Mittwoch, 31. August 2016

Die Praktische - Schlupfüberhosen von Little Clouds




Unsere Tochter wird mit Stoffwindeln gewickelt. Das haben mein Mann und ich zusammen entschieden. Beim Sohn habe ich es damals getestet und wurde für meine Entscheidung vom Mann eher kritisch beäugt. Mein Mann ist allerdings jemand, der keine Probleme damit hat Neues auszuprobieren und wenn dies auch sinnvoll ist und funktioniert, dann ist er schnell überzeugt. 
So war dies auch damals mit unseren Stoffwindel-Anfängen und schnell wechselte der Mann genauso überzeugt wie ich die Windeln.
Beim Sohn allerdings fanden wir nie das richtige Nachtwindel-System. Er pinkelte einfach zuviel und wir sind daher nach einigen Versuchen doch bedauerlicherweise bei Wegwerfwindeln geblieben.

Bei der Tochter wollte ich es nun wissen und probierte es wieder mit Nachtwindeln. Hier verließ ich mich auf die aktuellsten Nachtwindeln-Lieblinge unter den Stoffwindel-Mamis. Und testete bei den Neugeborenen-Nachtwindeln die Marken Petit Lulu und Anavy aus. Beide sind wirklich super und haben sich bewährt und werden ihrem guten Ruf gerecht. 
Für beide Nachtwindel-Marken gibt es auch die passenden Überhosen dazu und hier kommen wir nun zu einem kleinen Problem meines Mannes. Nachtwindeln sind grundsätzlich größer und mit mehr Saugmaterial ausgestattet. Logisch, denn sie müssen einiges an Flüssigkeit über Nacht aufnehmen können. Die Überhosen, welche z.B. Petit Lulu zu seinen Nachtwindeln anbietet, sind sehr knapp kalkuliert, wie ich persönlich finde. Mit etwas Übung, weiß man genau, wie man sie anlegen muss, aber wie geschrieben, viel Spielraum bleibt nicht.

Wenn mein Mann die Nachtwindel und Überhose anlegt, kam es schon vor, dass diese nicht ganz passte und ein Stück Nachtwindel hervorschaute. Ärgerlich, denn damit ist natürlich eine Feuchtigkeitsbrücke geschaffen und der Schlafanzug kann dann morgens auch schon etwas nass sein, zum Glück gab es noch keine Überschwemmungen hier.

Ich überlegte also, wie ich es meinem Mann leichter machen könnte und stieß dabei auf Schlupfüberhosen. Also PUL-Überhosen, die nicht zum drumrumlegen und zuknöpfen oder kletten gemacht sind, sondern eben wie eine Art Hose zum drüberziehen oder eben reinschlüpfen. Damit ist also eigentlich jegliche Fehlerquelle beim Anziehen ausgeschlossen.

Auf dem Markt gibt es wirklich unzählige Marken, die Schlupfüberhosen anbieten. Hängen geblieben, bin ich dann allerdings bei den Überhosen von Little Clouds. Diese Marke ist ganz neu auf dem Stoffwindel-Markt und ein deutsches Produkt. Diese Tatsache, die Verwendung von Eco-PUL und die schönen Designs brachten mich dazu den Hersteller zu fragen, ob dies nicht die ideale Überhose für mein Mann wäre, um unsere Tochter Abends zu wickeln.
Mit freundlicher Genehmigung von die-besten-Stoffwindeln, erhielt ich also eine der Schlupfüberhosen der Eigenmarke Little Clouds und mein Mann und ich testeten die schöne Überhose ausgiebig.

Der PUL ist wirklich sehr weich und anschmiegsam, wie in der Produktbeschreibung genannt. Auch die Fleecebündchen sind sehr flauschig und nicht zu kurz. Es entstehen so keinerlei Druckstellen, was gerade für kleine Bauchschläfer angenehm ist.

Nach der Größentabelle der Schlupfüberhose haben wir uns für die Größe M entschieden, welche laut Hersteller für Babys von  6 - 10 kg reichen sollte. Größe L beginnt ab 9 kg. Unsere Tochter hat zum Testzeitpunkt 8 kg. 

Die Nachtwindel verspricht, dass die Überhose so geschnitten ist, dass auch noch das größte Nachtwindelpaket darunter passt. Ich muss allerdings sagen, dass mein Mann und ich schon von Anfang an, beim Hochziehen der Hose etwas ziehen mussten, damit sie es über den Nachtwindel-Popo schaffte. Ist die Überhose dann angezogen, sitzt sie wirklich gut und nicht zu eng, es ist im Schritt noch viel Luft, so dass unsere Tochter genügend Beinfreiheit zum Strampeln besitzt. Die Passform der Überhose ist im angezogenen Zustand wirklich top und wie ich schon vermutet habe, eine wirkliche Alternative für meinen Mann. So muss er nicht zig mal eine der üblichen Überhosen nachrichten und zurecht zupfen, bis es wirklich passt. Einfach Hochziehen, fertig. Leichter kann es nicht sein. Und in den heißen Sommermonaten, ersetzen die längeren Beinchen der Überhose auch direkt die Schlafanzughose.


Allerdings glaube ich nicht, dass die Überhose wirklich bis 10 kg hält. Mit nun knapp 9 kg ist sie schon kaum noch über den Popo zu bekommen und ich denke, bei 8 kg Lebendgewicht wäre es vielleicht doch schon besser gewesen die Größe L zu nehmen.

Was sich noch sagen lässt, die Überhose hält dicht! Selbst wenn der obere Rand der Nachtwindel das Fleecebündchen der Überhose berührt, saugen sich diese nicht schnell voll und wir hatten bisher noch immer trockene Nächte.



Mein Mann und ich sind beide sehr zufrieden mit der Schlupfüberhose von Little Clouds, nur eventuell bei der Größe muss man etwas schauen. Hier kommt es sicherlich auch auf die Statur der Kinder an und für die Hersteller ist es somit immer etwas schwierig genaue Größenangaben vorzugeben. Bei Stoffwindeln ist es daher immer noch ein Probieren, welche Marken und deren Passformen zu einem bzw. dem Kind passen. Wer ein deutsches Produkt, mit schönem Design und einfacher Handhabung den Vorzug geben möchte, der ist bei Little Clouds jedenfalls nicht verkehrt und hat bei Fragen und Problemen in Andreas Wolk, dem Betreiber von die-besten-Stoffwindel und Eigentümer der Marke Little Clouds, einen guten Berater. Ich danke ihm jedenfalls sehr, dass ich seine Eigenmarke testen und für gut und praxistauglich befinden durfte.

Dienstag, 9. August 2016

Schlaflos mit Baby - Durchhalten auch ohne Geduld

Meine Instagram-Leser verfolgen meine täglichen Berichte schon länger. Das Schlafverhalten der Tochter ist derzeit schwierig. Sie wird stündlich wach, bis sie schläft kann sie zig Mal innerhalb kürztester Zeit wieder wach werden und beruhigen und einschlafen kann sie entweder nur beim Stillen oder wenn das nicht mehr klappt, ausschließlich in der Trage. Meine Kilometerkonto explodiert sicherlich bald. Hätte ich gewusst, welch Tragebaby mich erwartet, ich hätte mir wohl einen km-Zähler frühzeitig besorgt. Ich wäre sicherlich erstaunt, welche Zahl durch die abendlichen und nächtlichen Wanderungen dort schon stehen würde.

Meine lieben LeserInnen kommentieren dies mit ehrlichem Mitleid, tollen Durchhalteparolen und viel Verständnis. Ich bin sehr dankbar, dass ich mich dort etwas "ausheulen" darf und jeden Tag aufs Neue, im Grunde, das Gleiche posten kann. Wen würde es auch sonst interessieren? In der realen Welt wird zwar gerne gefragt, ob die Tochter denn nun besser schläft, aber wenn ich das dann mit "Nein" beantworte, kommt oft nur noch ein Achselzucken und ein "Da musst du eben durch!". Natürlich muss ich das! Dass weiß ich auch! Dafür brauch ich diese schlauen Sprüche wirklich nicht! Schon garnicht, wenn man an manchen Tagen so übermüdet ist, dass man wirklich im Stehen schlafen möchte.

Da freue ich mich wirklich, wirklich sehr über meine Online-Gemeinschaft, über den Online-Clan, wie es Susanne von Geborgen Wachsen schon vor einer Weile formulierte und worüber sie auch schon öfters Vorträge gehalten hat. Der Online-Clan besteht aus Menschen, die man sich speziell sucht oder die sich finden, da sie einfach ähnliche Interessen haben und sich austauschen wollen. Gerade wer Nachts um 3 Uhr mit wachem Baby aufsteht, der findet Online meist eine andere Mutter, der es gerade eben so geht. Etwas gegenseitiges Seelenstreicheln tut da einfach nur gut!

