Mittwoch, 31. August 2016

Die Praktische - Schlupfüberhosen von Little Clouds




Unsere Tochter wird mit Stoffwindeln gewickelt. Das haben mein Mann und ich zusammen entschieden. Beim Sohn habe ich es damals getestet und wurde für meine Entscheidung vom Mann eher kritisch beäugt. Mein Mann ist allerdings jemand, der keine Probleme damit hat Neues auszuprobieren und wenn dies auch sinnvoll ist und funktioniert, dann ist er schnell überzeugt. 
So war dies auch damals mit unseren Stoffwindel-Anfängen und schnell wechselte der Mann genauso überzeugt wie ich die Windeln.
Beim Sohn allerdings fanden wir nie das richtige Nachtwindel-System. Er pinkelte einfach zuviel und wir sind daher nach einigen Versuchen doch bedauerlicherweise bei Wegwerfwindeln geblieben.

Bei der Tochter wollte ich es nun wissen und probierte es wieder mit Nachtwindeln. Hier verließ ich mich auf die aktuellsten Nachtwindeln-Lieblinge unter den Stoffwindel-Mamis. Und testete bei den Neugeborenen-Nachtwindeln die Marken Petit Lulu und Anavy aus. Beide sind wirklich super und haben sich bewährt und werden ihrem guten Ruf gerecht. 
Für beide Nachtwindel-Marken gibt es auch die passenden Überhosen dazu und hier kommen wir nun zu einem kleinen Problem meines Mannes. Nachtwindeln sind grundsätzlich größer und mit mehr Saugmaterial ausgestattet. Logisch, denn sie müssen einiges an Flüssigkeit über Nacht aufnehmen können. Die Überhosen, welche z.B. Petit Lulu zu seinen Nachtwindeln anbietet, sind sehr knapp kalkuliert, wie ich persönlich finde. Mit etwas Übung, weiß man genau, wie man sie anlegen muss, aber wie geschrieben, viel Spielraum bleibt nicht.

Wenn mein Mann die Nachtwindel und Überhose anlegt, kam es schon vor, dass diese nicht ganz passte und ein Stück Nachtwindel hervorschaute. Ärgerlich, denn damit ist natürlich eine Feuchtigkeitsbrücke geschaffen und der Schlafanzug kann dann morgens auch schon etwas nass sein, zum Glück gab es noch keine Überschwemmungen hier.

Ich überlegte also, wie ich es meinem Mann leichter machen könnte und stieß dabei auf Schlupfüberhosen. Also PUL-Überhosen, die nicht zum drumrumlegen und zuknöpfen oder kletten gemacht sind, sondern eben wie eine Art Hose zum drüberziehen oder eben reinschlüpfen. Damit ist also eigentlich jegliche Fehlerquelle beim Anziehen ausgeschlossen.

Auf dem Markt gibt es wirklich unzählige Marken, die Schlupfüberhosen anbieten. Hängen geblieben, bin ich dann allerdings bei den Überhosen von Little Clouds. Diese Marke ist ganz neu auf dem Stoffwindel-Markt und ein deutsches Produkt. Diese Tatsache, die Verwendung von Eco-PUL und die schönen Designs brachten mich dazu den Hersteller zu fragen, ob dies nicht die ideale Überhose für mein Mann wäre, um unsere Tochter Abends zu wickeln.
Mit freundlicher Genehmigung von die-besten-Stoffwindeln, erhielt ich also eine der Schlupfüberhosen der Eigenmarke Little Clouds und mein Mann und ich testeten die schöne Überhose ausgiebig.

Der PUL ist wirklich sehr weich und anschmiegsam, wie in der Produktbeschreibung genannt. Auch die Fleecebündchen sind sehr flauschig und nicht zu kurz. Es entstehen so keinerlei Druckstellen, was gerade für kleine Bauchschläfer angenehm ist.

