Freitag, 28. April 2017

45 wundervolle (montessori-inspirierte) Waschtisch-Ideen!


Vor mehr als 5 Wochen zeigte ich euch ein Bild auf Instagram und Facebook, auf dem ihr meine Tochter an ihrem Waschtisch stehend Zähneputzen, sehen konntet. Ihr wart alle so sehr davon begeistert, dass ich mich direkt daran machte, euch noch weitere Waschtisch-Ideen zu sammeln und vorstellen zu wollen. Denn wie immer gibt es nicht nur eine mögliche Umsetzung, sondern hier spielen immer die vorhandenen Gegebenheiten, Materialien und finanziellen Mittel eine Rolle.

Unseren Waschtisch hatten wir damals für den Sohn gebaut und wurde für die Tochter aufbewahrt, bis sie nun mit ihren 14 Monaten bereit dafür war. Die Artikel die ich über unseren Waschtisch schon geschrieben habe, könnt ihr hier nachlesen:


Die Freude meiner Tochter nun selbst für sich Sorge zu tragen, sich alleine die Hände waschen zu können, sich dabei im Spiegel zu betrachten, sich die Zähne alleine zu putzen, war groß. Man hat es ihr so sehr angesehen, wie stolz sie war und mit wieviel Begeisterung sie ihren Waschtisch angenommen hat. Die ersten Tage zeugten davon, dass sie eigentlich nicht mehr vom Waschtisch wegwollte. Jeder Schritt musste immer und immer wieder geübt und wiederholt werden. Ganz typische Montessori-Momente, die man einfach nur staunend begleiten kann, in dem man sich soweit es geht zurück nimmt.


Wichtig bei der Auswahl des Zubehörs ist immer auch die Größe. Die Seife habe ich z.B. in 4 Teile geschnitten. So ein kleines Stückchen kann nun viel einfacher in den kleinen Kinderhänden gehalten werden.

Trotzdem ist es wichtig dabei zu bleiben, um auch die richtige Vorgehensweise beim Waschen, beim Putzen, beim Umgang mit unserer wichtigsten Ressource Wasser, zu erlernen.
Für uns war und ist es toll unseren Kindern fließendes Wasser durch den Anschluß an die Badewannen-Armatur zu ermöglichen. Es ist ein Stück mehr Selbstständigkeit, ein Teil weniger, den wir als Eltern anfangs übernehmen müssten, wenn wir z.B.einen Krug oder die Schüssel für sie füllen. Sie können direkt lernen wie ein Wasserhahn funktioniert, diesen wieder zu Schließen während des Zähneputzens usw. Ich führe Schüttübungen lieber in der Küche/ im Wohnbereich mit meinen Kindern durch, dort wo sie Alltag eigentlich auch zu finden sind.

Zudem ist unsere Waschtischvariante sehr platzsparend. Da sie auf der Badewanne aufliegt, stellt sie mir keine weitere wichtige Fläche im Bad zu, die wir nicht hätten. Und auch mit Waschtisch können die Kinder beide problemlos baden. Wir müssen ihn also nicht extra herausheben. Wir Eltern duschen sowieso lieber. Und auch wenn wir einzeln baden würden, stört auch hier der Waschtisch nicht. Im Gegenteil, er ist sogar eine prima Ablagefläche während des Badens.

Aber wie ich zu Anfang schon schrieb, jede Familie hat eine andere Ausgangssituation und so habe ich mich für euch einmal im Internet umgeschaut und einige tolle Ideen gesammelt, die euch vielleicht für euren eigenen Kinder-Waschtisch inspirieren könnten.

Alle von mir gefundenen Ideen findet ihr in meinem Pinterest-Board "Kinderwaschtisch" und einige davon möchte ich jetzt nochmal gezielt herausnehmen, da mir die Umsetzung besonders gut gefallen hat:

Vorhandenes Bidet nutzen

Ich weiß nicht, ob Bidets noch wirklich neu verbaut werden, aber sicherlich gibt es diese noch in einigen Altbauwohnungen. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie wir immer zum Zähneputzen um das Bidet herumstanden, wenn wir bei unserer Oma übernachtet haben. Eigentlich logisch, die Höhe und Größe passt. Bei Chroniques d’une globe-têteuse wird ein toller Aufbau um das Bidet herum gezeigt, welcher dann als Waschtisch für das Kind verwendet werden kann. So wird Vorhandenes wunderbar integriert und es muss nicht zusätzlich neuer Platz geschaffen werden.
Hier habe ich ein käufliches Kinderwaschbecken entdeckt, welches man wohl auch auf das Bidet aufsetzen kann. Leider von mir nicht erprobt, aber ich wollte es nicht unerwähnt lassen.

Das zweite Waschbecken niedriger planen

Wer  schon beim Hausbau oder Umbau um seine Kinderwünsche weiß, kann dies vielleicht beim Gestalten des Bades berücksichtigen. Vor allem, wenn ohnehin zwei Waschbeckenplätze geplant sind. Wieso den zweiten Waschplatz also nicht niedriger planen, in Kindergröße. Dieser IKEA-Hack hat mir sehr gut gefallen und kann sicherlich auch mitwachsend gestaltet werden, so dass irgendwann beide Waschbecken wieder gleich hoch sind. Ich finde die Idee wirklich ganz toll und auch hier ist wieder ein Wasseranschluß vorhanden.

Aufklappbarer Hocker

Ganz toll fand ich auch die Idee mit dem verstecken Waschtischbei StinesZuhause. Wird der Waschtisch nicht gebraucht, wird der Deckel herunter geklappt und man hat einen Hocker auf dem man sich Setzen kann bzw. Wäsche, Handtücher usw. ablegen kann. Sinnvoll wären dann kleine Utensilos die man eventuell an der Seite einhängt, um dort alle wichtigen Waschutensilien schon griffbereit zu haben, damit dieser nicht immer erst wieder hingeräumt werden müssen. Eine jedenfalls sehr platzsparende Idee, wie ich finde.

Die Stuhlvariante

Ganz oft nachgebaut wird mittlerweile der Stuhl-Waschtisch. Hier habe ich ganz viele Varianten für euch gefunden. Der Vorteil hierbei ist ganz augenscheinlich, dass ein Grundgerüst schon vorhanden ist und nur noch wenig gebaut werden muss. Ein Loch für die Waschschüssel, einen Spiegel an die Rückenlehne kleben, Hacken an die Seite und was ich auch ganz sinnvoll finde, wenn der Stuhl schon Querstreben an den Beinen hat, kann man hierauf noch ein Brett oder ein Tablett/ kleine Holzkiste (wie bei Mullemuck gesehen) legen und hat so eine zusätzliche Lagerfläche für kleine Handtücher, den Krug usw.

Das IKEA-Regal als Waschtisch

Es gibt einige kleine IKEA-Regale, die sich prima eignen um auch als Waschtisch verwendet zu werden. Diese habe ich bei TigersAbenteuer, Emil und Mathilda und Madame Kunderbunt entdeckt. Hier wurden auch keine Löcher für die Waschschüsseln verwendet, sondern einfach oben drauf gestellt. Hier kommt es sicherlich auf eine gute Standfläche an und wie schwer die Schüsseln sind, damit sie nicht zu einfach kippen können.

Das gekaufte Kinderwaschbecken

Dieses Kinderwaschbecken ist aus Plastik und vielleicht auch nicht sonderlich schön. Aber auch hier sind wir wieder bei vorhandenen Möglichkeiten. Es muss handwerklich nichts gebaut werden und es ist absolut platzsparend. Um eventuell nicht noch mehr neues Plastik in Umlauf zu bringen, kann man dafür Flohmärkte oder auch die Kleinanzeigen durchforsten, hier werden immer wieder welche verkauft.

Getränkespender als Wasserhahn

Auch hier sieht man wieder, viele Eltern, viele Ideen und Lösungswege. Daher möchte ich euch diese unbedingt zeigen. Bei Milk Eyes wurde einfach ein großer Getränkespender zum Waschtisch dazu gestellt und dient somit als Wasserhahn-Ersatz.

Oder eben selbst gebaut

Natürlich gibt es auch immer wieder die begabten Heimwerker, die sich hieren Waschtisch selbst bauen mit vielen kleinen Variationen und tollen Umsetzungen. Hier wurde auch wieder ein IKEA-Regal als Grundgerüst verwendet, aber noch eine Rückwand ergänzt, um einen großen Spiegel anzubringen. Bei dieser Variante gefällt mir das kleine Ablagebrett und hier mag ich die kleinen Spots die zusätzlich angebracht wurden, so dass das Kind den vollen Durchblick hat. Sehr süß gemacht.



Ihr seht, es gibt wirklich eine Vielfalt an Möglichkeiten, eigenen Interpretationen und Umsetzungen. Es werden vorhandene Möglichkeiten genutzt,es wird selbstgebaut, es werden Möbel als Grundelemente verwendet oder man kauft es eben. Bei Dawanda gibt es auch die Stuhlvariante käuflich zu erwerben, habe ich gesehen. 
Schlußendlich eint uns alle, wir wollen unseren Kindern Möglichkeiten geben selbstständig zu sein. Wichtige Handgriffe der täglichen Körperpflege lernen zu können, um somit zu wachsen. Wachsen an wichtigen Erfahrungen, Handgriffen, Wissen und Selbstwertgefühl. 


























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Dienstag, 25. April 2017

Ein Bollerwagen mit Schiebegriff! Der Fuxtec FX-CT700!

