Anzahl der Blaslöcher was ein Zahnwal und was ein Bartenwal ist.
Gleiches gilt für das riesige Poster, welches ebenfalls ein Kleinanzeigen-Schnäppchen war. Es zeigt ganz viele Walarten im Verhältnis zueinander und wartet mit allerhand weiterem Wissen auf. Hier habe ich es gesehen.
Von unserem Buchstabenpuzzle habe ich alle Buchstaben genommen, mit welchen man die Wörter "Wale" und "Delfin" bilden kann und sie bereitgelegt. 
Dann haben wir von der Cousine meines Mannes Wal-Papprohlinge (leider finde ich genau diese nicht, es scheinen wohl Restposten gewesen zu sein. Ähnliche gibt es hier zu kaufen!) geschenkt bekommen. Damit wollen wir nun ein Mobile basteln. Wir haben sie schon passend bemalt und haben versucht uns dabei an die natürliche Farbgebung und Zeichnungen der Wale zu halten. Ich finde der Sohn hat das schon echt schön hinbekommen.
Was ich auch noch entdeckt habe und mit dem Sohn machen möchte sind Origami-Wale. Die habe ich bei ErnestKa entdeckt und finde das daraus entstande Mobile einfach traumhaft schön! Vielleicht kombinieren wir es auch mit unseren schon bemalten Walen. Wir werden sehen. Ich wollte es auch jedenfalls schon zeigen. Solche Falttiere sind jedenfalls ganz wundervoll für die Feinmotorik. 

Damit wäre ich nun am Ende meiner kleinen Waltisch-Vorstellungsrunde. Vielleicht ist ja etwas für euch dabei und wenn ihr noch weitere Ideen zum Thema Wale habt, bin ich sehr gespannt, also mein Sohn natürlich auch :)


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Dies beeinflusst meine eigene Meinung in keinster Weise. Ich stelle euch hier nur Bücher, Spielzeug und andere Materialien vor, die mir und meinen Kindern wirklich gefallen und in denen ich einen Mehrwert sehe, den ich euch unbedingt zeigen möchte. Für euch entstehen dabei keine Mehrkosten!

Mittwoch, 5. Juli 2017

Slow Family - langsam, achtsam, echt

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Wenn unsere Kinder in unser Leben treten, haben wir oft schon sehr viele Jahre ein eigenes und selbstbestimmtes Leben geführt. Wir sind meist sehr unabhängig, fuhren jedes Jahr in den Urlaub, waren oft sehr spontan. Unser Tag richtete sich komplett nach uns und unseren Bedürfnissen, unseren Wünschen, unserem Befinden. Maximal mit unserem Partner mussten wir uns vielleicht einig werden. Ärgerten uns vielleicht mal über unseren Arbeitgeber oder auch unsere Familie, aber hier konnte schnell auch wieder abgeschaltet werden, schließlich gibt es hier eine räumliche Trennung oder man kann auch kündigen, wenn es bei der Arbeit garnicht mehr funktioniert oder sich auch von der Familie distanzieren, wenn es zu schmerzlich werden sollte.

Und dann kommt das Kind! Die Geburt. Wir sind unendlich glücklich und schwer verliebt in dieses kleine Menschlein. Und dann.... kommt der Alltag! Und dieser hat nicht wenige von uns völlig aus der Bahn geworfen. Wir mussten uns neu strukturieren und uns als Familie finden. Das gelingt gerade im gelebten Alltag nicht immer gleich gut. Wir sind oft so gefangen in unseren bisherigen Strukturen, dass wir daraus zunächst keinen Ausweg erkennen. Es muss doch alles funktionieren. Job, Haushalt, Kinder... muss es das wirklich? Kann das auf Dauer wirklich gut gehen?

Die Autorinnen Julia Dibbern und Nicola Schmidt haben sich diesem Thema in ihrem Buch "Slow Family: Sieben Zutaten für ein einfaches Leben mit Kindern" gewidmet.

Wir müssen uns immer entscheiden, weil wir nicht an zwei Orten gleichzeitig sein können und weil unsere Ressourcen und die Ressourcen unseres Planeten nun mal begrenzt sind. Solange wir hoffen, dass wir einfach so weitermachen,- kaufen, -arbeiten und -leben können wie bisher und trotzdem eine entspannte, sicher gebundene, glückliche Bullerbü-Familie haben werden, so lange lügen wir uns in die eigene Tasche.

Ein harter Brocken, denn die beiden Autorinnen direkt zu Anfang des Buches an ihre Leser auswerfen! Aber haben sie nicht auch recht damit? Ich denke es ist ganz gut, wenn man es einfach mal wirklich direkt gesagt bekommt: Wir können mit Kindern eben NICHT weiterleben wie bisher!

Fakt! Tatsache! Knallharte Wahrheit!
Und nun? Wie soll es dann weitergehen?
Wir müssen ausstortieren! Wir müssen finden, was uns wirklich wichtig ist. Arbeit? Hobby? Unsere Kinder? Wie minimieren wir den Streß, den wir uns damit machen und wie finden wir zu einem Leben mit unseren Kindern, welches achtsam und echt ist?

Julia und Nicola beginnen in ihrem Buch damit die Bedürnispyramide zu erläutern und gehen dazu über die 7 Zutaten für ein einfaches Leben mit Kindern zu erklären: Liebe, Natur, Achtsamkeit, Gemeinschaft,Ressourcen,Wissen und Zauber.

Danach gehen sie im Buch dazu über anhand der Slow Family, Slow Nature, Slow Family Life und Crazy Happy Life viele Beispiele zu nennen, wie man das Zusammenleben und Alltagssituationen gemeinsam schön und wundervoll für alle gestaltet. Ich muss sagen dieser Teil gefällt mir persönlich am Besten, ich hab hier so viel mitgenommen und die slow-down-faste-tipps eigenen sich prima, um diese vielleicht auch einfach mal an die Kühlschrankwand zu hängen. So kann man sich in schwierigen Situationen daran erinnern und in sich gehen.

Viele Eltern kennen das: Kinder erzählen am Abend nach der Gutenachtgeschichte von ihrem Tag [...] Diese Momente zu verpassen,weil wir es eilig haben, ist nicht klug. Sie kommen nämlich nicht wieder. [...] Mit achtzehn werden unsere Kinder abends nicht mehr unsere Hand halten und uns ihre Sorgen erzählen. Und dann werden wir manchmal wünschen, sie täten es noch.

Was wird in vielen Jahren noch wichtig sein?, fragen die Autorinnen in ihrem Buch. Die gute Beziehung zum Kind oder ein sauberes Haus oder ein hoher Kontostand? Gleichzeitig zeigen sie auch auf, dass es garnicht möglich ist, alles alleine zu schaffen! Dafür sind wir Menschen nicht geschaffen. Wir brauchen ein Dorf um uns. Das muss nicht immer die direkte Familie oder Verwandschaft sein. Es können auch Nachbarn und Freunde sein. Julia Dibbern und Nicola Schmidt beschrieben im Buch, wie sie diese Dörfer für sich aufgebaut haben und wie wir das auch selbst tun können.

