Donnerstag, 17. August 2017

Nächtliches Abstillen - weil ich es will!

Ich hab es getan! Ja, ich habe Nachts abgestillt und nie hätte ich gedacht, dass ich das mal tun werde, ohne das mein Kind dazu bereit wäre. Ich hatte gedacht, ich werde mein Kind entscheiden lassen. Und doch kam nun alles anders. Weil bedürfnisorientiertes Abstillen auch von der Mama, also für die Mama selbst, kommen kann.

Mein Sohn hat sich mit 14 Monaten Nachts plötzlich abgestillt und schlief dann immer mit viel Kuscheln wieder ein. Ich fand es damals schon eine Wohltat nicht mehr als lebender Schnuller in einem dunklen Zimmer mitten in der Nacht herhalten zu müssen. Es kam unvermittelt und überraschend und ich hatte bis dahin auch überhaupt nicht ans Abstillen gedacht, aber ich trauerte dem nächtlichen Stillen auch nicht hinterher.
Meine Tochter zeigte kein ähnliches Verhalten, keine Anzeichen sich genauso wie der Sohn abstillen zu wollen und ich stillte sie einfach weiter. Irgendwann wird auch ihre Zeit kommen. So dachte ich!
Die Nächte wurden allerdings immer unerträglicher für mich. Maximal alle zwei Stunden wurde meine Tochter wach und nuckelte ewig... sie fand nicht mehr in den Schlaf und zappelte herum, sie musste auf die Toilette, das wusste ich, aber auf meine Frage hin bekam ich nur ein energisches "Nein!" und sie nuckelte weiter im Halbschlaf bis sie irgendwann doch mal zugab Pipi zu müssen... danach brauchte sie meist aber auch nochmal ihre Zeit bis sie endlich wieder fest schlief und dies wiederholte sich mehrmals die Nacht. Sie nuckelte und nuckelte... und ich bekam kaum Schlaf. 3 Monate ging das nun so und in mir festigte sich der Wunsch meine Tochter Nachts abstillen zu wollen. Vor mehr als 2 Wochen war ich dann bereit dazu und begann mich im Internet einzulesen, wie ich mit dem nächtlichen Abstillen beginnen sollte. Und so funktionierte es dann schlußendlich bei uns:

1. Der wichtigste Punkt zu Anfang: Ich muss mir zu 100% sicher sein, dass ich es möchte. Ich selbst und niemand anders. Ich wollte wieder Nachts besser schlafen können und selbst wenn sie alle 2 Stunden auch weiterhin wach werden würde, ich werde kein lebender Schnuller mehr sein. Und ich war mir bewusst, meine Tochter "braucht" das Stillen Nachts nicht mehr. Jedenfalls nicht mehr als Nahrungsquelle. Denn mit nun 19 Monaten,  isst sie sehr gut am Tisch mit und gerade Abends reichlich, so dass sie satt ist. 
Natürlich war das Stillen ihre Einschlafmethode, aber ich wusste, nun kann es auch anders gehen. Und nur wenn ich mir wirklich sicher bin und mein Entschluss fest steht, kann ich meine gefestige Meinung auch Nachts beibehalten. Denn ich wusste, meine willensstarke Tochter wird mir das nächtliche Abstillen nicht so einfach machen und sie wird darum kämpfen.

2. Bevor wir nun schlafen gingen besprach ich mich mit meiner Tochter. Ich werde sie weiterhin stillend zu Bett bringen. Sie darf stillend einschlafen, aber Nachts wird es keine Brust mehr geben. Was sie davon wirklich verstand, weiß ich nicht, aber ich da ich weiß, dass sie schon viel versteht, war es für mich nur logisch, mit meiner Tochter darüber zu sprechen, was ich nun vorhanen werde. Dies bedeutet natürlich nicht, dass sie es auch akzeptieren wird, das war mir klar. Aber ich erwähnte es jeden Abend zum Einschlafen wieder und versprach, sobald es hell wird und wir uns wieder sehen, dann darf sie wieder stillen. Der Vorteil im Sommer ist, dass dies also bei nicht ganz geschlossenem Rollladen schon ab ca. 5.30 Uhr möglich ist und somit die Länge des Nichtstillens nicht zu lange ist.