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Als ich vor bald 5 Jahren mit meinem Sohn schwanger war, beobachtete ich immer mehr, andere Familien mit Kindern. Dabei bemerkte ich immer mal wieder Kinder die augenscheinlich "zu groß bzw. zu alt" für das Fahren in den Buggys waren und ich schwor mir, ich würde meine Kinder nicht noch mit 3 Jahren durch die Gegend schieben... sie sollen laufen!
Jahre später relativierte sich meine Meinung dann doch... wie so oft, wenn man eigene Erfahrungen sammelt und plötzlich nachvollziehen kann, warum andere Eltern so agieren, wie sie es tun.
Mein Sohn war ein Kind, dass schon immer sehr gerne im Kinderwagen fuhr bzw. getragen wurde. Er lief ein kleines Stück und dann zeigte er auch schon wieder an, dass er in den Kinderwagen wollte. Je interessanter ein Weg, eine Unternehmung war, um so mehr lief er. Aber nicht immer sind Wege spannend und dann wird auch das Laufen langweilig. Daher hatten wir immer den Kinderwagen dabei oder die Kraxe. Diskussionen mit einem Kind, dass nicht laufen möchte/ nicht mehr laufen kann, sind mühsam und würden darin enden, dass alle genervt und unglücklich sind.

Als ich mit der Tochter schwanger wurde, dachte ich lange nach, ob wir nun ein Buggy-Board für den Kinderwagen benötigen würden, auf den sich der Sohn stellen könnte. Aber wirklich warm wurde ich damit nicht, ich stellte mir das Laufen damit umständlich vor. Ich hoffte einfach darauf, dass mein Sohn bis zur Geburt der Tochter beginnen würde gerne zu Laufen....

Nun kam die Tochter in unser Leben und es stellte sich heraus, im Kinderwagen will sie nicht liegen und wurde somit ausschließlich getragen. Somit war es gut, dass wir alles auf uns zukommen ließen. Waren wir im Wald unterwegs waren hatten wir weiterhin die Kraxe für ihn dabei und für unterwegs hatten wir von Freunden einen Holzbollerwagen geschenkt bekommen, den sie nicht mehr brauchten. Auch unseren Fahrradanhänger bauten wir nun immer öfters zum Schieben um, sehr praktisch.

Ja, ich habe festgestellt nun bin ich immer öfters die, die komisch angeschaut wird bzw. der Sohn darauf angesprochen wird, wieso er denn als "großer Junge" geschoben wird, aber daraus mache ich mir nicht viel, denn ich habe schließlich früher nicht anders gedacht. Ich sehe aber auch die anderen Eltern, die zwanghaft versuchen ihre Kinder zum Laufen zu bewegen und wie genervt diese sind. Als wir den Bollerwagen zum St.Martins-Umzug im November mitgenommen haben wurden wir sehr neidisch von vielen Eltern beäugt, deren genauso "großen" Kindern immer wieder danach riefen endlich getragen werden zu wollen. Ja, wieso soll ich es uns schwer machen, wenn es auch einfach geht?

Nun hatten wir aber trotzdem noch nicht DIE perfekte Lösung gefunden. Der Fahrradanhänger war zu groß für meinen Kofferraum, um ihn auch mitnehmen zu können. Und auch wenn er beim Mann ihn den Kofferraum passte, der Auf- und Abbau dauerte einfach zu lange und nahm trotzdem viel zu viel Platz weg. Eine Lösung für den Urlaub war das nicht, man brauchte ja noch Platz für das Gepäck. Und in ein Supermarkt kommt man damit auch nicht, er ist zu breit.

Beim Holz-Bollerwagen verhält es sich ähnlich. Auch dieser lässt sich nicht platzsparend zusammenklappen und das ewige Ziehen mit einem Arm hinter sich, ist nicht sehr ergonomisch und strengt an. Zudem bot er zwar Platz für zwei Kinder, aber weiteres Gepäck passte nicht mehr hinein.

Was nun?

Durch Zufall habe ich bei "Im Herzen grün" einen faltbaren Bollerwagen entdeckt. Mit einem Schiebegriff! Wie bei einem üblichen Kinderwagen! Ich war auf der Stelle begeistert! Ich war hin und weg! Das ist doch die Lösung! Wieso ist da vorher noch niemand drauf gekommen! Das ist doch eigentlich die logische Fortsetzung nach dem Kinderwagen. Ich schrieb Fuxtec sofort an und erzählte ihnen von meinem Problem und das ich dafür bisher noch keine wirklich gute Lösung gefunden habe und ob diese daran interessiert sind, wenn ich den Wagen für sie Testen würde. Ja, das waren sie! Und sobald der Wagen wieder lieferbar war, bekam ich ihn zugeschickt und durfte ihn auf "Herz und Nieren" testen.

Der Bollerwagen FX-CT700 von Fuxtec ist nun bald 2 Monate bei uns und ist seit dem auch nicht mehr wegzudenken. Er ist wirklich sehr klein zusammenfaltbar und benötigt zum Lagern nicht viel Platz und damit natürlich auch nicht im Auto. In meinen kleinen 3-Türer passt der Bollerwagen problemlos. Der Klappmechanismus ist wirklich sehr einfach und mit einem Handgriff auch schon erledigt. 

Der Bollerwagen lässt sich sehr einfach schieben, sogar die Tochter schafft das! Da der Schiebegriff sich von unten bis oben in alle Positionen einstellen lässt, kommt die Tochter schon an den Griff und freut sich den Wagen schieben zu dürfen. Der Griff kann durch das Drücken von zwei Knöpfen gleichzeitig verschoben werden. Das ist am Anfang schon etwas schwer und strengt an. Wird mit der Zeit aber leichter.


Unter dem Schiebegriff befinden sich ein paar kleine Taschen, in denen man Flaschen und Kleinigkeiten schnell griffbereit hineintun kann. Am Schiebegriff befestigte ich gerne meinen kleinen Organizer von Lässig oder eben direkt meine Wickeltasche, dass ist problemlos möglich.

Der Schiebegriff wurde von mir und meinem Mann getestet. Ich bin 1,63m groß oder klein, wie man es nimmt, und für mich ist der Schiebegriff super. Ich kann den Bollerwagen, wie einen Kinderwagen schieben. Das ist einfach so praktisch und bequem. Mein Mann mit 1,83m bemerkte allerdings, dass der Schiebegriff für ihn einfach zu knapp ist und er immer wieder mit den Füßen an der Bremse hängen bleibt. Er nutzt daher viel lieber die Zugstange und zieht den Bollerwagen. Wer also größer ist, kommt leider nicht in den Genuß den tollen Schiebegriff wirklich nutzen zu können,ohne sich immer wieder die Füße am Bollerwagen anzustoßen.

Der Schiebegriff und die beweglichen Räder vorne lassen den Bollerwagen wirklich wie ein Kinderwagen wirken und er fährt sich richtig toll. Leider ist der Schwerpunkt sehr weit vorne,klar der Bollerwagen ist länger als ein Kinderwagen, und sobald der Wagen zu voll beladen ist, kann man diesen beim Überqueren von Straßen an einem hohen Bordstein mit dem Schiebegriff nicht wirklich gut anheben. Und man muss ihn an der Schubstange hochheben. Da ich zum Glück nur wenige Bordsteine auf unserem Einkaufsweg habe, stört mich das nicht und der Vorteil des Bollerwagens gegenüber unseres Fahrradanhänger ist der, dass ich mit diesem in den Supermarkt kann und durch die schmalen Gänge hindurch fahren kann.

Ein weiteres tolles Gimmick dieses Bollerwagens ist das Sonnendach mit integriertem Sonnenschutz. Es lässt sich ruckzuck anbringen und die Kinder sind vor direkter Sonne geschützt. Auch gibt es die Möglichkeit die Kinder anzuschnallen, würden sie gerne beim Fahren aufstehen und Gefahr bestünde, dass sie dann herausfallen würden.

Hätte ich den Bollerwagen nicht zum Testen von Fuxtec (Vielen herzlichen Dank!) erhalten, ich hätte ihn defintiv gekauft. Ich bin, bis auf wenige Abstriche,sehr zufrieden mit ihm und er erleichtert mir unseren Alltag mit zwei Kindern. Beide finden problemlos darin Platz, ebenso auch auch Gepäck für Ausflüge oder ein kleiner Einkauf.

Nun ist der Sohn bald 4,5 Jahre und in den letzten Wochen hat sich wieder viel in seiner Entwicklung getan. Plötzlich wandert er mit uns 6 oder 7 km im Wald, über Stock und Stein und die Tochter konnte nun in die Kraxe umziehen. Er läuft und läuft und erst gegen Ende, wenn er dann noch so viel Laufen doch müde wird, dann tragen wir ihn auf den Schultern das letzte Stück. Auch Fahrradfahren kann er nun und wo es geht, nehmen wir es mit und erfährt neben uns her.
So ist das eben mit unseren Kindern. Wir müssen uns ihrer Entwicklung und ihren Schritten anpassen, damit tun wir uns im Alltag leichter, damit werden wir uns alle wohler und entspannter fühlen und wenn wir weg sind von den Gedanken "Kinder müssen ab 3 Jahren laufen" und uns mit  Hilfsmitteln, wie Kraxen, Fahrradanhängern oder Bollerwägen helfen, dann machen Ausflüge von Anfang bis Ende Spaß. Der ganzen Familie!

