Dienstag, 21. Januar 2014

Praxisbericht Lernturm

Seit 10 Tagen ist unser Lernturm nun im Einsatz und ich möchte ihn nicht mehr missen! Er ist eine wunderbare Bereicherung für uns und natürlich für unser Herzkind. Er kann nun direkt beim Geschehen dabei sein, beobachten und mitmachen. 
Ich habe nun auch schon viele dankbare Rückmeldungen bekommen, von Eltern, die den Turm nachgebaut haben und ebenfalls absolut begeistert sind. Kein meckerndes Kleinkind mehr, welches gerne sehen würde, was da oben geschieht bzw. abfallende Arme, da man die Zwerge auf einem Arm balanciert und mit der freien Hand versucht zu kochen.
Das hat mich natürlich sehr gefreut! Ich möchte aber daran erinnern, ich habe den Lernturm nicht erfunden, sondern ebenfalls nur nachgebaut und erfreue mich an dem Erfindungsgeist anderer Eltern.

Die Kinder können im Lernturm ganz alleine hoch und wieder runter und genau das ist der Gedanke von Montessori!

Nicht das Kind soll sich der Umgebung anpassen, 
sondern wir sollten die Umgebung dem Kind anpassen. 
- Maria Montessori -

Wir müssen für unsere Kinder Möglichkeiten schaffen, um sie in ihrer Selbstständigkeit zu unterstützen. Wir müssen ihnen soweit helfen, damit sie sich  selbst helfen können.

Hilf mir, es selbst zu tun.
Zeige mir, wie es geht.
Tu es nicht für mich.
Ich kann und will es allein tun.
Hab Geduld meine Wege zu begreifen.
Sie sind vielleicht länger, vielleicht brauche
ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche
machen will.
Mute mir Fehler und Anstrengung zu
denn daraus kann ich lernen.
- Maria Montessori -

Der kleine Zwerg hat schon am ersten Tag verstanden, wie er alleine den Lernturm nach oben kommt und mit kleinen Hilfestellungen und Aufzeigen, ein paar Tage später dann auch, wie er alleine wieder runter kommt. Er kann sich dann eine ganze Weile alleine in der Küche beschäftigen, rührt in Schüsseln, die ich ihm hinstelle. Steigt wieder runter, steigt wieder drauf. Und da der Lernturm durch das Geländer gesichert ist, muss man keine Angst haben der Keks könnte runterfallen. Man kann also weiteren Arbeiten nachgehen. Natürlich in unmittelbarer Umgebung.... ich warte nämlich noch darauf bis er eventuell entdeckt, dass man vom Lernturm aus, auf die Arbeitsplatte klettern könnte. Denn das habe ich schon von anderen Lernturm-Kindern gelesen. Warten wir es ab!

Abschließend noch eine kleine Fotostory vom rauf- und runterklettern und dem süßesten Windelpopo aller Zeiten *hust* Ihr wisst natürlich was ich meine! Welcher Windelpopo ist nicht süß ♥



Kommentare:

  1. Ein toller Turm. Unserer sieht da viel provisorischer aus.

    So ein turm bewirkt auch eine Veränderung im eigenen Denken. Hat man früher alles hoch gestellt, damit das Kind nicht dran geht, gibt es heute - bis auf wirklich gefährliche Dinge wie Medikamente oder Alkohol - kein Tabu mehr. Sie darf an alles ran kommen. Theoretisch auch an die Schere und an die Messer. Sie sind frei zugänglich, aber sie lernt eben auch, damit umzugehen. Am Griff halten etc. Natürlich ist sie stets unter Aufsicht, aber diese Trennung fällt weg. Und wenn sie den turm ins Wohnzimmer schiebt u Bilderrahmen vom Regal nimmt, dann dürfen sie auch kaputt gehen. Mir geht auch mal was kaputt u mir brüllt niemand hinterher "Pass auf, das ist zerbrechlich, lass es stehen." Ich sag ihr nur, es ist aus Porzellan.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo,

      genau, da hast du recht. Weg gestellt wird hier auch schon von Anfang an fasst nichts. Wir haben keine Steckdosensicherungen, keinen Eckschutz, keine Schranktürsicherungen... nur ein Türgitter Richtung Treppenhaus und auch das ist oft offen und ich schaue dann einfach genau was er vor hat und habe ihn im Blick :)

      Liebe Grüße, Sabrina

      Löschen
  2. Hallo,

    meine Tochter ist am selben Tag wie dein Sohn geboren. Ich lese hier schon eine ganze Weile still mit und nu muss ich einfach mal fragen. Könntest du vielleicht eine kleine Bauanleitung zum Turm online stellen. Ich habe mich schon Totgegoogelt, aber leider nur Anleitungen auf Englisch gefunden, mein Englisch ist leider nicht soo doll.

    Ich finde die Idee mit dem Turm einfach super. Jetzt schon versuche ich meine Tochter so nah wie es geht mit einzubeziehen. Entweder sie sitzt neben mir auf der Arbeitsplatte, oder immerhin in ihrem Hochstuhl gleich neben mir. Aber manchmal braucht man ja seine beiden Hände an der Arbeit und kann sie nicht absichern.

    Bei uns in der Wohnung darf sich auch überall hin. Wir haben zwar an der Küchentür ein Gitter, das ist aber eigentlich mehr für den Hund. Ansonsten ist auch hier bis auf wirklich gefährliche Dinge alles für sie erreichbar.

    LG Kathi

    AntwortenLöschen
  3. Hallo Kathi,

    mein Mann muss demnächst nochmal einen Turm für einen Bekannten bauen und vielleicht schaffen wir es da eine Fotodoku + Bauanleitung zu erstellen :)

    Liebe Grüße, Sabrina

    AntwortenLöschen
  4. Hallo
    Ich finde diesen Turm auch super aber der Opa macht sich da einen riesen Kopf das unsere Maus drüber fallen oder sich rückwärts "hinsetzen" und somit nach hinten unten rausfallen könnte..... Wie ist da die Erfahrung ?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo,

      wir haben im Rücken noch eine weitere Holzleiste angebracht, damit kann das Kind beim Rückwärtslaufen oder beim Zurücklehnen runterfallen. Dieser Schutz macht es auch eher schlecht möglich sich hinzusetzen, den Versuch hat mein Sohn auch wirklich nie unternommen. Die Kinder würden dann auch nichts mehr sehen, was das Ganze sicherlich uninteressant macht.

      Liebe Grüße, Sabrina

      Löschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...