3.Wurde die Tochter also in der Nacht wach und verlangte lautstark nach der Brust, war gerade die ersten paar Tage Durchhaltevermögen gefragt. Mit viel Geduld sprach ich ihr beruhigend zu und teilte ihr mit, dass ich verstehe, dass sie das doof findet oder wütend auf mich ist und traurig und das ich gerne mit ihr kuschel und bei ihr bin, ganz nah bei ihr. Es war wirklich nicht leicht, wirklich nicht, aber mein Entschluß stand fest. Die ersten zwei Nächte waren lang, sehr lang und meine Tochter brauchte manchmal bis zu einer Stunde, bis sie erschöpft in meinen Armen einschlief. Danach wurde es besser, schnell besser. Sie fragte natürlich immer wieder nach der Brust, protestierte auch, aber danach schlief sie ein. Einfach so, in meinen Armen. Klar,was sollte sie auch anders machen?

4. Von Anfang an bot ich das Kuscheln an, aber sonst nichts. Kein durch die Gegend laufen oder in die Trage nehmen, denn ich wollte nicht diese Möglichkeiten als Einschlafhilfen haben, sondern das wir kuscheln und sie dabei einschlafen kann und ich auch.

Ich wollte immer, dass meine Kinder entscheiden oder zumindest miteinscheiden dürfen, wann sie sich abstillen möchten. Beim Sohn hat es beim nächtlichen Abstillen funktioniert, bei der Tochter leider nicht. Ich habe lange durchgehalten und gehofft, dass die Nächte wieder besser werden, denn oft sind es auch nur Phasen. Phasen bei denen die Kinder gerade Nachts viel verarbeiten müssen und uns besonders brauchen und ich wollte meiner Tochter nicht das wegnehmen, was sie am besten und schnellsten wieder beruhigte. Mein schlechtes Gewissen war grenzenlos, aber mein Schlafbedürfnis wurde immer größer und ich merkte auch, dass ich die Tage dadurch immer weniger belastbar wurde und schnell grummelig werden konnte. So ging es nicht weiter. 
Nachdem wir die ersten schlimmen Nächte überstanden haben und meine kleine Tochter nun seit mehr als 2 Wochen Nachts abgestillt ist, kann ich nun sagen, es war eine gute Entscheidung! Sie wird in den meisten Nächten maximal einmal wach! Oft auch garnicht mehr! Meist meldet sie zwischen 5.30 und 6.30 Uhr und wird dann, weil es eben hell ist, gestillt. Sie trinkt ordentlich und schläft mit vollem Bauch nochmal ein, meist bis 8.30 oder sogar 9 Uhr. Das erstaunte mich am meisten! So lange hat sie schon ewig nicht mehr geschlafen und ich dachte sie gehört zum Team Frühaufsteher! Was nicht heisst, dass es auch mal sehr kurze Nächte gibt...

Abstillen ist nicht schön, auch wenn es nur um die Nacht geht. Es ist eine sehr innige Verbindung, die hier gekappt wird und es wirkt wie ein Vertrauensbruch und für kleine Kinder ist zusätzlich auch so unverständlich und beängstigend. Warum will mich meine Mami nicht mehr stillen? Was ist passiert? Wieso werden meine Bedürfnisse nicht gesehen? 
Allerdings habe ich lernen müssen, dass wir auch auf unsere eigenen Bedürfnisse achten müssen. Was wiegt mehr? Welches Bedürfnis ist wann wichtiger? Wer muss wann, auch einmal zurückstecken können/müssen? Lange, lange Zeit sind wir Erwachsene es und das ist auch richtig so. Unsere Kinder sind nicht lange so klein und hilflos. Aber manch liebgewonnene Gewohnheit kann umgeleitet werden, so dass es uns allen wieder etwas besser geht. Denn der nun gewonnene Schlaf tut nicht nur mir gut und lässt mich den Tag wieder entspannter begehen, sondern auch die Tochter ist ingesamt ausgeglichener. Und das hilft uns Beiden! ♥


Montag, 14. August 2017

Die vorbereitete Umgebung - die montessori-inspirierte Kindergarderobe

Maria Montessori schrieb schon zu ihrer Zeit, dass wir unsere Kinder wie Gäste behandeln sollen. Wir möchten, dass sich unsere Gäste wohlfühlen und sich zurecht finden. Unsere Kinder finden sich dann zurecht, wenn Abläufe sich wiederholen, wenn sie teilhaben können und finden sich gerade zu Anfang dann zurecht, wenn alles seinen festen Platz hat.