Anmerkung: Der FX-CT700 wird derzeit noch in kleiner Stückzahl produziert und ist damit immer recht schnell ausverkauft. Man kann sich allerdings per Mail informieren lassen, wenn er wieder lieferbar ist.

Sonntag, 16. April 2017

Nur wir zwei! Mama-Sohn-Tag!

Gestern war es endlich soweit! Nach mehr als 15 Monaten unternahmen mein Sohn und ich etwas gemeinsam. Alleine! Ohne die Tochter, ohne seine Schwester! Wie sehr wir das brauchten war mir schon lange bewusst. Möglich war es aber nicht. 
Meine kleine Tochter, mein fordendes, anhängliches kleines Mädchen, ließ dies bisher nicht zu. Nicht ohne ihre Mama! Der Loslöseprozess dauerte bei ihr sehr lang. Das Vertrauenfassen zu anderen Personen. Jetzt geht sie große Schritte in Richtung Selbstständigkeit und zeigt mir in vielen Situationen, sie kann es mehrere Stunden ohne Mama schaffen. Der Papa sprach es vor zwei Wochen aus, jetzt kann er mal längere Zeit alleine auf sie aufpassen. Jetzt ist es möglich!

Nun war der Tag gestern gekommen. Mein Sohn fieberte seit diesen zwei Wochen darauf zu und auch ich gebe zu, die Nacht davor habe ich unruhig geschlafen, so aufgeregt war ich. Endlich Zeit mit meinem Sohn verbringen können, nur mit ihm alleine!

Wir fuhren zusammen in den Tierpark und verbrachten dort viele, viele gemeinsame Stunden. Es war so wunderschön. Ich konnte ihm jedes einzelne Schild an den Gehegen vorlesen, jede einzelne seiner Fragen beantworten. Wir konnten lange an einer Stelle stehen und die Tiere beobachten. Wir aßen gemeinsam bei Regen zu Mittag und beobachteten dabei die kreisenden und klappernden Störche über uns. Wir unterhielten uns dabei. Ich konnte ihm zuhören, ohne Unterbrechung. Ich konnte ihn dabei ansehen, ohne Unterbrechung. Wir gingen ganz seinen Rhythmus an diesem Tag. Und immer wieder sagte er "Stimmts Mama, unser Mama-Sohn-Tag heute ist ganz wundervoll? Stimmts?"

Wir schaukelten, er kletterte, ich schaute ihm jeden Augenblick zu. Wir spielten fangen. Wir bestaunten die Regentropfen. Wir genossen die Ruhe. Wir kuschelten, wir spazierten Hand in Hand durch diesen wundervollen Tag.

Ja, dieser Tag gestern hat uns beiden so gut getan! Denn durch den Alltag mit der kleinen drängenden Schwester, geht vieles zwischen uns unter. Wo andere Familien es täglich schaffen, "Quality Time" mit den einzelnen Kindern zu schaffen, ist dies hier nicht möglich. Bin ich da, klebt meine Tochter an mir. Da sie sich nur sehr wenig alleine beschäftigt, ist auch keine Möglichkeit vorhanden dann mit dem Sohn etwas zu tun. Lesen unter Tag? Nicht möglich! Gesellschaftsspiele, die er so gerne spielt. Nicht möglich!
Der Sohn steht hinten an. Sehr, sehr oft! Es tut mir in der Seele weh. Das ist nicht diese "normale" Geschwister"sache". Wie es nun eben so ist, wenn mehrere Kinder da sind. Defintiv nicht! Sich Zeit für jedes Kind zu nehmen, schwierig, wenn eines so zieht, so fordert. Ich weiß, dass auch dies besser werden wird. Meine keine Tochter wächst, versteht mehr, wird unabhängiger. Ja! Sonst wäre dieser Tag gestern garnicht möglich gewesen. Sie hat sich wunderbar mit ihrem Papa den Tag gestaltet und zu Mittag in den Schlaf tragen lassen. Und doch hat sie auch viel ausgehalten an dem Tag, so gut sie es augenscheinlich meisterte. Den Abend klebte sie förmlich an mir und die Nacht war eine mittelschwere Katastrophe. Geschlafen hab ich recht wenig und bin nun früh wach. 

Und trotzdem freue ich mich jetzt darauf, dass wir hoffentlich eine Regelmäßigkeit einführen können. Das es den Mama-Sohn-Tag nun hoffentlich viel öfters geben wird. Für mich und meinen Sohn. Den ich gestern wieder so richtig sehen konnte, in allen seinen wundervollen Facetten, die ich so sehr liebe. Seine wundervoll strahlenden Augen, die den ganzen Tag leuchteten. Und die sich dann verdunkelten, als wir nach fast 7 Stunden wieder Zuhause ankamen. Ich verstehe ihn so sehr! Ich hoffe, er kann mit seinen kleinen 4 Jahren genauso von diesem wundervollen Tag zehren, wie ich, bis zu unserem nächsten Tag, nur wir Zwei. Wir alleine. Mama und Sohn!

Was ich auch noch schreiben möchte. Ich bin meinem Erstgeborenen so dankbar dafür, dass er so ein wunderbares, einfühlsames und verständnisvolles Kind ist (was ich ihm auch immer wieder sage!). Es macht mir den Alltag mit beiden Kindern so viel leichter und er liebt seine kleine Schwester so sehr. Er ist ihr großer Beschützer und er dachte natürlich trotzdem den ganzen Tag an sie. Und suchte ihr sogar eine Kleinigkeit im Tierpark-Shop aus. Einen Pfau. Den versteckt er ihr zu Ostern. Eine Pfau-Figur, die ein Rad schlägt. So wie es der Pfau im Tierpark gestern gemacht hat. Den er so sehr bestaunte und genau beobachtete. Auch die Rufe des Pfaus haben wir gestern so viele Male gehört und gelauscht. Wundervolle Momente waren das gestern. Zaubermomente! 

Ach, mein kleiner Sohn. Ich lieb dich so sehr. In Worte ist das nicht zu fassen! ♥

Dieses Herz haben wir gestern gemeinsam aus einem Edelstein-Automat gezogen. Es soll für Ruhe und Selbstfindung stehen. Wie passend für diesen unvergesslichen Tag.

Dienstag, 28. März 2017

Windelfrei geht von den Kindern aus!

Eigentlich hatte ich vor einigen Tagen noch überlegt, dass ich doch mal wieder etwas über unsere Stoffwindeln schreiben könnte, aber wie das Leben eben ist oder im Speziellen unsere Kinder: Planen ist eher selten möglich! Sie geben uns den Weg vor, sie zeigen uns, was ihnen jetzt wichtig ist und was sie brauchen.

Meine kleine Tochter zeigt nun seit einigen Tagen immer an, dass sie aufs Töpfchen möchte oder viel lieber sogar auf die Toilette. Wie Mama und Papa und natürlich auch der große Bruder! 
Schon in einem anderen Blogartikel habe ich darüber berichtet, dass ich meine Tochter in Standardsituationen abhielt und immer dann, wenn ich es vermutete bzw. meine Tochter es mir zeigte. Die Standardsituationen klappten in der Regel immer und dazwischen mal mehr, mal weniger gut. Als Backup hatten wir immer unsere Stoffwindeln, welche ich niemals mehr missen würde. Jedenfalls, so wird oft berichtet, scheint das direkte Nässegefühl den Kindern sehr zu helfen und sie merken, wenn dann doch etwas in der Windel gelandet ist, so war es auch oft bei der Tochter.

Natürlich könnten Kinder bzw. unsere Babys schon von Anfang an komplett windelfrei leben, denn es liegt in unserer Natur uns nicht beschmutzen zu wollen. Wir müssen nur auf die Signale unserer Kinder hören bzw. sie wahrnehmen und zusammen mit unserem Kindern dann eine Routine finden beim Abhalten. Wusste ich, sie muss Pipi, dann machte ich beim Abhalten ein "Schhh"-Geräusch und fragte sie auch dann, ob sie Pipi muss und kurz danach kam dann meist auch der Strahl. Wusste ich sie muss groß, fragte ich sie auch das und versuchte dann ein "Drück"-Geräusch nachzumachen. Jetzt bitte nicht lachen! Aber schon schnell merkte ich, dass sie verstand, was ich jeweils meinte und an ihrer Mimik und ihrer Körperspannung sah ich, dass sie versuchte umzusetzen was ich sie fragte. Klingt vielleicht komisch, aber so ist es. Vielleicht können mir das andere Windelfrei-Mamas bestätigen?

Jedenfalls ist es kein Konditionieren des Kindes und auch kein "Töpfchen-Training", wenn man schon früh versucht ihren Bedürfnissen nachzukommen und sie darin zu unterstützen, sich nicht zu beschmutzen und sich wohlzufühlen. Im Alltag und auch der Deutung von Zeichen kann das manchmal, auch öfters (!), untergehen. Deswegen sollte Windelfrei kein Zwang sein bzw. man muss sich als Mama nicht schlecht fühlen, wenn man sein Kind irgendwie nicht so ganz versteht. Schon einige Male habe ich, nachdem ich feststellte die Windel ist nass, hinterher gemerkt, da gab es doch Zeichen, meine Tochter hat es mir eigentlich signalisiert, aber ich war abgelenkt. Das Essen droht überzukochen, man will noch schnell etwas fertigstellen und unterwegs... ja, da hat es bei uns bisher noch garnicht funktionert. Und durch Schübe, andere Umgebungen und neue Situationen, kann auch mal ein "Windelfrei"-Streik eintreten. Lernen die Kinder gerade krabbeln oder laufen, nimmt sie das so ein, dass in anderen Bereichen auch mal "Rückschritte" da sind bzw. diese für die Kinder dann weniger wichtig sind oder sie werden abgelenkt (von großen Brüdern, die ins Babd stürmen z.B.) oder auch bei uns: Wir waren im letzten Jahr im Urlaub und dort wollte sich die Tochter (damals 9 Monate) garnicht abhalten lassen, alles ging in die Windel und auch eine ganze Weile noch, als wir schon wieder Zuhause waren. Ich habe also abgewartet, sie beobachtet und ihr, wenn sie wollte, das Töpfchen angeboten.

