Mittwoch, 25. März 2015

Das Abstillen hat schon lange begonnen...

Viele Mamis berichten darüber, dass sie oft erst Tage später merkten, dass ihr Kind sich selbstbestimmt abgestillt hat. Das sie feststellten, es hat seit Tagen nicht mehr nach der Brust verlangt. Mittlerweile kann ich dies auch etwas nachvollziehen... denn auch hier hat sich das Abstillen langsam eingeschlichen und eingeläutet. Es wird irgendwann kommen, das Ende dieser wundervollen gemeinsamen Zeit.

Ich hatte schon oft in den verschiedensten Beiträgen geschrieben, dass mein Zwerg im Grunde nur noch zum Einschlafen gestillt wird und hin und wieder, wenn er Trost braucht und dabei nach der Brust verlangt. Zum Weiterschlafen in der Nacht verlangt er schon lange nicht mehr danach.

Jetzt ist es so, dass er seit kurzem sogar bei Papa und Oma in den Mittagsschlaf bzw. auch in den Nachtschlaf findet. Er kuschelt sich an Oma oder Papa und schläft ein. Einfach so! Als wäre es das Normalste auf der Welt. Ja, natürlich ist für uns Erwachsene Schlafen total normal und wo soll da das Problem liegen? Schlafen will gelernt sein! Vorallem das Einschlafen! Schlafen benötigt Nähe und Vertrauen. Und auch das Nuckeln hilft unseren Babys und Kleinkindern sehr in vertrauter Umgebung und mit vertrauten Personen in den Schlaf zu gleiten. Und bei den meisten Babys ist das am Anfang die Mama und NUR die Mama! Denn gerade bei Stillmamas ist die Brust vorhanden und die wird gebraucht zum Einschlafen!

Nun ist das nicht mehr so, also nicht mehr immer. Er verlangt zwar noch täglich Abends die Brust, aber nicht immer schläft er auch damit ein. Oft wird nur noch kurz genuckelt und dann legt er sich lieber neben uns und schläft ein. Oder seit zwei Tagen sagt er auch, er ist nun müde und möchte bitte ins "boah Bett"... also ins große Bett, in unser Familienbett. Und dann gehen wir alle hoch und schlafen ein. Einfach so!

Auch bei der Tante ist er eingeschlafen. Er brauchte zwar etwas länger zum Einschlafen, die Tante ist ihm ja doch nicht ganz so vertraut, wie Mama, Papa oder Oma... aber er wusste er konnte ihr vertrauen und schlief in ihrem Armen ein. Wieder ein weiterer Schritt ohne Mama...

Ja, er wird kommen der Tag, an dem ich wahrscheinlich auch merken werde, der Zwerg hat seit Tagen nicht mehr gestillt... bin ich dazu schon bereit?

Ja und nein! Diese wundervolle Zeit, diese innige Verbundenheit. Zunächst die totale Abhängigkeit des Kindes, ich habe es mit meinem Körper genährt, zunächst in meinem Bauch, dann mit meiner Milch... zum Glück kommen Kinder nicht erwachsen auf die Welt, sondern alles hat seine Zeit und alles geschieht schleichend. Denn nicht nur die Kinder müssen sich auf neue Situationen einlassen und dabei lernen, auch wir. Auch ich als Mutter muss mit jeder neuen Situation umgehen lernen. 
Ich muss lernen, dass die Abhängigkeit meines Kindes jeden Tag ein klitzekleines Stückchen weniger wird, sowie auch das Stillen jeden Tag ein bisschen weniger wird. Die Unabhängigkeit meines Kindes wird größer, sowie auch meine Unabhängigkeit wieder größer wird. Ich kann problemlos länger wegbleiben, auch Abends, da der Zwerg sich nun auch von seinem Papa oder der Oma ins Bett bringen lässt.

Es ist schön wieder etwas unabhängiger zu sein, es war und ist aber auch schön, diese innigen Momente mit seinem Kind zu teilen. Ihm geben zu können, was es benötigt. Ich freue mich darüber, dass es so schleichend passiert. Ich werde mich daran gewöhnen können, da es wohl kein abrupten Ende geben wird. So wünsche ich es mir! Denn an neue Situationen muss sich nicht nur das Kind, sondern auch die Eltern bzw. hier die Mama gewöhnen.


Kommentare:

  1. Mein Kind hat sich total überraschend abgestillt. Ein Tag vorher wäre ein einschlafen ohne stillen undenkbar gewesen. Ich hab mich gefreut das es so ohne Streit abgelaufen ist, war aber auch richtig traurig.

    AntwortenLöschen
  2. Ich musste traurig grinsen als ich den Beitrag gelesen habe. Mein Sohn ist nun 16 Monate alt und braucht das Stillen noch sehr. In den letzten Tagen merke ich allerdings, dass er in seiner Entwicklung einen wichtigen Schritt zur Selbstständigkeit gemacht hat: er verlangt viel seltener die Brust und lässt sich von der Oma gerne betreuen. Mich lässt er dabei "links liegen";-) Plötzlich kommen neue Gefühle in mir hoch: ist es die Eifersucht? Oder die Angst? Mein Sohn wird erwachsener. Es freut mich einerseits und andererseits macht es mich ein wenig traurig.
    Eine etwas persönliche Frage: plant ihr weitere Kinder zu haben?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Marina,

      ja, ich glaube es ist schon etwas Eifersucht dabei, wenn man merkt, das eigene Kind braucht einen nicht mehr so, wie in der Anfangszeit. :)
      Und ja, wir planen defintiv noch ein weiteres Kind ;)

      LG, Sabrina

      Löschen
  3. Hallo!
    Ich hatte auch vor ein paar Tagen über das Stillen geschrieben, einfach weil es raus musste!
    Ein schöner Beitag von Dir, wieder einmal!
    Mit einem lachendem und einem weinendem Auge lasse ich dir liebe Grüße da...
    aus dem HeldenNest

    AntwortenLöschen
  4. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

    AntwortenLöschen
  5. Ein toller Beitrag! Ich musste etwas klimpern, um nicht ein paar Tränchen zu verlieren... Bei uns ging es auch schleichend, allerdings schon zum Ende des 10. Monats. Plötzlich stellte ich fest: "Ich hab heut garnicht gestillt...und ich hab auch gestern nicht gestillt!" Ja und dann war es erledigt und ich muss zugeben, ein bisschen bin ich traurig, dass ich es nicht gemerkt habe, weil ich das letzte Mal als solches nicht erinnern konnte...ich konnte mich garnicht erinnern, wann und wie das letzte Mal war...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Emma , genauso ergeht es mir die letzten Tage. Mausi wird nächste Woche schon 10 Monate und verlangt die Brust nicht mehr. Ich bin auch traurig darüber und kann ebenfalls nicht genau sagen , wann dr letzte Tag war. Irgednwie hätte man als Mama gerne "das letzte Stillen" gebnossen. Aber es kündigt sich ja nicht an.

      Löschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...