Nach der Größentabelle der Schlupfüberhose haben wir uns für die Größe M entschieden, welche laut Hersteller für Babys von  6 - 10 kg reichen sollte. Größe L beginnt ab 9 kg. Unsere Tochter hat zum Testzeitpunkt 8 kg. 

Die Nachtwindel verspricht, dass die Überhose so geschnitten ist, dass auch noch das größte Nachtwindelpaket darunter passt. Ich muss allerdings sagen, dass mein Mann und ich schon von Anfang an, beim Hochziehen der Hose etwas ziehen mussten, damit sie es über den Nachtwindel-Popo schaffte. Ist die Überhose dann angezogen, sitzt sie wirklich gut und nicht zu eng, es ist im Schritt noch viel Luft, so dass unsere Tochter genügend Beinfreiheit zum Strampeln besitzt. Die Passform der Überhose ist im angezogenen Zustand wirklich top und wie ich schon vermutet habe, eine wirkliche Alternative für meinen Mann. So muss er nicht zig mal eine der üblichen Überhosen nachrichten und zurecht zupfen, bis es wirklich passt. Einfach Hochziehen, fertig. Leichter kann es nicht sein. Und in den heißen Sommermonaten, ersetzen die längeren Beinchen der Überhose auch direkt die Schlafanzughose.


Allerdings glaube ich nicht, dass die Überhose wirklich bis 10 kg hält. Mit nun knapp 9 kg ist sie schon kaum noch über den Popo zu bekommen und ich denke, bei 8 kg Lebendgewicht wäre es vielleicht doch schon besser gewesen die Größe L zu nehmen.

Was sich noch sagen lässt, die Überhose hält dicht! Selbst wenn der obere Rand der Nachtwindel das Fleecebündchen der Überhose berührt, saugen sich diese nicht schnell voll und wir hatten bisher noch immer trockene Nächte.



Mein Mann und ich sind beide sehr zufrieden mit der Schlupfüberhose von Little Clouds, nur eventuell bei der Größe muss man etwas schauen. Hier kommt es sicherlich auch auf die Statur der Kinder an und für die Hersteller ist es somit immer etwas schwierig genaue Größenangaben vorzugeben. Bei Stoffwindeln ist es daher immer noch ein Probieren, welche Marken und deren Passformen zu einem bzw. dem Kind passen. Wer ein deutsches Produkt, mit schönem Design und einfacher Handhabung den Vorzug geben möchte, der ist bei Little Clouds jedenfalls nicht verkehrt und hat bei Fragen und Problemen in Andreas Wolk, dem Betreiber von die-besten-Stoffwindel und Eigentümer der Marke Little Clouds, einen guten Berater. Ich danke ihm jedenfalls sehr, dass ich seine Eigenmarke testen und für gut und praxistauglich befinden durfte.

Dienstag, 9. August 2016

Schlaflos mit Baby - Durchhalten auch ohne Geduld

Meine Instagram-Leser verfolgen meine täglichen Berichte schon länger. Das Schlafverhalten der Tochter ist derzeit schwierig. Sie wird stündlich wach, bis sie schläft kann sie zig Mal innerhalb kürztester Zeit wieder wach werden und beruhigen und einschlafen kann sie entweder nur beim Stillen oder wenn das nicht mehr klappt, ausschließlich in der Trage. Meine Kilometerkonto explodiert sicherlich bald. Hätte ich gewusst, welch Tragebaby mich erwartet, ich hätte mir wohl einen km-Zähler frühzeitig besorgt. Ich wäre sicherlich erstaunt, welche Zahl durch die abendlichen und nächtlichen Wanderungen dort schon stehen würde.

Meine lieben LeserInnen kommentieren dies mit ehrlichem Mitleid, tollen Durchhalteparolen und viel Verständnis. Ich bin sehr dankbar, dass ich mich dort etwas "ausheulen" darf und jeden Tag aufs Neue, im Grunde, das Gleiche posten kann. Wen würde es auch sonst interessieren? In der realen Welt wird zwar gerne gefragt, ob die Tochter denn nun besser schläft, aber wenn ich das dann mit "Nein" beantworte, kommt oft nur noch ein Achselzucken und ein "Da musst du eben durch!". Natürlich muss ich das! Dass weiß ich auch! Dafür brauch ich diese schlauen Sprüche wirklich nicht! Schon garnicht, wenn man an manchen Tagen so übermüdet ist, dass man wirklich im Stehen schlafen möchte.