Nun ist meine Tochter als 14 Monate alt und signalisiert seit Wochen immer deutlicher. Sie läuft Richtung Bad, sie zeigt auf die Toilette. Sie wird z.B. beim Essen immer unruhiger und fängt an zu meckern. Es beeindruckt mich sehr, wie deutlich sie das zeigt und versetzt mich auch zurück zu den Windelfreianfängen mit meinem Sohn. Als er keine Windel mehr tragen wollte, war er 26 Monate alt. Im Nachhinein, weiß ich aber, er wollte sie schon deutlich früher nicht mehr. Aber ich war damals noch nicht soweit. Ich habe ihn nicht verstanden.

Da ich mich nun mehr mit dem Thema "Windelfrei" befasst habe, scheint der Zeitpunkt bei meiner Tochter nun viel früher, als beim Sohn, gekommen zu sein, in dem sie mir deutlich zeigt, es geht auch ohne Windel. Aber auch jetzt fühle ich mich wieder etwas überrumpelt. Auch jetzt stehe ich wieder vor vielen Fragen, gerade was die erste Zeit unterwegs ohne Windel betrifft. Bei dem Sohn hatte ich einfach immer ein leeres Marmeladenglas dabei. Aber wie mach ich das jetzt bei der Tochter? Soll ich jetzt wirklich schon Unterwäsche kaufen? Sind wir wirklich schon soweit? Vorgestern waren wir 1,5 Stunden auf dem Frühlingsfest unseres Ortes unterwegs, ohne Windeln und mit Töpfchen im Fahrradanhänger. Alles blieb trocken, aber sie wurde zum Ende hin, auch immer unruhiger, auf das Töpfchen wollte sie aber auch nicht, als ich es ihr anbot... abhalten will sie schonmal garnicht, da macht sie sich steif, hatte ich schon Tage zuvor einmal ausprobiert, als wir mit dem Auto unterwegs waren und sie Pipi musste. Und gestern, da waren wir bald 2 Stunden unterwegs, bei der Post und in der Krabbelgruppe. Gegen Ende merkte ich, sie wurde unruhig, sie muss Pipi. Aber sie wollte nicht auf die kleinen Toilette des Kindergartens, da half kein gutes Zureden. Zuhause sind wir dann sofort auf die Toilette und dort klappte es dann wieder. Mal sehen, welchen Weg wir unterwegs also finden werden.

Das "Trockenwerden" ist also nichts, was von uns Eltern ausgeht. Nichts, was wir irgendwann "einmal angehen" müssen, weil wir jetzt keine Lust mehr haben Windeln zu wechseln und die Kinder doch nun schon "groß genug" sind. Unsere Kinder sind von Anfang an windelfrei, es benötigt keine Reife dazu, die sich erst entwickeln muss, wie es noch oft geschrieben wird. Sie ist eigentlich schon da. Viel eher ist so, dass viele Kinder verlernen auf ihren Körper zu hören, wenn wir ihre Signale nicht wahrnehmen. Und das meine ich keinesfalls anklagend, denn auch ich weiß, wie schwer das manchmal ist und habe es beim Sohn selbst erlebt! Viel zu spät habe ich davon erfahren und es zunächst auch als"Humbug" abgetan. Ich möchte nicht sagen, dass Windelfrei ein Muss ist, aber auf alle Fälle ein Versuch von Anfang an mit unseren Kindern zu kommunizieren und zu versuchen die Signale zu deuten, damit sie ihre Körperwahrnehmung und Bedürfnisse verstehen und behalten können. Damit unterstützen wir unsere Kinder in ihrer Selbstständigkeit und ihrem Selbstbewusstsein.


Mittwoch, 22. März 2017

Von Gemüseresten, die wieder wachsen und weiteren Experimenten mit Pflanzen

Nachdem ich in meinem Instagram-Verlauf so viele tolle Profile verfolge, in denen schon seit geraumer Weile fleissig mit den Vorbereitungen zur diesjährigen Pflanz- und Gartensaison begonnen wurde, packte mich nun auch der Wunsch nach dem Gärtnern. Ich weiß, dass mein grüner Daumen nicht gerade sehr ausgeprägt ist, aber wir wollen es probieren und ich habe hier natürlich noch meine zwei kleinen Gärtner, die mich sicherlich wundervoll unterstützen.

Wir entscheiden uns für die Hochbeet-Variante und ich began mich im Internet darüber zu informieren, was man den darin alles setzen kann. Dabei stieß ich auf etwas ganz Interessantes! Gemüsereste, die wieder wachsen! Da ich an diesem Abend gerade erst Karotten für das Abendessen geschält hatte, holte ich die Karottenstumpen direkt wieder aus dem Abfall und legte sie ins Wasser. Das wiederholte ich ebenso mit Chinakohl und Sellerie. Und siehe da, nach nur wenigen Tagen beginnen nun alle 3 Gemüsearten wieder zu wachsen und können dann auch bald in die Erde umgesetzt werden.


Ich finde das ganz faszinierend und der Sohn natürlich auch. Wir haben alles auf dem Esstisch stehen und können so alle wunderbar das Wachstum mehrmals täglich zu den Mahlzeiten bestaunen und uns darüber unterhalten. Auch Kressesamen haben wie ausgesäat und mehrmals täglich besprüht der Sohn diese mit Wasser (unsere Sprühflasche stammt aus dem Baumarkt oder einfach online kaufen). All das geht so wunderbar schnell, dass es für Kinder einfach spannend bleibt und sie dadurch das Interesse auch nicht verlieren.


Neben diesen kleinen Ideen habe ich auf Pinterest noch nach weiteren tollen Experimente rund um Gemüse und Pflanzen im Allgemeinen gesucht und euch auch eine Pinnwand auf meinem Pinterest-Profil erstellt. Dort findet ihr noch weiteres Gemüse, welches aus seinen Stumpen wieder neu wächst. Auch findet ihr dort ganz tolle Experimente zum den Themen:

- warum brauchen Pflanzen Licht?
- warum wachsen Pflanzen immer zum Licht?
- wie nehmen Pflanzen Wasser auf? Farbexperimente!
- Wie wichtig ist ein pflanzenreicher Boden für sauberes Wasser?
- brauchen Pflanzen Erde?
- Bohnenwachstum in CD-Hüllen verfolgen
- ... (ich werde die Pinnwand, wenn immer ich passende Ideen finde natürlich weiter ergänzen)

Mit diesen vielen anschaulichen, kleinen und schnell umgesetzten Experimenten kann man seinen Kindern viele Abläufe unserer Natur wundervoll erklären. Und wir selbst lernen auch noch etwas dabei! Ich wäre jedenfalls nie auf die Idee gekommen, dass aus Karottenstumpen wieder Karotten wachsen können! Hättet ihr es gewusst?


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Donnerstag, 16. März 2017

Ihre Energie und Zielstrebigkeit ist grenzenlos

Wie ich schon im vorherigen Beitrag erwähnte, hilft mir meine Tochter unglaublich gerne im Haushalt. Sie möchte alles alleine tun, sie will alles nachmachen. Und das ist nicht immer einfach für mich und auch für sie. Denn zum Einen ist es für sie frustrierend, wenn sie Dinge, die sie tun möchte, noch nicht alleine ausführen kann und auch für mich, da ich ihren Frust aushalten muss bzw. auch immer wieder gefragt bin, wie ich es ihr jetzt ermöglichen kann, in ihrem derzeitigen Rahmen mitzuhelfen. Und manchmal, wenn man da so gefrustet ist und ein Tag immer länger und länger zu werden erscheint, aber die Energie und Zielstrebigkeit des Kindes scheinbar niemals weniger wird, braucht es etwas Weitblick von Außen.
Immer wenn ich Fragen habe bzw. Inspirationen/Hilfe benötige, gehe ich auf die Suche. Bücher, Blogs, Foren, Gruppen, Pinterest. Die Auswahl ist schier unendlich. In zwei Büchern wurde ich fündig und es umreißt sehr gut, was ich gerade zusammen mit meiner Tochter erlebe und wie wichtig diese Umbruchzeit nun ist!

Kinder im Alter von fünfzehn Monaten (Anmerkung von mir: Der genaue Zeitpunkt ist natürlich für jedes Kind indviduell), die sicher laufen können, sind jetzt endlich unabhängige Individuen und bereit für eine neue Aufgabe in ihrem Selbstaufbau. Viele Monate, bevor sie anfingen ihre Füße zu gebrauchen, benutzten und übten sie ihre Hände. Jetzt, wo sie laufen können, so Montessori, sind die Hände bereit, "sich zu bilden, wenn ihnen dazu nur Gelegenheite geboten werden". Dies ist ein großer Augenblick für die Eltern. Aber es ist auch einer der zahlreiche Schwierigkeiten birgt. 

