Dienstag, 9. Februar 2016

Feuchttücher selbstgemacht - nun auch hier!


Bisher war dies für mich kein Thema gewesen. Obwohl ich schon den Sohn mit Stoffwindeln gewickelt habe, gerade wegen der Umwelt und der Müllproblematik, habe ich bei dem Thema Feuchttüchern weiterhin den einfachen Weg gewählt. Ich bin in den Drogeriemarkt und habe mir dort Feuchttücher gekauft.
Nun kam meine Tochter auf die Welt und hat viel empfindlichere Haut als der große Bruder. Sogleich hatten wir die Feuchttücher in Verdacht und ich musste mich nun doch mit dem Thema "Feuchttücher selbstmachen" beschäftigen. Dazu gibt es zum Glück schon ganz viele wundervolle Blogbeiträge und Tutorials in Youtube. Viel erklären muss ich hier daher nicht.

Ich möchte einfach gerne meine nun gemachten Erfahrungen dazu, ebenfalls ins WWW stellen, um somit zu zeigen, Feuchttücher selbstzumachen ist wirklich nicht schwer und gerade wer sowieso schon mit Stoffwindeln wickelt hat auch keine zusätzliche Arbeit mit dem Waschen der Tücher. Sie kommen einfach zur Windelwäsche hinzu. Der Muttermilchstuhl ist komplett wasserlöslich, daher ist ein vorheriges auswaschen der Tücher auch nicht nötig. 

Für die Herstellung der Feuchttücher verwende ich Baumwoll-Läppchen, diese hat mir mein Mann aus dem IKEA-Waschtüchern zurechtgeschnitten und genäht. Ich schichte sie in einer hohen Vorratsdose an und übergiese sie mit meiner zuvor angesetzten Lösung. Diese Lösung besteht aus 500ml abgekochtem Wasser, einem EL Kokosöl (dieses werde ich mir zum Testen bestellen, größere Mengen sind einfach günstiger) und wenige Tropfen reinem Lavendelöl .
Für das Kokosöl und das Lavendelöl habe ich mich wegen ihrer hautfreundlichen, entzündungs- und pilzhemmenden Wirkung entschieden.
Die angesetzte Menge reicht für ungefähr 2-3 Tage und ist somit in der Anwendung nicht anders als käufliche Feuchttücher. Sofort einsatzbereit! 

Ruckzuck, sind somit Feuchttücher ohne unnötige und teilweise bedenklichen Zusatzstoffen angesetzt. Man spart Müll und vor allem Plastikmüll! Auch für unterwegs können die Feuchttücher problemlos in einer kleinen Nasstasche mitgenommen werden.

Und wieder frage ich mich, wieso ich nicht schon beim Sohn Feuchttücher selbst gemacht habe. Bequemlichkeit wahrscheinlich. Denn auch vor der Nutzung der Stoffwindeln, dachte ich, dass sie umständlich sind und zuviel Arbeit machen. Versuch macht klug, heisst es doch so schön! Und so kann ich sagen, probiert es aus. Es ist einfach, spart Geld, schont die Umwelt und ist gut für die Haut eurer Kinder.

Diese Öle sind nur Beispiele, die ich derzeit im Einsatz habe. Hier gibt es viele verschiedene Hersteller. Achtet einfach darauf das es wirklich reine Bio-Produkte sind.


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Sonntag, 7. Februar 2016

Ein Mobile-DIY in Schwarz-Weiß


Mobiles gibt es in Hülle und Fülle! Viele Hersteller verkaufen sie. In vielen Farben, in vielen Formen. Ich habe mir in der ersten Schwangerschaft mit dem Sohn auch eines gekauft, passend zur Farbe des Kinderzimmers, passend zur Gestaltung mit vielen Elefanten. Ein Elefanten-Mobile also. Nur bald viel mir auf, was hat mein Sohn eigentlich davon?
Liegt er unter dem Mobile, kann er die Elefanten nicht wirklich sehen. Wie bei den meisten Mobiles sind die Figuren nicht waagerecht und nach unten zeigend aufgehängt, sondern so, dass sie für den Betrachter von vorne, also für uns Erwachsene, sichtbar sind. Nicht wirklich sinnvoll. Und wo werden die Mobiles bevorzugt aufgehängt? Über dem Schlafplatz, oder? Aber was soll ein Mobile über dem Schlafplatz, dort schlafen die Kinder und sind nicht gerade in einer Wachphase um sich ein Mobile wirklich zu betrachten und sich damit zu beschäftigen.
In der Babyzeit mit dem Sohn habe ich mich nicht wirklich weiter mit dem Mobile beschäftigt, bin im Internet aber immer wieder auf Alternativen und sinnvolle Mobiles gestoßen, die ich im Hinterkopf behielt.

"Mobiles sind vor allem während der ersten Monate für das Baby sinnvoll. In den frühen Wochen helfen sie ihm, das visuelle Vermögen zum Fokussieren und Verfolgen eines Gegenstandes mit dem Blick zu entwickeln"

Nun war es also soweit, meine Tochter kam auf die Welt und das Thema wurde wieder aktuell. Ich wollte diesmal selbst ein Mobile basteln und das passend zu ihrer derzeitigen Entwicklung.
Neugeborene und kleine Babys können maximal 25-30 cm scharf sehen. Genau die Strecke, die das Baby beim Stillen an Mamas Brust bis zu ihrem Gesicht hat. Das Gesicht der Mama ist also von Anfang an deutlich für das kleine Baby zu erkennen und kann somit genau fixiert und betrachtet werden.
Mit der Zeit werden die Wachphasen des Babys länger und es schaut sich in seiner Umgebung um und betrachtet diese. Weiterhin kann es allerdings noch nicht weit scharf und fokussiert sehen und auch viele Farben verschwimmen ineinander. Wirklich gut sehen, kann es daher zu Beginn schwarz-weiße Kontraste und hier können wir für ein passendes Mobile ansetzen. Ich habe mir einige geometrische Formen in schwarz-weiß selbst gebastelt und auch im Internet einige Kontraste heraus gesucht. Diese habe ich ausgedruckt auf festen Karton geklebt und mit Schnüren an einem Ast befestigt. Die Bilder befinden sich, wie oben erwähnt im Schnitt 25- 30 cm über dem Gesichtsfeld des Babys. Im Keller habe ich dann noch eine Spiegelgirlande entdeckt, welche ich ebenfalls angehängt habe. Sie reflektiert einfallendes Licht so schön.