Einige Bewertungen im Internet über dieses Buch sagen aus, dass die Dinge die hier geschrieben stehen, doch eigentlich alle bekannt wären, es wäre nichts Neues. Jeder wüsste doch, dass Stress schädlich ist und das Natur uns und den Kindern gut tut. Ja, dem stimme ich durchaus zu, aber ist es nicht oft so, dass wir im Streß des Alltags auch viel vergessen. Vergessen was wir eigentlich wissen, weil wir uns in einer Abwärtsspirale befinden, die uns sehr vereinnahmt? Mir persönlich hilft es, dann gezielt Bücher zu lesen, die mir dies nochmals klar vor Augen führen. Gebündelt und zusammengefasst.

Dieses Buch bietet viele Denkanstöße, Tipps und Ideen ein achtsameres, stressfreieres und echteres Leben zu führen. Und immer wieder geht der Blick zum Kind. Denn die Kinder sind die, die nun in unser Leben gekommen sind und durch die uns schlagartig bewusst geworden ist, unser bisheriges Leben können wir so nicht weiterführen.

Schau dir dieses Kind an! Wer sich je mit der Biologie der Empfängnis beschäftigt hat, weiß, wie unwahrscheinlich unwahrscheinlich es ist, dass ein Kind entsteht - und wenn es dann auch noch lebt, lacht, atmet, sogar gesund ist, dann ist das ein Wunder und ein riesiges Geschenk.

Welches Geschenk bekomme ich heute von meinem Kind?, schreiben die Autorinnen. Was zeigt es mir? Was entdeckte ich durch mein Kind heute neu? Oder was entdecke ich wieder? Bin ich achtsam genug? Bin ich langsam genug um dieses Geschenk zu sehen? Bin ich echt genug, um es annehmen zu können?
Alle Zitate stammen aus dem Buch und hier könnt ihr es kaufen. Ich bedanke mich abschließend ganz herzlich beim BELTZ-Verlag, die mir dieses Rezensionsexemplar zukommen ließen.



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Montag, 3. Juli 2017

Buchweizen-Omeletten - Ein Familienrezept für Klein und Gross

Heute freue ich mich euch einen Gastbeitrag von Moana. Sie schreibt auf ihrem Blog www.missbroccoli.com über gesundes Essen, vegetarische Ernährung und sie veröffentlicht viele kleinkindergerechte FamilienRezepte aus ihrem Alltag mit kleinem Kind.

Es bietet sich daher an, dass sie uns heute ein leckeres Rezept vorstellt, welches einfach zuzubereiten ist und viele Variationen ermöglicht:



Ein optimales Rezept für kleine Kinder ist die Omelette oder Pfannkuchen. Mein Sohn (22 Monate) liebt Omeletten jeglicher Art. Diese kann man ja auch mit zig verschiedenen Belägen füllen, ob süss oder salzig. Und er kann sie mit den Fingern essen (Fingerfood ist in diesem Alter ja immer noch schwer angesagt) aber auch üben, mit der Gabel hineinzustechen.
Buchweizenmehl ist ein gesundes Mehl, welches sich insbesondere in der vegetarischen Ernährung bewährt, deshalb ziehe ich es dem Weizenmehl vor. Es ist reich an Vitamine A, B, E und Folsäure.

Essen mit Spass und viel Geschmack

Es gibt nichts Schöneres als ein kleines Kind, das Freude hat zu essen. Damit ein Essanfänger im zweiten Lebensjahr gut isst, gibt es einige wenige Punkte zu beachten (und falls nicht, Geduld nicht verlieren und diese Tipps lesen):


● Das Menu sollte kindgerecht sein, das heisst abgestimmt darauf, ob das Kind mit Löffel oder bereits mit Gabel isst oder von Hand. Gerade mit der Hand essen ist in diesem Alter sehr wichtig, um die Lebensmittel kennenzulernen.

● Die Vorlieben des Kindes sollten bekannt sein (isst es auch rohes, härteres Gemüse, mag es Käse, mag es Spinat, Erbsen etc.).

● Das Essen sollte mehr sein als nur essen, sondern das Beisammensein der Familie fördern. Dabei lernt das Kind viel, schaut von den Eltern als Vorbilder ab oder lernt immer besser, mit Besteck zu essen.

● Das Kind sollte auch sagen dürfen, wenn es etwas nicht mag oder genug hat. Viel verschiedenes ausprobieren stärkt den Geschmackssinn.

● Ein Tipp für Gemüseverweigerer: man kann Spinat, Erbsen oder Karotten bereits in den Teig mischen und so einige zusätzliche Vitamine hinzufügen.


Das Rezept für Buchweizen-Omeletten mit Süsskartoffeln und Avocado:

Zutaten für 6 Omeletten:

200 g Buchweizenmehl
ca. 3 dl Milch, Hafermilch, Mandelmilch (darauf achten, dass es ein cremiger, nicht zu flüssiger oder dicker Teig ist!)
eine Prise Salz
ein Ei oder alternativ 1 EL Quark
1 kleine Süsskartoffel
1/2 Avocado
Weitere Toppings nach Belieben (siehe unten)
etwas Salz und Zitronensaft
Bouillon
Rapsöl

Zubereitung:

Die Süsskartoffel schälen, in kleine Stücke schneiden, ca. 10 Minuten in Bouillon weichkochen. Die Avocado schälen, mit der Gabel zerdrücken, wenig Salz und Zitronensaft dazu.

Für den Teig das Mehl mit der Flüssigkeit mischen, das Ei oder den Quark und eine Prise Salz dazu geben und alles zu einem cremigen Teig vermischen. Kurz stehen lassen.

In einer Bratpfanne Rapsöl heiss werden lassen, die Omeletten goldbraun braten.

Die Süsskartoffeln zerstampfen oder in Stücken auf der Omelette verteilen, die Avocadomasse darüber- oder darunter verteilen – je nach Farbe, die man besser findet. Einrollen und für kleine Kinder in Stücke schneiden. 


Weitere mögliche Toppings:

Vanille-Quark mit einem Schuss Zitrone (für die Süssen)

Konfitüre oder Beerenmus (für die Fruchtigen)

Käsescheiben oder Streichkäse (für Käsetiger)

gekochtes Gemüse oder Gemüsesauce (für Gemüseliebhaber)

Bananenscheiben oder Apfelschnitze (roh oder kurz gedünstet)

Hummus (für Experimentierfreudige)



Vielen Dank Moana für deine leckere Rezeptidee! Moana schreibt nicht nur über Ernährungen und Rezeptideen, sondern immer mal wieder auchüber ihren Mama-Alltag, der kunterbunt zwischen Arbeit, Haus & Garten und Küche stattfindet. Schaut doch einfach mal bei ihr vorbei. Alle Bilder stammen von ihr und unterliegen ihrem Copyright.