Montessori ging davon aus, dass ihre Überlegungen zum Gewähren von mehr Freitheit bei gleichzeitiger sorgfältiger Überwachung der Bewegungen der fühnzehn Monate alten Kinder die Erwachsenen zunächst verunsichern oder vor Probleme stellen würden. Aber Montessori bestand darauf: "Dem Kind Freiheit zu geben, es zu beobachten und bereit zu sein ihm zu helfen ist nicht, aber wir müssen darauf vorbereitet sein, all dies zu tun."

Was das Kind in diesem Alter möchte, sind Dinge, die seine maximale Anstrengung erfordern. ... es geht darum "die Umgebung zu erobern". Zu diesem Zweck möchten die Kinder "so schnell wie möglich das tun, wozu sie fähig sind". Während sie vorher lediglich ihren eigenen Körper eroberten, geht es jetzt um die Eroberung der Welt. Es ist kein Wunder, dass ihre Energie und ihre Zielstrebigkeit so grenzenlos sind.

Der erste Schritt der Kinder in Richtung auf dies erweiterte Ziel besteht darin, dass ihnen die Tätigkeiten der Eltern im täglichen Leben neu bewusst werden. Vorher beobachtete das Kind, was seine Eltern taten, jetzt versucht es nachzuahmen, was diese tun. 

**Man sollte sich stets bewusst sein, dass ein Kind einen Bewegungsablauf erst genau beobachten muss, bevor es ihn nachahmen kann. Ist ihm das Muster klar, wird es den Bewegungsablauf so lange üben, bis es ihn beherrscht. Wenn der Körper auf diese Art den Anweisungen des Geistes folgt, bereitet das dem Kind großes Vergnügen. 
Jede Bewegung wird also zuerst durch Beobachten erlernt und dann nachgeahmt. Kinder neigen dazu, alles nachzuahmen, was sie bei den Erwachsenen in ihrer Umgebung sehen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie einfach nur automatisch jede beobachtete Bewegung wiederholen würden; vielmehr wiederholen sie die Bewegung aus dem Drang heraus, so zu werden wie die Erwachsenen.
An diesem Prozess kann man erkennen, wie die natürliche Kraft des Lebens die Kinder in Richtung Selbstentfaltung drängt. Doch diese kann nur mithilfe einer Umgebung gelingen, welche die Entwicklung des Kindes fördert. 

Maria Montessori hat erklärt, warum Kinder in den ersten Lebensjahren so sehr darauf drängen, an solchen Alltagsverrichtungen teilzuhaben. Diese Arbeiten erfüllen für sie einen ganz anderen Zweck als für uns Erwachsene: Die Aufgabe des Kindes besteht darin, den Menschen zu schaffen, zu dem es werden muss. Während Erwachsene arbeiten, um die Umwelt zu verbessern, arbeiten Kinder, um sich selbst zu verbessern.

Solche Tätigkeiten sind für die Kinder eine wunderbare Möglichkeit, ihre motorischen Fähigkeiten zu verbessern und gleichzeitig das befriedigende Gefühl zu erleben, mit einer Tätigkeit ein konkretes Ziel zu erreichen. Damit das Kind sich auf diese Weise weiterentwickeln kann, braucht es Raum, nicht nur in physischer Hinsicht, sondern auch Raum, den wie ihm in unserem Leben erinräumen.**

Es ist offenkundig, dass die Eltern, wenn sie das Kind in ihre Arbeiten mit einbeziehen, Tempo und Effizienz ihrer häuslichen Arbeit vermindern. Warum empfahl Montessori - eine sonst so praktisch denkende Frau mit großer persönlicher Leistungsfähigkeit - einen anscheinend so unpraktischen Ansatz für Kinder, die gerade fünfzehn Monate alt sind? Nur aus einem Grund empfahl sie, das Kind zum täglichen Begleiter des Erwachsenen bei diesen einfachen Tätigkeiten im Haus und in der Familie zu machen: aus Respekt vor den Möglichkeiten menschlichen Lebens, wie sie sich im kleinen Kind finden.

Der Grund, Montessoris Gedanke und ihrer praktischen Umsetzung zu folgen, liegt... im Respekt gegenüber dem Kind und dem, was dieses Kind im großen Zusammenhang des menschlichen Lebens repräsentiert. Mit Aufgaben, die in diesem Sinn angepackt werden, und mit Montessoris Beobachtung der Details bei jeder neuen Aktivität haben Eltern überall auf der Welt die Erfahrung gemacht, dass ihre Kinder zu viel mehr in der Lage sind, als sie selbst sich je hätten vorstellen können.

**Wir sollten stehts an die Erkenntnisse denken, die Maria Montessori beim Beobachten von Kindern in einer vorbereiteten Umgebung gewonnen hat, und daran, welche Ziele diese Kinder mit ihrer Arbeit verfolgen. Dann wären wir sicherlich offener dafür, die Hilfe der Kinder anzunehmen und sie an unserer häuslichen Arbeit zu beteiligen. 
Kinder beschäftigen sich nicht nur sehr gerne mit solchen Aufgaben des täglichen Lebens, sie verbessern dabei auch ihre Koordination und stärken ihre Selbstsicherheit und ihr Selbstwertgefühl. So nimmt der sich entwickelnde Mensch wichtige Botschaften in sich auf, die ihn auch bei all seinen künftigen Aktivitäten leiten werden: "Ich kann das, ich bin dazu in der Lage, ich bin etwas wert, die Menschen in meiner Umgebung brauchen und schätzen meine Mitarbeit, und ich kann damit die Welt um mich herum verändern."**

Und wenn wir damit also wissen, warum unsere Kinder diese Energie und diese Zielstrebigkeit besitzen, warum sie so motiviert sind und es ihnen ein wichtiges Anliegen ist, uns zu helfen, dann fällt es uns leichter, die Hilfe unserer Kinder anzunehmen, auch an stressigen Tagen, aus Respekt vor den Möglichkeiten des menschlichen Lebens. Den Erbauern ihrer Selbst, den Menschen zu schaffen. Und unser wichtiger Anteil daran.

Die Zitate stammen aus den Büchern Das Kind verstehen (**) und Montessori von Anfang an . Hierbei handelt es sich um Affiliate-Links.

Dienstag, 14. März 2017

Mithelfen wollen von Anfang an! (Aktuell mit 14 Monaten)

Letzte Woche erschienen bei Susan von Emil und Mathilda und Susanne von Geboren Wachsen fast zeitgleich Artikel zum Thema "Mithelfen". Also, ab wann Kinder denn im Alltag mithelfen können.
Noch immer ist dies ein großes Thema bei Eltern und die damit verbundene Ratlosigkeit. Zunächst sind die Kinder zu klein, da können sie doch noch nicht mithelfen und irgendwann sind sie groß genug dafür... oder etwa nicht? Was ist zu klein, was ist groß genug?

Sobald die Kleinen mobiler werden und auch die motorischen Fähigkeiten zunehmen, beginnt die magische Anziehung. Das Mithelfen wollen. Sie sehen uns Erwachsenen genau zu und beginnen zu verstehen. Schon früh, reichte mir die Tochter Kleidung aus den Wäschekörben, da konnte sie gerade mal gut sitzen und etwas krabbeln. Als sie sich Hochstellen konnte, wollte sie beim Trockner Ein- und Ausräumen helfen.
Mit ihren 14 Monaten kann sie nun endlich laufen. Für sie eine absolute Erleichterung, so scheint mir, denn es wirkt, als hätte sie nur darauf gewartet. Sie will noch mehr helfen, noch mehr lernen und verstehen. 
Noch bevor ich selbst Kinder bekommen habe, hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass ein 14 Monate altes Kind mithelfen will bzw. auch mithelfen kann. Erst als ich die Lehren von Maria Montessori entdeckte, stellte ich fest, wie wichtig dieses "Helfen wollen" für die Kinder eigentlich ist. Für ihre Entwicklung. Körperlich, geistig. Für das Selbstbewusstsein.

Aber was kann denn ein 14 Monate altes Kind wirklich tun? Wo kann es mithelfen? Für uns Erwachsene fällt es da schwer umzudenken. Nicht nur, darin passende Möglickeiten/Teilaufgaben zu sehen, sondern auch Zurückzuschrauben. Wir wollen alles zack-zack erledigen, zur nächsten Aufgabe übergehen und einfach "fertig werden". So ist das mit Kindern natürlich nicht möglich. Wir müssen lernen uns viel mehr Zeit zu lassen und auch zu akzeptieren, dass das Ergebnis am Ende gerade am Anfang des Lernens, nicht so aussehen wird, wie wir uns das Wünschen würden. Wir müssen dann auch lernen, dieses Ergebnis zu lassen, nicht ständig zu korrigieren. Das würde einfach demotivierend sein.

Wo hilft mir meine kleine Tochter als nun? Welche Aufgaben kann ich sie übernehmen lassen? Wichtig dabei ist, zu beobachten! Wo sehe ich, dass meine Tochter etwas tun möchte? Kann ich sie das übernehmen lassen? Lasse ich sie es einfach mal probieren und warte ab! Braucht sie beim nächsten Versuch vielleicht eine Hilfe, ein Zwischenschritt? Ich sehe, was meine Tochter tun möchte und gebe ihr den Raum dafür. Schon alleine dadurch werde ich erkennen, was mein Kind tun kann. Egal in welchem Alter!

