Donnerstag, 7. November 2013

Blogparade - Erziehungsfauxpas

Und wieder lerne ich etwas Neues aus Bloggerkreisen und zwar gibt es neben dem "Taggen" auch "Blogparaden". Diese wurde von den Rabaukenkindern gestartet und es können sich alle Blogs beteiligen. Bedeutet: Alle die mitmachen schreiben über das Gleiche, welches von dem Initiator vorgegeben wurde. Dieser sammelt dann alle Beiträge der Blogs, welche mitmachen und stellt diese zum Ende der Blogparade in seinem Blog zusammen. So hat man als Leser die Möglichkeit zu einem Thema ganz viele unterschiedliche Meinungen zu lesen und eventuell neue Blogs kennen zulernen.

Jenny von den Rabaukenkindern hat das Thema "Erziehungsfauxpas" gewählt. Ich muss ganz ehrlich sein, ich hab das Wort Fauxpas erst nochmal gegoogelt. So ungefähr weiß man ja, dass es sich um einen Fehler handeln muss. Wikipedia schreibt dazu:

"Ein Fauxpas ist ein Fehltritt im übertragenen Sinne, also ein unbeabsichtigter Verstoß gegen ungeschriebene Umgangsformen. [...] Der Fauxpas ist nicht wie das Missgeschick auf Unglück oder körperliche Ungeschicklichkeit zurückzuführen und ruft - ggf. abgesehen von Schadenfreude - auch keine Heiterkeit hervor. Er ist ebenfalls nicht Ergebnis von vorsätzlichem Regelverstoß oder aggressivem Verhalten; in jenem Fall handelt es sich um einen Affront. Die Bezeichnung Fauxpas bringt also auch zum Ausdruck, dass die Übertretung nicht in böser oder beleidigender Absicht geschah. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass jemandes Fauxpas von anderen als Affront verstanden wird. Durch den Fauxpas wird das Unwissen oder der mangelnde Stil dessen, der den Fauxpas begangen hat, unmittelbar offenbar. Je nach Schwere des Verstoßes kann das Ansehen des Betreffenden bei den Gesprächspartnern oder in der Öffentlichkeit erheblich beschädigt werden."

Ok, wenn ich das nun also so lese, handelt es sich nicht unbedingt um wirkliche Fehler, die wir als Eltern tun, sondern eher um Fehler, die wir vielleicht nach Meinung anderer getan haben könnten, da wir übliche Erziehungsstile eventuell ablehnen bzw. eben Dinge einfach anders machen!

Und gerade beim Thema Erziehung... da kann wirklich jeder mitreden. Ob mit, ob ohne Kind! Wirklich jeder hat ganz tolle Ratschläge und das beginnt schon, wenn das Kind noch garnicht da ist! Ich habe mir schon während der Schwangerschaft angewöhnt meine Sätze mit "Also wenn alles so klappt, wie ich mir das vorstelle, dann möchte ich .... so machen" oder "Ich habe vor.... muss man dann einfach sehen, wie es läuft...."
Mit diesen Sätzen konnte ich mich ganz gut gegen tolle Ratschläge "wehren" und auch gegen die Sätze "Warte erst mal ab...", "Es wird alles anders kommen....", "Das wird so und so laufen, war hier auch nicht anders..."
Wieso mussten einem ständig erklärt werden, was ganz sicher anders laufen wird, als man es sich wünscht? Wieso solch eine Negativmalerei? Sollte man nicht mit positiven Gedanken in das Abenteuer Kind starten können? Wenn ich doch direkt alles negativ sehe, wie soll es dann überhaupt gut werden?

Jedenfalls klappt bisher so ziemlich alles, wie ich es mir vorgestellt habe. Das Herzkind schlief die ersten Monate im Beistellbett neben uns, das Stillen klappt wunderbar, auch weiterhin! Und auch sonst ist das Herzkind eigentlich ein recht unkompliziertes Baby (Ich weiß, ich meckere oft auf hohem Niveau)! Was gleich zu Anfang allerdings vom Herzkind anders gewünscht wurde, war die Schnullerfrage! Ich wollte es zunächst ohne probieren... da wurde ich schon von vielen Seiten belächelt...das Herzkind schien ähnlich zu denken. Er hatte ein sehr hohes Saugbedürfnis und ich bekam ihn von der Brust nicht weg, also habe ich mich schon nach wenigen Tagen doch für den Schnuller entschieden. Mit 6 Monaten hatte der Keks dann aber plötzlich doch keine Lust mehr und seit dem ist er Schnullerfrei.... Jedes Kind ist also individuell, man kann nicht vorher sagen, wie es laufen wird. Alle Eltern müssen es auf sich zukommen lassen und dann nach Situation entscheiden. Genau so haben wir es gemacht und tun es heute noch. 
Darum kommen Kinder nicht schon als fertiges Gesamtpaket zu uns, sondern wir können uns nach und nach an alles Neue was sie lernen gewöhnen und abwägen, was wir wollen, was das Kind will, wie es für uns alle gut ist.

Darüber bin auch wirklich ganz froh! Wenn ich von Anfang an solch einen kleinen Feger in meiner Wohung gehabt hätte, wäre ich wohl etwas überfordert gewesen! So kann ich über den Forscherdrang des Kleinen einfach Lachen und räume es wieder weg:

Kommentare:

  1. Hmmm, Erziehungsfauxpas...was für ein großes Wort. Ich weiß nicht. Da werden mir schon wieder zu viele Mütter verunsichert, die nicht so 100%ig sicher sind, ob sie alles "richtig machen". Bis auf körperliche und seelische Gewalt, fällt mir da nichts ein. Im Endeffekt lernen die Kinder von den Eltern, aber auch ganz viel umgekehrt. Und jeder macht es doch irgendwie anders richtig. Ich finde es toll, dass Du Dich so darauf "einlässt", und Du siehst ja, dass es gut klappt. Zuviel Kopf und Nachdenken ist da gar nicht so gut. Am wichtigsten ist doch die Liebe *schnulz*...stimmt aber!! ;) Liebste Grüße, Rieke

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    1. Hallo Rieke,

      wie immer, schön geschrieben! Kopfzerbrechen bringt wirklich überhaupt nichts! Und wie oben schon geschrieben, dann kommt es doch anders als man denkt ;)

      Liebe Grüße, Sabrina

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