Freitag, 30. Juni 2017

Unser montessori-inspirierter Terrassengarten


Hätte mir vor meinen Kindern jemand gesagt, dass ich einmal Obst- und Gemüse in meinem Garten anbauen werde, den hätte ich wohl etwas schräg angeschaut. Wer mich kennt, der weiß, mit dem grünen Daumen bin ich nicht gesegnet und was es bei mir schafft zu überleben, ist entweder ein Mensch oder Tier und kann sich somit bemerkbar machen oder doch eine recht robuste Pflanzenart. Denn oft habe ich erst gegossen, wenn es sich bei der Pflanze auch bemerkbar machte... in Form von hängenden Blättern und so... meine Schwiegereltern sagten noch vor Kurzem,sie trauern heute noch dem wunderschönen Margeritenbäumchen nach, welches sie mir einmal geschenkt haben. Aber mal ganz ehrlich, wer schenkt jemandem wie mir Pflanzen?

Und jetzt befinden sich auf meiner Terrasse zwei Hochbeete und mehrere Töpfe für Gemüse und Kräuter. Wie kam es dazu? Und wieso ist das nicht längst alles kaputt und vertrocknet?

Durch meine Kinder interessiere ich mich für viele Dinge, die zuvor noch uninteressant für mich waren und mir ist auch wichtig meinen Kindern viel zu vermitteln, ihnen viel zu zeigen und zu ermöglichen. Und dazu gehören natürlich auch Wissen über unsere Lebensmittel. Woher kommen diese? Wie wachsen sie? Was brauchen sie zum Wachsen? Wie funktioniert das mit dem Bestäuben und wann kann man ernten?

Wissen wir selbst wie alle unsere Lebensmittel heranwachsen? Wisst ihr wie Rosenkohl wächst? 

Auch Maria Montessori inspirierte mich durch ihre Schriften dazu. In "Die Entdeckung des Kindes", schrieb sie über "die Natur in der Erziehung" und über den Schulgarten. Die Kinder können hier so vieles selbsttätig tun und auch lernen. 

Mein Opa selbst hatte früher noch einen Nutzgarten und baute viel an. Ich kann mich dunkel daran erinnern, wie ich half Unkraut zu entfernen und noch sehr genau kann mich daran erinnern, wie toll es war die Früchte direkt von den Sträuchern und Bäumen zu essen. Das wollte ich meinen Kindern auch ermöglichen. An einem großen Nutzgarten hatte ich allerdings kein Interesse, dafür ist unser Garten einfach nicht groß genug. Wir pflanzten daher im letzten Jahr schon einige Obstbäume und Sträucher und mein Mann baute Anfang des Jahres zwei Hochbeete, passend in Kinderhöhe. So können die Kinder beim Wässern, Pflanzen und Ernten helfen.

Wir haben uns für viele verschiedene Kräuter entschieden. Das Geruchserlebnis ist wundervoll und fast täglich können sie für viele verschiedene Gerichte vom Sohn geerntet werden. Alle angepflanzten Kräuter können auch unsere Meerschweinchen essen, so dass ein Überschuss direkt in ihre kleinen Mägen wandern darf. Unsere Tiere sollen natürlich auch was von unserem kleinen Terrassengarten haben.

Wir haben eine Gurke angepflanzt, die mittlerweile bis an das Terrassendach wächst und unseren Sohn tief beeindruckt. Dort hatten wir alle unsere Marienkäfer, die in unserem diesjährigen Marienkäfer-Projekt geschlüpft sind, ausgesetzt und wir konnten täglich fasziniert beobachten, wie diese alle Blattläuse, die plötzlich an den Gurkenblüten hingen, verspeisten.


An unserem Bohnenkraut lebt eine Krabbenspinne, sie zu beobachten, wie sie seitwärts läuft und und auf die Jagd geht, ist ein Naturschauspiel. Wir haben mittlerweile gelernt, dass nicht alle Marienkäferlarven gleich aussehen. Bei unserer Kapuzienerkresse leben die Larven des winzigen Zwergmarienkäfers und diese sehen aus wie kleine weiße Mini-Flaschenbürsten. 


Wir haben auch zwei Tomatenpflanzen in Töpfen und haben gemerkt, wie wichtig der passende Sonnenplatz ist. Zunächst bildeten sich kaum Tomaten aus den Blüten, erst als wir nun die Töpfe umstellten, bilden sich nun ganz viele leckere Tomaten. Wir sind gespannt, wann sie endlich rot werden. 

Leckere Erdbeeren und einen Himbeerstrauch haben wir auch gesetzt und versorgten uns mit zuckersüßen Beeren. Dem Himbeerstrauch konnte man förmlich täglich beim Wachsen zusehen und schon in seinem ersten Jahr hat er bald 100 Früchte getragen. Diese Köstlichkeiten kommen an nichts Gekauftes heran.

Wie toll es ist, mit seinen eigenen Händen Lebensmittel zu produzieren? Zu sehen wie es täglich wächst? Ich hätte nicht gedacht, wie toll das ist und wieviel wir alle dabei lernen. Es ist schön zu sehen, wie auch der Sohn danach schaut. Wie er wässert und beobachtet. Die Tochter würde die Pflanzen viel eher noch ertränken und immer weiter und weiter machen und es ist vorsicht geboten, wenn wir in ihrer Anwesenheit oder mit ihr zusammen ernten, auch hier wird gerne alles gerupft was sie in ihre kleinen Fingerchen bekommt und so manches zarte Pflänzchen überlebte es nicht... Sie will helfen, dass ist wichtig zu wissen und geschieht nie in böser Absicht. Das Alter/die Reife eurer kleinen Gärtner ist also entscheidend, in wie weit sie euch schon mithelfen und welche Aufgaben sie schon übernehmen können.



In diesem Jahr haben wir alle Pflänzchen noch in Töpfen gekauft. Vielleicht werden wir sie dann für nächstes Jahr direkt aus den Samen züchten. Das wird dann sicherlich auch sehr interessant für den Sohn werden und auch für mich. Auch noch mehr Gemüsesorten sollen dann hinzukommen. Unser kleines grünes Paradies soll noch mehr wachsen, uns noch mehr zeigen und uns viele Leckereien schenken. 