Manchmal schreiben mir Leser "Wie hälst du das nur durch? Woher nimmst du diese Geduld?" Ich gebe zu, ich bin selbst überrascht, ob dieser Gelassenheit, die ich meist an den Tag lege. Ich kann mich an ähnliche Szenarien mit dem Sohn erinnern, da war zu später Stunde irgendwann nur noch wenig Geduld und Verständnis da. Wer als Kinderloser seinen Schlaf zu schätzen wusste, der wusste wie toll es war sich hinlegen zu können, wenn man müde ist, ob mittags oder abends. Der trauerte diesem Schlaf einfach unendlich hinterher und es ist schwer zu verinnerlichen und anzunehmen, dass da nun ein kleines Wesen ist, welches einem an diesem wichtigen Schlaf hindert und das auch garantiert nicht mit böser Absicht.
Mein Sohn, mein erstes Kind, hat hier noch viel mit mir mitmachen müssen. Ich habe noch allerhand ausprobiert, wie es mit dem Schlaf doch noch klappen könnte. So manche Aggression stieg mit mehr werdendem Schlafmangel in mir hoch und musste schwer geschluckt werden. Oft kam es dann auch zum Streit mit dem Partner in diesen Momenten, in denen man das Kind gerne "abdrücken" wollte, damit dieser doch auch endlich mal was tun sollte, obwohl man im Grunde wusste, das Kind lässt sich vom Papa doch sowieso nicht trösten und landet schlußendlich wieder bei einem selbst.

Irgendwann konnte der Sohn immer besser schlafen, der Schlaf kam mit der Entwicklung des Kindes. Und auch die Akzeptanz, dies so hinzunehmen, wie es eben ist, stieg bei mir und verhalf zur entspannteren Einschlafbegleitung. Mein Körper gewöhnte sich schnell wieder an den tollen und vielen Schlaf, welchen er wieder bekam.

Und dann kam die Tochter... irgendwo im Hinterkopf wusste ich, es wird nun wieder von vorne los gehen und ich stellte mich darauf ein... und dann schlief sie durch... ich war so voller Glückseligkeit.  Und dann, war es wieder vorbei! Seit dem wird der Nacht- und auch Tagschlaf immer kürzer und kürzer und für mich anstrengender und anstrengender. Aber zu meiner eigenen Überraschung, halte ich durch! Ich nehme es hin. Manchmal auch vor mich hingrummelnd, natürlich... mit einem Lächeln sicherlich nicht!
Ich stehe mit ihr Nachts auf, wenn sie wach ist. Ich stille auch nach einer Stunde wieder, wenn sie mich gerade aus einer Tiefschlafphase reisst. Ich schaukle sie im Halbschlaf 1 Stunde durch die Wohnung, auch Nachts um 4 oder schaue dabei der Sonne zu, wie sie hinter den Häusern auftaucht und den Tag ankündigt.

Vielleicht habe ich mit dem ersten Kind gelernt, dass Schlaf nicht erzwingbar ist, nicht durch die Eltern lernbar. Vielleicht habe ich durch die Online-Gemeinschaft gesehen, es geht nicht nur mir so. Vielleicht ist es ein Mix aus Beidem und dem Wissen darum, dass es so doof es klingt "Irgendwann auch wirklich besser werden wird". 

Trotzdem zeigt der Schlafmangel Spuren. Mir platzen Äderchen in den Augen, ich sehe aus wie ein Zombie, meine Konzentration ist nicht die Beste, der Haushalt muss an manchen Tagen einfach liegen bleiben, der Mann hat im Moment auch nicht viel von mir und dann sind da nun noch die Sommerferien... der Sohn ist Zuhause und braucht ebenfalls Aufmerksamkeit... wobei ich oft nicht mehr weiß, wie ich das schaffen soll... und Blogbeiträge? Die kann ich dann in so Momenten wie jetzt schreiben, in denen ich sowieso wach bin, weil ich die Tochter tragen muss... stehend an der Küchenzeile, wippend und tippend. Eigentlich bin ich dafür zu müde, oft bleibt das Blog auch einfach liegen, dieser steht wirklich an allerletzter Stelle auf meiner täglichen sehr überschaubaren Liste, an Dingen, die ich gerne doch erledigen würde... aber das Blog ist so ziemlich das Einzige, was ich im Moment wirklich nur für mich tun kann.

Meine Tochter und ich bilden im Moment eine Einheit. Ihr Blick sucht meinen Blick. Ihr Blick sucht in meinem Blick Bestätigung, dass alles Gut ist. Ihr Körper sucht meine Nähe. Meine Nähe ist Sicherheit, meine Nähe ist Geborgenheit. Hier kann sie sich fallen lassen. Hier weiß sie, es ist alles ok und gut. 

Es ist nicht die Geduld, die mich durchhalten lässt. Geduld alleine kann solch eine lange Durststrecke an Schlaf und Me-Time nicht überbrücken. Es ist vielmehr das Wissen über kindliche Bedürfnisse, es ist das Annehmen und Akzeptieren einer Situation, die nicht änderbar ist. Die sich aber irgendwann ändern wird und das es das eigene Kind ist, welches einem den Schlaf raubt. Für Kinderlose mag das abstrakt und verquer klingen, ich kann dem zustimmen. Als Mama hat es allerdings alles seine Richtigkeit. Es ist Evolution. Es ist ein Wachsen-mit-den-Aufgaben. Es ist Erfahrung, die man macht. Es ist so, wie es ist!


Montag, 8. August 2016

Menschenkinder - für eine artgerechte Erziehung + Verlosung

 

Herbert Renz-Polster hat sein erst vor 5 Jahren erschienenes Buch "Menschenkinder " aktualisiert und erweitert! Nicht ohne Grund! Viele aktuelle Geschenisse haben ihn sicherlich dazu veranlasst. Denn wie heisst es im Titel des Buches: "Artgerechte Erziehung - was unser Nachwuchs wirklich braucht".... es scheint eher so, als entfernen wir uns hier in Deutschland immer weiter weg davon... unsere Kinder sind eher Mittel zum Zweck: höher, weiter, schneller und der derzeitige Erziehungsstil wird ganz genau davon geprägt.

Immer scheinen die, die in der Gesellschaft gerade das Sagen haben, sich auch Ansagen zur "richtigen" Erziehung zuzutrauen. Vielleicht interessieren sie sich ja weniger für die Kinder selbst als vielmehr für das, was diese zu bieten haben, wenn sie erst einmal "gebildet und erzogen" sind? Vielleicht ändern sich ja deshalb die Ansagen in der Erziehung immer dann, wenn sich die Machtverhältnisse in den Gesellschaften ändern?

Herbert Renz-Polster möchte in diesem Buch Klarheiten schaffen. Er möchte aufzeigen was unsere Kinder im Sinne der Evolution wirklich zum Wachsen und Entwickeln benötigen und warum es uns Eltern und gerade unseren Kindern in der heutigen Zeit sehr schwer gemacht wird, dies noch so umsetzen zu können.

Renz-Polster schreibt am Ende seines Buches selbst, dass es sich hierbei um eine Streitschrift handelt. Eine Schrift in der etwas sehr heftig kritisiert wird, wie mir Google dazu mitteilte. Und Wikipedia ergänzt dazu: "... lässt sich als scharfe Kritik an herrschenden Positionen in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Literatur oder Religion ausmachen."

Es mag eine Streitschrift sein, im Grunde bringt es allerdings nur alle Wahrheiten und Tatsachen auf einen Tisch und zeigen ein großes Dilema auf. Wie sollen sich unsere Kinder wirklich artgerecht entwickeln können, wenn doch soviel fehlt, von dem was sie dazu wirklich brauchen?

Kinder wollen groß werden, das ist ihr innerer, unverhandelbarer Antrieb. Die Aneignung der Welt, die wachen Augen, die Begeisterung - all das liegt ihnen im Blut, von Anfang an.

Statt die Kleinen also in Therapie- oder Beschleunigungsprogramme zu stecken, um sie an unsere Erwartungen anzupassen, sollten wir lieber unsere Verantwortung als Eltern überdenken - wirklich, es ist nicht die Aufgabe unserer Babys, dass sie unsere Probleme lösen. Von der Natur ist es jedenfalls andersherum gedacht.

Von wegen also: "Kinder sind, wie sie sind..." Sie sind so, wie wir sie wahrnehmen.

Auf der ganzen Welt wollen die meisten Babys ganz eng bei uns schlafen, getragen werden, sich kaum ablegen lassen. Sie weinen, wenn sie uns nicht sehen und werden bei jedem klitzekleinen Geräusch wieder wach. Zurecht, nur so können sie sich sicher sein, dass sie auch sicher sind! Abgeschlossene Häuser, sichere Unterschlüpfe und Babyphones existieren in ihren kleinen Köpfchen noch nicht.
Soviel Nähe wie sie brauchen, so wollen sie plötzlich schon unabhängig werden und autonom sein. Was es uns Erwachsenen nicht immer einfach macht.
Was es uns allerdings leichter machen kann, ist das Wissen um ihr evolutionäres Erbe, das ihnen, egal ob im Dschungel des Amazonas oder nun eben im Jahr Dschungel der Großstadt, ihr Überleben sicherte und ihnen beim Groß- und Selbständigwerden half.
Die Bedürfnisse unserer Kinder und das daraus resultierende Verhalten, sind ihre Stärken! Nicht ihre Schwächen, wie es uns gerne von vielen Seiten eingeredet werden will. Und dies ist das, was uns Herbert Renz-Polster zu verstehen geben will, uns Erwachsenen aufzeigen möchte, warum sind unsere Kinder so, wie sie sind und nicht anders. Wenn wir das was wissen, wenn wir uns darauf einlassen, dann verändert sich unsere Wahrnehmung. Dann sind schlaflose Nächte, anhängliche Babys, trotzige Kleinkinder und Teenager im Ausnahmezustand, keine Probleme mehr, sondern natürliche Entwicklungsstadien unserer Kinder, die wir als Eltern begleiten müssen und garnicht aufhalten können. Begleitend akzeptieren wir dies und schaffen ein angenehmes Klima für uns alle.