Hilfe bei der Wäsche

Wie schon geschrieben, ich bekomme von meiner Tochter Hilfe beim Wäsche waschen. Sie hilft beim Einräumen in die Waschmaschine oder dem Trockner, ebenso beim Ausräumen. Sie möchte auch die Maschinen starten bzw. vorher die Türen selbst schließen. Sie hat durch den niedrigen Wäscheturm die Möglichkeit das Aufhängen von kleinen Kleidungsstücken zu üben oder reicht mir diese. Das Reichen geht später beim Wäsche-Zusammenlegen weiter. Ich stelle den Korb auf den Boden, so dass meine Tochter die Wäsche erreichen kann. Sie nimmt die Wäschestücke einzeln und bringt mir diese damit ich sie dann Zusammenlegen kann.  

Hilfe in der Küche

Sie hilft mir schon seit vielen Monaten beim Ausräumen der Spülmaschine. Beim Öffnen entnehme ich zügig alle scharfen Messer oder Küchenhelfer und dann kann sie loslegen. Meistens reicht sie mir noch alles. Hin und wieder weiß sie schon wohin etwas geräumt werden muss und bringt es selbst dort hin.
Nach dem Essen wird Tisch, Hochstuhl und dann der Boden darunter feucht abgewischt. Vor wenigen Tagen signalisierte sie, dass sie mithelfen möchte. Sie streckte mir ihre kleinen Händchen entgegen und fixierte das Tuch in meiner Hand. Also gebe ich ihr seit dem, ihr eigenes Tuch und sie "wischt" mit. Auch hier sieht sie, dass ich das Tuch mehrfach ausspüle und möchte das dies mit ihrem Tuch auch gemacht wird. Noch reicht sie es mir dafür. Ich denke hier werde ich irgendwann eine Schüssel in ihrer Höhe anbieten müssen, damit sie die Schritte alleine tun kann, auch das Auswringen des Tuches. Das kommt alles nach und nach, wie ihre Entwicklung dies erlaubt.
Sie möchte beim Zubereiten des Essens helfen. Hier kann ich ihr die geschälten und in Stücke geschnittenen Möhren reichen, die sie dann selbst in den Topf gibt. Auch schon abgemessene Zutaten können so von ihr in die Schüsseln getan werden. Gehen wir zusammen an die Gefriertruhe, möchte sie die schweren Packungen selbst wieder nach oben tragen. Töpfe aus den Schränken möchte sie mit mir zum Herd bringen.
Gemüse und Obst können von ihr abgewaschen werden. Hier verweise ich wieder auf den wunderschönen Blogbeitrag von Emil und Mathilda.

Hilfe bei den Haustieren

Irgendwann wollte ich darüber mal einen eigenen Blohbeitrag schreiben, denn ich finde Haustiere passen sehr gut zu den Lehren von Maria Montessori und dem Wachsen an Aufgaben. Immer mehr können die Kinder hier helfen und übernehmen und durch die Versorgung bedürftiger Lebewesen lernen fürsorglich und bedacht zu sein.
Meine Tochter hilft hier schon beim Ausmisten der Meerschweinchen, mehr oder weniger.... jedenfalls möchte sie mit ihrer kleinen Schippe auch helfen. Sie verteilt das frische Einstreu und das Heu. Sie hilft beim täglichen Füttern von Gemüse und Kräutern. Sie trägt die Schüsseln danach wieder in die Küche und macht auf meine Bitte die Kühlschranktür wieder zu, wenn ich alles darin verstaut habe. Sie schnalzt schon ganz wunderbar mit der Zunge, um die Meerschweinchen anzulocken und zu Signalisieren, es gibt Essen. Gerade beim Ausmisten muss man sich bewusst sein, dass man selbst und das eigene Kind am Ende paniert ist mit Sägespänen und dass das Aufräumen und Aufsaugen natürlich deutlicher länger dauern wird, aber das wird mit dem Lernen und Trainieren der Fähigkeiten immer besser werden. Wie soll es auch sonst, wenn man nicht üben könnte?

Hilfe im Haushalt

Findet die Tochter irgenwelche Fusseln oder Stückchen auf dem Boden hebt sie diese auf. Zu Anfang drückte sie diese uns in die Hand. Nun weiß sie, wohin Abfall gehört und läuft schnurgerade zum Mülleimer. Da sie die Tür aber noch nicht aufbekommt, müssen wir dies für sie tun. Tropft beim Ausräumen der Spülmaschne oder beim Trinken Wasser auf den Boden holt sie das Handtuch und wischt es auf. Hier habe ich dies zunächst immer wieder gezeigt und ihr auch durch das Reichen des Handtuches angeboten es selbst zu tun. Irgendwann macht es klick und unsere Kinder verstehen die Zusammenhänge. Es Bedarf der Wiederholung. Gerade die Wiederholung wird auch manchmal schwer für uns sein. Es ist frustrierend wenn die Wäsche komplett im Trockner und die Aufgabe damit "fertig" ist. Wenn die Mama nicht will, das der Boden mit Wasser geflutet wird, um immer und immer wieder Aufzuwischen. Wiederholung ist wichtig für unsere Kinder, so festigen sich die Handgriffe und das Verstehen der Zusammenhänge. Das ist wichtig für uns zu wissen, so könnne wir mit diesen Situationen gelassener umgehen. Und es zeigt auch warum uns die Kinder immer und immer wieder helfen wollen. 

Für unser Kinder ist Hausarbeit nicht langweilig. Wir müssen kein schlechtes Gewissen haben, wenn es Tage gibt an denen wir gefühlt nur mit Haushalt beschäftigt sind und unsere Kinder uns dabei helfen. Meine Tochter ist jedenfalls sehr glücklich und ausgeglichen, wenn sie mir wirklich nonstop helfen kann. Andere Dinge interessieren sie ohnehin kaum bis garnicht. Bei mir zu sein, zu lernen, zu beobachten, zu verstehen, zu helfen, zu tun. Das ist die innere Aufgabe der Kinder, das ist ihr Sein. Für uns mag Spielen im ersten Moment etwas völlig Anderes sein, davon lebt schließlich die Spielzeugindustrie. Aber kennen wir unsere Kinder, dann wissen wir, Arbeit ist für sie keine Arbeit, wie wir sie kennen. Arbeit ist Spielen und im Spielen lernen sie. Im Spielen wachsen sie. Unser Alltag ist ihre Kindheit. Und das müssen wir nicht als Ansporn sehen, den Kindern immer etwas zu bieten, an Ausflügen, neustem Spielzeug usw. Nein, es ist wirklich unser ganz normaler Alltag, der wichtig ist für unsere Kinder. Solange sie dabei sind, solange sie integriert sind, sich wichtig und gesehen fühlen. Und das, von Anfang an!

P.S.: Leider habe ich nur wenige Bilder von meiner kleinen Hilfe. Sie ist so schnell abgelenkt und ist dann mehr an der Kamera interessiert. Einige Schnappschüsse und Videos habe ich aber schon auf meiner Instagram-Seite gezeigt, vielleicht schaut ihr dort einfach mal vorbei.


Samstag, 4. März 2017

Nachspielen von Arztbesuchen


Neue Situationen, unbekannte Menschen, unbekannte Orte... alles was der Sohn nicht kennt, wird zunächst kritisch beäugt und ich merke wie der Sohn dicht an mich heranrückt und alles genau beobachtet und prüft.
Ich habe schon früh gemerkt, dass mit meinem Kind andere Wege, als die Üblichen gehen musste, damit er sich wohlfühlen konnte. Das ich eine sehr abwartende Haltung einnehmen musste und ihn zu rein garnichts bewegen konnte, was er nicht wollte.
Er ist niemand der vorgeht, der sich direkt traut und dies kann auch sehr lange anhalten, auch wenn man meinen könnte, eigentlich kennt das Kind doch schon alles und weiß wie alles funktioniert.

Im Pekip war ich die Mutter, die durch den Raum gegangen ist, damit sich mein Sohn bemerkt und überhaupt in die Nähe der verschiedenen Spielangebote kam und sie dadurch wahr nahm. Er hätte sich sonst nie vom Fleck bewegt, immer press bei mir.
Gleiches in der Turnstunde. Ich musste immer mit, immer direkt in der Nähe sein. Mich wie die anderen Mütter an den Rand zu stellen, den Kindern zuzuschauen und dabei die neusten Neuigkeiten auszutauschen, undenkbar. Auch mit 4 Jahren löst er sich nur sehr langsam. Die Zeit zeigt, je vertrauter er wird, je länger er Menschen, Umgebungen und Abläufe kennt, desto entspannter ist er, desto wohler fühlt er sich und desto einfacher kann er sich lösen und fühlt sich wohl.

Und da kommen wir nun zu einer Sache, die oft schwierig ist: Arztbesuche!
Eine Situation, die dem Sohn nicht behagt. Fremde bzw. wenig vertraute Menschen wollen ihn anfassen und Untersuchungen mit Geräten an ihm vornehmen, die er nicht kennt, nicht weiß was genau passiert und wie es funktioniert.
Es ist eine Verletzung der eigenen Intigrität und für ein kleines Kind ist es schwierig zu verstehen, warum dies nun sein muss. Gerade die in unserem Bundesland verpflichtenden U-Untersuchungen. Man ist gesund und soll trotzdem zum Arzt?

Schon früh haben wir also immer wieder tagelang vor nötigen Arztbesuchen mit Erklärungen begonnen, damit er sich darauf vorbereiten konnte. Erklärt was passieren wird, ob er abgehört wird, ob in die Ohren geschaut wird usw. usf. Ich habe festgestellt, je mehr er vorab weiß und sich darauf einstellen kann, um so besser konnten wir diese Termine gemeinsam bestreiten.