"In den ersten Lebenswochen strebt das Kind danach, den Blick auf einen selbst gewählten Ausschnitt der Umwelt fixieren zu können. Allmählich bilden audauerende Aufmerksamkeit und Wiederholung neuronale Strukturen im Gehirn aus, die das erworbene Wissen repräsentieren. Durch diese Anstrengung an Konzentration und die Kontrolle der Aufmerksamkeit vollzieht sich das Lernen. Alle menschlichen Erfindungen und alles Vermögen zur Veränderung der Welt sind das Resultat der Fähigkeit des Menschen, die Aufmerksamkeit auf spezifische, ausgewählte Ausschnitte seiner Umgebung zu richten. Unsere Fähigkeit zur Konzentration ist also der Ursprung des menschlichen Fortschritts."

Hat meine Tochter nun längere Wachphasen, ist satt und zufrieden, lege ich sie immer mal wieder unter ihr Mobile. Sie verfolgt die einzelnen Bilder, schaut sie sich genau an. Die Konzentrationsdauer ist zunächst nicht sehr lang und sie wird mit der Zeit immer länger werden. Ich beobachte sie dabei sehr genau und freue mich sehr, dass ihr mein selbstgebasteltes Mobile gefällt.
Generell ist es aber wichtig, dass sich Babys ihre Umgebung uneingeschränkt betrachten, beobachten und wahrnehmen können. Wir sollten also darauf achten, ihr Sichtfeld nicht durch Gitter oder hohe Seitenwände von Babywiegen zu versperren. Sie wollen von Beginn an ihre Umwelt wahrnehmen und in sich aufnehmen. Wir können ihnen durch die vorbereitete Umgebung helfen und sie in ihren Bedürfnissen unterstützen.

Die Zitate stammen aus dem Buch  "Montessori von Anfang an".




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Donnerstag, 7. Januar 2016

Zuhause geboren - hinein ins Glück!

"Endlich ist sie da!"

Das waren die Worte des Zwerges, als er seine kleine Schwester erblicken durfte und sie ausgiebig bestaunte und streichelte. Endlich! 

Auch ich empfand tiefe Dankbarkeit darüber, dass sich die Maus nun auf den Weg zu uns gemacht hat und somit eine schöne und doch streckenweise auch anstrengende Schwangerschaft sein wundervolles und wunderschönes Ende fand.

Das unsere kleine Maus noch im alten Jahr auf die Welt kommen möchte, damit hat niemand mehr gerechnet. Wir hatten uns schon auf die Ankunft im neuen Jahr eingestimmt und vor allem, hätten wir niemals damit gerechnet, wie schnell es die Maus dann plötzlich doch noch hatte.

Damit möchte ich nun mit dem eigentlichen Geburtsbericht beginnen, um mich immer an diesen Tag erinnern zu können, an dem wir unser zweites Wunder in unsere in Liebe ausgestreckten Arme empfangen konnten.

Dienstag, der 29.12.2015

Ich hatte an diesem Tag wieder geburtsvorbereitende Akkupunktur. Zum dritten Mal. Schon in der letzten Schwangerschaft hat dies gut bei mir angeschlagen. Meine Hebamme fragte mich, ob wir diesmal auch die kleinen Fußzehen mitstechen sollen, da diese für die Wehen zuständig wären. Natürlich! Wehen! Lieber jetzt als später! Also gerne! Rein mit den Nadeln!
Der Zwerg begleitete mich an diesem Tag, er wollte unbedingt mit. Er war von Anfang an, immer sehr interessiert an der Schwangerschaft und der Aussicht eine Geschwisterchen zu bekommen. In dem Raum befanden sich noch einige weitere Frauen und "alle hatten dicke Bäuche" wie der Zwerg richtigerweise feststellte. Er unterhielt uns alle gut, mit seinen vielen, vielen und sich immer wieder wiederholenden Fragen zur Akkupunktur. Warum, Wieso, Weshalb... damit gehen 20 Minuten Wartezeit auch schnell rum...
Noch am Abend bemerkte ich, wie mein Bauch begann hart zu werden und ein leichtes Ziehen gesellte sich hinzu. Senkwehen? Übungswehen? Keine Ahnung!

Mittwoch, der 30.12.2015

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, merkte ich immer wieder dieses leichte Ziehen. Aber wie es kam, so ging es auch wieder. Der Bauch wurde auch mal hart. Mein Mann überlegte, ob der Bauch vielleicht doch etwas nach unten gegangen ist, aber es passierte nichts! Da ich ihn morgens noch über meinen Zustand unterrichtet hatte, war er während der Arbeit entsprechend neugierig und fragte immer wieder nach, wie es mir geht. Ich versicherte ihm, heute wird kein Baby kommen. Er merkte an, dass meine Hebammen gesagt haben, ich soll bitte rechtzeitig Bescheid geben, falls doch Wehen einsetzen sollten, denn beim zweiten Kind geht es in der Regel alles etwas schneller und ich hätte mich schon beim ersten Kind recht spät gemeldet.... wie knapp ich mich dann doch melden würde, damit hätte ich dann doch nicht gerechnet!

Donnerstag, der 31.12.2015, der Vormittag

Ruhe! In der Nacht hatte ich überhaupt kein Ziehen und am Vormittag merkte ich zunächst nichts. Die kleine Maus turnte noch in mir herum, als hätte sie dort noch jede Menge Platz und somit noch keine Veranlassung den gemütlichen Bauch der Mama überhaupt verlassen zu wollen. Noch um 16 Uhr postete ich ein Bild von meinem völlig schiefen Bauch in Facebook. Leichtes Ziehen meldete sich immer mal wieder, aber keine Veränderung zu den letzten Tagen. Für mich stand fest, noch immer keine Anzeichen auf eine Geburt am heutigen Tag!

Donnerstag, der 31.12.2015, Abendessen

Um 18 Uhr fotographiere ich noch unser Abendessen und poste auch dies für meine Facebook-Leser. Während des Essens merke ich auf einmal doch, wie das Ziehen stärker wird und ich mich dabei  etwas gerader auf den Stuhl setzen musste... hm... Mein Mann schaute mich schon wissend an und begann zu überlegen, ob die Maus nun doch noch im alten Jahr kommen möchte? Nein! Bestimmt nicht!

Nach dem Abendessen, räumten wir alles ab, verstauen die Reste und putzen die Küche. Irgendwie fange ich nun doch an, während dieses "Ziehens" kurz innehalten zu müssen. Hm... Ich kümmere mich noch um meine Meerschweinchen, bringe ihnen ihr Frischfutter und wir machen den Zwerg fertig für die Nacht. Immerhin ist er schon hundemüde, sagt er. 