Renz-Polster geht in seinem Buch auf viele Punkte ein die heute der kindlichen Entwicklung nicht zuträglich sein können. Er entkräftet viele Ängste die Eltern haben, sei es beim Beikoststart oder dem alltäglichen Förderwahn. Er erklärt warum schwierige Geburten, die plötzlich immer häufiger vorkommen, Bindungen schaden kann und Schulen dringend umdenken müssen. Warum Fremdbetreuung nicht ausschließlich schlecht ist und warum es von Natur aus nicht vorgesehen ist, dass Mütter ihre Kinder alleine großziehen. Chinesische Kinder nicht als Vorbild dienen sollten und unsere Politik etwas ändern muss.

Wie man auf den Bildern sehen kann, ich habe mir sehr viele Markierungen in diesem Buch gesetzt. Es enthält soviele wichtige Informationen über unsere Kinder und wie wir sie wirklich sehen sollten, dass ich dieses Buch verschlungen habe und immer wieder zustimmend nicken musste.  
Ich würde mir sehr wünschen, wenn diese Streitschrift ihre Kreise ziehen würde. Bis ganz nach oben, zu unseren "Mächtigen", die das "Sagen haben"! Das diese endlich verstehen, dass nicht PISA dabei helfen wird unseren Nachwuchs zu fördern, sondern nur ein artgerechtes, ein menschliches Umfeld, welches unsere Kinder sieht, wie sie sind und nicht zu etwas machen will, das sie nie sein können.

Ich bedanke mich vielmals beim Kösel-Verlag für mein erhaltenes Rezensionsexemplar "Menschenkinder " und für das weitere Buch zur Verlosung unter meinen Lesern. Die Verlosung wird auf meiner Facebook-Seite stattfinden. Schaut dort vorbei. Viel Glück!
  
Alle Kinder rund um den Globus lernen, zu laufen, zu sprechen oder miteinander klarzukommen, ohne dass sie dazu speziell motiviert, unterrichtet oder eben "gefördert" werden müssten.
Sie saugen sich aus ihrer alltäglichen Umwelt all die Erfahrungen heraus, die sie für den selbstständigen Aufbau dieser Kompetenzen brauchen. Sie tun dies aus sich heraus - ohne spezielle Unterstützung! Es braucht dazu nur eines: eine normale, artgerechte Umwelt. 

*Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links  

Dienstag, 2. August 2016

Newborn-Stoffwindeln: Günstig kaufen!


Vor einigen Monaten bin ich für euch auf die Frage "Newborn-Stoffwindeln: Ja oder Nein?" eingegangen. Denn genau die gleiche Frage hatte ich mir selbst vor der Geburt der Tochter gestellt. Brauche ich die Newborn-Varianten wirklich, kann ich nicht sofort mit den Onesize-Windeln beginnen, kann ich mir das Geld sparen? In meinem Beitrag kristallisierte ich allerdings schnell heraus: Newborn-Windeln sind sinnvoll und eigentlich auch wirklich nötig. Falls man nicht gerade wirklich ein sehr großes Baby hat, welches eine Onesize schon gut füllt. Und selbst da scheitert es meist trotzdem an den schlanken Beinchen.

Bei Newborn-Windeln ist es im Grunde wie mit den Newborn-Kleidergrößen ab 50/56, diese werden in der Regel nicht sehr lange getragen und gehen meist kaum genutzt in den Wiederverkauf. Gerade deswegen taucht obige Frage so oft im Stoffwindel-Chat (diese Gruppe empfehle ich sehr für alle Fragen rund um das Thema Stoffwindeln!) auf. Sind Newborn-Stoffwindeln wirklich nötig? Muss ich für wenige Wochen, die ich bis zur Onesize-Größe überbrücken muss, wirklich soviel zusätzliches Geld ausgeben?

Zu dem Zeitraum: Einige der Newborn-Windeln passten der Tochter 12 Wochen lang! Diesen, doch recht langen, Zeitraum hätte ich niemals mit Wegwerfwindeln überbrücken wollen und auch nicht mit bis dahin schlecht sitzenden und demnach oft auslaufenden Onesize-Stoffwindeln.

Ich rate euch daher: Nutzt Flohmärkte und Kleinanzeigen! Dies sind beliebte Anlaufstellen und ich empfehle euch diese auch sehr bei den Newborn-Stoffwindeln. Schaut frühzeitig immer wieder während eurer Schwangerschaft in den bekannten Stoffwindel-Flohmarkt-Gruppen vorbei und ihr werdet fündig werden. Es werden ständig Newborn-Windeln angeboten und ihr könnt euch günstig eindecken. Der Wiederverkaufswert ist so gut, dass ihr eure nicht mehr benötigten Newborn-Stoffwindeln zu fast ähnlichen Preisen wieder verkaufen könnt und somit wenig bis vielleicht garkeine Verluste habt. Die Frage, ob durch Newborn-Stoffwindeln nicht weitere Zusatzkosten anfallen, relativiert sich dadurch sehr schnell. Wer sich nicht blenden lässt, die Neupreise und üblichen Gebrauchtpreise im Hinterkopf hat, wird nur wenige Kosten durch das Newborn-System haben.

Oft sträuben sich Eltern ihren Kindern gebrauchte Windeln zu kaufen. Die Angst vor Keimen und/oder Bakterien, die ihrem kleinen Baby schaden könnten, ist hoch und die Frage, ob diese mit der normalen Windel-Wasch-Routine überhaupt entfernt werden können stellt sich. In der Regel steht bei vielen Windeln, dass sie bis maximal 60° gewaschen werden dürfen. Durch die vielen Erfahrungen der Mütter im Stoffwindel-Chat sei gesagt, alle guten Stoffwindeln (hier müssen leider einige billige China-Produktionen ausgeklammert werden) halten auch hin und wieder eine 95° Wäsche aus und somit werden alle krankmachenden Keime/Bakterien aus den Windeln herausgespült und abgetötet. Es ist somit weder bedenklich noch komisch sein Kind in gebrauchte Windeln zu wickeln. Es ist vielmehr sogar sehr nachhaltig und spart Geld!

Als letzten Punkt möchte ich euch noch dir mir bekannten Flohmarkt-Gruppen in Facebook auflisten. Falls ihr noch weitere gute Gruppen oder Portale kennt, in denen oft Newborn-Stoffwindeln zum Verkauf stehen, könnt ihr mir diese gerne nennen und ich ergänze dies:


Es gibt auch einige Stoffwindel-Tauschgruppen, die sicherlich auch interessant sein könnten, auch gibt es gibt es einige Stoffwindel-Gruppen die sich auf bestimmte Regionen Deutschlands oder gar Städte spezialisiert haben. Auch hier könnte man vielleicht fündig werden und schenkt sich damit vielleicht auch Versandkosten, die natürlich beim Kauf und dem Gesamtpreis von Windeln beachtet werden müssen. Einige Verkäufer probieren doch immer wieder ihre gebrauchten Windel zu solch hohen Preisen wiederzuverkaufen, dass man mit den zusätzlich anfallenden Versandkosten, auch direkt eine neue Windel beim Händler kaufen könnte... Also, wie ich oben schon geschrieben habe, studiert eine kleine Weile die üblichen Wiederverkaufspreise und vergleicht immer zuerst mit den Kaufpreisen der Neuwindel, bevor ihr über einen Kauf nachdenkt bzw. ihr mit dem Verkäufer in Verhandlung tretet. Meist gibt es immer noch einen kleinen Verhandlungsspielraum, welchen man nicht ungenutzt lassen sollte.

Was ich hier alles schreibe, gilt natürlich nicht nur für die Newborn-Varianten. In all den oben genannten Gruppen kann man sich nach den Newborn-Zeit auch günstig mit den One-Size größen eindecken. Wer allerdings übliche Lieblingsmarken präferiert, muss schnell sein. So schnell wie manche Winden eingestellt wurden, sind sie dann auch schon wieder verkauft! Wahnsinn! 

Ich hoffe der Artikel hat euch geholfen und nimmt euch speziell die Kostenfrage "Newborn-Stoffwindeln: Ja oder Nein?" ab. Wenn ihr noch Fragen zu den Newborn-Windeln habt, könnt ihr mir diese gerne stellen und ich versuche euch weiterzuhelfen.