Da freue ich mich wirklich, wirklich sehr über meine Online-Gemeinschaft, über den Online-Clan, wie es Susanne von Geborgen Wachsen schon vor einer Weile formulierte und worüber sie auch schon öfters Vorträge gehalten hat. Der Online-Clan besteht aus Menschen, die man sich speziell sucht oder die sich finden, da sie einfach ähnliche Interessen haben und sich austauschen wollen. Gerade wer Nachts um 3 Uhr mit wachem Baby aufsteht, der findet Online meist eine andere Mutter, der es gerade eben so geht. Etwas gegenseitiges Seelenstreicheln tut da einfach nur gut!

Manchmal schreiben mir Leser "Wie hälst du das nur durch? Woher nimmst du diese Geduld?" Ich gebe zu, ich bin selbst überrascht, ob dieser Gelassenheit, die ich meist an den Tag lege. Ich kann mich an ähnliche Szenarien mit dem Sohn erinnern, da war zu später Stunde irgendwann nur noch wenig Geduld und Verständnis da. Wer als Kinderloser seinen Schlaf zu schätzen wusste, der wusste wie toll es war sich hinlegen zu können, wenn man müde ist, ob mittags oder abends. Der trauerte diesem Schlaf einfach unendlich hinterher und es ist schwer zu verinnerlichen und anzunehmen, dass da nun ein kleines Wesen ist, welches einem an diesem wichtigen Schlaf hindert und das auch garantiert nicht mit böser Absicht.
Mein Sohn, mein erstes Kind, hat hier noch viel mit mir mitmachen müssen. Ich habe noch allerhand ausprobiert, wie es mit dem Schlaf doch noch klappen könnte. So manche Aggression stieg mit mehr werdendem Schlafmangel in mir hoch und musste schwer geschluckt werden. Oft kam es dann auch zum Streit mit dem Partner in diesen Momenten, in denen man das Kind gerne "abdrücken" wollte, damit dieser doch auch endlich mal was tun sollte, obwohl man im Grunde wusste, das Kind lässt sich vom Papa doch sowieso nicht trösten und landet schlußendlich wieder bei einem selbst.

Irgendwann konnte der Sohn immer besser schlafen, der Schlaf kam mit der Entwicklung des Kindes. Und auch die Akzeptanz, dies so hinzunehmen, wie es eben ist, stieg bei mir und verhalf zur entspannteren Einschlafbegleitung. Mein Körper gewöhnte sich schnell wieder an den tollen und vielen Schlaf, welchen er wieder bekam.

Und dann kam die Tochter... irgendwo im Hinterkopf wusste ich, es wird nun wieder von vorne los gehen und ich stellte mich darauf ein... und dann schlief sie durch... ich war so voller Glückseligkeit.  Und dann, war es wieder vorbei! Seit dem wird der Nacht- und auch Tagschlaf immer kürzer und kürzer und für mich anstrengender und anstrengender. Aber zu meiner eigenen Überraschung, halte ich durch! Ich nehme es hin. Manchmal auch vor mich hingrummelnd, natürlich... mit einem Lächeln sicherlich nicht!
Ich stehe mit ihr Nachts auf, wenn sie wach ist. Ich stille auch nach einer Stunde wieder, wenn sie mich gerade aus einer Tiefschlafphase reisst. Ich schaukle sie im Halbschlaf 1 Stunde durch die Wohnung, auch Nachts um 4 oder schaue dabei der Sonne zu, wie sie hinter den Häusern auftaucht und den Tag ankündigt.