Urbangardening ist überall möglich! Auf der Terrasse, wie bei uns und auch auch auf dem kleinsten Balkon. Mit Urbangardening kann man mit viel Platz natürlich stellenweise eine Selbstversorgung ermöglichen. Darum ging es uns allerdings nicht. Bei wenig Platz kann man z.B. auch nur von jeder Gemüseart ein Pflänzchen anpflanzen. Einfach damit wir und die Kinder sehen, wie wächst das denn nun? Was muss ich tun, damit es wächst und wir eine tägliche Verantwortung haben, damit wir am Ende auch ein Ergebnis haben. Die Ernte!

Gewissenhafte Pflege von lebendigen Wesen ist die Befriedigung eines der am stärksten ausgeprägten Instinkte der kindlichen Seele. Deshalb ist es leicht, Kinder zur aktiven Pflege von Pflanzen und vor allem von Tieren anzuhalten.
Nichts ist geeigneter, eine fürsorgliche Haltung in dem kleinen Kind zu wecksen, das dem flüchtigen Augenblick lebt, ohne sich um die Zukunft zu sorgen.
Wenn es jedoch weiß, dass diese Tiere es brauchen, dass die Pflänzchen austrocknen, wenn es sie nicht gießt, dann verknüpft seine Liebe durch ein neues Band den vergänglichen Augenblick mit dem Erwachen des kommenden Tages.

- Maria Montessori -

Samstag, 3. Juni 2017

Kindliches Verhalten macht immer Sinn - Geborgene Kindheit von Susanne Mierau + Verlosung


 
Wir suchen den richtigen Weg, das Patentrezept für die Elternschaft und das Glück unserer Kinder. Doch den einen immer richten Weg gibt es nicht im Detail. Es gibt nur die eine immer richtige Route: Gehe dorthin,wohin dich dein Herz trägt, und lass es mit entscheiden.

Diese Sätze schreibt Susanne in der Einleitung ihres neuen Buches Geborgene Kindheit und sie zeigen schon sehr deutlich, was einem in diesem Buch nicht erwarten wird: Konkrete Lösungswege! Dieses Buch will uns vielmehr zeigen, was unsere Kinder bewegt, was wir mit unseren Kindern ab dem Kleinkindalter erleben werden und wie wir gemeinsam diesen Weg gehen können. Das Buch wird vielmehr zeigen, dass es nicht unsere Kinder sind, die sich ändern müssen, sondern wir, wir Erwachsene! Wir als Eltern!

Als Eltern müssen wir uns immer wieder vor Augen , dass Babys und Kleinkinder nichts tun, was unlogisch wäre, denn dafür hat die Natur in ihrem komplexen System einfach keinen Platz. Kinder folgen ihrem persönlichen Entwicklungsplan, und kindliches Verhalten ergibt immer Sinn - nur verstehen wir Erwachsenen diesen Sinn oft nicht auf den ersten Blick.

Am dem Kleinkindalter werden viele Entwicklungspunkte unserer Kinder immer mehr in Frage gestellt bzw. wir zerbrechen uns oft als Eltern sehr den Kopf darüber. Wie wird es mit der gesunden Ernährung nach weitergehen? Müsste das Baby nicht nun endlich durchschlafen? Wie entwöhne ich es vom Schnuller oder bekomme es trocken? Ist einfach nur spielen gut oder sollte ich es besser fördern? Und wie genau? Was braucht mein Kind um sich richtig entwickeln zu können? Kann ich ihm alles dafür bieten?



Susanne spricht an, was uns Eltern bewegt. Neutral und ohne den Finger zu heben. Am Ende fast sie nach jedem Abschnitt nochmal alles in 10 Anregungen zusammen und gibt damit Hilfestellungen. Wichtig finde ich auch hier:

Das Kind verursacht mit seinem Verhalten kein Problem, aber wir problematisieren es ab einem bestimmten Zeitpunkt.

Dieser Satz erfasst sehr gut unseren Zwiespalt als Eltern. Wir nutzen sehr gerne viele Hilfsmittel im Babyalter. Schnuller, Windel, Fläschchen, Tragen usw. und plötzlich ab einem von uns gesetzen Zeitpunkt, soll das nun nicht mehr ok sein. Wollen wir es nicht mehr. WIR! Und verstehen nicht, warum unsere Kinder sich nicht so einfach damit abfinden, nicht so einfach auf diese Hilfsmittel verzichten wollen, die wir ihnen angeboten haben. Diese Denkanstöße von Susanne finde ich enorm wichtig, denn ich sehe immer wieder wie enorm unsicher wir als Eltern doch noch sind und uns von alten Glaubenssätzen und dem Druck der Gesellschaft leiten lassen. Auch beim Sohn war ich hier noch sehr verunsichert, bis ich auf die vielen tollen Blogs, allen voran den von Susanne, im Internet gestoßen bin, die mir ein völlig anderes Bild von Kindern vermittelten. Eben nicht die kleinen Tyrannen, sondern kleine Menschen, die wachsen wollen, selbstständig werden wollen und das geht nur mit uns, ihren Eltern!

Unsere Kinder wachsen, und es ist ihre Entwicklungsaufgabe, sich dahin zu entwickeln, dass sie sich selbst versorgen können. Das ist schließlich auch unser Ziel als Eltern: Wir wünschen uns, dass unsere Kinder selbstbestimmt groß werden und für ihre Bedürfnisse einstehen. Wir wünschen uns selbstbewusste Erwachsene. Aber den Weg dorthin über die Selbstbestimmung wollen wir oft einfach nicht gehen. Doch es gibt nun mal nur diesen Weg.

Niemals wollen uns unsere Kinder also aus Böswilligkeit "nicht hören", tun Dinge, die wir nicht wollen oder entfremden sich uns. Kindliches Verhalten macht immer einen Sinn und es liegt an uns herauszufinden, warum sich unsere Kinder nun so verhalten.
Geborgenheit, Vertrauen, Bedürfnisse achten, in die Freiheit geben, die sie zum wachsen brauchen. All das sind wichtige Säulen einer Familie. Wie eine Familie aussieht bzw. aussehen kann, auch darauf geht Susanne kurz in ihrem Buch ein. Es gibt so viele Möglichkeiten eine geborgene Famile zu leben!



Susanne spricht auch über den Tod, Trennung und Überforderung. Das es ok ist überfordert zu sein, dass man deswegen keine schlechteren Eltern ist, aber dass es wichtig ist sich Hilfen zu holen. Ein Dorf, ein Umfeld, dass immer da ist, dies kann manchmal auch professionelle Hilfe sein. Niemand ist perfekt! Wir müssen auch unsere Bedürfnisse achten, um überhaupt auf die Bedürfnisse unserer Kinder eingehen zu können, um offen zu sein. Es geht nicht darum unseren Kindern perfekte Eltern zu sein, sondern unser Bestmöglichstes zu tun. Unsere Kinder verändern uns, wenn wir auf unsere Kinder eingehen. Wir werden viel von unseren Kindern lernen. Und das ist auch gut so! Wir werden erkennen was wirklich wichtig ist, wenn wir ihnen zuhören. Wenn wir sie sehen! Wenn wir fühlen!