Donnerstag, 28. Juli 2016

Wunder der Tierwelt - das erste HÖRbare Tiermagazin mit dem TING-Stift + Abo-Verlosung

Werbung: Vor einigen Wochen bin ich durch Instagram auf ein neues Tiermagazin "Wunder der Tierwelt" aufmerksam geworden. Die wundervollen, farbenprächtigen Illustrationen stachen mir sofort ins Auge und vor allem aber auch, dass dieses Magazin wohl mit einem Hörstift gelesen werden konnte!
Sowas kannte ich bisher nicht! Nach kurzer Recherche meinerseits, stellte ich fest, sowas gab es bisher wirklich nicht und der falkemedia Verlag hat somit eine absolute Neuheit auf den Markt gebracht! Ich war sehr interessiert und schrieb den Verlag daraufhin an, ob sie Interesse an einem Testbericht über das Magazin und den Hörstift hätten?
Dem Verlag gefiel der Vorschlag und schon bald, hielten wir die erste Ausgabe des brandneuen Magazines und den TING-Stift in Händen. Wir hatten bisher noch keinerlei Erfahrungen mit Hörstiften gesammelt, doch der Gedanke daran schwirrte schon länger in meinem Kopf herum. Immerhin können Kinder, die noch nicht lesen können, auch mal ganz alleine Bücher "lesen" und entdecken. 

Wunder der Tierwelt selbst ist natürlich auch ohne TING-Stift lesbar. Es enthält viele Informationen zur nationalen Tierwelt, aber auch Tieren weltweit. Sie informiert über Tiere die vom Aussterben bedroht sind und auch warum. Zeigt Menschen die sich dem Artenschutz verschrieben haben. Zeigt außergewöhnliche Tiere, kleine Tiere, wenig bekannte Tiere oder auch ausgestorbene Tiere. Instekten und auch Reptilien und vielen Tieren sind auch immer gleich meherere Seiten gewidmet, so dass der Leser wirklich viele Informationen erhält.
Im Heft selbst, ist keine nennenswerte Werbung enthalten (die Frage stellte eine Leserin von mir und möchte ich hier gleich aufgreifen). Die Abo-Möglichkeit wird im Heft erwähnt, ebenso macht der DK-Verlag Werbung für seine Tierbücher, WWF hat eine Anzeige geschaltet und am Ende wird auf Video-Portal für Tiersendungen aufmerksam gemacht. Mehr ist es nicht und alles themenbezogen. Themenbezogene Werbung finde ich super, auch die Menge stört nicht und behindert den Lesefluß in keinsterweise. Ich hoffe, dies wird bei den zukünftigen Heften beibehalten.
Das Magazin ist reich bebildert und wechselt zwischen farbenfrohen Fotos und detailreichen wundervollen Zeichnungen. Diese Mischung finde ich sehr gelungen.

Ich selbst liebe schon seit meiner Kindheit Tiermagazine, Tierbücher und Tiersendungen. Ich verschlinge Informationen dazu und freue mich immer, wenn ich noch Neues dazu lerne. Die Antilopenart "Saiga" mit ihrem ungewöhnlichen Rüssel, war mir bisher unbekannt.

Nun war ich natürlich gespannt, wie sich dieses Magazin mit dem TING-Stift erleben lässt. Zuvor muss der TING-Stift mit dem vorhandenen Kabel und dem PC einsatzbereit gemacht werden. Ich selbst bin eine absolute Computer-Null und habe es trotzdem nach wenigen Anläufen (ja, auf Anhieb hat es nicht geklappt) geschafft und nach Aktivierung des Stiftes und des aktuellen Magazines konnte es auch schon losgehen.

Der Stift ist sehr einfach zu bedienen und hat auch eine gute Lautstärke-Regelung.

Mein Sohn wartete schon ganz gespannt und ich zeigte ihm nur ganz kurz, wie der Stift nun funktioniert. Der TING-Stift ist ganz leicht bedienen und die Benutzung verstand der Sohn direkt. Überall im Heft, wo eine gezeichnete Eule zu sehen ist, kann der TING-Stift dem Magazin Informationen entlocken. Kurz den Stift auf die Eule tippen und los gehts! Viele Tiergeräusche kann und eine angenehme Stimme spricht teilweise Textstellen des Magazines nach. Allerdings nicht alles. Gerade wenn viel Text auf einer Seite zu finden ist, werden nur Teile davon vom Stift wiedergegeben.
Manche Doppelseiten enthalten eine Eule, manche auch zwei Eulen. Es gibt aber auch leider Seiten, die keine abgebildete Eule haben. Das fand mein Sohn schon sehr blöd, freute er sich doch auf jeder Seite die Euke zu suchen, zu entdecken und die Informationen vom TING-Sprecher zu erfahren. Auch wenn nicht alle Informationen der Seite wiedergegeben werden, finde ich die Menge der Informationen bezogen auf das Alter und die Aufmerksamkeitsspanne meines Kindes als ausreichend. Schöner hätte ich es natürlich auch gefunden, wenn auf jeder Seite auch eine Eule zu finden wäre, damit der Sohn auch Informationen zu den abgebildeten Zeichnungen und Bildern erfährt.

Sobald dieses Eulensymbol erscheint und der Stift schäg darauf gehalten wird, ertönen Tierstimmen oder Informationen durch den Sprecher.
Der Sohn hat sich nun schon öfters mit dem Magazin und dem Stift alleine beschäftigt und ganz versunken die Seiten durchgeblättert und den Erzählungen und Tiergeräuschen des Stiftes gelauscht.
Für mich steht fest, dass ich mir das Abo von Wunder der Tierwelt kaufen werde, welches ich für jährlich 6 Ausgaben und einem Preis von 26,99 Euro auch nicht zu teuer finde. Dafür erhält man wirklich sehr viele Informationen und tolle Tierbilder. Man kann das Magazin zusammen mit seinem Kind durchblättern und lesen oder dieses kann sich durch die absolute Weltneuheit (wie der Verlag selbst schreibt) mit dem TING-Stift und dem Magazin alleine beschäftigen und informieren.

Wer den TING-Stift bisher noch nicht hat, kann mit Abschluß eines Abos auch den TING-Stift zu einem Vorzugspreis erwerben. Das finde ich auch ganz toll. Denn mit dem Stift stehen einem zukünftig viele weitere tolle Bücher zur Verfügung, welche die Kinder damit ganz alleine lesen und erarbeiten können. Hab dazu schon etwas gestöbert und da werden sicherlich ein paar Bücher demnächst in meinen virtuellen Einkaufskorb landen.

Ich bedanke mich vielmals beim falkemedia Verlag, dass er mir ein Rezensionsexemplar ihres neuen Magazins und den TING-Stift zur Verfügung gestellt haben. Wenn ihr nun auch an diesem neuen tollen Tiermagazin interessiert seit, nehmt doch an meiner Verlosung teil. Denn netterweise hat mir der Verlag ein komplettes Jahresabo für euch zur Verlosung bereitgestellt. Ist das nicht toll? Die Verlosung wird auf meiner Facebook-Seite stattfinden. Schaut dort vorbei. Viel Glück!

Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, mein Sohn ist ganz fasziniert und hört gspannt zu! Genau das, was man sich doch wünscht, oder? Ein Heft das fesselt und Informationen bereit hält für Groß und Klein.

Montag, 25. Juli 2016

Warum dein Kinderlachen so wichtig ist

Ich weiß nicht so recht, wie ich diesen Blogartikel beginnen soll, denn was ich gerade weiß, ist einfach nur... ich bin müde... ich bin so unendlich müde, dass die Zeilen vor meinen Augen zu verschwimmen scheinen und ich am liebsten einfach hier am Küchentisch weiterschlafen würde.
Den Kaffee schlürfe ich wie eine Verdurstende und dennoch wird er mich nur eine kleine Weile wach und munter halten, denn nicht nur die Nächte auch die Tage mit dir geben mir keine Pause.
Ich stehe früh auf, um etwas wach werden zu können, bis auch du wach wirst. Aber nicht immer habe ich diese kleine Vorlaufzeit. Jedes kleine Geräusch kann dich derzeit wecken und du schlägst die Augen auf. Manchmal werde ich gar von dir geweckt, da du neben mir schon mit offenen Augen liegst und munter blabberst. Deine Schläfchen am Tag, kann ich nicht sehr oft zum Ausruhen nutzen, denn meist willst du getragen werden, brauchst die Bewegung zum Schlafen. Lege ich dich oder uns zusammen ab, schläfst du nicht immer auch weiter.

Am Wochenende waren wir zusammen einkaufen und standen dann an der Kasse. Eine Mutter mit ihrer älteren Tochter stand hinter uns. Die Mutter war ganz verzückt von dir und strahlte uns an. Wie süß du doch wärst. Ich war so müde und antwortete ehrlicherweise, wie süß du bist, aber auch wie anstrengend es sein kann. Die Mutter verstand was ich meinte und nickte wissend. Sie sagte dann: "Ihr Lachen ist aber unser Lohn!"