Vielleicht habe ich mit dem ersten Kind gelernt, dass Schlaf nicht erzwingbar ist, nicht durch die Eltern lernbar. Vielleicht habe ich durch die Online-Gemeinschaft gesehen, es geht nicht nur mir so. Vielleicht ist es ein Mix aus Beidem und dem Wissen darum, dass es so doof es klingt "Irgendwann auch wirklich besser werden wird". 

Trotzdem zeigt der Schlafmangel Spuren. Mir platzen Äderchen in den Augen, ich sehe aus wie ein Zombie, meine Konzentration ist nicht die Beste, der Haushalt muss an manchen Tagen einfach liegen bleiben, der Mann hat im Moment auch nicht viel von mir und dann sind da nun noch die Sommerferien... der Sohn ist Zuhause und braucht ebenfalls Aufmerksamkeit... wobei ich oft nicht mehr weiß, wie ich das schaffen soll... und Blogbeiträge? Die kann ich dann in so Momenten wie jetzt schreiben, in denen ich sowieso wach bin, weil ich die Tochter tragen muss... stehend an der Küchenzeile, wippend und tippend. Eigentlich bin ich dafür zu müde, oft bleibt das Blog auch einfach liegen, dieser steht wirklich an allerletzter Stelle auf meiner täglichen sehr überschaubaren Liste, an Dingen, die ich gerne doch erledigen würde... aber das Blog ist so ziemlich das Einzige, was ich im Moment wirklich nur für mich tun kann.

Meine Tochter und ich bilden im Moment eine Einheit. Ihr Blick sucht meinen Blick. Ihr Blick sucht in meinem Blick Bestätigung, dass alles Gut ist. Ihr Körper sucht meine Nähe. Meine Nähe ist Sicherheit, meine Nähe ist Geborgenheit. Hier kann sie sich fallen lassen. Hier weiß sie, es ist alles ok und gut. 

Es ist nicht die Geduld, die mich durchhalten lässt. Geduld alleine kann solch eine lange Durststrecke an Schlaf und Me-Time nicht überbrücken. Es ist vielmehr das Wissen über kindliche Bedürfnisse, es ist das Annehmen und Akzeptieren einer Situation, die nicht änderbar ist. Die sich aber irgendwann ändern wird und das es das eigene Kind ist, welches einem den Schlaf raubt. Für Kinderlose mag das abstrakt und verquer klingen, ich kann dem zustimmen. Als Mama hat es allerdings alles seine Richtigkeit. Es ist Evolution. Es ist ein Wachsen-mit-den-Aufgaben. Es ist Erfahrung, die man macht. Es ist so, wie es ist!


Montag, 8. August 2016

Menschenkinder - für eine artgerechte Erziehung + Verlosung

 

Herbert Renz-Polster hat sein erst vor 5 Jahren erschienenes Buch "Menschenkinder " aktualisiert und erweitert! Nicht ohne Grund! Viele aktuelle Geschenisse haben ihn sicherlich dazu veranlasst. Denn wie heisst es im Titel des Buches: "Artgerechte Erziehung - was unser Nachwuchs wirklich braucht".... es scheint eher so, als entfernen wir uns hier in Deutschland immer weiter weg davon... unsere Kinder sind eher Mittel zum Zweck: höher, weiter, schneller und der derzeitige Erziehungsstil wird ganz genau davon geprägt.

Immer scheinen die, die in der Gesellschaft gerade das Sagen haben, sich auch Ansagen zur "richtigen" Erziehung zuzutrauen. Vielleicht interessieren sie sich ja weniger für die Kinder selbst als vielmehr für das, was diese zu bieten haben, wenn sie erst einmal "gebildet und erzogen" sind? Vielleicht ändern sich ja deshalb die Ansagen in der Erziehung immer dann, wenn sich die Machtverhältnisse in den Gesellschaften ändern?