Ich merkte trotzdem, es reicht nicht. Auch wenn der Sohn wusste, ja, das ist nun nötig und ja, dies und jenes wird auf ihn zukommen, spätestens wenn dann der Arzt das Sprechzimmer betrat, wäre er am liebsten in mich hineingekrochen.

Als der Sohn Zuhause began die Arztbesuche nachspielen zu wollen, mussten geeignete Spielmaterialien her. Die üblichen Arzt-Spielkoffer gefielen mir aber alle nicht. Ich wollte, dass die Instrumente echt sind, damit der Vergleich für den Sohn zur Realität einfacher ist.

Ich suchte also im Internet und kaufte nach und nach alles zusammen was ich brauchte und plünderte auch abgelaufene Erste-Hilfe-Kisten aus unseren Autos, gerade Verbandsmaterial, Pflaster, Tücher usw. kann man hier immer wieder auffüllen, das ist beim Spielen sehr beliebt. Und auch die Schere um das Verbandsmaterial zum Zuschneiden ist dort dabei.


Als Arztkoffer benutze ich einen Koffer aus einem Baby-Geschenke-Set von dm. Dieser eignet sich von der Größe sehr schön und mein Mann bastelte dann noch eine Unterteilung hinein. Online kann man sicherlich auch diesen Koffer kaufen und gestalten .


Im Arztkoffer befinden sich nun Spritzen , Große und Kleine, auch solche, die immer als Dosierhilfen bei z.B. Schmerzsäften einhalten sind. Auch eine Knopfkanüle habe ich mittlerweile hinzu, gerade als Vorbereitung auf die anstehende OP (Paukenröhrchen) und die Narkose, welche wir nun endlich hinter uns gebracht haben. Dazu wird natürlich auch einen Venenstauer benötigt.

Bei den üblichen U-Untersuchungen wird in die Ohren geschaut, also besorgte ich ein Otoskop . Mit der Lampe des Otoskop, wird auch in den Mund gesehen und die Zunge meist mit einem Holzstäbchen herunter gedrückt. Mit einem Stethoskop hört sich der Arzt dann noch das Herz und die Lunge an und auch den Bauch. 

Reflexe werden auch mit dem Reflexhammer getestet. Der gehört damit natürlich auch in den Arztkoffer.

Mit einer Lupe kann man sich Wunden ganz genau ansehen, mit Wattestäbchen eventuell säubern und Creme auftragen (Der Koffer wird auch gerne genutzt um Stofftiere, bevorzugt ein Meerschweinchenstofftier zu behandeln. Das hat er sich von mir abgeschaut. Wie ihr wisst, haben wir Meerschweinchen und ich war auch lange Jahre Pflegestelle)

Passend dazu habe ich noch diverse kleine Flaschen und Behälter oder auch eine Glasflasche mit Pipette dazu gestellt. So ist manchmal Schmerzmittel oder auch Antibiotika einhalten, welches gespritzt oder eingenommen werden muss. In einem Behälter habe ich normale Baby-Hautcreme eingefüllt, die z.B. als Wundcreme genutzt werden kann. Ich habe bewusst nirgends Etiketten darauf, ich wollte hier nichts vorgeben und ihn einfach damit spielen lassen.

Da auch regelmäßige Zahnarztbesuche nötig sind, habe ich auch einen kleinen Mundspiegel besorgt und dazu gelegt. Denn viel mehr passiert bei unserem Zahnarzt bei einem ersten Kontrollbesuch nicht. Nur gucken!

Was ich ebenfalls noch gekauft habe waren zwei Bücher. Einmal über den Kinderarzt -Besuch und auch über das Krankenhaus . Beide Bücher finde ich gut umgesetzt und enthalten wirklich viele, viele Informationen für die Kinder.

Was ich bei Gelegenheit noch hinzufügen möchte, wäre noch ein Fieberthermometer und ich suche ein Blutdruckmessgerät, welches nicht ganz so teuer ist. Der Sohn hat nämlich auch davor Angst, weil er nicht genau weiß was passiert. Vor der OP wurde das in der Voruntersuchung gemacht und er wollte das garnicht.

Was ich festgestellt habe: Neben dem Nachspielen von Arztbesuchen oder auch der Vorbereitung auf Arztbesuche, hilft dem Sohn die Wiederholung. Nachdem der Sohn durch viele Mittelohrentzündungen Paukenergüsse auf beiden Ohren hatte, mussten wir damit direkt zum HNO und wir haben hier wirklich einen ganz tollen Arzt gefunden! In ganz vielen kleinen Schritten und regelmäßigen Arztbesuchen, schafften wir es ohne Angst, dass der Sohn den Hörtest mitmachte und sich auch in die Ohren schauen ließ. Er durfte immer sagen, was er mitmachen möchte und auch Rückschritte waren kein Problem für das Praxisteam. Immer bekommen dort die Kinter etwas aus der "Schatzkiste" und jeder minikleinste Fortschritt wird benannt und sich darüber gefreut.
Bei den verpflichtenden U-Untersuchungen muss der Sohn sich nicht unten rum anfassen lassen. Und auch das Wiegen und Messen, will er nicht immer. Hier kann ich dann aktuelle Daten nennen und dies wird auch akzeptiert.
Genauso haben wir dies jetzt mit dem Zahnarzt gemacht, denn diesen haben wir durch die Ohrensache lange schleifen lassen. Ich wollte den Sohn nicht doppelt belasten und da ich noch in diesem Alter täglich genau in den Mund schaue, hoffte ich darauf, das im Blick zu haben. Beim ersten Besuch weigerte sich der Sohn. Nicht einmal zu mir auf den Schoß wollte er sich setzen. Er stand an der Wand und presste den Mund zusammen, obwohl er kurz zuvor noch sagte, er lässt sich in den Mund schauen. Also sind wir wieder heim und schon im Auto sagte er, beim nächsten Mal lässt er sich in den Mund schauen. Und so war es dann auch, beim nächsten Termin setzte er sich auf meinen Schoß und machte den Mund auf. Zack! Wie habe ich mich mit meinem Sohn gefreut, der danach ganz stolz die Praxis verlassen hatte und festgestellt hatte, das tut ja garnicht weh...

Die Angst vor dem Neuem, vor dem Unbekannten, vor den fremden Menschen, das lässt den Sohn versteifen.

Vertrauen, Routine, Ernstnehmen, ehrlich sein und Rückhalt und auch das Nachspielen und darüber Reden ist sehr wichtig! Warum, Warum, Warum... vor Arztbesuchen oder auch danach, können die immer wieder gleichen Fragen gefühlt minütlich kommen.
Dabei als Elternteil selbst immer ruhig zu bleiben und entspannt, fällt manchmal schwer und doch reicht es oft nur kurz zurückzuschauen, wie es war als wir selbst Kind waren. Ich kann dem Sohn gut nachfühlen und daher denke ich, dass wir hier einen guten Weg zusammen gehen und es die Zeit und die Erfahrungen bringen wird, dass zukünftige Arztbesuche immer einfacher für uns beide werden.

 *Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links

Donnerstag, 2. März 2017

Oma sein ist toll - Uroma sein, noch viel mehr!

Vor Kurzem war ich mit beiden Kindern bei meinem Eltern bzw. meinen Großeltern. Sie wohnen alle in einem Haus.
Plötzlich fuhr der Sohn mit seinem Roller durch das Esszimmer meiner Großeltern und meine Oma sagte lachend: "Na, fährst du mit deinem Roller schon wieder bei uns im Haus rum?" Wie, schon wieder? Ich schaute meine Oma etwas entgeistert an. Und fragte sie dann auch direkt, wieso ihr Urenkel denn mit dem Roller in der Wohnung herumfahren darf. Sie schaute mich an und sagte, sie könne doch nicht nein sagen, dann wäre er doch traurig!
Daraufhin fragte ich sie, was sie gemacht hätte, wenn ich das als ihre Enkelin damals getan hätte oder meine Mama, als ihre Tochter? Meine Mama hätte sicher noch mit dem Teppichklopfer ihre Antwort bekommen und auch ich wäre nie auf die Idee gekommen, dies zu tun, da ich wusste, sowas wäre mir nicht erlaubt worden. Und das es ihr bei uns sicherlich egal gewesen wären, ob wir traurig sind oder nicht, weil "das macht man eben nicht". Selbst bei ihren Enkelchen. 
Sie schaute darauf etwas verlegen und sagte, das würde stimmen und sie weiß ja auch nicht, warum sie hier jetzt nachgibt und ich hätte recht, ihren Kindern oder auch uns Enkeln hätte sie das nicht "durchgehen" lassen.

Aber ich weiß es! Ich verstehe, warum ihr Urenkel so viel mehr darf, als es die eigenen Kinder und Enkel durften.
Mehr als 80 Lebensjahre liegen zwischen Uroma und Urenkel. Ein großer Krieg, eine harte Nachkriegszeit, ein schwerer Unfall. Sie hat zwei eigene Kinder geboren und groß gezogen, mit meinem Opa zusammen. Sie hat 4 Enkel und davon mich und meine Schwester, da wir alle in einem Haus wohnten, natürlich auch viel betreut und mit großgezogen. Da war noch viel zu tun, da war noch viel mit "müssen" und "sollen" verbunden.
Jetzt sind viele Lebensjahre vergangen, jetzt sind meine Großeltern im letzten Lebensabschnitt angelangt und ob man darüber sprechen möchte oder nicht, jeder weiß, nur die wenigsten Urgroßeltern sehen ihre Urenkel auch erwachsen werden. Es bleibt also nicht viel Zeit. Keine Zeit sich mit unnötigen Dingen und Regeln aufzuhalten. Die Zeit wird genutzt alles in sich aufzusaugen, die Urenkel so oft wie möglich zu sehen und mit ihnen zu spielen und ihnen jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Und sie natürlich zu lieben. Denn Liebe ist noch genug vorhanden. Auch wenn die Knochen nicht mehr so mitmachen mögen, wenn die Urenkel da sind, ist vieles möglich. Da legt man sich doch nochmal mit dazu auf den Teppich. Da läuft man mit zum Faschingsumzug, den man jahrelang schon nicht mehr besucht hat, weil doch der Weg zu weit ist und die Gelenke so schmerzen. 

