Sonntag, 16. Februar 2014

Blogparade: Nicht ohne meine Hebamme!

Vor einigen Tagen las ich folgendes im Internet und schon beim Lesen wurde mir schlecht und es lief mir eiskalt den Rücken runter. Ab Mitte  2015 das Aus für alle freiberuflichen Hebammen! Für meine Hebamme?!
Keine Vor- oder Nachsorge mehr. Keine Wochenbett-Betreuung? Keine kompetente Ansprechpartnerin in allen Fragen um die Schwangerschaft, mein Baby und um mich? Keine freie Auswahl meiner Geburtshelferin? Keine Wahl ob ich mein Kind Zuhause oder im Geburtshaus gebären möchte? Auch Krankenhäuser sind betroffen, denn viele Hebammen dort sind ebenso freiberuflich und müssen sich selbst versichern oder zusätzlich versichern. Es geht hier somit NICHT nur um Hebammen, die Hausgeburten betreuen bzw. in Geburtshäusern arbeiten. Es geht um ALLE freiberuflichen Hebammen, auch Beleghebammen in Krankenhäusern und Hebammen, die sich ausschließlich um Vor- und Nachsorgebetreuungen kümmern und was dazu sonst noch gehört!

Keine freiberuflichen Hebammen mehr? Das kann nicht sein! Das darf nicht sein!!!

Ich rufe daher auf zu einer Blogparade - zu einer Blogger-Demo! Das Internet ist stark, das Internet verbreitet Wissen! Wir müssen viele auf dieses Thema aufmerksam machen und aufklären. Wir müssen zeigen, wie wichtig uns unsere Hebammen sind und das wir sie brauchen. Jetzt und auch in Zukunft! Wir müssen mit unserer Blogparade auf das Thema und die Petition aufmerksam machen. Je mehr unterschreiben, je mehr wissen, je mehr können wir erreichen und auch organisieren. Vor gerade mal 2 Tagen wurde die Facebook-Gruppe "Hebammenunterstützung" gegründet und sie zieht große Kreise! Innerhalb von 2 Tagen haben sich nun schon mehr als 8100 Unterstützer der Gruppe angeschlossen und planen viele Aktionen zur Rettung unserer Hebammen!

Worum geht es in einer Blogparade?
Alle die mitmachen schreiben über das gleiche Thema, welches von dem Initiator vorgegeben wurde. Dieser sammelt dann alle Beiträge der Blogs, welche mitmachen und stellt diese zum Ende der Blogparade in seinem Blog zusammen. So hat man als Leser die Möglichkeit zu einem Thema ganz viele unterschiedliche Meinungen zu lesen. Und ganz speziell in unserer Demo soll es hier um die Verbreitung gehen. Viele Blog, viele dazugehörige Facebook-Seiten und die Leser dazu, können zu einem deutschlandweiten Verbreitung des Themas führen. Und gerade dies ist uns Hebammenunterstützer besonders wichtig! Aufmerksamkeit!

Hiermit rufe ich euch also alle auf, schreibt darüber! Schreibe warum du
- Nicht ohne deine Hebamme -
sein möchtest!

Ich hatte eine wundervolle Geburt. Eine interventionsfreie, entspannte und schöne Geburt. Davon können gerade in meinem Umkreis nur sehr wenige Frauen berichten. Schon vor meiner ersten Schwangerschaft durfte ich mir viele unschöne Geburtserlebnisse aus meinem Umfeld anhören und wusste, das wollte ich nicht! 
Ich fand eine, nein sogar zwei, Hebammen - Mutter und Tochter -, welche mich schon während der Schwangerschaft begleiteten. Alle Fragen wurden mir beantwortet, wir hatten ein vertrauensvolles Miteinander und ich blickte entspannt auf die baldige Geburt. Ich wusste, ich habe zwei kompetente Hebammen an meiner Seite. Ich wusste, ich konnte mit allen meinen Sorgen, Nöten, Fragen jederzeit zu ihnen kommen. Tag und Nacht!
Ich weiß, dass genau diese Gelassenheit, durch die beiden tollen Hebammen die Geburt meines Sohnes so wunderbar problemlos war. Ebenso das Wochenbett. Ich freute mich jeden Tag auf den Besuch einer meiner Hebammen. Auch hier wurde ich unterstützt und gestärkt. Es war alles so normal und natürlich.

Jetzt habe ich Angst! Was ist, wenn unsere Hebammen wirklich "aussterben", wenn sie nicht mehr versichert werden? Soll ich wirklich nochmal schwanger werden, wo soll ich mein Kind gebären? Wer wird mich dabei unterstützen? Soll ich in ein Krankenhaus gehen, zu Menschen, die ich nicht kennenlernen durfte, während der Schwangerschaft? Sind dann dort überhaupt noch Hebammen? Mich in Hände begeben, die oft garnicht mehr wissen, wie eine natürliche Geburt wirklich ablaufen kann? Die schon intervenieren wollen, wenn es eigentlich noch keine Veranlassung gibt? Die sich teilweise als "stillfreundlich" betiteln und es dann doch nicht sind? In Krankenhäuser, in denen seit Jahren die Kaiserschnitterate überirdisch ansteigen, weil es angeblich notwendig war? In denen Hebammen zwar bei der Geburt dabei sein müssen, weil es gesetzlich vorgeschrieben ist, aber oft doch nichts zu sagen haben bzw. mit der Menge an gleichzeitig zu betreuenden Frauen überfordert sind?

Nein, Nein, Nein! Ich möchte das nicht! Ich lese schon von vielen Frauen, dass sie dann lieber alleine Zuhause gebären. Ob das etwas für mich wäre? Ich denke nicht! Ich will MEINE Hebammen bei mir haben! Ich will mich aufgehoben, geborgen und verstanden wissen!

Was ist, wenn das nicht mehr möglich ist? Zu meinem Mann habe ich dann schon gesagt, dass es kein Geschwisterchen geben wird, wenn ich nicht selbst entscheiden kann. Wenn mir keine Wahl mehr gelassen wird. Es ist traurig, es ist unendlich traurig!

Und daher! Macht alle mit! Warum ist euch eure Hebamme so wichtig? Schreibt es, teilt es, macht darauf aufmerksam! Unterschreibt die Petition, bindet sie ebenso in euren Blogbeitrag ein. Verlinkt den Blogeintrag im Kommentar unter diesem Post, ich werde alle sammeln und einen Post daraus erstellen!

Wir sind stark! Gemeinsam sind wir noch stärker! Gemeinsam für unsere Hebammen!


Kommentare:

  1. http://muffelmama.blogspot.de/2014/02/rettet-die-hebammen.html?m=1
    Herzliche Grüsse
    Sonja

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  2. Unsere Kleine ist nun 7 Monate, ich habe das Glück das meine Mutter Hebamme ist, aber ganz ohne Hebamme geht es einfach nicht!

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  3. Mein Beitrag:

    http://wunderbluemchen.blogspot.de/2014/02/blogparade-nicht-ohne-meine-hebamme.html

    Liebe Grüße, das Wunderblümchen

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  4. Ich bin auch dabei:
    http://prinzenmum.blogspot.de/2014/02/blogparade-nicht-ohne-meine-hebamme.html

    Liebe Grüße, Kerstin

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  5. Hier auch: http://rosenoreia.blogspot.de/2014/02/rettet-unsere-hebammen.html

    Viele, liebe Grüße
    Rose

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  6. Von mir auch =)

    http://einfachklein.de/hebammen-brauchen-wir-nicht/

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