In unserer MontessoriEntdecker-Reihe haben wir die vorbereitete Umgebung als erstes Thema gewählt. Wohl auch, weil es eines der wichtigsten Elemente bei Maria Montessori ist. Die vorbereitete Umgebung hilft den Kindern sich zurecht zu finden und sie hilft das unsere Kinder selbstwirksam tätig sein können. Sie hilft selbstständig zu werden, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu erlangen und daran zu wachsen.

Die vorbereitete Umgebung richtet sich immer nach der körperlichen und geistigen Reife unserer Kinder. Wir müssen die Umgebung daher ständig anpassen, auf unsere Kinder abstimmen und werden immer wieder Situationen erleben, die uns zeigen, wir müssen etwas ändern.

Immer wenn ich merke, ich übernehme etwas für meine Kinder, frage ich mich, können sie dies vielleicht doch schon selbst? Was muss ich ihnen geben, damit sie dies übernehmen können?

Bei einer Garderobe müssen wir als vorbereitete Umgebung vor allem an die Erreichbarkeit für die Kinder denken. Kommen Sie an die Jacken und Westen? Haben sie eine Ablagefläche für Mützen und Co.? Wo können sie die Schuhe hinstellen? Gibt es eine kleine Sitzgelegenheit, damit sie sich nicht auf den kalten Fußboden setzen müssen? Braucht mein Kind kleine Helfer, wie Schuhlöffel oder einen Spiegel zur Kontrolle?

Schon seit einer Weile haben wir unseren großen Flur genutzt und einen Ankleidebereich für den Sohn gestaltet. Einen kleinen Stuhl und einen niedrigen Sitz, stellten wir auf. Ein Teppich grenzt diesen Bereich ab. Auf den niedrigen Sitz können auch wir Erwachsene uns bequem hinsetzen, wenn wir beim Schuheanziehen helfen. Mittlerweile nutzt die Tochter diesen niedrigen Sitz sehr gerne oder auch mal die Treppe direkt daneben.

Die Schuhe standen bisher immer neben dem Stuhl auf dem Teppich aufgereiht. Bei diesem sehr wechselhaften Wetter türmten sich aber die unterschiedlichsten Schuhe und es wurde unübersichtlich. 
Den Kindern fiel es sichtlich schwer, so viele Schuhe zu ordnen und ich musste helfen.
So konnte das nicht bleiben und ich fragte meinen Mann, ob er mir ein kleines Schuhbänkchen baute. Hier können beide Kinder nun sortiert ihre Schuhe abstellen. Alles hat seinen Platz. Sogar der kleine Schuhlöffel (Affiliate-Link) kann hier angehängt werden.



Gegenüber befindet sich die eigentliche Garderobe. Dort gibt es auch einen Spiegel, der fast bis zum Boden reicht und an dem auch die Kinder einen letzten Check ihres Outfits vornehmen können. Im Moment hängen Westen, Jacken und Hüte der Kinder dort an den untersten Haken, allerdings bin ich auch hier am überlegen, wir wir das spätestens im Herbst und Winter lösen wollen, dann wird es sicherlich zu eng werden. Neben der Garderobe gibt es noch einen Schrank, in dem jedes Kind eine Schublade hat. Darin befindet sich im Sommer maximal ein weiteren Sonnenhut und die Sonnenbrille vom Sohn. Im Winter werden sich darin wieder ganz viele Schals, Mützen und Handschuhe befinden. So hat auch hier alles seinen Platz und die Kinder erreichen alles ganz einfach.