Herbert Renz-Polster möchte in diesem Buch Klarheiten schaffen. Er möchte aufzeigen was unsere Kinder im Sinne der Evolution wirklich zum Wachsen und Entwickeln benötigen und warum es uns Eltern und gerade unseren Kindern in der heutigen Zeit sehr schwer gemacht wird, dies noch so umsetzen zu können.

Renz-Polster schreibt am Ende seines Buches selbst, dass es sich hierbei um eine Streitschrift handelt. Eine Schrift in der etwas sehr heftig kritisiert wird, wie mir Google dazu mitteilte. Und Wikipedia ergänzt dazu: "... lässt sich als scharfe Kritik an herrschenden Positionen in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Literatur oder Religion ausmachen."

Es mag eine Streitschrift sein, im Grunde bringt es allerdings nur alle Wahrheiten und Tatsachen auf einen Tisch und zeigen ein großes Dilema auf. Wie sollen sich unsere Kinder wirklich artgerecht entwickeln können, wenn doch soviel fehlt, von dem was sie dazu wirklich brauchen?

Kinder wollen groß werden, das ist ihr innerer, unverhandelbarer Antrieb. Die Aneignung der Welt, die wachen Augen, die Begeisterung - all das liegt ihnen im Blut, von Anfang an.

Statt die Kleinen also in Therapie- oder Beschleunigungsprogramme zu stecken, um sie an unsere Erwartungen anzupassen, sollten wir lieber unsere Verantwortung als Eltern überdenken - wirklich, es ist nicht die Aufgabe unserer Babys, dass sie unsere Probleme lösen. Von der Natur ist es jedenfalls andersherum gedacht.

Von wegen also: "Kinder sind, wie sie sind..." Sie sind so, wie wir sie wahrnehmen.

Auf der ganzen Welt wollen die meisten Babys ganz eng bei uns schlafen, getragen werden, sich kaum ablegen lassen. Sie weinen, wenn sie uns nicht sehen und werden bei jedem klitzekleinen Geräusch wieder wach. Zurecht, nur so können sie sich sicher sein, dass sie auch sicher sind! Abgeschlossene Häuser, sichere Unterschlüpfe und Babyphones existieren in ihren kleinen Köpfchen noch nicht.
Soviel Nähe wie sie brauchen, so wollen sie plötzlich schon unabhängig werden und autonom sein. Was es uns Erwachsenen nicht immer einfach macht.
Was es uns allerdings leichter machen kann, ist das Wissen um ihr evolutionäres Erbe, das ihnen, egal ob im Dschungel des Amazonas oder nun eben im Jahr Dschungel der Großstadt, ihr Überleben sicherte und ihnen beim Groß- und Selbständigwerden half.
Die Bedürfnisse unserer Kinder und das daraus resultierende Verhalten, sind ihre Stärken! Nicht ihre Schwächen, wie es uns gerne von vielen Seiten eingeredet werden will. Und dies ist das, was uns Herbert Renz-Polster zu verstehen geben will, uns Erwachsenen aufzeigen möchte, warum sind unsere Kinder so, wie sie sind und nicht anders. Wenn wir das was wissen, wenn wir uns darauf einlassen, dann verändert sich unsere Wahrnehmung. Dann sind schlaflose Nächte, anhängliche Babys, trotzige Kleinkinder und Teenager im Ausnahmezustand, keine Probleme mehr, sondern natürliche Entwicklungsstadien unserer Kinder, die wir als Eltern begleiten müssen und garnicht aufhalten können. Begleitend akzeptieren wir dies und schaffen ein angenehmes Klima für uns alle.

Renz-Polster geht in seinem Buch auf viele Punkte ein die heute der kindlichen Entwicklung nicht zuträglich sein können. Er entkräftet viele Ängste die Eltern haben, sei es beim Beikoststart oder dem alltäglichen Förderwahn. Er erklärt warum schwierige Geburten, die plötzlich immer häufiger vorkommen, Bindungen schaden kann und Schulen dringend umdenken müssen. Warum Fremdbetreuung nicht ausschließlich schlecht ist und warum es von Natur aus nicht vorgesehen ist, dass Mütter ihre Kinder alleine großziehen. Chinesische Kinder nicht als Vorbild dienen sollten und unsere Politik etwas ändern muss.