Donnerstag, der 31.12.2015, ab 19 Uhr

Zurück im Wohnzimmer will ich mich nicht auf die Couch legen, ich will laufen! Aha! Sollte ich mir nun doch langsam eingestehen, dass da doch mehr sein könnte? Es ist nach 19 Uhr und ich wollte mich doch eigentlich auf einen gemütlichen Fernsehabend einstellen! Ich tigerte im Wohnzimmer auf und ab. Papa und Sohn spielten "Obstgarten" und beobachteten mich dabei. Zunächst atmete ich kaum merklich mehr, wenn das Ziehen wieder zu spüren war... dann plötzlich musste ich doch etwas mehr atmen... ich holte mein Smartphone und schaute auf die Uhr. Alle 2 Minuten (!) kam dieses Ziehen nun schon. Ich berichtete meinem Mann und dieser fragte, ob wir nicht mal unsere Hebamme anrufen wollen? Nein, will ich nicht. Ich laufe einfach noch etwas weiter!

Ok, das Ziehen wird noch heftiger... ich sollte wohl doch mal meine Hebamme anrufen, immerhin ist Silvester, wer weiß, was sie für heute noch geplant hat! Um 19.42 Uhr rufe ich also an und berichte von meinem Zustand und das es mir eigentlich ganz gut geht. Immerhin kann ich noch problemlos sprechen und das Ziehen ist auszuhalten und zu veratmen. Meine Hebamme fragte mich, wie lange eine Wehe, also das Ziehen, denn dauern würde? Ich überlegte kurz und schätzte 10 - 15 Sekunden. Sie sagt, falls ich sie doch brauche, soll ich mich wieder melden. Später berichtet sie mir, sie wollte gerade die Haustür hinaus und entschied sich dann doch das Auto zu nehmen, anstatt zu Fuß zur geplanten Silvesterfeier zu gehen.

In dieser Zeit rief ich dann auch gleich noch meine Mama an. Sie war mein Plan B, falls dem Zwerg doch alles zuviel werden würde und Ablenkung braucht. Meine Mama war direkt sehr aufgeregt und saß nun auf glühenden Kohlen.

Ich kam nun doch ins Überlegen und begann die Dauer einer Wehe mit dem Smartphone abzustoppen. Ja, ich gestand mir nun ein, es sind Wehen! Ich stoppte und auf der Stoppuhr stand: 35 Sekunden! Oh! Ich stoppte die nächste Wehe und da stand: 40 Sekunden! Ähm... ich stoppte weiter und die längste Wehe dauerte sogar 45 Sekunden. Ich musste mittlerweile richtig lange und tief veratmen und lief immer weiter und weiter im Wohnzimmer herum. Ich beauftragte meinen Mann, wieder bei unserer Hebamme anzurufen, sie muss nun doch kommen! Es war 20.03 Uhr!

Donnerstag, der 31.12.2015, ab 20 Uhr

Nach dem Telefonat schnappte sich mein Mann den Zwerg und sie bereiteten gemeinsam alles vor. Sie legten das Malervlies im Schlafzimmer aus, im Bad räumten sie die hellen Badvorleger weg und holten alte Handtücher. Im Wohnzimmer lief ich weiterhin umher und sobald eine Wehe kam, stützte ich mich nun an die Couch und veratmete. Als der Zwerg herunter kam, fragte er mich sofort was ich da machte und wollte auf meinen Rücken krabbeln, bot sich ja an... ich erklärte ihm schnell, dass das leider nicht geht. Seine Schwester will nun bald kommen und mir tut deswegen der Bauch weh. Er streichelte mir den Rücken und blieb press an meiner Seite.
Um 20.20 Uhr klingelte es und meine Hebamme kam herein. Ein Glück war Silvester und die Straßen leer, sie war ruckzuck da! 
Wir gingen gemeinsam hinauf ins Schlafzimmer, wo ich schnell noch eine Wehe veratmete, danach untersuchte sie mich. Der Muttermund war schon 5 cm auf... 1cm weniger als beim Zwerg... das könnte also noch dauern... so dachte ich... Meine Hebamme merkte noch an, die Fruchtblase ist zum Zerreißen gespannt, wenn die platzt, dann schwimmt hier alles.... öhm... ok... ich krabbelte wieder von meinem Bett herunter und kniete mich lieber vor das Bett und stützte mich daran ab.
Ich veratmete weiterhin Wehen und es drückte schon sehr nach unten. Der Papa und der Zwerg machten es sich auf dem Bett gemütlich und der Zwerg kommentierte und hinterfragte alles. Und ich meine damit wirklich ALLES! Der Papa war schwer beschäftigt, im Rede und Antwort zu stehen und ihn daran zu hindern nicht unter mich zu krabbeln, damit er sich auch wirklich alles genau ansehen kann. 
Die nächste Wehe kam und plötzlich machte es "PLATSCH". Die Fruchtblase platzte um 20.40 Uhr und es ergoß sich ein See aus grünbraunem Fruchtwasser unter mir. Ich konnte mich kaum über diese Menge wundern, schon begann ein unbeschreiblicher Druck nach unten und ich merkte, wie sich der Kopf der Kleinen durch den Abgang des Fruchtwassers in den Kanal hineingeschoben hat... man könnte es auch hineingeschossen nennen. Die Presswehen begannen sofort und ich krallte meine Hände in die Decke und presste. Zack war der Kopf geboren! Und mit den nächsten zwei Wehem kam dann auch der Körper hinterher! Es war 20.42 Uhr! 
Mit dem Körper kam nochmals Fruchtwasser und da lag sie nun, vor mir, dieses kleine nasse Bündel Leben und schrie sofort los. Ich war so beeindruckt, über diese kurze, schnelle und machtvolle Geburt, ich war völlig euphorisch und grinste nur noch. Ich nahm meine Tochter auf und presste sie an mich. In diesem Moment verselbstständigte sich das Fruchtwasser und lief unter das Bett... mein Mann und die Hebamme hechteten hinterher und wischten schnell alles auf. 

Ich krabbelte mit meinem kleinen Baby auf das Bett und lächelte meinen Sohn an, der völlig fasziniert von allem war. Er setzte sich neben mich und kuschelte sich in meinen Arm und beobachtete genau wie ich, dieses kleine Menschlein, welches es plötzlich so eilig hatte auf diese Welt zu kommen.
Nachdem die Nabelschnur auspulsiert war, haben Papa und Sohn diese gemeinsam durchgeschnitten und gingen dann hinunter um den Sekt zu holen. Diesmal hatten wir schon frühzeitig vorgeplant und der Sekt stand auch wirklich kalt. Beim Herzkind wurden wir damals noch überrascht und hatten nur warmen Sekt zum Anstoßen. Für den Zwerg gab es Sprudel und wir stießen alle gemeinsam an!