Meine Großeltern sind unheimlich stolz, wenn sie alleine auf meinen Sohn aufpassen dürfen und sie machen dann wirklich alles für ihn. Urenkel zu haben scheint auch fit zu halten. Da ist jemand den man wachsen sehen möchte, dem man keine Bitte abschlagen will. Jeden Mittwoch sind die Ur-Großeltern Feuer und Flamme, wenn ihr Urenkel wieder Oma-Opa-Tag hat und zu ihnen kommt. Also er übernachtet bei meinen Eltern im Stockwerk darüber, aber er ist natürlich auch bei seinen Ur-Großeltern. Ab Januar nächsten Jahres wird meine Tochter vormittags von meiner Mama betreut werden, bis sie in den Kindergarten gehen wird. Meine Großeltern freuen sich sehr. Jeden Tag die Urenkelin um sie herum.

Ja, ich verstehe meine Oma, die Uroma meiner Kinder, warum ihre Urenkel so viele Dinge dürfen, die früher undenkbar gewesen wären. Einfach genießen, einfach im Moment mit den Urenkeln leben, in der Zeit die einem noch bleibt. Und ich freue mich sehr, dass meine Kinder ihre Urgroßeltern, wenigstens diese beiden, noch so bewusst erleben können. Sie profitieren alle davon und haben wundervolle gemeinsame Momente, die für immer in ihren Erinnerungen bleiben werden.

Mehr als 84 Jahre Leben liegt hier dazwischen ♥

Donnerstag, 16. Februar 2017

Unsere liebsten Vorlese-Bücher mit 4 Jahren

Wir lesen jeden Tag! Der Sohn mag es sehr vorgelesen zu bekommen und auch ich liebe es vorzulesen. Das vorlesen auch gut tut, habe ich schon in einem früheren Artikel beschrieben. Sind die Kinder noch kleiner sind es eher Bilderbücher, die man gemeinsam betrachtet oder sie enthalten maximal noch kleine Zweizeiler, die man vorlesen kann.
Nach und nach nimmt der Text zu und auch die Vorlesezeit, immer gepaart mit der höher werdenden Aufmerksamkeitsspanne der Kinder.
Mein Sohn war schon immer sehr ausdauernd beim Bilderbuch betrachten und später auch beim Durchschauen und Lesen von Sachbüchern.
Irgendwann mit drei Jahren bemerkte ich, dass diese Bücher für das abendliche Vorlesen nicht mehr geeignet waren. Sie laden noch zum Nachfragen ein. Klappen wollen nochmal geöffnet werden. Plötzlich ist das Ziel des Vorlesen, dass zur Nacht das Kind ruhiger wird und dann gemeinsam in den Schlaf gekuschelt wird, irgendwie verloren gegangen.
Andere Bücher mussten hier. Bücher mit Geschichten, denen man genau zuhört und lauscht, um nichts zu verpassen. Und der Sohn liebt es ganz dicht bei mir zu sein, die Bilder während des Vorlesens zu betrachten und darauf zu warten, was in der Geschichte als Nächstes passiert.

Im letzten Jahr haben sich so einige Vorlese-Bücher bei uns angesammelt, die wir gerne vor dem Schlafen zusammen lesen. Die Geschichten sind darin mal mehr, mal weniger lange. Manchmal lese ich eine Geschichte, manchmal mehrere hintereinander. Manchmal unterbreche ich auch in der Hälfte einer Geschichte und lese am nächsten Abend weiter. Der Sohn könnte gefühlt ewig zuhören, er schläft auch wirklich ganz, ganz selten beim Vorlesen ein. Deswegen muss ich auch irgendwann selbst den Schlußpunkt setzen und wünsche ihm dann eine Gute Nacht, knuddel und küsse ihn und wir legen uns zur Ruhe. Meist ist er dann innerhalb Minuten eingeschlafen. 
Ich liebe diese ruhigen und schönen Abendstunden, es ist ein schöner Ausklang des Tages, nochmal so nah beinander zu sein und gemeinsam den Tag zu beenden.

Die meisten unserer Bücher versuche ich vom Inhalt nicht zu abstrakt zu halten. Sie sollen einen Realitätsbezug haben, so dass es für den Sohn einfacher ist, den Inhalt der Geschichten auf das eigene Leben und Handeln zu beziehen und darüber nachzudenken zu können.
Ganz toll finde ich hier die Geschichten von Astrid Lindgren. Ich selbst habe sie als Kind nie gelesen und kannte sie nicht, außer das was ich im Fernsehen gesehen habe. Michel aus Lönneberga und Pippi Langstrumpf. Man kann sich sehr gut mit den Personen der Geschichten identifizieren bzw. sich fragen, wie hätte ich reagiert?

Zurzeit lesen wir Wir Kinder aus Bullerbü und Immer lustig in Bullerbü , die kleinen Geschichten sind wirklich sehr schön, aus Sicht von Lisa, eines der Kinder von Bullerbü geschrieben und erzählt im Grunde von Alltagsgeschehen. Nichts Ungewöhnliches, nichts Megaaufregendes. Aber ich glaube, dass macht diese Bücher aus, dass sie das beschreiben, was jedes Kind mit seinen Freunden oder Geschwistern erleben könnte.

Auch von Astrid Lingren sind die Geschichten von Lotta. Von Lotta, die alles kann. Behauptet sie jedenfalls... auch wenn sie weiß, sie kann es nicht. Aber sie will alles können. Wie auch ihre großen Geschwister und sie lässt sich dafür immer etwas einfallen. Sie lässt sich nicht entmutigen und will es können. Wir hatten dazu schon eine Geschichte in dem großen Weihnachtsbuch von Lindgren gelesen und nun das Buch Lotta kann Rad fahren .


Ebenfalls sehr gerne lesen wir Die kleine Birke . Es handelt hier von einer großen Buche, die ganz alleine da steht und sich einen weiteren Baum in ihrer Nähe wünscht. Irgendwann ist da die kleine Birke, die in ihrer Nähe wächst. Und die Buche erzählt ihr alles. Über die Jahreszeiten, über die Tiere in der Umgebung, über Naturereignisse, über die Menschen. Es ist eine schöne Geschichte, mit viel Sachwissen. Sowas mag ich gerne. Sie ist noch etwas lang, sie auf einmal zu lesen. Daher teile ich sie gerne auf zwei Abende auf. Nicht unerwähnt, möchte ich die wunderschönen Illustrationen in diesem Buch lassen. Traumhaft schön!


Hilfe für Mario wird sogar als Montessori-Bilderbuch beschrieben und verkörpert die Grundgedanken von Mario Montessori. Hilfe zur Selbsthilfe, Nächstenliebe, Vervollkommnung. Es wurde von dem Montessori Arbeitskreis Koblenz entwickelt und die Einnahmen werden komplett in die Förderung der Montessori-Pädagogik genutzt. Ich finde das Büchlein wirklich sehr gelungen und die Emotionen darin finde ich sehr gut beschrieben, der Sohn fiebert richtig mit dem kleinen Schildkröten mit.



Am Ende habe ich ein eher ungewöhnliche Buchempfehlung, die nicht so ganz zu den anderen Empfehlungen passt. Es geht um den kleine Drache Kokosnuss . Durch Zufall lasen wir einmal eine der Geschichten und seit dem liebt der Sohn die Abenteuer des kleinen Drachen. Er weiß, dass diese Geschichten nicht echt sind und das es eben auch keine Dracheninsel gibt. Aber ich glaube, genau das gefällt dem Sohn auch so sehr dabei. Drachen. Eine Fantasiewelt und trotzdem ist da Freundschaft, Familie und Werte die vermittelt werden. Der kleine Drache Kokosnuss ist immer offen und freundlich zu allen, er ist aufgeschlossen und gibt nicht viel auf Vorurteile oder Ängste von Anderen. Er will alles lieber selbst erfahren, entdecken und sich ein eigenes Bild machen. Das finde ich sehr schön an diesen Geschichten. Vom kleinen Drachen sind schon wahnsinnig viele Geschichten und Bücher veröffentlicht worden, ich denke wir werden hier noch einiges zu lesen haben. Derzeit lesen wir: Der kleine Drache Kokosnuss kommt in die Schule

Und grundsätzlich wird der Sohn auch nicht müde, die Geschichten immer und immer wieder zu lesen. Sind wir am Ende angekommen, beginnen wir wieder von vorne. Er kann die Geschichten viele Male vorgelesen bekommen und liest sie immer wieder gerne. Von oben genannten Büchern hat er keine speziellen Vorlieben, er holt sie alle immer wieder hervor. So bleibt es abwechslungsreich. 

Und was sind eure liebsten Vorlesebücher?

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