Wer den Blog von Susanne schon lange liest, wird hier vielleicht nicht viel Neues lesen, aber es ist gebündelt und zusammengefasst. Als Eltern von Kleinkindern finde ich nun alles zu diesem Lebensabschnitt in diesem Buch  (wer noch Babys hat, dem kann ich Susannes erstes Buch "Geborgen Wachsen" empfehlen) und vor Kurzem habe ich einen schönen Satz einer Facebook-Userin gelesen: "Ein gutes Buch ist es dann, wenn ich mich darin bestätigt fühle."
Und genau das tut dieses Buch! Es bestätigt uns Eltern unseren geborgenen Weg mit unseren Kindern weiterzugehen. Und mir persönlich helfen solche Bücher sehr, mich auch manchmal nochmals zu finden und zu orten. Nicht immer läuft alles rund und ein gutes Buch hilft mir, mich zu erinnern. Welchen Weg will ich gehen? Den Weg meiner Kinder! ♥



Ich möchte mich hiermit ganz herzlich beim Kösel-Verlag bedanken, der mir ein Rezensionsexemplar zugeschickt hat. Und da ich auch von Susanne selbst ein ganz persönliches Buch mit Widmung erhalten habe (♥) und ich keine zwei Bücher benötige, möchte ich mein Rezensionsexemplar an euch verlosen. Die Verlosung wird auf meiner Facebook-Seite stattfinden. Schaut dort vorbei. Viel Glück!

Geborgenheit in der Kindheit bedeutet vor allem, dass wir unseren Kindern vertrauen: dass sie ihren Weg gut gehen, dass ihr Verhalten sinnvoll ist und sie von sich aus kooperativ, neugierig, wissbegierig, sozial und engagiert sind.
Wir müssen nicht viel tun, aber wir können viel weglassen. Wir müssen nicht fördern, nicht an unseren Kindern ziehen, damit sie schneller und besser wachsen. Sie sind toll, wie sie sind, und unsere Aufgabe ist es, genau dies zu erhalten.

*Dieser Beitrag enthält Partner-Links und alle Zitate stammen aus dem neuen Buch "Geborgene Kindheit" von Susanne Mierau

Mittwoch, 3. Mai 2017

Unser Legotisch! Ein IKEA-Hack!


Lego! Ein Spielzeug aus der eigenen Kindheit! Zwar aus Plastik, aber unverwüstlich und wird wohl von Generation zu Generation weitergegeben und verliert nichts von seinem Charme. Es hilft bei der Feinmotorik, bei der Entwicklung des Vorstellungsvermögens und der Umsetzung von Ideen. Es können damit Rollenspiele gespielt werden und auch mathematisch hat es Einiges zu bieten. Es ist ein Allrounder unter den Spielsachen und daher war es abzusehen, dass auch bei unseren Kindern Lego irgendwann im Regal zu finden sein wird.

Im letzten Jahr schon begann die Legoliebe des Sohnes und da mein Mann und ich selbst mit Lego bzw. Lego Technik aufgewachsen sind, gab es da natürlich viel, was unsere Eltern aufgehoben und verwahrt haben, bis denn irgendwann die Enkel bereit dafür sind.

Nun hatten wir also eine Unmenge an Legosteinen, Räder, Türen, Fenster, Bäume, Blumen, Platten und und und.... aber wohin damit? Wohin und vor allem, wie? Wie kann man alles ordentlich und übersichtlich verstauen, so dass Teile schnell gefunden bzw. Gebautes verwahrt und auch alles schnell wieder aufgeräumt werden kann.

Ich ging mal wieder auf die Suche im Internet und fand wirklich ganz tolle Ideen und Umsetzungen. Sehr gefallen hat mir hier ein IKEA Hack, der sich auch für unsere Platzverhältnisse anbot und zeitgleich nicht nur eine Lagermöglichkeit bietet, sondern auch direkt eine Spiel-und Baufläche.

Wir fuhren also noch kurzer Planung ins Möbelhaus und kauften uns zweimal das TROFAST-Regal und die passende Menge Schub-Boxen für hinein. Zuhause baute ich alles zusammen mit den Kindern auf und wir sortierten dann alle Bausteine nach Farben und alle weiteren Materialien thematisch, nach Pflanzen, Autoteilen, Häuserteilen usw. Ein großes Fach ließen wir leer, in welches zusammengebaute Teile ihren Platz finden können und auch sonst sind in den Boxen noch jede Menge Platz, wir können also noch einiges an Bausteinen usw. dazu kaufen.

Die beiden Regale haben wir mit den Rückwänden zusammen geschoben, so dass darauf eine große Spielfläche entsteht. Wir haben uns dann noch dafür entscheiden eine Holzplatte darauf zusetzen. Diese haben wir etwas größer gewählt, so dass der Sohn nun auch 4 Straßenplatten hintereinander platzieren kann. Ohne Holzplatte wären es nur 3 gewesen und auch eine Grasfläche hat noch Platz gefunden. So kann die Spielfläche komplett ausgenutzt und natürlich immmer wieder verändert werden.



Ich sehe gerne zu, wie sich der Sohn wirklich stundenlang mit dem Lego selbst beschäftigen kann. Er hat zwar zu Weihnachten und Geburtstag ein paar kleine Bausätze geschenkt bekommen, die er auch sehr gerne nachgebaut hat, aber ansonsten haben wir nun alle Bauanleitungen erst einmal verräumt und er kann sich vollkommend dem freien Spiel und dem Konstruieren von eigenen Fahrzeugen, Gebäuden usw. hingeben.


Daher ist auch alles so wunderschön kunterbunt und einmalig. Seine Fantasie ist unerschöpflich und so manches hat er zwar mit seinem Papa zusammen gebaut,wie z.B. den Helikopter, aber viele seiner Fahrzeuge hat er ganz alleine entworfen und das macht ihn unwahrscheinlich stolz und spornt ihn an Neues zu bauen. Ich merke schon jetzt, es ist gut den Legotisch so groß gebaut zu haben.


Freitag, 28. April 2017

45 wundervolle (montessori-inspirierte) Waschtisch-Ideen!


Vor mehr als 5 Wochen zeigte ich euch ein Bild auf Instagram und Facebook, auf dem ihr meine Tochter an ihrem Waschtisch stehend Zähneputzen, sehen konntet. Ihr wart alle so sehr davon begeistert, dass ich mich direkt daran machte, euch noch weitere Waschtisch-Ideen zu sammeln und vorstellen zu wollen. Denn wie immer gibt es nicht nur eine mögliche Umsetzung, sondern hier spielen immer die vorhandenen Gegebenheiten, Materialien und finanziellen Mittel eine Rolle.