Nur die Plazenta, die wollte mal wieder nicht kommen. Erst nach Akkupunktur und Homöophatie kam diese um 21.25 Uhr auch endlich. Genau zu diesem Zeitpunkt rief dann auch meine andere Hebamme an, welche leider mit Grippe im Bett lag und nicht mitkommen konnte. Sie war ganz frustriert, so eine schnell und komplikationslose Geburt verpasst zu haben. Mit ihr hatte ich damals besprochen, dass ich gerne einen Teil der Plazenta essen wollte. Sie hatte während des Geburtsvorbereitungskurses davon gesprochen und das dies sehr gut helfen soll bei Nachwehen, dem Milcheinschuss, gegen Wochenbettdepressionen und das dies die Rückbildung der Gebärmutter beschleunigt. Warum also nicht? Ursprünglich sollte das Stück Plazenta in einen Smoothie verarbeitet werden, darauf wollte ich jetzt aber nicht warten. Meine Hebamme schnitt also einen Stück ab, legte es mir auf einen Löffel und ich schluckte es unzerkaut mit einem großen Schluck Sekt hinunter. Das war dann wohl das Adrenalin! Ich schmeckte nichts und hatte auch keinen Ekel und ich muss sagen, die Plazenta hilft wirklich!

Nachdem nun auch dies erledigt war, wurde die kleine Maus vermessen, abgehört und gewogen. Wie ich mir schon dachte, war sie etwas kleiner und leichter als ihr Bruder. 3400 Gramm Lebensgewicht, 51cm groß und ein süßes Köpfchen von 34cm. Etwas Fruchtwasser musste nochmals abgesaugt werden, ansonsten war sie fit und munter und stillte direkt problemlos.

Nun konnte ich auch endlich duschen gehen und der Papa kümmerte sich mit dem Bruder um die kleine Schwester. Nach dem Duschen, zog ich mich an und kroch zu meiner kleinen Familie ins Bett. Der Zwerg war total überdrehte und lief im Schlafzimmer auf und ab. Meine Hebamme räumte alles fertig auf und verabschiedete sich um 22 Uhr! Ihre Familie war ganz überrascht als diese so früh wieder Zuhause war und ich freute mich für sie, dass sie ebenfalls Silvester feiern konnte.

Als hier nun wieder Ruhe einkehrte, überkam auch den Zwerg die Müdigkeit und er kuschelte sich in unsere Mitte. Schnell riefen wir noch die Großeltern an. Meine Mama und mein Papa atmeten auf, immerhin warteten sie die ganze Zeit schon auf Instruktionen und meine Schwiegereltern waren freudig überrascht im alten Jahr nochmal Großeltern zu werden. Danach lasen wir dem Zwerg zwei Geschichten vor und schon war er im Träumeland. Mein Mann ich ich, lagen nun im Bett, zwischen uns unsere beiden Kinder und das neue Jahr vor der Tür. Dieses Glücksgefühl ist einfach unglaublich unbeschreiblich!

Auch diese zweite Hausgeburt war wundervoll. Sie war so wie ich sie mir vorgestellt habe. Ok, vielleicht etwas schneller, aber so wollte ich es auch. Eine schnelle, selbstbestimmte, machtvolle Geburt. Geborgen und sicher in unserem Zuhause. Ich bin glücklich und stolz, diese Geburt so erlebt haben zu dürfen und sie trägt mich! Sie macht mich stark! Stark für meine kleine Familie, die nun um ein weiteres kleines, zuckersüßes Mitglied angewachsen ist. Eine Tochter! Meine Tochter! ♥



Mittwoch, 30. Dezember 2015

Selbstgemachte Geschenke: Brotbackmischung

 
Wie schon im letzten Jahr, haben wir uns auch in diesem Jahr überlegt, was wir der Verwandschaft zu Weihnachten schenken könnten und wobei das Herzkind auch mithelfen kann. Wichtig war uns auch weiterhin, dass die gemachten Geschenke einen Nutzen haben bzw. dekorativ (Geschmack des Beschenkten entsprechen) sind. 

Im letzten Jahr haben wir uns dafür entschieden, Kaffeetassen mit Porzellan-Malfarbe zu gestalten bzw. das Herzkind. Ein nützliches Geschenk, verziert vom Enkel bzw. Neffe, darüber haben sich wirklich alle sehr gefreut.

In diesem Jahr haben wir uns für mehrere Geschenke entschieden. Natürlich wieder den erwarteten Fotokalender, einen selbstgebastelten Stern (ich werde noch berichten) und eine Brotbackmischung!

Die Idee einer Backmischung fand ich wirklich sehr nett und nützlich. Und die Mischung kann schon mit einem kleinen Kindergartenkind zusammen hergestellt werden.

Ich habe hier zwei gefundene Blogrezepte miteinander kombiniert und daraus eine eigene Mischung erstellt. Die ursprünglichen Mischungen finden sich *hier* und hier*. Daraus ergab sich dann folgende Variante:

200 Gramm Dinkelmehl
100 Gramm Weizenvollkornmehl
200 Gramm Dinkelvollkornmehl
50 Gramm Leinsamen
50 Gramm Sonnenblumenkerne
50 Gramm Kürbiskerne

Zu dem Dinkelmehl wurden 2 Teelöffel Salz gemischt und auf das Weizenvollkornmehl wurden zwei Päckchen Trocken-Backhefe gegeben. Alle Zutaten werden einzeln geschichtet und die Flasche immer wieder vorsichtig aufgeklopft, um die einzelnen Schichten zu verdichten. Am Ende werden Kürbiskerne bis zum Flaschenrand aufgefüllt. Die einzelnen Schichten heben sich voneinander ab, was sehr schick aussieht.

Als Flasche haben wir eine 1L Milchflaschen verwendet. Hier haben wir die Glasflaschen von Landliebe gesammelt, welche wir sowieso immer einkaufen. Der Deckel wurde mit Acryllack golden eingesprüht.

Wie die Backmischung nun mit lauwarmen Wasser und etwas Essig anzusetzen und zu backen ist, haben wir mit einem selbstgestalteten Klebeetikett auf die Flasche befestigt. Die Anhänger haben wir mit lufttrocknender Modelliermasse und Keksbuchstaben selbst gestaltet.

Der Zwerg war wirklich mit Feuereifer dabei, stach Sterne aus, beschriftete Sie mit Buchstaben-Stempeln und half später beim Befüllen der Flaschen. Er wog selbst die Zutaten ab und fragte immer wieder ob die Menge schon passt. Er selbst sah am Ende wie ein kleiner Schneemann aus, komplett bestäubt mit Mehl. Von dem Zustand der Küche wollen wir nicht reden... Spaß hat es uns allen gemacht, denn auch mein Mann hat mitgeholfen (er durfte die Schichten aufklopfen) und so war die Brotbackmischung eine tolle Gemeinschaftsarbeit mit viel gemeinsamer Zeit und Freude.