Wie man auf den Bildern sehen kann, ich habe mir sehr viele Markierungen in diesem Buch gesetzt. Es enthält soviele wichtige Informationen über unsere Kinder und wie wir sie wirklich sehen sollten, dass ich dieses Buch verschlungen habe und immer wieder zustimmend nicken musste.  
Ich würde mir sehr wünschen, wenn diese Streitschrift ihre Kreise ziehen würde. Bis ganz nach oben, zu unseren "Mächtigen", die das "Sagen haben"! Das diese endlich verstehen, dass nicht PISA dabei helfen wird unseren Nachwuchs zu fördern, sondern nur ein artgerechtes, ein menschliches Umfeld, welches unsere Kinder sieht, wie sie sind und nicht zu etwas machen will, das sie nie sein können.

Ich bedanke mich vielmals beim Kösel-Verlag für mein erhaltenes Rezensionsexemplar "Menschenkinder " und für das weitere Buch zur Verlosung unter meinen Lesern. Die Verlosung wird auf meiner Facebook-Seite stattfinden. Schaut dort vorbei. Viel Glück!
  
Alle Kinder rund um den Globus lernen, zu laufen, zu sprechen oder miteinander klarzukommen, ohne dass sie dazu speziell motiviert, unterrichtet oder eben "gefördert" werden müssten.
Sie saugen sich aus ihrer alltäglichen Umwelt all die Erfahrungen heraus, die sie für den selbstständigen Aufbau dieser Kompetenzen brauchen. Sie tun dies aus sich heraus - ohne spezielle Unterstützung! Es braucht dazu nur eines: eine normale, artgerechte Umwelt. 

*Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links  

Dienstag, 2. August 2016

Newborn-Stoffwindeln: Günstig kaufen!


Vor einigen Monaten bin ich für euch auf die Frage "Newborn-Stoffwindeln: Ja oder Nein?" eingegangen. Denn genau die gleiche Frage hatte ich mir selbst vor der Geburt der Tochter gestellt. Brauche ich die Newborn-Varianten wirklich, kann ich nicht sofort mit den Onesize-Windeln beginnen, kann ich mir das Geld sparen? In meinem Beitrag kristallisierte ich allerdings schnell heraus: Newborn-Windeln sind sinnvoll und eigentlich auch wirklich nötig. Falls man nicht gerade wirklich ein sehr großes Baby hat, welches eine Onesize schon gut füllt. Und selbst da scheitert es meist trotzdem an den schlanken Beinchen.

Bei Newborn-Windeln ist es im Grunde wie mit den Newborn-Kleidergrößen ab 50/56, diese werden in der Regel nicht sehr lange getragen und gehen meist kaum genutzt in den Wiederverkauf. Gerade deswegen taucht obige Frage so oft im Stoffwindel-Chat (diese Gruppe empfehle ich sehr für alle Fragen rund um das Thema Stoffwindeln!) auf. Sind Newborn-Stoffwindeln wirklich nötig? Muss ich für wenige Wochen, die ich bis zur Onesize-Größe überbrücken muss, wirklich soviel zusätzliches Geld ausgeben?

Zu dem Zeitraum: Einige der Newborn-Windeln passten der Tochter 12 Wochen lang! Diesen, doch recht langen, Zeitraum hätte ich niemals mit Wegwerfwindeln überbrücken wollen und auch nicht mit bis dahin schlecht sitzenden und demnach oft auslaufenden Onesize-Stoffwindeln.