Unseren Waschtisch hatten wir damals für den Sohn gebaut und wurde für die Tochter aufbewahrt, bis sie nun mit ihren 14 Monaten bereit dafür war. Die Artikel die ich über unseren Waschtisch schon geschrieben habe, könnt ihr hier nachlesen:


Die Freude meiner Tochter nun selbst für sich Sorge zu tragen, sich alleine die Hände waschen zu können, sich dabei im Spiegel zu betrachten, sich die Zähne alleine zu putzen, war groß. Man hat es ihr so sehr angesehen, wie stolz sie war und mit wieviel Begeisterung sie ihren Waschtisch angenommen hat. Die ersten Tage zeugten davon, dass sie eigentlich nicht mehr vom Waschtisch wegwollte. Jeder Schritt musste immer und immer wieder geübt und wiederholt werden. Ganz typische Montessori-Momente, die man einfach nur staunend begleiten kann, in dem man sich soweit es geht zurück nimmt.


Wichtig bei der Auswahl des Zubehörs ist immer auch die Größe. Die Seife habe ich z.B. in 4 Teile geschnitten. So ein kleines Stückchen kann nun viel einfacher in den kleinen Kinderhänden gehalten werden.

Trotzdem ist es wichtig dabei zu bleiben, um auch die richtige Vorgehensweise beim Waschen, beim Putzen, beim Umgang mit unserer wichtigsten Ressource Wasser, zu erlernen.
Für uns war und ist es toll unseren Kindern fließendes Wasser durch den Anschluß an die Badewannen-Armatur zu ermöglichen. Es ist ein Stück mehr Selbstständigkeit, ein Teil weniger, den wir als Eltern anfangs übernehmen müssten, wenn wir z.B.einen Krug oder die Schüssel für sie füllen. Sie können direkt lernen wie ein Wasserhahn funktioniert, diesen wieder zu Schließen während des Zähneputzens usw. Ich führe Schüttübungen lieber in der Küche/ im Wohnbereich mit meinen Kindern durch, dort wo sie Alltag eigentlich auch zu finden sind.

Zudem ist unsere Waschtischvariante sehr platzsparend. Da sie auf der Badewanne aufliegt, stellt sie mir keine weitere wichtige Fläche im Bad zu, die wir nicht hätten. Und auch mit Waschtisch können die Kinder beide problemlos baden. Wir müssen ihn also nicht extra herausheben. Wir Eltern duschen sowieso lieber. Und auch wenn wir einzeln baden würden, stört auch hier der Waschtisch nicht. Im Gegenteil, er ist sogar eine prima Ablagefläche während des Badens.

Aber wie ich zu Anfang schon schrieb, jede Familie hat eine andere Ausgangssituation und so habe ich mich für euch einmal im Internet umgeschaut und einige tolle Ideen gesammelt, die euch vielleicht für euren eigenen Kinder-Waschtisch inspirieren könnten.

Alle von mir gefundenen Ideen findet ihr in meinem Pinterest-Board "Kinderwaschtisch" und einige davon möchte ich jetzt nochmal gezielt herausnehmen, da mir die Umsetzung besonders gut gefallen hat:

Vorhandenes Bidet nutzen

Ich weiß nicht, ob Bidets noch wirklich neu verbaut werden, aber sicherlich gibt es diese noch in einigen Altbauwohnungen. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie wir immer zum Zähneputzen um das Bidet herumstanden, wenn wir bei unserer Oma übernachtet haben. Eigentlich logisch, die Höhe und Größe passt. Bei Chroniques d’une globe-têteuse wird ein toller Aufbau um das Bidet herum gezeigt, welcher dann als Waschtisch für das Kind verwendet werden kann. So wird Vorhandenes wunderbar integriert und es muss nicht zusätzlich neuer Platz geschaffen werden.
Hier habe ich ein käufliches Kinderwaschbecken entdeckt, welches man wohl auch auf das Bidet aufsetzen kann. Leider von mir nicht erprobt, aber ich wollte es nicht unerwähnt lassen.

Das zweite Waschbecken niedriger planen

Wer  schon beim Hausbau oder Umbau um seine Kinderwünsche weiß, kann dies vielleicht beim Gestalten des Bades berücksichtigen. Vor allem, wenn ohnehin zwei Waschbeckenplätze geplant sind. Wieso den zweiten Waschplatz also nicht niedriger planen, in Kindergröße. Dieser IKEA-Hack hat mir sehr gut gefallen und kann sicherlich auch mitwachsend gestaltet werden, so dass irgendwann beide Waschbecken wieder gleich hoch sind. Ich finde die Idee wirklich ganz toll und auch hier ist wieder ein Wasseranschluß vorhanden.

Aufklappbarer Hocker

Ganz toll fand ich auch die Idee mit dem verstecken Waschtischbei StinesZuhause. Wird der Waschtisch nicht gebraucht, wird der Deckel herunter geklappt und man hat einen Hocker auf dem man sich Setzen kann bzw. Wäsche, Handtücher usw. ablegen kann. Sinnvoll wären dann kleine Utensilos die man eventuell an der Seite einhängt, um dort alle wichtigen Waschutensilien schon griffbereit zu haben, damit dieser nicht immer erst wieder hingeräumt werden müssen. Eine jedenfalls sehr platzsparende Idee, wie ich finde.

Die Stuhlvariante

Ganz oft nachgebaut wird mittlerweile der Stuhl-Waschtisch. Hier habe ich ganz viele Varianten für euch gefunden. Der Vorteil hierbei ist ganz augenscheinlich, dass ein Grundgerüst schon vorhanden ist und nur noch wenig gebaut werden muss. Ein Loch für die Waschschüssel, einen Spiegel an die Rückenlehne kleben, Hacken an die Seite und was ich auch ganz sinnvoll finde, wenn der Stuhl schon Querstreben an den Beinen hat, kann man hierauf noch ein Brett oder ein Tablett/ kleine Holzkiste (wie bei Mullemuck gesehen) legen und hat so eine zusätzliche Lagerfläche für kleine Handtücher, den Krug usw.

Das IKEA-Regal als Waschtisch

Es gibt einige kleine IKEA-Regale, die sich prima eignen um auch als Waschtisch verwendet zu werden. Diese habe ich bei TigersAbenteuer, Emil und Mathilda und Madame Kunderbunt entdeckt. Hier wurden auch keine Löcher für die Waschschüsseln verwendet, sondern einfach oben drauf gestellt. Hier kommt es sicherlich auf eine gute Standfläche an und wie schwer die Schüsseln sind, damit sie nicht zu einfach kippen können.

Das gekaufte Kinderwaschbecken

Dieses Kinderwaschbecken ist aus Plastik und vielleicht auch nicht sonderlich schön. Aber auch hier sind wir wieder bei vorhandenen Möglichkeiten. Es muss handwerklich nichts gebaut werden und es ist absolut platzsparend. Um eventuell nicht noch mehr neues Plastik in Umlauf zu bringen, kann man dafür Flohmärkte oder auch die Kleinanzeigen durchforsten, hier werden immer wieder welche verkauft.