Der Sohn kann sich so schon komplett alleine fertig machen. Die Tochter bekommt natürlich noch Unterstützung, die sie am liebsten garnicht mehr annehmen würde. Denn sie sieht bei uns und beim Sohn wie alles geht und sie will es auch alleine können. Sie will die Selbstständigkeit erreichen und arbeitet täglich daran es zu lernen, die Bewegungsabläufe zu festigen. Mit der vorbereiteten, auf die Kinder abgestimmte, Umgebung, geben wir ihnen den Raum dafür und dies ist wirklich auf jeden Bereich in unseren Wohnungen, Häuser und unserem Leben anwendbar.

Wenn ihr noch viele weitere kindgerechte und montessori-inspirierte Garderoben sehen möchtet,dann schaut doch bei den MontessorEntdeckern vorbei.

Gestern hat die Oma geholfen und gezeigt, wohin der Klett muss. Es war sehr herzerwärmend ♥

Freitag, 11. August 2017

Total Genial! Die Kinder-MitMach-Ausstellung in den Reiss-Engelhorn-Museen + Verlosung


- Werbung -
Wie ihr schon im Blog lesen durftet, haben wir den Mama-Sohn-Tag eingeführt. Bisher konnten wir schon dreimal einen Tag gemeinsam und damit ohne Papa und Schwester verbringen. Etwas was sich der Sohn schon lange ganz dringlichst wünschte. Einfach mal nur mit Mama alleine etwas tun, die volle Aufmerksamkeit bekommen.
Wir waren schon im Tierpark, im Sealife und auch in einem Museeum. Allerdings einem eher typischen etwas angestaubten Museuum und da ist bei Weitem nicht alles so interessant für die Kleinen.

Seit dem 09.April läuft nun die MitMach-Ausstellung "Total Genial!" in den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim und ich hatte mir schon fest vorgenommen. Bei einem nächsten Mama-Sohn-Tag und einem nötigen Schlecht-Weter-Programm werden wir da hin gehen. Und dann trudelte eine Blogger-Einladung ein. Das Museeum möchte regionalen Bloggern im Umkreis von maximal 1 Stunde Fahrt die Ausstellung zeigen und näher bringen. Da sagte ich natürlich direkt zu! So könnte ich doch schon vorab prüfen, ob diese Ausstellung wirklich etwas für meinen Sohn wäre.

Am Montag war es dann soweit. Und zusammen mit Frida von 2KindChaos, die ich dann im Auto mitnahm, damit sie nicht die komplette Strecke alleine fahren muss, brachen wir auf nach Mannheim. Die Anfahrt von Biblis/Bürstadt ist wirklich recht unkompliziert und ein Parkhaus direkt am Museeum erspart Streß bei der Parkplatzsuche. Dort angekommen wurden wir sehr herzlich empfangen und hatten das ganze Museum für uns, denn Montags ist immer geschlossen.

Wir durften im Café des Weltkulturen-Museums Platz nehmen und trafen direkt auf einige bekannte Blogger, was uns sehr freute und schnappten uns dann einen ersten Kaffee und nahmen Platz. Insgesamt waren 8 Bloggerinnen, teilweise mit Mann und Kindern, zu dieser Veranstaltung gekommen:

Frida von 2kindchaos
Martina von Jolinas Welt
Steffi von Cuchikind
Frini von Frinis Teststübchen und ihrem Zweitblog Quadratverliebt
Christine von Pretty You
Steffi von MamaZ


Zunächst wurde uns vom stellvertretender Marketingleiter Norman Schäfer der Ablauf der Veranstaltung vorgestellt und das zunächst einige kleine Vorträge stattfinden, zu welchen die anwesenden Kinder schon die Ausstellung besuchen können. Das war wirklich ein ganz tolles Angebot. Ich wusste aber, dass mein Sohn niemals alleine mitgegangen wäre und er sagte selbst, dass er dann lieber Zuhause bleibt und wir dann irgendwann alleine nochmal auf die Ausstellung gehen werden.
Als Erstes stellte sich der Museumsdirektor Dr. Wilfried Rosedahl vor und wieso im viel daran liegt, dass Museen auch für Kinder ein wundervoller Erlebnisort wird, zu dem sie gerne gehen, Spaß haben und natürlich auch etwas dabei lernen.  Ihn freut es sehr, dass die Kooperation mit dem Grazer Kindermuseum besteht und die Ausstellung auch hier in Mannheim so gut angenommen wird. Ich sah dem Direktor an, wieviel Spaß ihm diese Errungenschaft wirklich macht und er teilte uns auch mit, dass für die Zukunft schon weitere Kinder-Ausstellungen mit der Grazer Kooperation geplant sind.