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Dienstag, 29. Dezember 2015

Unser völlig entspanntes Weihnachten!

Susanne von Geborgen Wachsen hat die Aktion "Wochenende in Bildern" ins Leben gerufen, an dem alle Familien ihre verbrachten Wochenenden vorstellen können. Abgewandelt fand dies nun auch für die Weihnachtstage statt und ich möchte unser Weihnachten noch nachreichen.

Die gesamte Weihnachtszeit war in diesem Jahr recht entspannt. Früh wusste ich, welche Geschenke wir für die Verwandschaft basteln wollten und bereitete dafür alles vor (ich werde noch berichten). Aufgrund der Schwangerschaft wählten wir in diesem Jahr Raclette als Weihnachtsessen, so dass auch hier nur wenig Vorbereitungszeit anfiel.

Die Geschenkwünsche des Herzkindes wurden mal wieder per Online-Wunschliste an die Mailadressen der Verwandschaft geschickt, mit dem sehr direkten Hinweis, dass bitte jeder wirklich nur eines dieser Geschenke wählt und ansonsten gerne das Sparschwein des Zwerges füttern darf. Der Hinweis zum Nikolausgeschenk lautete dann noch, dass dieses regulär in einen Schuh hineinpassen sollte... somit griff ich einer Geschenkeflut vor, die Verwandschaft kümmerte sich selbst um die gewünschten Geschenke und nichts wurde doppelt gekauft, da man die Geschenke auf der Liste als reserviert anklicken kann. Ich nutze diese Liste seit Beginn: zu Geburtstag, Weihnachten und Ostern und bin einfach begeistert davon: *klick*

Am Heiligabend kommt die Verwandschaft also zu uns nach Hause. Fahren mit Kleinkind wollten wir uns von Anfang an ersparen und führten dieses neue Ritual mit Beginn des Elternseins ein. Die Groß- und Urgroßeltern und die Tante kommen also zu uns und somit waren wir an diesem Abend 9 Erwachsene und ein kleiner Zwerg, die Weihnachten gemeinsam feierten.

Alle kamen pünktlich zogen sich ihre bequemen Hausschuhe an und wir schlemmten Raclette. Nachdem wir uns die Bäuche ordentlich vollgeschlagen haben (der Zwerg aufgrund eines Rotwein-Unfall seines Papas, frische Klamotten anziehen musste und sich beruhigt hatte), zogen wir ins Wohnzimmer um, um dort begleitet durch das Flötespielen meiner Schwester, einige Weihnachslieder zu singen. Die Männer, die sich davor drückten, kümmerten sich in dieser Zeit um den Abwasch und räumten die Küche auf. Perfekt!

 
Nach dem wir nun gesungen hatten, was ich wirklich sehr liebe und der Zwerg auch, verteilten wir die Geschenke. Zunächst verteilte der Zwerg alle Geschenke an die Verwandschaft, wir ließen uns Zeit dabei, warteten immer wieder ab, bis ausgepackt, begutachtet und sich gefreut wurde.

Ganz zum Schluß packte dann auch der Zwerg seine Geschenke aus. Es gab im Grunde drei Stück für ihn. Eine tragbare Scheune von Schleich von der Tante, den Bahnhof von Brio für die Holzeisenbahn von meinen Eltern und ein Straßen- und Verkehrsschilder-Set von meinen Schwiegereltern. Von den Urgroßeltern gab es ein Schleichtierchen und Geld und wir als Eltern schenkten nichts. Noch legt der Zwerg keinen Wert darauf bzw. weiß im Grunde nicht, von wem welches Geschenk wirklich ist, denn er denkt, das Christkind hat sie ihm gebracht...
 
Der Uropa ♥
Das ist nur ein kleiner Teil des Straßensets... zum Glück haben wir ein großes Wohnzimmer...
 
Mit diesen drei schönen Geschenken war der Zwerg also ausreichend beschenkt worden und war total begeistert. Alle drei Geschenke wurden an diesem Abend ausgiebig bespielt und in seiner Tante und den Opas fand er wunderbare Spielgefährten. 

Zwischendurch versammelten wir uns nochmal im Esszimmer und verkosteten den leckeren Nachtisch meiner Schwiegermama. Das hilft natürlich auch sehr beim Entspannen, wenn man sich das Weihnachtsmenü etwas aufteilt und nicht für alles verantwortlich ist.

Tiramisu-Kügelchen, Schokomousse mit Biss und Himbeer-Creme *jumi*
 
Der restliche Abend verlief weiterhin sehr entspannt, wir spielten und redeten, Weihnachtsmusik lief im Hintergrund und einfach alles hat wirklich gepasst und war toll. Als alle gegangen waren und wir unseren Zwerg mit viel gutem Zureden von seinen neuen Spielsachen trennten und hundemüde ins Bett fielen, war ich einfach glücklich. Es war ein sehr schönes Weihnachtsfest!

Am 1. Weihnachtstag hatten wir keine Termine und das Weihnachtsgrillen am 2.Weihnachtsfeiertag beim Onkel meines Mannes fiel wegen den plötzlich aufkommenden Ohrschmerzen des Zwerges kurzfristig aus. Wir haben uns zwar sehr auf das Grillen gefreut, aber so kann eben doch mal etwas dazwischen kommen und somit verbrachten wir dann auch den 2.Weihnachtstag gemütlich Zuhause und bemutterten den Zwerg mit Zwiebelsäckchen und Kuscheleinheiten. 

Entspannter und ruhiger kann ein Weihnachten wohl kaum ablaufen und ich wünsche mir jetzt schon sehr, dass es auch im nächsten Jahr mit zwei Kindern wieder so entspannt ablaufen wird.
 

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Montag, 28. Dezember 2015

Der Bagger-Geburtstag

Aufgeregtes Warten auf die Gäste!

Gestern feierten wir nun den 3.Geburtstag des Herzkindes und im Vorfeld machte ich mir natürlich Gedanken, wie dieser nun ablaufen sollte. Der erste Geburtstag, den der Zwerg wirklich bewusst wahrnimmt. Er weiß nun was Geburtstag bedeutet. Er weiß, dass Gäste kommen. Nur für ihn! Und das es Geschenke geben wird.

Die letzten zwei Jahre, haben wir immer recht groß gefeiert, mit der ganzen Verwandschaft. Dieses Jahr wollten wir dies aufgrund der fortgeschrittenen Schwangerschaft vermeiden und obwohl mich es etwas traurig stimmte, war es sicherlich die beste Entscheidung. Wir luden also nur Groß- und Urgroßeltern, die Tante mit Partner und die Lieblingscousine ein. Insgesamt waren wir also 11 Personen und das Geburtstagskind. Es gab Kaffee und Kuchen.
Für den Zwerg wollte ich ein kleines Thema gestalten und entschied mich daher für sein derzeitiges Lieblings-Spiel-Szenario: Baustelle und Baggern!
  