Müde lächelnd, dachte ich zunächst "jaja, blabla, davon kann ich mir auch nichts kaufen" und stimmte ihr trotzdem zu! Wenn mein Kind lacht, dann geht für mich die Sonne auf. Dann fällt vieles doch etwas leichter und tröstet mich darüber hinweg, dass ich noch Minuten vorher hätte weinen können vor Erschöpfung.
Nein, Kinder sind nicht dazu da, um uns glücklich zu machen. Kinder kamen zu uns, weil wir es wollten und wir sind diejenigen, die auf ihre Bedürfnisse eingehen müssen, nicht umgekehrt. Wir sind für ihr Wohlergehen verantwortlich und wir sind diejenigen, die gerade in der Anfangszeit zurückstecken müssen. 

Doch fällt es uns leichter, wenn unsere Kinder glücklich sind, wenn unsere Kinder uns zeigen, dass das, was wir tun, gut für sie ist. Ihnen gut tut. Wenn sie lachen, wenn sie glucksen und fröhlich brabbeln. Wenn sie ihre Ärmchen nach uns ausstrecken und wir feuchte Küsschen von ihnen bekommen. Das ist unser "Lohn" und damit gilt es zu haushalten! Daran müssen wir uns erinnern, wenn unsere Kinder Wachstumsschübe haben, wenn die Zähnchen drücken und der Bauch grummelt, wenn sie müde sind, aber nicht in den Schlaf finden, wenn sie frustriert sind und wir es aushalten müssen. 

Dein Kinderlachen ist so wichtig für mich! Wenn du morgens nach mir rufst und ich müde wieder nach oben stapfe und an dein Kinderbettchen komme, strahlst du mich an. Du bist das geborene Sonnenscheinchen. Jeden Tag startest du von Neuem, keine Altlasten die dich aufhalten könnten zu strahlen. Du freust dich so sehr mich zu sehen. Und du weisst garnicht, wie sehr ich davon zehre, von deinem wunderschönen Lachen. 

Dein Lachen, deine Augen die dabei unendlich strahlen können. Nein, es macht mich nicht plötzlich wacher. Meine müden Augen werden dadurch nicht munterer. Aber es hilft. Es hilft jeden einzelnen müden Tag, doch wieder zu schaffen und zu wissen, die Zeiten, in denen du so sehr von uns Erwachsenen abhängig sein wirst, werden weniger werden. Und bis dahin braucht es ganz viel Kaffee, wenn möglich, viel Unterstützung und dein Lachen.


Donnerstag, 21. Juli 2016

Der Spielbereich mit 6 Monaten

Für unsere Tochter haben wir eine Ecke des Wohnzimmers in ihren Spielbereich umgewandelt. Ist sie wach, satt und zufrieden und bereit Neues zu erkunden bzw. sich mit sich alleine beschäftigen zu wollen, ist sie dort.
Zu Anfang war der Bereich einfach mit einer Decke ausgelegt, einem Spiegel und einem Ast über ihr, an welchem wir Mobiles hängen konnten. Die Babys schauen sich zunächst ihre Umgebung an, alles ganz genau. Je mehr sie sich bewegen können, um so mehr beschäftigen sie sich auch mit sich selbst. Die Händchen versuchen sich selbst zu greifen, den eigenen Körper und auch Dinge, die sich im direkten Umfeld befinden. Irgendwann versuchen sie sich zu drehen, zunächst auf die Seite, irgendwann vom Rücken auf den Bauch oder umgekehrt. 
Wie Susanne von Geborgen Wachsen berichtete, sind Spielebögen weniger geeignet dafür. Die Kleinen bleiben gerne bei den Drehversuchen daran hängen und sind frustriert. Der Übungsfluß, in welchem sie sich gerade noch befanden, wird unterbrochen und sie sind frustriert. Wir Eltern müssen in dann oft aus dieser hinderlichen Situation heraushelfen und trösten. Meist ist die Lust auf weiteres Probieren erst mal beendet.

Der Spiegel ist ein tolles Element für die Kleinen. Man sieht das Zimmer und die Umgebung in anderen Perspektiven, man kann sich selbst bzw. das Baby Gegenüber beobachten. Was tut es gerade, mit was spielt es. Unsere Tochter beobachtet "sich", sehr gerne dabei, wie sie das Spielzeug untersucht, sieht den anderen Blickwinkel darauf. Es ist spannend ihr dabei zuzusehen, wie es sichtbar in ihrem Köpfchen arbeitet.

Das Drehen und auch wenige Bewegungen zur Seite, nach hinten oder im Kreis klappt schon sehr gut und wenn die Tochter da so liegt, dann möchte sie auch erkunden, erforschen, entdecken. Sie will mit ihren Händchen arbeiten und mit ihrem Mund schmecken und ertasten.
Also beginne ich nun ihr ein Körbchen in ihrem Spielbereich zur Seite zu stellen, in welchem sich wenige ausgewählte Materialien und Spielsachen befinden, die sie mit allein Sinnen entdecken kann. Mit dem Sohn habe ich damals erst etwas später damit begonnen und konnte so schon viele andere Materialien anbieten, schaut euch den damaligen Beitrag dazu gerne auch an *klick*

Alles in diesem Körbchen stammt von Echtkind.de


Für die Tochter verwende ich im Moment Holzrasseln, kleine Bälle. Verschiedene Rasseln. Rasseleier. Entdeckerbausteine. Fensterbausteine . Die mit unterschiedlichen Klängen usw. 
Für die Tochter ist natürlich auch das Ausräumen des Korbes interessant und der Korb selbst. Zuviel sollte nie in dem Korb sein, da die Kleinen sonst die Übersicht verlieren und sich nicht wirklich mit den Angeboten beschäftigen. Merke ich, dass sie die Lust an den Dingen verliert, da sie alles genau untersucht hat, dann wechsel ich die Materialien im Körbchen aus. Hier werden nun mit der Zeit die unterschiedlichsten Angebote ihren Weg in das Körbchen finden, um von unserer Tochter genau untersucht werden zu können.Unterschiedliche Beschaffenheiten, Formen, Farben, Klänge... Gegenstände des Alltags, Gegenstände aus der Natur... die Möglichkeiten sind unerschöpflich.





Der Spielbereich ist nur ein kleiner Abschnitt der Tagesbeschäftigung eines Babys. Die Zeiten die sich Babys mit sich selbst und angebotenen Materialien beschäftigen können, sind oft noch recht kurz. Sie wollen viel lieber in unserer direkten Nähe sein, daher ist viel direkter Kontakt durch Fingerspiele, Vorsingen, Kuscheln usw. ein Hauptteil der täglichen Beschäftigung mit meiner Tochter. Auch das Tragen und Rausgehen nach Draußen nimmt viel Raum bei uns ein und das ist garnicht so passiv wie wir oft denken mögen. Die Kinder saugen  dabei vieles in sich auf, was wir Erwachsene tun und erleben, was wir sprechen, unsere Haltung, unser Umgang zu Anderen. Für Kinder ist der Alltag wichtig, bei uns zu sein und gesehen und geachtet zu werden. Der Spielbereich wird erst in einigen Monaten immer mehr Raum und Zeit einnehmen im Alltag von Babys und ich bin schon sehr gespannt darauf wie meine Tochter ihren Spielbereich weiter entdecken und nutzen wird.

*Dieser Beitrag enthält Affilate-Links

Dienstag, 19. Juli 2016

Beikosteinführung: Brei oder BLW


Die Tochter probiert sich nun schon seit geraumer Zeit durch alle Lebensmittel, die wir ihr bisher angeboten haben. Es gibt nichts, was sie nicht probiert und das ist einer der Aspekte, den ich auch damals bei der Beikosteinführung des Sohnes so toll fand. Den Kindern bei der Entdeckung der vielen neuen Geschmacksrichtungen, Konsistenzen und Lebensmittel zu beobachten und ihre Begeisterung für diese neue Welt zu erleben.
Wie ich schon in einem vorherigen Blogartikel schrieb, hat uns die Tochter genau gezeigt was sie möchte bzw. nicht möchte. Brei wurde ausgespuckt und nach dem Essen von Mama und Papa wurde mit den Armen gerudert und genörgelt, bis sie etwas davon bekam. Also starteten wir bei der Tochter direkt mit Fingerfood durch und nicht wie beim Sohn mit Brei.

Nach und nach stellte ich aber auch fest, sie war nicht generell Löffelkost abgeneigt. Wenn ich eine Suppe, Eintopf oder Milchbrei aß, zappelte sie ebenfalls ganz angetan in ihrem Sitz hin und her und wollte dies probieren und schlürfte begierig alles vom Löffel und alles blieb auch im Mund. Nicht wie beim extra für sie gemachten Brei, den sie wieder herausdrückte.
Ich stellte für mich fest, ich kannte aus der Beikostzeit mit dem Sohn, einige Babys, welches genau dieses Verhalten zeigten und bei denen es immer und immer wieder mit Brei versuchte wurde. Eine Quälerei für die Kinder, die den Brei nicht wollten und auch für die Eltern, die sicherlich ganz frustriert waren.