Dann wurde von Mara Knapp und Alev Kaynak die Klaus Tschira Stiftung vorgestellt, welche diese Ausstellung mit finanziellen Mitteln unterstützt. Der Stiftung geht es vor allem darum naturwissenschaftliche Themen erlebbar und verständlich zu machen. Es gibt die Forscherstation, es gibt tolle Bücher, es gibt weitere Ausstellungen. Zum Beispiel aktuell  in Heidelberg "Mathematik erfahren" oder die sich jährlich wiederholende Explore Science im Mannheimer Luisentag. Es finden dann naturwissenschaftliche Erlebnistage zu einem bestimmten naturwissenschaftlichen Thema statt und richtet sich an Kindergärten, Schulen und auch Familien. Dieses Jahr ist sie leider schon vorbei und hatte das Thema "Abenteuer Energie". Im nächsten Jahr findet sie vom 13.06. - 17.06. statt und hat Astronomie zum Thema. Das klingt total spannend, oder? Ich werde es mir jedenfalls vormerken! Ohne solche Partner wie die Klaus Tschira Stiftung hätten Museen leider garnicht die Mittel um solch aufwändige Ausstellungen vorzubereiten und durchzuführen.

Als Letztes stellte sich dann der Marketing-Leiter Marcus Heider des Grazer Kindermuseum FRida & freD vor. Als das Museum 2003 eröffnet wurde, sollte es damit für Kinder Wissen erlebbar machen und den Staub der Jahrhunderte von dem Begriff Museum wegnehmen. Kinder besitzen Fantasie und Neugierde und dies soll mit dem Hands-On-Prinzip eingebunden werden. Was das Museum in mehr als 14 Jahren nun auch feststellte ist: Materialien werden so gut wie immer anders genutzt als von uns Erwachsenen gedacht. Es bedarf also langer Planung und Überlegungen, wie man etwas für Kinder wirklich gut gestalten kann, so dass es Wissen vermittelt, Fragen zum weiteren forschen und nachdenken aufwirft, sinnlich ist, aber niemals manipulativ. Hr. Heider hat das alles mit sehr viel Herzblut erzählt und falls wir irgendwann mal nach Graz kommen sollten, wird das FRida & freD Museum sicherlich ein Anlaufpunkt sein. Es werden auch immer neue Ausstellungen entwickelt, so dass es nicht langweilig wird und die Kinder immer wieder ins Museum lockt.