 


Die Abwandlung eines Maulwurfkuchens, wurde zum Baustellenkuchen und die Kaffeetafel verwandelte sich in eine Mini-Baustelle. Hier bediente ich mich an den Fahrzeugen des Zwerges und der Abkipper wurde zur Zuckerdose. Der Zwerg ließ es sich nicht nehmen später alle einzeln mit Zucker zu beliefern und baggerte mit dem Radlader den Zucker in die Kaffeetassen. Die Gäste waren begeistert!



Den ganzen Tag war der Zwerg aufgeregt und fragte gefühlt minütlich wann seine Gäste denn nun endlich kommen werden. Er half dem Papa beim Kaffekochen und suchte sich ein passendes Hemd aus seinem Schrank aus, damit er schick für die Gäste war.

 
Der Baustellen-Kuchen ist eine Abwandlung von diesem Rezept: *klick* Umgestaltet habe ich dieses folgendermaßen:

Der Boden besteht aus 150 Gramm Butter, 180 Gramm Zucker, 225 Gramm Mehl, 45 Gramm Kakao, 2 Teelöffel Backpulver, 2 Eier und 113 ml Milch. Die Butter wird vorher geschmolzen und alles zusammen verrührt. Dies ergibt den Teig für den Kuchenboden, der nun wie in obigen Rezept 30 Minuten bei 170 Grad und Umluft im Backofen gebacken wird. Wie man erkennt, habe ich mich an die Kommentare gehalten und die 1,5fache Menge verwendet, um genügend Krümmel zum Verzieren zu erhalten. Den Kuchenboden habe ich einen Tag zuvor schon gebacken und hatte somit am heutigen Tag deutlich weniger Arbeit.

Heute früh habe ich dann die Füllung hergestellt: 3 Becher Sahne, 3 Sahnesteif, 2 Vanillezucker zusammen steif schlagen und 100 Gramm Schokoflocken unterheben. Auch hier habe ich mich an die Kommentare gehalten und mehr Füllung produziert, um eine schöne Kuppel ausarbeiten zu können. Auch den Vanillezucker habe ich für den Geschmack zusätzlich hinzugegeben.

Aus dem Kuchenboden habe ich nun wie im Rezept beschrieben ausreichend Krümmel herausgekratzt und dann wieder wie in den Kommentaren in der Mulde Nutella verteilt. Das ergibt das gewisse Extra und dann habe ich erst die Bananen darauf gegeben. Mit der Sahnefüllung habe ich nun die Baustellen-Kuppel ausgearbeitet und die Krümmel darauf verteilt.

Die kleinen Baustellenfahrzeuge, die ich auf den Kuchen plaziert habe, sind einmal der Minibagger und der Miniradlader von Siku. Die Geburtstagszahl habe ich ganz einfach mit Word erstellt, ausgedruckt und mit Heißkleber an einen Schaschlick-Stab befestigt.

Als der Zwerg seinen Baustellen-Kuchen zum ersten Mal sah, war er total begeistert und das Lächeln in seinem Gesicht freute mich ungemein. Es ist schön, wenn dem eigenen Kind gefällt, was man für ihn gestaltet hat. Der Geburtstag war somit ein voller Erfolg und wir hatten alle zusammen einen wunderschönen Tag.



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Sonntag, 27. Dezember 2015

Ich schau dich an...

... und ich weiß, dass ich gesegnet bin!

Ich wurde mit einem wundervollen Sohn beschenkt, der mir jeden Tag soviel gibt und soviel zeigt!

Nie hätte ich vorher wissen können, wie es mit einem eigenen Kind sein wird. Nie hätte ich vorher wissen können, zu wieviel mein Körper fähig ist. Nie hätte ich vorher wissen können, zu wieviel meine Seele und mein Herz fähig sind. 

Seit 3 Jahre bist du nun schon in unser Leben und es waren anstrengende, wundervolle, bereichernde, freudvolle, nervenaufreibende, wachsende, fantastische, schlaflose, liebevolle, hilflose, fantastische und magische Jahre.

Jeder Tag mit dir ist ein Geschenk. Auch wenn es im Alltag manchmal schwer ist daran auch zu denken. Tage an denen wir nicht einer Meinung sind, an denen du natürlich deinen eigenen Kopf hast, an denen du zeigen willst, wie groß du schon bist, wie sehr du schon gewachsen bist und uns nicht mehr brauchst.

Ich bewundere deine Energie, deine Schaffenskraft, dein Tatendrang, das wunderschöne Blitzen in deinen Augen. Ich liebe dein Empathievermögen, dein Mitgefühl. Dein Interesse an allem, dein Wissensdurst.

Du bist so klein und doch schon so selbstständig, du bist du selbst. Du hast deinen eigenen Charakter und bist nicht angepasst. Du weisst genau was du willst und was du nicht willst und zeigst es uns. 

Ich mag dein zurückhaltendes Wesen, das Überblicken und Prüfen von neuen Situationen. Es erinnert mich so sehr an mich. Ja, es kann auch hinderlich sein. Neues ist nicht immer auch gleich toll für dich. Vorauseilen ist nicht deins. Du bist ein Morgenmuffel, wie er im Buche steht. Auch das hast du wohl von deiner Mama. Dafür hast du das handwerkliche Interesse deines Papas und hilfst ihm sehr gerne bei allem was im Haushalt anfällt. 

Ich liebe es, wenn ich euch beide zusammen im Bett liegen sehe. Gemeinsam auf einem Kissen, ganz dicht aneinander. Denn Nachts, da liegst du bei Papa. An Papa kann man sich so wunderbar ankuscheln.

Ich bin so glücklich, dich meinen Sohn nennen zu dürfen. Eigentlich ist es nicht in Worte zu fassen, wie sehr ich dich liebe. 

Herzlichen Glückwunsch, mein kleiner Schatz! 3 Jahre groß, 3 Jahre klein. Egal wie rum, mein Baby wirst du immer bleiben! ♥


Donnerstag, 24. Dezember 2015

Auf Kollisionskurs - zurück zum Wesentlichen!