Diesen Frust sparten wir uns, denn was soll ich Brei in mein Kind zwingen, wenn es eben lieber direkt das möchte, was auch wir wollen? Ich muss schlußendlich nur darauf achten, dass ich das Salz weglasse und am Tisch für uns nachwürze. Wenig Salz ist auch möglich, das Nudelwasser kann gesalzen werden. Wenn die Tochter die Wurst vom Bruder probieren will oder den Käse von mir, ist das auch ok.


Frust kam trotzdem bei uns auf. Zum Einen sind die Anfangszeiten von BLW eine echt Sauerei. Anders kann man es kaum formulieren. Die Kleinen können zunächst ihre Händchen nicht beim Essen öffnen, so dass das Fingerfood in handliche Streifen geschnitten werden muss, welches oben und unten aus den Händchen herausschauen. Alles was in der Hand verschwindet, kann nicht gegessen werden und landet irgendwann auf dem Boden. Zu weiches Essen, meist Obst, zermatscht irgendwann und wird in den Tisch oder auch gerne auf sich selbst verteilt und verschmiert. 
Und dann kommt auch noch der Frust des Kindes selbst hinzu. In vielen Büchern steht so schön geschrieben, "das Kind isst zunächst nicht wirklich etwas, es ist vielmehr Spielerei und Erfahrungen sammeln, bevor nennenswerte Mengen im Bauch landen und das Kind merkt, es könnte davon satt werden".
Der Satz an sich stimmt schon, allerdings hat unsere Tochter sehr schnell herausbekommen, wie man auch ohne Zähne etwas abbekommt und das wurde auch geschluckt. Sie realisierte schnell, wenn ich Essen vor mir habe, will ich das auch essen und nicht nur damit spielen und Erfahrungen sammeln... und damit kam auch der Frust. Wie doof das doch ist, wenn man die Hände noch nicht so koordinieren kann, wie man möchte und das in der Hand verschlossene Essen weg ist und wenn man die Hand aufmacht einfach herausfällt und nicht im Mund landet.
Von einem entspannten Essen, wie es in den Büchern steht, weil das Kind schließlich mitessen kann und man nicht nebenher Brei füttern muss, davon kann hier nicht die Rede sein. Entweder ich bin ständig unter dem Boden, um Heruntergefallenes wieder aufzuheben oder ich müsste Jedemenge nachreichen... was ich nun etwas verschwenderisch finde, wenn ich es danach wegschmeißen werde.

Seit letzte Woche nun bekommt die Tochter die Hand am Mund auf und kann Essen, welches bisher hoffnungslos in der Hand verschwunden war, auch nachschieben. Noch nicht in Perfektion, aber es wird fleissig geübt.
Aber auch das führte bisher nicht unbedingt zur gewünschten Entspannung und so probierte ich den Brei dann doch nochmal aus. Und siehe da, sie findet einen Milchbrei mit Obst am Mittag total klasse! Sie öffnet ihr Mündchen und isst diesen mit Genuss und Freude.
Morgens und Abends gibt es weiterhin alles vom Tisch bzw. in der salzfreien/armen, für sie essbaren, Variante. Manches wird vielleicht auch mal kurz mit dem Pürierstab gemixt und mit dem Löffel zusätztlich angeboten. Nicht immer, kommt eben darauf an, was Abends geplant ist.

So läuft es jedenfalls für uns deutlich entspannter ab. Das Wischen reduziert sich für mich auf nur zwei große Mahlzeiten. Kleine Zwischensnacks sind schneller mal beseitigt. Für die Tochter ist bei großem Hunger weniger Frustpotential da, wenn sie schnell etwas löffeln kann und ein erstes Sättigungsgefühl einsetzt.

Gestillt wird natürlich weiterhin viel, aber Breifüttern und davon sattwerden, das können auch andere Familienmitglieder übernehmen. Stillen nicht. Und auf Abpumpen verzichte ich gerne.

Der Mittelweg ist für uns hier der Praktischste und Angenehmste für uns Alle. Ich bin absolut überzeugt von BLW und auch dankbar das die Tochter uns diesen Weg gezeigt habe. Ich sehe wie weit sie schon in ihrer Motorik ist, da sie eben nicht nur mit dem Spielzeug üben und lernen kann, sondern auch mit dem Essen. Ich sehe die Vorteile darin, Essen in seiner natürlichen Form, mit seinen individuellen Konsistenzen dem Kind näher zu bringen. 
Ich sehe, wie gut sie schon essen kann, Stückchen zerkleinert und zu große Stücke einfach wieder ausspuckt. Dem Kind vertrauen und somit dem Kind die Entwicklung zu überlassen, es in seinem Bewusstsein zu stärken, hilft dem Kind schlußendlich sich selbst zu vertrauen und Selbstbewusstsein aufzubauen.
Daher wird BLW ein Hauptbestandteil der täglichen Nahrungsaufnahme unserer Tochter bleiben. Komplett breifrei bleiben wir allerdings nicht mehr.

Und wie ist das bei euch? Habt ihr auch Unterschiede bei euren Kindern festgestellt? Wie seit ihr auf breifrei bzw. BLW aufmerksam geworden? Habt ihr ebenfalls einen Mittelweg gewählt oder euch ganz bewusst für BLW oder zunächst Brei entschieden? Was sind/waren eure Beweggründe?

Wenn sie Brei möchte, zeigt sie es an bzw. zeigt man ihr den Löffel macht sie den Mund auf, wenn sie etwas möchte. Ansonsten bedient sie sich fleissig am Fingerfood welches sie hat und freut sich sehr, mit uns zusammen am Familientisch essen zu können.

Freitag, 15. Juli 2016

Schwangeren und babytauglicher Junggesellinenabschied - Bridal Shower

Wenn eine Hochzeit gefeiert wird, gibt es im Vorfeld viel zu tun. Das Brautpaar entscheidet sich für ein Farbthema und vielleicht auch ein Motto der Hochzeit. Es werden Ideen zusammengetragen, es müssen viele Termine und Anbieter gefunden und gebucht werden. Wie soll die Papeterie aussehen, wie die Deko? Was wird selbst gebastelt oder auch nicht?

Meine Schwester heiratet bzw. die standesamtliche Trauung hat nun schon stattgefunden. Die eigentliche, die kirchliche Trauung, welche für meine Schwester und Schwager, dann auch DER Hochzeitstag sein wird, wird Ende des Monats folgen.

Auch für die Trauzeugen gibt es einiges zu tun. Wir sind Ansprechpartner für die Braut bzw. den Bräutigam. Wir unterstützen bei der Auswahl von Kleid, Deko usw. und helfen bei Meinungsfindungen, wenn wir gefragt werden. Wir unterstützen, aber drängen uns nicht auf und planen im Hintergrund was geheim bleiben soll. 

Meine Schwester gab mir für ihren JGA eine Liste von Freundinnen mit, welche sie gerne dabei haben möchte und ebenso eine Do und Don't-Liste, was ihr gefallen würde und was nicht. Diese Listen waren für mich sehr hilfreich. Und da sie wusste, dass ich und auch einer ihrer Freundinen kleine Babys haben, war für sie auch klar, sie benötigt keinen Partyabend, es darf auch gerne gemütlich sein.

Mit 9 Freundinnen bzw. Schwestern des Bräutigams began nun die Planung. Viele Ideen kamen zusammen, wurden diskutiert, verworfen, aufgeteilt und und und. Das Motto des Tages stand allerdings schnell fest und es wurde ein Outdoor-Filmeabend in unserem Garten, wie ich es mir vorgestellt hatte. 
Meine Schwester geht sehr gerne ins Kino und das wollte ich als Thema des JGAs aufgreifen

Aberr eigentlich war es kein klassischer JGA. Denn der Ursprung dieses Abschiedes stammt eher davon, Braut und Bräutigam dazu zu veranlassen Aufgaben zu lösen und Geld einzunehmen, damit alle zusammen so kostenfrei wie möglich den Tag verbringen können. Meist dadurch das sich die Braut oder der Bräutigam auch lächerlich machen müssen und das wollte weder meine Schwester noch hätte ich sowas planen wollen.
Für mich waren daher für die Ideenfindung des Tages auch die vielen Bridal Showers aus Amerika eine Hilfestellung. Dort wird für die Braut ein wunderschöner Tag zelebriert, in dem sie der Mittelpunkt ist und alles getan wird, damit sie sich wohlfühlt.

Da ich und eine weitere Freundin meiner Schwester noch viel Deko unserer Hochzeiten besitzen, konnten wir uns austoben und es entstand ein traumhafter Außenbereich, auf den mich alle Nachbarn, die Einblick in meinen Garten hatten, ansprachen. Sie waren sehr begeistert davon!