Getränkespender als Wasserhahn

Auch hier sieht man wieder, viele Eltern, viele Ideen und Lösungswege. Daher möchte ich euch diese unbedingt zeigen. Bei Milk Eyes wurde einfach ein großer Getränkespender zum Waschtisch dazu gestellt und dient somit als Wasserhahn-Ersatz.

Oder eben selbst gebaut

Natürlich gibt es auch immer wieder die begabten Heimwerker, die sich hieren Waschtisch selbst bauen mit vielen kleinen Variationen und tollen Umsetzungen. Hier wurde auch wieder ein IKEA-Regal als Grundgerüst verwendet, aber noch eine Rückwand ergänzt, um einen großen Spiegel anzubringen. Bei dieser Variante gefällt mir das kleine Ablagebrett und hier mag ich die kleinen Spots die zusätzlich angebracht wurden, so dass das Kind den vollen Durchblick hat. Sehr süß gemacht.



Ihr seht, es gibt wirklich eine Vielfalt an Möglichkeiten, eigenen Interpretationen und Umsetzungen. Es werden vorhandene Möglichkeiten genutzt,es wird selbstgebaut, es werden Möbel als Grundelemente verwendet oder man kauft es eben. Bei Dawanda gibt es auch die Stuhlvariante käuflich zu erwerben, habe ich gesehen. 
Schlußendlich eint uns alle, wir wollen unseren Kindern Möglichkeiten geben selbstständig zu sein. Wichtige Handgriffe der täglichen Körperpflege lernen zu können, um somit zu wachsen. Wachsen an wichtigen Erfahrungen, Handgriffen, Wissen und Selbstwertgefühl. 


























*Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links

Dienstag, 25. April 2017

Ein Bollerwagen mit Schiebegriff! Der Fuxtec FX-CT700!

Ein Bollerwagen mit Schiebegriff und Schiebefunktion, Schiebestange Fuxtec, FX-CT700,
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Heute berichte ich euch davon warum wir uns auch für ältere Kinder immer wieder für einen Bollerwagen mit Schiebegriff bzw. entscheiden würden. Die neue Schiebefunktion, die sich Fuxtec ausgedacht hat und von vielen Firmen mittlerweile nachgebaut wird, ist wirklich eine tolle Sache. Darüber und unsere Erfahrung damit, möchte ich euch nun berichten: 

Als ich vor bald 5 Jahren mit meinem Sohn schwanger war, beobachtete ich immer mehr, andere Familien mit Kindern. Dabei bemerkte ich immer mal wieder Kinder die augenscheinlich "zu groß bzw. zu alt" für das Fahren in den Buggys waren und ich schwor mir, ich würde meine Kinder nicht noch mit 3 Jahren durch die Gegend schieben... sie sollen laufen!
Jahre später relativierte sich meine Meinung dann doch... wie so oft, wenn man eigene Erfahrungen sammelt und plötzlich nachvollziehen kann, warum andere Eltern so agieren, wie sie es tun.
Mein Sohn war ein Kind, dass schon immer sehr gerne im Kinderwagen fuhr bzw. getragen wurde. Er lief ein kleines Stück und dann zeigte er auch schon wieder an, dass er in den Kinderwagen wollte. Je interessanter ein Weg, eine Unternehmung war, um so mehr lief er. Aber nicht immer sind Wege spannend und dann wird auch das Laufen langweilig. Daher hatten wir immer den Kinderwagen dabei oder die Kraxe. Diskussionen mit einem Kind, dass nicht laufen möchte/ nicht mehr laufen kann, sind mühsam und würden darin enden, dass alle genervt und unglücklich sind.

Als ich mit der Tochter schwanger wurde, dachte ich lange nach, ob wir nun ein Buggy-Board für den Kinderwagen benötigen würden, auf den sich der Sohn stellen könnte. Aber wirklich warm wurde ich damit nicht, ich stellte mir das Laufen damit umständlich vor. Ich hoffte einfach darauf, dass mein Sohn bis zur Geburt der Tochter beginnen würde gerne zu Laufen....

Nun kam die Tochter in unser Leben und es stellte sich heraus, im Kinderwagen will sie nicht liegen und wurde somit ausschließlich getragen. Somit war es gut, dass wir alles auf uns zukommen ließen. Waren wir im Wald unterwegs waren hatten wir weiterhin die Kraxe für ihn dabei und für unterwegs hatten wir von Freunden einen Holzbollerwagen geschenkt bekommen, den sie nicht mehr brauchten. Auch unseren Fahrradanhänger bauten wir nun immer öfters zum Schieben um, sehr praktisch.

Ja, ich habe festgestellt nun bin ich immer öfters die, die komisch angeschaut wird bzw. der Sohn darauf angesprochen wird, wieso er denn als "großer Junge" geschoben wird, aber daraus mache ich mir nicht viel, denn ich habe schließlich früher nicht anders gedacht. Ich sehe aber auch die anderen Eltern, die zwanghaft versuchen ihre Kinder zum Laufen zu bewegen und wie genervt diese sind. Als wir den Bollerwagen zum St.Martins-Umzug im November mitgenommen haben wurden wir sehr neidisch von vielen Eltern beäugt, deren genauso "großen" Kindern immer wieder danach riefen endlich getragen werden zu wollen. Ja, wieso soll ich es uns schwer machen, wenn es auch einfach geht?

Nun hatten wir aber trotzdem noch nicht DIE perfekte Lösung gefunden. Der Fahrradanhänger war zu groß für meinen Kofferraum, um ihn auch mitnehmen zu können. Und auch wenn er beim Mann ihn den Kofferraum passte, der Auf- und Abbau dauerte einfach zu lange und nahm trotzdem viel zu viel Platz weg. Eine Lösung für den Urlaub war das nicht, man brauchte ja noch Platz für das Gepäck. Und in ein Supermarkt kommt man damit auch nicht, er ist zu breit.

Beim Holz-Bollerwagen verhält es sich ähnlich. Auch dieser lässt sich nicht platzsparend zusammenklappen und das ewige Ziehen mit einem Arm hinter sich, ist nicht sehr ergonomisch und strengt an. Zudem bot er zwar Platz für zwei Kinder, aber weiteres Gepäck passte nicht mehr hinein.

Was nun?