Und nun war es endlich soweit und wir konnten auch endlich die Ausstellung besuchen. Die MitMach-Ausstellungen ist in zwei Bereiche unterteilt und hat im Grunde etwas mit der Lesefähigkeit der Kinder zu tun. Grob gesagt wäre da der Bereich für die Kleinen von 4-7 Jahren und der Bereich ab 8 Jahren. Hat also etwas damit zu tun, wie selbstständig die Kinder mit den Ausstelungsmaterialien umgehen können. Die größeren Kinder werden sich aber sicherlich auch für die tollen Aufbauten im Mini-Bereich interessieren und die 4-7jährigen können sich ja auch von den Eltern die Texte vorlesen lassen. Je nach vorhandenen Interessen.
Wir sind zuerst in den Eingang für die ab 8jährigen und wurden gleich darauf hingewiesen: Schuhe aus! Viele Ausstellungsstücke sind nämlich zum begehen oder auch mal liegen und so nutzt man übermäßigen Abrieb und Verschmutzung vor. Und ich fand es wirklich einfach toll, so ganz ohne Schuhe herumzulaufen. Hier erfährt man nun über allerhand Erfindungen unserer Menschheit, wie es eben die Vorstellung der Ausstellung vermittelt: Vom Faustkeil bis zur Jeans. Und da kann man mit dem Faustkeil, wie vor langer, langer Zeit auf das Holz und Leder einschlagen, kann einen Kompass selbst bauen, erfahren wer das Dynamit erfunden hat oder z.B. den Staubsauger und alles in dem man selbst dabei aktiv wird. Das Nobel das Dynamit erfand kann man nämlich erst lesen, wenn man die Kabel richtig anschliesst und die Zündung betätigt. Und so gelangt man von Erfindung zu Erfindung und kann sein Wissen dann auch immer wieder unter Beweis stellen bei Fragestationen. Zu Anfang hat man nämlich ein Armbändchen bekommen, dort werden alle gemachten Stationen und Antworten festgehalten und am Ende erhält man dann ein eigenes Patent! Wirklich eine schöne Idee für die Kinder.
Am Ende der Ausstellung gelangten wir dann in den Aufenthaltsraum, dort können alle gemütlich esssen und ausruhen. Es gibt ein Bällebad und eine große Kletterwand und von dort geht es dann weiter in den Ausstellungsbereich der Kleinen und auch dieser hat viel zu bieten. Hier ist noch mehr Bewegung angesagt und das ist natürlich sehr unterstützend für die Denkweise der kleinen Zwerge. Wie muss ich die Zahnräder passend anordnen, damit sich am Ende auch was bewegt? Wie entsteht ein Wasserrad, wie muss ich es anbringen, damit es bewegt? Wie gestalte ich die Kugelbahn, damit die Kugel auch bis nach unten rollen kann? Kann ich mit einem Flaschenzug wirklich jemand hochheben, der schwerer ist als ich? Und Bastelmöglichkeiten gibt es dort auch. Und wie die Ausstellung ebenfalls verspricht: Spaß für die ganze Familie von 4 -104! Wir hatten alle dort unseren Spaß und auch wir Erwachsene lernen noch dazu, schließlich wissen wir auch nicht alles!


Nach dem Ausstellungsbesuch hatten wir alle einen Bärenhunger und wurden mit ganz vielen Leckerein versorgt. Ganz besonders lecker fand ich persönlich die Beeren vom Hegehof, der ebenfalls ein Kooperationspartner ist.
Nach dieser Stärkung ging es weiter zum Kreativ Workshop vom kostenlosen, regionalen Magazin StadtLandKind, ebenfalls einem Kooperationspartner der Ausstellung. Unter einem Kreativ Workshop habe ich mir ehrlicherweise etwas anderes vorgestellt. Vorgesetzt wurden uns steckbare Vogelhäuschen zum Bemalen.... dafür gab es ausschließlich Buntstifte. Die beiden Damen des Magazins hielten sich komplett zurück.

Danach ging es wieder nach unten und dort gab es dann ganz leckeres Eis von Fontanella, auch ein Kooperationspartner und wieder kommen wir damit zu den Erfindungen. Wusstet ihr, dass das Spaghetti-Eis in Mannheim erfunden wurde? Ich auch nicht! Jedenfalls kann man das auf der Homepage nachlesen.

Danach hätte es noch drei weitere kleine Filmvorführungen gegeben, aber Frida und ich waren nun schon sehr lange von Zuhause weg und unsere kleinen Mädels noch nie so lange ohne Mama und Mittagsschlaf hatten die beiden auch nicht gemacht, so ohne Mamas... Also verabschiedeten wir uns sehr herzlich und gingen mit einer megaschweren GoodieBag nach Hause. Diese ist voll beladen mit Geschenken und ich hab mich wirklich sehr gefreut! Eines der Bücher möchte ich euch auch direkt verlosen! "Das große Buch vom DIY!" Es ist wirklich wunderschön und enthält viele kreative Ideen und die Umsetzungen sind spielend leicht erklärt, sehr passend zu dem MitMach- und SelbstMach-Motto der Ausstellung. Allerdings weiß ich, ich bastel zwar gerne für die Kinder, aber Dekobasteln ist nicht so meins. Also soll es doch jemand von euch gewinnen, der damit Spaß haben wird, oder?

Die Verlosung wird auf meiner Facebook-Seite stattfinden. Schaut dort vorbei. Viel Glück!