Leider war das Wetter Anfang Juni sehr wechselhaft und wir wussten nicht, bleibt es trocken, wird es regnen. Wir konnten also nichts auf dem Rasen dekorieren, sondern machten es uns auf der überdachten Terasse gemütlich und stellten das Buffet im Haus auf. Jede von uns brachte etwas mit, als Hauptgang, als Nachspeise und ich stellte noch eine Mini-Candybar zusammen, zu welcher sich noch selbstgemachtes Popcorn meines Mannes dazu gesellte.

Die ursprünglich geplante Planwagenfahrt, mit welcher meine Schwester abgeholt werden sollte, viel sprichwörtlich ins Wasser. Wir wären pitschepatschenass geworden! Allerdings rief uns der Fahrer schon morgens an und berichtete, dass übernacht jemand gewütet haben muss, der Wagen sprang nicht mehr an. Das war wohl ein Omen. 

Meine Schwester ging also wie geplant zu einem Kaffeeklatsch der Freundinnen und wunderte sich zunächst, dass noch niemand dort war. Sie bekam dann die Augen verbunden und wurde ins Auto gesetzt. "Noch 61 Minuten" sagt das Navi, unterrichtete sie eine der Freundinnen und durch zig Mal Kreiselfahren wusste meine Schwester schlußendlich auch garnicht mehr, wo sie nun ist und erst bei mir Zuhause wurde ihr die Augenbinde abgenommen... und sie sah direkt einem Mann in die Augen! Kurz flackerte in ihrer Kenntnis auf, von einem Stripper stand nichts auf ihrer Do und Don't-Liste. Ups!
Meine Schwester musste sich jetzt aber keine peinliche Strip-Show ansehen, sondern es handelte sich hierbei um den engagierten Barkeeper, der uns in den nächsten Stunden mit sehr leckeren Cocktails versorgte. Dieser baute seine transportabel Bar ebenfalls drinnen auf. 

Als wir nach der Überraschung nach draußen ging, war meine Schwester von der geschmückten Terrasse total gefangen und freute sich sehr. Auf den Fensterbänken hatten wir Bilderrahmen vorbereitet, in welchen jede von uns in wenigen Sätzen beschrieb, was wir an unserer Freundin bzw. Schwester mögen. Auch vom Bräutigam forderten wir ein Statement, welches wir in einen der Bilderrahmen steckten. Der dortstehende große Fernseher, versetzte sie kurzzeitig wieder in leichte Panik, da sie an peinliche Kinderfotos oder Videos mit ihren Freundinnen dachte... wir ließen sie zunächst etwas in dem Glauben ;)

Es wurde also ein sehr gemütlicher Nachmittag. Mein Mann übernahm unsere Tochter und brachte sie mir nur zum Stillen nach draußen oder sie lag auch einfach mal auf den Decken zwischen uns. Wenn sie müde war, kam sie in die Trage. Die andere Mutti an diesem Tag, ließ den Sohn Zuhause und hatte fleissig Milch abgepumpt. Nur zwischendurch fuhr sie einmal schnell nach Hause, der Weg war nicht weit, um zu stillen und kam dann später wieder.

Neben dem leckeren Buffet und den Cocktails, hatten wir zwei kleine Spiele vorbereitet. Zunächst ein Fragespiel, ob die Braut ihren Bräutigam auch gut kennt. Wir hatten im Vorfeld den Bräutigam um Beantwortung der Fragen gebeten: peinlichste Erlebnisse, die Lieblingsband der Jugend und und und... später kam dann noch ein Hochzeits-Tabu hinzu. Es mussten typische Hochzeitsbegriffe von jedem von uns erraten werden, ohne bestimmte andere typische Wörter dazu, verwenden zu dürfen. Es war sehr amüsant und beide Spiele sorgten für einige Lacher!
Dazwischen kam auch ein Fotograph und machte viele Bilder von uns. Im Mittelpunkt stand natürlich immer die Braut. Zwischen uns, getragen von uns, alle Blicke auf sie. Umarmt, gedrückt und alle am Lachen. Die Bilder sind sehr, sehr schön geworden!
Auf der Toilette haben wir ebenfalls einen Bilderrahmen possitioniert und Lippenstifte daneben gelegt. Dort stand "Happiness ist like a kiss... You must share it to enjoy it." Jede vons hinterließ also einen Lippenstiftkuss auf dem Bild und unterschrieb mit ihrem Namen. Diese Idee hatte ich auf Pinterest gefunden. 

Als es nun Dunkel wurde, lüfteten wir das Geheimnis des Fernseheres und meine Schwester durfte sich unter allen kitschigen Liebesfilmen, die sie mag, einen aussuchen und wir räumten die Reste des Buffets und die Candybar, ebenso das Popcorn nach draußen und schauten uns ABBA - den Film an und sangen fleissig mit. 
Die Tochter verschlief den komplettem Film in der Trage und erst am Ende wurde sie unruhig und ich brachte sie ins Bett.
Danach kam langsam Aufbruchsstimmung auf und alle zusammen verräumten die Deko und verabschiedeten sich nach und nach. Meine Schwester bedankte sich bei uns allen, sie hat sich sehr über diesen gelungenen Tag gefreut und ich war ebenfalls sehr glücklich, dass ihr unser Bridal Shower gefallen hat.

Dieser Bridal Shower war gemütlich, wunderschön für die Braut und absolut babytauglich. Natürlich auch für schwangere Bräute oder Freundinnen geeignet. Und auch für alle Bräute, die einfach keine Party benötigen, sondern sich über einen schönen Tag im Kreise ihrer Freundinnen freuen würden.

Und nach dem Bridal Shower ist vor der Hochzeit, wie man weiß, und so geht die Planung weiter, damit meine Schwester und mein Schwager einen unvergesslichen Hochzeitstag erleben werden. ♥


Donnerstag, 14. Juli 2016

Urlaub bei den Großeltern

... für mich fühlt es sich derzeit eher an wie abschieben...

Aber fangen wir von Vorne an! Für den Mann stand diese Woche eine längere Geschäftsreise an. Von Montag bis Donnerstag und mir graute mal wieder davor, denn ich weiß, hier hat selbst nach 6 Monaten noch keine Routine Einzug gehalten und ich bin alleine mit 2 Kindern! Eines davon absolut anhänglich, kaum ablegbar und beide abends alleine ins Bett zu bekommen, ist nicht gerade einfach. Meist muss eines der Kinder zurück stecken. Und da dies sicherlich noch nicht von der kleinen Tochter verstanden wird, ist es dann immer der Sohn der meiner Meinung nach zu kurz kommt, was mich sehr traurig macht.

Die Tochter reagiert in der Einschlafphase und selbst darüber hinaus sehr empfindlich auf Geräusche. Ich kann meinem Sohn nicht gleichzeitig mit der Tochter eine Geschichte vorlesen. Ich könnte sie ihm vorher vorlesen, kann dann aber nicht mit ihm einschlafkuscheln. Er muss sich dann völlig ruhig neben mich legen und sich selbst in den Schlaf wurschteln, während ich daneben die Tochter stille. Diese ist am Anfang selbst immer sehr unruhig dabei, wechselt x-Mal die Brustseite (was ich vom Sohn so garnicht kenne) und muss mich komplett auf sie konzentrieren. Den Sohn irgendwie dabei wenigstens zu streicheln oder im Arm halten zu können. Fehlanzeige!

Wenn die Tochter dann gerade am Einschlafen ist und dem Sohn fällt dann doch noch ein mir etwas erzählen zu wollen oder Durst hat (selbstholen vergisst er dann gerne...) oder Pipi muss.... dann ist die Tochter wieder wach und alles geht dann wieder von vorne los...

Ich bin wirklich sehr gefrustet von der derzeitigen Einschlafsituation. Vermisse es meinen Sohn  in den Schlaf zu begleiten, denn wenn mein Mann Zuhause ist, übernimmt er es, dem Sohn die Nähe zu geben, die er braucht.

Und wenn ich alleine mit den Kindern bin, dann kann es funktionieren... der Sohn liegt dann neben mir und muss sich in den Schlaf wurschteln oder es funktioniert eben nicht und ich brauche ewig bis beide Kinder schlafen und muss Morgens wieder früh raus, da der Sohn auch in den Kindergarten soll/will. Übermüdet wie ich bin, muss ich dann auch noch den Tag irgendwie rumkriegen, denn mit der Tochter nochmal Schläfchen halten ist auch nicht immer möglich. Meist will sie nur in der Trage schlafen... und wenn ich dann so müde bin, holen wir auch irgendwann den Sohn wieder ab, er will beschäftigt werden, sie will nicht abgelegt werden, der Haushalt... ach ja... Abendessen und dann geht wieder das Einschlafszenario los... ich weiß, meckern auf hohem Niveau, würden jetzt manche sicher sagen... aber mich belastet es sehr, dass sich diese Dinge auch mit 6 Monaten Zweifach-Mama-Zeit noch nicht richtig eingespielt haben. Dauert das wirklich so lange?