Heute ist Weihnachten! Das Fest der Nächstenliebe, des Gebens, der Achtsamkeit, des friedvollen Miteinanders. Für unsere Kinder geht eine lange Wartezeit zu Ende und sie werden den Abend kaum abwarten können. Sie sind freudig erregt, vielleicht auch hibbelig, sie strahlen und sehnen das Zusammensein und Beschenken herbei. Für viele von uns bedeutet die Weihnachtszeit zunächst einfach nur Streß. Die Vorbereitungen darauf und das Wundern, dass der heutige Tag nun doch wieder so schnell da war. Der große Einkaufssturm, das Verpacken aller Geschenke, die Vorbereitung des Festessens und und und... wir wollen versuchen die Hektik und den Streß herauszunehmen, wir versuchen es oft jedes Jahr und nicht immer klappt es.

Unser gestresses Sein und unsere freudvollen aufgeregten Kinder können hier ganz schnell auf Kollisionskurs geraten. An einem Tag der doch eigentlich so wundervoll und friedvoll sein sollte. Aber das gilt nicht nur speziell für den heutigen Tag, sondern auch generell. Es wird immer Tage geben, die nicht so laufen, wie wir uns dies wünschen. An denen Meinungen, so unterschiedlich, aufeinander prallen und kollidieren. Es sind Tage, an denen wir Abends oft im Bett liegen und an uns zweifeln. Susanne schrieb vor kurzem etwas über "Gute Eltern und geborgene Familien – Grundhaltung, Unperfektheit und Lichtfunken" und erwähnte einige Blogger, unter anderem auch mich und das sicherlich niemand von uns perfekt ist! Und damit hat sie vollkommend recht!

Es mag für viele Leser eintönig sein, wenn sie immer nur über das lesen, was perfekt und gut funktioniert. Aber ist es nicht das, was wir uns alle wünschen? Ruhe und ein wundervolles Zusammensein in der eigenen Familie. Ein Rückzucksort in der stressigen Zeit, der einem hilft wieder Kraft zu tanken und neu durchstarten zu können?

Es funktioniert nicht immer! Und das macht uns oft wütend und traurig und die Verbindung zu unseren Kindern oder dem Partner scheint in diesem Moment zu wackeln und zu wanken und Verständnis kann ausbleiben, warum es nun gerade sein musste zu kollidieren!

Wir sollten daran nicht verzweifeln und uns Vorwürfe machen, wir sind nicht perfekt, niemand von uns. Perfekt sein ist nicht möglich. Wir wollen uns nicht verstellen müssen. Was wir tun können, ist zu versuchen so manch einen Kollisionskurs zu vermeiden. Denn liegen wir so oft Abends im Bett und betrachten rückblickend den Tag, fällt uns so manches Mal auf, der Streit war unnötig, er wäre unnötig gewesen, wenn wir ihn aus einer anderen Sichtweise gesehen hätten. Und mit diesem Wissen können wir lernen und uns mit unserem Gegenüber verbinden. Gerade für unsere kleinen Kinder sind wir diejenigen, die solche Situationen deeskalieren können. Nur wir können solche Situationen überblicken und darüber nachdenken, um sie ändern zu können.

Auch ich habe natürlich diese Situationen und Momente mit meinem Zwerg, in denen ich aus der Haut fahren könnte, in denen ich mich frage "Will er mich nicht verstehen?" - "Will er mich ärgern?" - "Warum funktionieren unsere Abläufe nicht mehr?".
Natürlich sind manche Fragen total sinnfrei! Nein, unsere Kinder wollen uns nicht ärgern und sie wollen uns eigentlich auch immer verstehen, sie wollen kooperieren. Aber sie wollen auch selbstständige kleine Menschen werden, mit einer eigenen Meinung und anderen Prioritäten. Vielleicht sollte ich über solche Tage mit dem Zwerg auch mal schreiben?

Unsere Kinder leben im Hier und Jetzt! Sie denken nicht über morgen nach, oft noch nicht mal über die nächsten Stunden und freuen sich einfach da zu sein, bei sich selbst und bei den Menschen, die sie lieben. Wir denken zuviel, wir denken ständig, wir machen uns immer Gedanken und sind bei den nächsten Terminen. Streß und Hektik sind keine guten Vorraussetzungen, um sich verbinden zu können, um so reagieren zu können, wie es wirklich gut wäre. Der Kollisionskurs ist vorprogrammiert und danach liegen wir wieder Abends im Bett und sind traurig über die Ereignisse des Tages.

Nicht alles ist einfach umzusetzen, aber wir sollten versuchen auch wieder mehr im Hier und Jetzt zu sein. Mehr Verbindung herstellen, mehr über die Sichtweise des Anderen nachdenken und nicht nur unsere Einstellung und Meinung durchsetzen zu wollen, weil es uns im ersten Moment einfacher erscheint.

Heute zur Weihnachtszeit, sollten wir einfach im Hier und Jetzt leben, zusammen mit unserem Kindern, mit unserer Familie. Wir sollten nicht daran festhalten, heute oder wann auch immer, alles perfekt haben zu wollen. Wichtig ist nicht der perfekte Braten, das beste Geschenk und die aufgeräumte Wohnung. Wichtig ist die Verbindung und das Verständnis untereinander. Das wir alle gleichwürdig sind. Nächstenliebe! Hier und Jetzt! Zurück zum Wesentlichen!

In diesem Sinne wünsche ich euch allen wunderschöne und friedvolle Weihnachten.

Tage, die nicht gut liefen. Es sind Tage, an denen man sein schlafendes Kind ansieht und den Tag gerne zurückdrehen würde. Wenn man seinem Kind beim Schlafen zusieht und alles ruhig am Abend wird, dann spürt man wieder die Liebe und das Brennen im Herzen für sein Kind. Das Wesentliche!

Dienstag, 22. Dezember 2015

Bloggers Weihnacht 2015 - Bratäpfel zur Weihnachtszeit

Heute ist es nun endlich soweit, auch ich darf mein Türchen zur Bloggers Weihnacht 2015 öffnen. Tanja vom wunderbaren Blog Tafjora hat auch in diesem Jahr wieder dazu eingeladen und ich freue mich sehr, daran teilhaben zu dürfen. Jeden Tag vom 01. - 24. Dezember interviewt sie eine/n BloggerIn zum Thema Weihnachten. Und die Blogger selbst öffnen auf ihrem Blog ebenfalls ein passendes Türchen, sei es über Gedanken zu Weihnachten, Rezepte und und und... ein wirklich ganz spannende Aktion, welche Tanja gestartet hat.