Abschließend möchte ich dem ganzen Team des REM nochmals danken für die Einladung, das wundervolle Treffen und die Vorstellungen und die tolle Umsetzung dieser Ausstellung. Solch ein MitMach-Museum hat in unserer Region wirklich gefehlt und gerade bei unserem diesjährig so verregneten Sommer, wird es sicherlich noch einige gute Gelegenheiten geben, die Ausstellung zu besuchen. Ich kann sich euch allen nur sehr empfehlen und sie steht noch bis zum 01.10.2017. Los gehts!

Donnerstag, 3. August 2017

Wer kennt das Kurmi? - Mein Buchtip mit Verlosung!


Letzte Woche startete wieder der Kindergarten und dort in der Auslage fand ich das "FamilienABC", in dem viele Bücher für Kinder und die Familie vorgestellt werden. Darunter befand sich das Buch "Wer kennt das Kurmi?" von Verena Geiger.
Die Beschreibung machte mich neugierig. Darin soll es um viele eher unbekannte Tierarten und ihre Lebensräume gehen und solche Sachbücher, die in eine Geschichte verpackt sind, interessieren mich besonders.
Verena Geiger vertreibt dieses Buch im Eigenvertrieb und es ist somit leider nicht über die üblichen Online-Shops erhältlich. Bei Verena Geiger selbst kann es bestellt werden und auch über die ISBN 978-3-00-254775-1 im allgemeinen Buchhandel.

Ich schrieb Verena Geiger an, dass mir die Kurzbeschreibung des Buches sehr gefallen hat und ich das Buch gerne hier vorstellen möchte. Daher erhielte ich von ihr ein Rezensionsexemplar.

Als ich das Buch in die Hände nahm, gefiel mir schon der Einband sehr gut. Die vielen Abbildungen von Fell- und Hautzeichnungen verschiedener Tiere finde ich sehr gelungen und das macht direkt neugierig.

Die Zeichnungen im Buch sind einfach wundervoll. Verena Geiger hat wirklich großes Talent, sie hat schöne stimmige Bilder auf die Doppelseiten gezaubert und umrahmt damit die Geschichte des Kurmi. 


Ja, wer ist denn das Kurmi eigentlich? Die Tiere der Welt treffen sich einmal im Jahr und bei einem Treffen sagte der Fuchs, dass er von einem Tier Namens Kurmi gehört hat und fragte die Tiere, wer es denn kennt. Keiner kannte es und die Tiere vereinbarten, dass sie alle danach suchen würden und beim nächsten Treffen würde dann jeder berichten. In jedem ihrer Lebensräume suchen die Tiere: In der Luft, in der Erde, im ewigen Eis, im Meer.....aber keiner findet das Kurmi. Während der Suche sieht man viele Tiere und davon sind einige wohl doch eher unbekannt. Kennt ihr den Kuhkofferfisch? Oder das Aye-Aye?

Am Ende finden die Tiere das Kurmi. Aber wie oder wo und was es ist... das verrate ich euch nicht! Das müsst ihr schon selbst herausfinden. Und nach der Geschichte gibt es nochmal eine Auflistung vieler der eher unbekannten Tiere in diesem Buch mit ihren Namen und dem üblichen Vorkommen auf der Erde.

Ich finde die Idee der Autorin und Illustratorin Verena Geiger wirklich sehr süß und selbst in der heutigen Zeit, in welcher wir die Welt von oben bis unten durchleuchten und meinen alles genau zu kennen, finden wir doch immer wieder Neues, auch neue Tierarten. Auf jedem Bild im Buch gibt es sehr viel zu entdecken, was dazu einläd, sich darüber zu unterhalten und Fragen zu stellen.

Das Buch enthält 12 farbige Doppelseiten plus die Auflistung der Tiere am Ende. Es ist somit nicht zu lang und ist mit Kindern ab 3 Jahren gut zu lesen.

Ich bedanke mich wirklich sehr herzlich bei Verena Geiger, die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat und darüber hinaus erhielt ich zwei weitere Exemplare die ich unter meinen Lesern verlosen darf. Juhu! Die Verlosung wird für eines der Bücher auf meiner Facebook-Seite stattfinden und für das andere Buch auf meinem Instagram-Profil. Schaut dort vorbei. Viel Glück!


Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...