Nun will der Sohn schon länger "Urlaub" bei Oma und Opa machen und meine Mama meinte dann, wieso also nicht jetzt? Dann wäre ich entlastet, müsste mir keine Sorgen machen, ob das Abends funktioniert und wir bekämen die Geschäftsreise vom Mann dann doch gut rum.
Gesagt getan! Der Sohn ist vollauf begeistert und erzählt allen im Kindergarten, dass er nun Urlaub bei Oma und Opa macht. Und es funktioniert wunderbar. Er hat die Oma und den Opa um sich, seine Ur-Oma und Ur-Opa ebenfalls und auch unsere Nachbarn, die uns als Kinder schon betreut haben, werden von dem Sohn besucht und er hilft bei der Gartenarbeit.
Alles dreht sich dort nur um ihn. Alle spielen nur mit ihm und er bekommt die völlige Aufmerksamkeit. Eine wundervolle Abwechslung für ihn und sicherlich auch seelenstreichelnd, da Zuhause eben die kleine Schwester soviel Aufmerksamkeit verlangt.

Er hat seit Montag noch kein einziges Mal nach mir, dem Papa oder der Schwester gefragt. Er wird von meiner Mama Morgens in den Kindergarten gebracht und Mittags wieder abgeholt und dann ist er die Nummer 1.
Gestern war ich kurz bei meinen Eltern. Kurze Flucht aus dem Haus, das so groß und leer und ruhig ist, ohne Mann und ohne Sohn. Ich hab mir von meiner Oma Waffeln backen lassen, mit heißen Kirschen und Sahne. Mein Sohn fragte mich, was ich denn hier machen würde? Als ich später wieder ging mit seiner Schwester, gab er mir einen dicken Kuss und half sogleich wieder den Nachbarn bei der Gartenarbeit. Er ist beschäftigt.

Ich kann ihn ja verstehen! Für ihn ist es Urlaub! Und ich freue mich sehr für ihn. Er hat seinen Spaß, er genießt es. Er muss nicht teilen, er muss nicht zurückstehen.
Für mich ist es dennoch ein kleines bisschen wie Abschieben, weil ich es nicht schaffe beide Kinder in den Schlaf zu begleiten (noch nicht), nicht so, wie ich es mir wünsche (wahrscheinlich ist das ein Problem, welches vielleicht garkeines ist... für die Kinder jedenfalls). Nicht so, dass niemand zurückstecken muss, nicht der Sohn. Nicht immer nur er! 

Ich hoffe so sehr, dass es bald einen Weg gibt, um allen in ihren Bedürfnissen gerecht zu werden. Ich weiß, dass das Schlafen auch bei der Tochter irgendwann einfacher werden wird. Ich kenne es vom Sohn. Er war damals aber alleine. Damals war nur er. Nun habe ich zwei Kinder... und eines macht nun Urlaub bei den Großeltern.

Hier sind mir beide gleichzeitig auf der Couch eingeschlafen. Zum Glück relativ gleichzeitig. Denn schläft die Kleine schon eine Weile und der Sohn braucht länger, kann es sein, dass sie wieder wach wird, bevor ich sie im Bett habe... nun muss ich aber beide Kinder nacheinander hoch bringen und das bedeutet, ich muss die Tochter kurz alleine im Schlafzimmer lassen. Die Tochter hat allerdings sehr sensible Antennen und merkt schnell, wenn ich nicht da bin...



Freitag, 8. Juli 2016

Projekt: Marienkäferaufzucht für Zuhause - Verpuppung und Freilassen


Auch wenn unser Projekt "Marienkäferaufzucht" schon seit geraumer Zeit beendet ist, möchte ich für euch noch den zweiten und letzten Teil unseres Projektes schriftlich festhalten! Aber nicht nur für euch! Denn dieses Projekt war so spannend, dass wir es sicherlich im nächsten Jahr wiederholen werden und da ist es gut, nochmals alles im Detail nachlesen zu können!

Im ersten Teil des Projektes, und meiner Berichterstattung, ging es um folgende Punkte: wo ihr Marienkäferlarven finden könnt, was Marienkäferlarven fressen und wie man ihnen ein schönes vorläufiges Zuhause und Habitat einrichtet.

Wie ich schon im ersten Teil berichtet, verpuppte sich nach 4 Tagen die erste Larve. Gerade für die kleineren Kinder ist es daher wirklich sinnvoll, schon große Larven für das Projekt zu verwenden, es geschieht einfach viel schneller etwas. Das Larvenstadium an sich dauert normalerweise bis zu 4 Wochen. Je älter die Kinder werden, um so kleiner können auch die gesammelten Larven sein, denn dieser Entwicklungsschritt (das Fressen und stetige Wachsen, die Veränderung der Larven) ist natürlich auch interessant und kann in folgenden Projekte genauer betrachtet und dokumentiert werden,.

Die Verpuppung

Die Verpuppung selbst kann sehr lange dauern. Ich beobachtete, wie manche Larven einen ganzen Tag an einem Blatt herunterhingen und sich begannen zu krümmen, bis wirklich die Verpuppung einsetzte. Oft geschah es dann doch über Nacht, so dass ich am Morgen die entgültig verpuppte Larve entdeckte. Sehr spannend!
Der Puppenruhe beträgt 6-9 Tage und es ist wirklich faszinierend, dass so manche später verpuppte Larve dann zügiger schlüpft, als eine früher verpuppte Larven.

Der erste Marienkäfer

Mit dem ersten Marienkäfer rechnete ich garnicht mehr, denn die erste entdeckte Puppe sah so komplett anders aus, als die Anderen. Sie war viel kleiner und wirkte vertrocknet, als hätte sie sich nicht mehr weiter entwickelt. Als ich Tage später die Box wieder öffnete um die restlichen Larven zu füttern, krabbelte mir ein winzigkleiner schwarzer Marienkäfer entgegen. So ein süßer kleiner Geselle, denn ich direkt in die Freiheit entließ. Also, bei unterschiedlich aussehenden Puppen, einfach mal abwarten!
Dann waren endlich alle Larven verpuppt und in der Box geschah zunächst nichts mehr. Ich räumte hin und wieder welke Blätter aus der Box, befeuchte mit einer Sprühflasche immer wieder etwas die noch vorhandene Bepflanzung und wir beobachteten gespannt weiter. Ab und zu konnten wir sehen, wie sich die Puppen etwas bewegten, wohl weil sie durch die Bewegung der Box etwas aufgeregt waren.


Nach weiteren Tagen und auch wirklich nach Ablauf Tag 6, schlüpften die ersten Marienkäfer und dann ging das dann auch 2 Tage lang im Akkord. Sie kamen zunächst ganz gelb zur Welt, ohne Punkte und ruhten sich eine Weile auf ihren Puppenhüllen aus. Dann krabbelten sie munter in der Box umher und dies ist dann auch der Zeitpunkt, wenn man sie nicht sowieso direkt entlassen will, wieder Läuse und Honigwasser anzubieten. Mit ausreichend Futter können die Marienkäfer natürlich noch einige Tage in der Box beobachtet werden, allerdings sollte es nicht länger als nötig sein.

Einen Fehler habe ich allerdings gemacht: Mein Sohn kam während der letzten Puppenphase mit drei weiteren Larven nach Hause, die er bei der Oma im Garten gefunden hatte. Ich setze sie zu den verpuppten Larven ins Gehege... das war ein großer Fehler! Es gibt einige kanibalisch lebende Marienkäferarten, also im Larvenstadium... und solche haben wir wohl erwischt.... als die letzten Käfer geschlüpft sind und sich zunächst erschöpft von diesem Kraftakt ausruhten, machten sich alle drei Larven über einen dieser kleinen Käfer her.... das war wirklich kein schönes Bild und ich entdeckte es leider zu spät, um diesen noch retten zu können. 
Natürlich geschieht dies auch in der Natur und ist ein normaler Prozess dieser Tiere, trotzdem muss man dies nicht provozieren. Für weitere Projekte merke ich mir daher: Keine neuen Larven hinzusetzen, wenn alle bisherigen Larven schon verpuppt sind! Oder strikt getrennt voneinander halten! Also die verpuppten Larven aus der Box entnehmen und in eine weitere bis zum Schlupf setzen und beobachten.

Aus den gesammelten Larven, die sich wirklich alle sehr, sehr ähnlich sahen, sind mindestens 3 verschiedene Marienkäferarten geschlüpft. Wo also ist der Unterschied bei den Larven? Wie genau heißen die Arten oder Unterarten? Woran kann ich heimische und aisiatische Käfer unterscheiden? Wielange dauert der Verpuppungsprozess bei der einzelnen Larve wirklich?

Es gibt noch ganz, ganz viele Fragen zu beantworten und bilden Grundlage für viele weitere Marienkäfer-Projekte in den kommenden Jahren. Denn diese werden sicherlich folgen. Es war wirklich spannend die kleinen wuseligen Larven zu beobachten, sie täglich zu versorgen und zu füttern und den Prozess des Verpuppens und Verwandelns zu verfolgen. Die Freilassung der Tiere zurück in die Natür, in ihren angestammten Lebensraum, ebenso. Für Kinder und auch uns Erwachsene (für mich war es auch neu!) ein Natur-Schauspiel, welches man erlebt und entdeckt haben sollte.