Nun also zu meinem heutigen Türchen. Dahinter verbigt sich ein gar köstliches Rezept. Gerade jetzt verbinden wir sehr, sehr viele unterschiedlichste Gerüche mit Erinnerungen. An Weihnachten, an unsere Kindheit, an das Fiebern auf die Geschenke. Viele Aromen finden sich speziell zur Weihnachtszeit wieder und machen Weihnachten mit zu dem was es für uns ist. Ich liebe den Duft des Weihnachtsbaumes, er ist mir aus meiner Kindheit sogar noch bewusster in Erinnerung als aktuell. Leider haben wir einen großen offenen Wohnraum und da verfliegt dieser Duft recht schnell. Bei meinen Eltern steht der Weihnachtsbaum im Wohnzimmer und ich weiß noch, wie ich jeden Morgen nach Weihnachten dort hinein bin, den Duft in mich aufsog und zusammen mit meiner Schwester die Geschenke bespielte. 

Auch viele Gewürze sind Weihnachten! Darunter natürlich Zimt! Und passend dazu Nüsse, Äpfel.... was kann man denn daraus machen? 

Bratäpfel!

Jawohl!

 
Ich liebe Bratäpfel! Und vor einigenen Jahren bin ich über ein ganz besonders tolles Rezept gestolpert. Bratapfel im Nussmantel! Wenn ich daran denke, läuft mir schon wieder das Wasser im Mund zusammen. Ich liebe dieses Rezept und möchte es heute unbedingt an euch weiterreichen. Gefunden habe ich es damals hier und im Grunde könnt ihr euch auch genau daran halten. 

Wichtig ist natürlich die passende Apfelsorte bzw. das ihr bei eurer Lieblingssorte daran denkt, die Backzeit entsprechend zu variieren. Ich mag z.B. sehr gerne die Sorte Delicious und diese benötigt bedeutend kürzere Backzeiten. Je nach Apfelgröße können schon 20 - 30 Minten ausreichend sein, so verkürzt sich natürlich auch die Wartezeit auf diesen sündhaft leckeren Nachtisch enorm!

Bei der Nussmischung gibt es keine Grenzen, gerne mische ich Mandel und Haselnuss und was man dazu servieren möchte steht einem ebenso frei. Hier wird gerne das typische Vanille-Eis dazu gereicht, es ergänzt den Bratapfel-Geschmack sehr gut.

Und wenn der Bratapfel so im Ofen backt, entströmt aus diesem so wundervolle Düfte und Aromen, dass einem einfach ganz weihnachtlich ums Herz werden muss. Es ist eine wirklich wundervolle Nachspeise am heiligen Abend und ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Nachbacken und genießen!

Ebenso wünsche ich euch wundervolle Weihnachten. Nur noch 2 Tage, genießt diese noch, stresst euch nun nicht mehr und habt erholsame und besinnliche Feiertage mit euren Familien.


Montag, 21. Dezember 2015

Der Babybauch-Abdruck


In meiner allerersten Schwangerschaft habe ich zu Weihnachten von meinen Schwiegereltern ein Set zur Babybauchabformung geschenkt bekommen. Leider kam es wegen der damaligen Fehlgeburt zunächst nicht zum Einsatz.
Dann wurde ich schwanger mit dem Herzkind und uns war klar, dass wir dieses Set nun hervorholen werden und eine Erinnerung von dieser Schwangerschaft anfertigen wollten. Ich hatte zunächst sogar vor, den entstandenen Abdruck selbst zu Verschönern, merkte aber schnell, zum Einen mangelt es an verfügbarer Zeit und eigentlich bin ich dafür auch nicht der Geduldsmensch. Ausbessern, Abschleifen, Feinarbeiten und dann noch Veredeln und ein passendes Design finden? Nicht meine Welt! Ich bin damals zufällig auf Julia Schulze´s Babybauchabdrücke gestoßen. Sie gestaltet selbst Abdrücke und kümmert sich auch um deren Gestaltung. Ich war ganz hin und weg davon, was sie für Kunstwerke schaffte und mir war klar, mein Bauch muss zu ihr!

Mein damaliger Babybauch ist wunderschön geworden. Ein Kunstwerk, welches nun den oberen Flur ziert und mich immer wieder an diese wundervolle Zeit zurück erinnert.

In der jetzigen Schwangerschaft war mir daher wieder klar! Auch von diesem Bauch möchte ich einen Abdruck, eine Erinnerung für die Ewigkeit besitzen! Ich möchte meine beiden Wunder für immer festgehalten haben. 

Julia besitzt auch einen Shop "Mommy & Baby" und dort gibt es ein passendes Abformungs-Set zu kaufen, welches sie mir zur Verfügung stellte. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Zwei zusätzliche Binden komplettierten das Set zur Sicherheit. Mir reichte das Basic-Set, da ich meinen Bauch nicht selbst bearbeite, sondern ihn dafür Julia übergeben werde. Wer seinen Bauch selbst gestalten möchte, findet dazu viele weitere passende Set und weiteres Zubehör in Julias Shop.

In dem Basic-Set befindet sich somit alles nötige für die reine Abformung des Bauches. Eine große Malerplane, um den Boden und die Möbel vor Verunreinigung zu schützen und eine Dose Vaseline um alle Körperstellen ordentlich eincremen zu können, die mit den Gibsbinden in Berührung kommen werden. Diese Dose ist mehr als ausreichend und wir benötigten nicht mal die Hälfte davon.

Der Zwerg und sein Papa waren nun schwer beschäftigt mit Binden vorschneiden und dann zügig mit Wasser anzufeuchten und aufzutragen. Das muss wirklich schnell gehen, denn die Binden trocknen rasch. Hat somit auch den Vorteil nicht lange stehen zu müssen, denn das ist die beste Haltung um einen optimalen und schönen Bauchabdruck herstellen zu können. Als Hilfestellung legt Julia ein kleines Anleitungsbüchlein bei, in welchem wirklich alles steht und keine Fragen offen bleiben. 


Nachdem der Abdruck soweit getrocknet ist, das man diesen abnehmen kann, ist eine Dusche und kräftiges Schrubben unumgänglich. Die Malerplane hat sich bewährt und es blieb eine Binde übrig, die wir nun noch für kleine Ausbesserungsarbeiten nutzen werden.


 
Ich bin sehr glücklich mit dem Abdruck und freue mich jetzt schon sehr, wenn dieser seinen Weg wieder zu Julia finden und dort in ein Kunstwerk verwandelt wird.

Als Abschluß habe ich mal beide Abdrücke nebeneinander gehalten und obwohl mir meine Kugel dieses Mal so unwahrscheinlich groß vorkommt, ist der Unterschied nicht wirklich enorm, oder?

Habt ihr von euren Bäuchen auch Abdrücke? Habt ihr sie selbst veredelt, bemalt, beklebt oder liegen sie vielleicht noch auf dem Schrank oder im Keller? Oder habt ihr zwei linke Hände wie ich und habt jemanden, wie z.B. Julia, für eure Babybäuche beauftragt?

Meine Babybäuche jeweils in der 36.Schwnagerschaftswoche ♥