Durch Zufall habe ich bei "Im Herzen grün" einen faltbaren Bollerwagen entdeckt. Mit einem Schiebegriff! Wie bei einem üblichen Kinderwagen! Ich war auf der Stelle begeistert! Ich war hin und weg! Das ist doch die Lösung! Wieso ist da vorher noch niemand drauf gekommen! Das ist doch eigentlich die logische Fortsetzung nach dem Kinderwagen. Ich schrieb Fuxtec sofort an und erzählte ihnen von meinem Problem und das ich dafür bisher noch keine wirklich gute Lösung gefunden habe und ob diese daran interessiert sind, wenn ich den Wagen für sie Testen würde. Ja, das waren sie! Und sobald der Wagen wieder lieferbar war, bekam ich ihn zugeschickt und durfte ihn auf "Herz und Nieren" testen.

Der Bollerwagen FX-CT700 von Fuxtec ist nun bald 2 Monate bei uns und ist seit dem auch nicht mehr wegzudenken. Er ist wirklich sehr klein zusammenfaltbar und benötigt zum Lagern nicht viel Platz und damit natürlich auch nicht im Auto. In meinen kleinen 3-Türer passt der Bollerwagen problemlos. Der Klappmechanismus ist wirklich sehr einfach und mit einem Handgriff auch schon erledigt. 

Ein Bollerwagen mit Schiebegriff und Schiebefunktion, Schiebestange Fuxtec, FX-CT700,
Der Bollerwagen lässt sich sehr einfach schieben, sogar die Tochter schafft das! Da der Schiebegriff sich von unten bis oben in alle Positionen einstellen lässt, kommt die Tochter schon an den Griff und freut sich den Wagen schieben zu dürfen. Der Griff kann durch das Drücken von zwei Knöpfen gleichzeitig verschoben werden. Das ist am Anfang schon etwas schwer und strengt an. Wird mit der Zeit aber leichter.

Ein Bollerwagen mit Schiebegriff und Schiebefunktion, Schiebestange Fuxtec, FX-CT700,

Unter dem Schiebegriff befinden sich ein paar kleine Taschen, in denen man Flaschen und Kleinigkeiten schnell griffbereit hineintun kann. Am Schiebegriff befestigte ich gerne meinen kleinen Organizer von Lässig (bietet wirklich viel Platz!) oder eben direkt meine Wickeltasche, das ist problemlos möglich.

Ein Bollerwagen mit Schiebegriff und Schiebefunktion, Schiebestange Fuxtec, FX-CT700,
Der Schiebegriff wurde von mir und meinem Mann getestet. Ich bin 1,63m groß oder klein, wie man es nimmt, und für mich ist der Schiebegriff super. Ich kann den Bollerwagen, wie einen Kinderwagen schieben. Das ist einfach so praktisch und bequem. Mein Mann mit 1,83m bemerkte allerdings, dass der Schiebegriff für ihn einfach zu knapp ist und er immer wieder mit den Füßen an der Bremse hängen bleibt. Er nutzt daher viel lieber die Zugstange und zieht den Bollerwagen. Wer also größer ist, kommt leider nicht in den Genuß den tollen Schiebegriff wirklich nutzen zu können,ohne sich immer wieder die Füße am Bollerwagen anzustoßen.

Ein Bollerwagen mit Schiebegriff und Schiebefunktion, Schiebestange Fuxtec, FX-CT700,
Der Schiebegriff und die beweglichen Räder vorne lassen den Bollerwagen wirklich wie ein Kinderwagen wirken und er fährt sich richtig toll. Leider ist der Schwerpunkt sehr weit vorne, klar der Bollerwagen ist länger als ein Kinderwagen, und sobald der Wagen zu voll beladen ist, kann man diesen beim Überqueren von Straßen an einem hohen Bordstein mit dem Schiebegriff nicht wirklich gut anheben. Und man muss ihn an der Schubstange hochheben. Da ich zum Glück nur wenige Bordsteine auf unserem Einkaufsweg habe, stört mich das nicht und der Vorteil des Bollerwagens gegenüber unseres Fahrradanhänger ist der, dass ich mit diesem in den Supermarkt kann und durch die schmalen Gänge hindurch fahren kann.

Ein weiteres tolles Gimmick dieses Bollerwagens ist das Sonnendach mit integriertem Sonnenschutz. Es lässt sich ruckzuck anbringen und die Kinder sind vor direkter Sonne geschützt. Auch gibt es die Möglichkeit die Kinder anzuschnallen, würden sie gerne beim Fahren aufstehen und Gefahr bestünde, dass sie dann herausfallen würden.

Hätte ich den Bollerwagen nicht zum Testen von Fuxtec (Vielen herzlichen Dank!) erhalten, ich hätte ihn defintiv gekauft. Ich bin, bis auf wenige Abstriche, sehr zufrieden mit ihm und er erleichtert mir unseren Alltag mit zwei Kindern. Beide finden problemlos darin Platz, ebenso auch auch Gepäck für Ausflüge oder ein kleiner Einkauf.

Nun ist der Sohn bald 4,5 Jahre und in den letzten Wochen hat sich wieder viel in seiner Entwicklung getan. Plötzlich wandert er mit uns 6 oder 7 km im Wald, über Stock und Stein und die Tochter konnte nun in die Kraxe umziehen. Er läuft und läuft und erst gegen Ende, wenn er dann noch so viel Laufen doch müde wird, dann tragen wir ihn auf den Schultern das letzte Stück. Auch Fahrradfahren kann er nun und wo es geht, nehmen wir es mit und erfährt neben uns her.
So ist das eben mit unseren Kindern. Wir müssen uns ihrer Entwicklung und ihren Schritten anpassen, damit tun wir uns im Alltag leichter, damit werden wir uns alle wohler und entspannter fühlen und wenn wir weg sind von den Gedanken "Kinder müssen ab 3 Jahren laufen" und uns mit  Hilfsmitteln, wie Kraxen, Fahrradanhängern oder Bollerwägen helfen, dann machen Ausflüge von Anfang bis Ende Spaß. Der ganzen Familie!

Anmerkung: Der FX-CT700 wird derzeit noch in kleiner Stückzahl produziert und ist damit immer recht schnell ausverkauft. Man kann sich allerdings per Mail informieren lassen, wenn er wieder lieferbar ist. Auch gibt es mittlerweile eine Erweiterung und zwar eine Hecktasche, wie sie bei den anderen Fuxtec-Modellen auch vorhanden ist. Diese kann an den CT700 ergänzt werden und bietet so noch mehr Stauraum! Auch ein Regenüberzug gibt es. So steht Spaziergängen in allen Wetterlagen nichts im Wege und es gibt keine Überraschungen.

Ein Bollerwagen mit Schiebegriff und Schiebefunktion, Schiebestange Fuxtec, FX-CT700,
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Dies beeinflusst meine eigene Meinung in keinster Weise. Ich stelle euch hier nur Bücher, Spielzeug und andere Materialien vor, die mir und meinen Kindern wirklich gefallen und in denen ich einen Mehrwert sehe, den ich euch unbedingt zeigen möchte. Für euch entstehen dabei keine Mehrkosten!