Ich rate euch daher: Nutzt Flohmärkte und Kleinanzeigen! Dies sind beliebte Anlaufstellen und ich empfehle euch diese auch sehr bei den Newborn-Stoffwindeln. Schaut frühzeitig immer wieder während eurer Schwangerschaft in den bekannten Stoffwindel-Flohmarkt-Gruppen vorbei und ihr werdet fündig werden. Es werden ständig Newborn-Windeln angeboten und ihr könnt euch günstig eindecken. Der Wiederverkaufswert ist so gut, dass ihr eure nicht mehr benötigten Newborn-Stoffwindeln zu fast ähnlichen Preisen wieder verkaufen könnt und somit wenig bis vielleicht garkeine Verluste habt. Die Frage, ob durch Newborn-Stoffwindeln nicht weitere Zusatzkosten anfallen, relativiert sich dadurch sehr schnell. Wer sich nicht blenden lässt, die Neupreise und üblichen Gebrauchtpreise im Hinterkopf hat, wird nur wenige Kosten durch das Newborn-System haben.

Oft sträuben sich Eltern ihren Kindern gebrauchte Windeln zu kaufen. Die Angst vor Keimen und/oder Bakterien, die ihrem kleinen Baby schaden könnten, ist hoch und die Frage, ob diese mit der normalen Windel-Wasch-Routine überhaupt entfernt werden können stellt sich. In der Regel steht bei vielen Windeln, dass sie bis maximal 60° gewaschen werden dürfen. Durch die vielen Erfahrungen der Mütter im Stoffwindel-Chat sei gesagt, alle guten Stoffwindeln (hier müssen leider einige billige China-Produktionen ausgeklammert werden) halten auch hin und wieder eine 95° Wäsche aus und somit werden alle krankmachenden Keime/Bakterien aus den Windeln herausgespült und abgetötet. Es ist somit weder bedenklich noch komisch sein Kind in gebrauchte Windeln zu wickeln. Es ist vielmehr sogar sehr nachhaltig und spart Geld!

Als letzten Punkt möchte ich euch noch dir mir bekannten Flohmarkt-Gruppen in Facebook auflisten. Falls ihr noch weitere gute Gruppen oder Portale kennt, in denen oft Newborn-Stoffwindeln zum Verkauf stehen, könnt ihr mir diese gerne nennen und ich ergänze dies:


Es gibt auch einige Stoffwindel-Tauschgruppen, die sicherlich auch interessant sein könnten, auch gibt es gibt es einige Stoffwindel-Gruppen die sich auf bestimmte Regionen Deutschlands oder gar Städte spezialisiert haben. Auch hier könnte man vielleicht fündig werden und schenkt sich damit vielleicht auch Versandkosten, die natürlich beim Kauf und dem Gesamtpreis von Windeln beachtet werden müssen. Einige Verkäufer probieren doch immer wieder ihre gebrauchten Windel zu solch hohen Preisen wiederzuverkaufen, dass man mit den zusätzlich anfallenden Versandkosten, auch direkt eine neue Windel beim Händler kaufen könnte... Also, wie ich oben schon geschrieben habe, studiert eine kleine Weile die üblichen Wiederverkaufspreise und vergleicht immer zuerst mit den Kaufpreisen der Neuwindel, bevor ihr über einen Kauf nachdenkt bzw. ihr mit dem Verkäufer in Verhandlung tretet. Meist gibt es immer noch einen kleinen Verhandlungsspielraum, welchen man nicht ungenutzt lassen sollte.

Was ich hier alles schreibe, gilt natürlich nicht nur für die Newborn-Varianten. In all den oben genannten Gruppen kann man sich nach den Newborn-Zeit auch günstig mit den One-Size größen eindecken. Wer allerdings übliche Lieblingsmarken präferiert, muss schnell sein. So schnell wie manche Winden eingestellt wurden, sind sie dann auch schon wieder verkauft! Wahnsinn! 

Ich hoffe der Artikel hat euch geholfen und nimmt euch speziell die Kostenfrage "Newborn-Stoffwindeln: Ja oder Nein?" ab. Wenn ihr noch Fragen zu den Newborn-Windeln habt, könnt ihr mir diese gerne stellen und ich versuche euch weiterzuhelfen.
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