Samstag, 27. Februar 2016

Newbon-Höschenwindel: Petit Lulu und Anavy im Vergleich


Heute möchte ich nun damit beginnen meine Newborn-Systeme vorzustellen. Beim Sohn bin ich leider erst sehr spät zum Stoffwickeln gekommen, so dass die Newborn-Größen bei ihm nicht mehr zum Einsatz kamen. 
Als erstes werde ich euch unsere Nachwindeln vorstellen, welche wir für die kleine Tochter nutzen. Wir haben uns hier für die sehr oft empfohlenen Höschenwindeln von Anavy und Petit Lulu entschieden und wurden nicht enttäuscht. Soviel sei vorab schon verraten!

Höschenwindeln bestehen komplett aus Saugmaterial, meistens aus Bambus oder Hanf. Diese Materialen sind sehr saugstark und dadurch erhält man eine Windel, die sehr viel Flüssigkeit aufnehmen kann und daher gerade für lange Trageintervalle geeignet sind. Höschenwindeln sind also gerade für Nachts sehr gut geeignet, da sie meist mit weiteren Einlagen verkauft werden. Ohne die zusätzlichen Einlagen sind Höschenwindeln auch gut für tagsüber geeignet und machen einen nicht zu großes Windelpaket mit ordentlicher Saugleistung. Wichtig! Alle Höschenwindeln benötigen immer eine Überhose (aus Wolle oder PUL) als Nässesperre!

Diese beiden Windeln sind sich von Aufbau und den verwendeten Materialien sehr ähnlich und werden beide in Tschechien produziert. Da kommt wirklich die Frage auf, wer hat hier eigentlich von wem abgeschaut? Daher ist es schlußendlich fast eine Glaubensfrage oder vielleicht auch eine Frage der Designs (hüstel), welche Windel einem wirklich mehr zusagen und gefallen. Die Unterschiede in der Saugleistung sind jedenfalls vernachlässigbar, meiner Meinung. Ich konnte hier am Kind und damit in der täglichen Verwendung keine Unterschiede feststellen.


Sieht man beide Windeln im Vergleich, sind kleine Unterschiede zu erkennen. Die Petit Lulu Höschenwindel ist etwas größer und länger. Die Anavy dafür etwas breiter im Schritt. Beide haben einen Verkleinerungsknopf um eine Aussparung für die Nabelschnur bzw. den heilenden Nabel zu bilden. Die Anavy Windel hat zwei Reihen Druckknöpfe die theoretisch eine noch bessere Anpassung an den Babykörper bilden. Dies konnte ich allerdings nicht wirklich austesten. Beide Windeln sind laut Hersteller von 2-6kg geeignet. Meine Tochter kam mit 3,4 kg zur Welt und nahm auch sehr schnell zu, daher benutzte ich eigentlich seit Anfang an eher vorletzten Einstellungen. Es ist daher gut vorstellbar, dass diese Höschenwindeln ab 2kg genutzt werden können.

Schlußendlich gibt es allerdings ein entscheidendes Merkmal, welches mir bei den Petit Lulu Windeln besser gefällt. Es geht um das Einknöpfen der Einlagen. Die Einlagen werden bei beiden Windeln hinten im Rücken der Windel eingeknöpft. Allerdings ist die Einlage der Anavy Windel in der Mitte nochmal vernäht und kann, wenn sie eingeknöpft ist, nicht eher nach vorne geschlagen werden. Ich knöpfe die Einlage daher nicht ein, lege sie "falsch herum" hinein, so dass ich den Hauptteil der Einlage vorne einschlagen kann. Dies hat den Vorteil, dass nicht zuviel Stoff im Rücken des Kindes liegt und somit ein Hohlkreuz vermieden wird. Außerdem pinkeln Jungs sowieso nur im vorderen Bereich und die Mädchen eher in der Mitte, was soll also soviel Saugmaterial im Rücken? Die Einlage der Petit Lulu Windel ist daher in meinen Augen praktischer. Ich kann sie hinten einknöpfen und dann den Hauptteil der Einlage vorne einschlagen. Generell müssen Einlagen natürlich nicht eingeknöpft werden, hat den Vorteil allerdings beim Waschen. So müssen die Einzelteile der Windel nicht erst wieder zusammen gesucht werden, sondern bleiben beieinander.

links Anavy, rechts Petit Lulu. Hier erkennt man wie die Einlagen vernäht und eingelegt werden. Würde man Anavy also einknöpfen, wie vorgesehen, könnte man den Hauptanteil nicht im vorderen Bereich falten, wie es bei Petit Lulu möglich ist.

unten Petit Lulu, oben Anavy. Man erkennt deutlich den Größenunterschied.

Ich verwende als Nässesperre, die Überhose von Petit Lulu, welche ich in einem weiteren Blogbeitrag vorstellen werde. Sie ist für die Petit Lulu und ebenso für die Anavy Höschenwindel verwendbar. Beide Höschenwindeln halten bei meiner 8 Wochen alten Tochter die ganze Nacht (10-11 Stunden) und sind morgens nass, aber nicht triefend. Es ist also noch etwas Kapazität vorhanden. Allerdings ist dies natürlich von Kind zu Kind verschieden und hängt zwangsläufig vom Trinkverhalten ab. Je häufiger die Kinder Nachts trinken wollen, um so mehr werden sie Pipi machen. Meine Tochter stillt 1-2mal in der Nacht. 

Zu sagen ist noch: Diese Höschenwindeln lohnen sich nur, wenn eure Babys Nachts keinen Stuhl mehr absetzen und somit ein Wechseln auch nicht nötig wird. Solange ihr noch mehrfach Nachts die Windeln wechseln müsst oder wollt, wird das Saugpotential dieser Windeln nicht ausgeschöpft und man kann auch weiterhin seine Tagsysteme nutzen. Das spart natürlich Geld. Wer Babys hat die bei jedem Wickeln Nachts zunächst nicht weiterschlafen können, die Nacht dann sogar beendet wäre, dem kann ich diese Windeln sehr empfehlen.

Beide Windeln sind kuschelweich und haben keine Nähte, die stören könnten. Sie schmiegen sich sehr schön um den Körper und bieten wirklich einen tollen Tragekomfort. Sobald meine Tochter aus der Newborn-Größe herausgewachsen ist, werde ich mir wieder Höschenwindeln von Petit Lulu holen, denn diese haben mich aufgrund der oben genannten Punkten etwas mehr überzeugt. Wie schon geschrieben, sind das allerdings nur Nuancen und in Stoffwindeln-Kreisen finden sich sicherlich Liebhaber von beiden Marken finden.

Kaufen könnt ihr die Newborn-Höschenwindeln von Petit Lulu z.B. bei Stoffywelt. Die Newborn-Höschenwindeln von Anavy findet ihr bei die-besten-Stoffwindeln.


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