Freitag, 29. August 2014

Die Waldbewohner

Der Zwerg liebt seine Schleichtiere und damit lassen sich wunderbar die Namen der einzelnen Tiere erlernen und üben. Er zeigt sie uns, wir sagen ihm die Namen. Wir fragen nach einem der Tiere und er bringt es uns.

Dann gibt es noch die Möglichkeit die einzelnen Figuren passenden Tierbildern zuzuordnen. Passende Bilder aus dem Internet zusammen suchen, ausdrucken, einlaminieren. Dies habe ich schon vor einiger Zeit getan, da ich die Idee von Anna so wunderbar fand.
Nun wandern immer mehr Schleichtiere in den Besitz des Herzkindes und ich begann diese thematisch zuzuordnen. Also habe ich z.B. alle Waldtiere in ein Körbchen zusammen gelegt. Dazu habe ich nun auch endlich einige Bilder laminiert und so kann der Zwerg seine Übungen nun auch hier machen. Mit den bisherigen Tierbildern geht das ja mittlerweile zack-zack. Auch hier geht es schon relativ zügig.
Körbchen wird ausgeleert, passendes Tier und Karte zusammen gefügt und weg gestellt und so geht es dann weiter bis alles zusammen gefunden hat. Es macht ihm sichtlich Spaß und ein Freudenjuchzer bei jedem gefunden Paar ist auch noch drin.

Weitere Möglichkeiten wären dann auch noch, dass ältere Kinder Muttertier und Baby passend zusammen suchen. Oder man kann irgendwann Sortierübungen machen: Welche Tiere leben auf dem Land, dem Wasser oder können Fliegen. Oder auch man druckt nur einen Ausschnitt des Fells auf ein Bild und lässt dies zuordnen. Auch der Schatten des Tieres kann nur als Bild zur Verfügung stehen und muss zugeordnet werden. Hach, soviele tolle Möglichkeiten... 

... sind hier alle schon abgespeichert :)





Donnerstag, 28. August 2014

Thirsties Duo Hanf Prefold

In meinem gekauften Testpaket von www.stoffywelt.de befand sich neben den Cosies Prefolds auch eine Thirsties Duo Hanf Prefold. Diese verspricht durch den hohen Hanfanteil darin, eine 25% höhere Saugkraft als ähnliche Prefolds, welche nur aus Baumwolle bestehen.

Das Herzkind trinkt wirklich sehr viel tagsüber und dadurch können die Wickelintervalle entsprechend kurz werden. Zuhause stört mich das relativ wenig. Unterwegs schon! Denn je nachdem, was nun gerade ansteht, ob man mitten im Wald steht oder in der Kassenschlange, ist ein sofortiges Wickeln nicht möglich. Da kann es dann schonmal passieren, dass ich zu spät mit dem Wickeln bin und die Hose schon feucht oder richtig naß ist. Eine Ersatzhose ist seit dem wir mit Stoff wickeln, daher immer in meiner Wickeltasche enthalten. So langsam lerne ich aber das Herzkind immer besser kennen und auch wieviel ich an Saugmaterial in die Windel stopfen sollte. Für unterwegs können das dann auch mal etwas dickere Pakete werden. Diese halten! Allerdings wären mir dünnere Paket mit hoher Saugkraft lieber.

Michelle von www.stoffywelt.de erinnerte mich daher an die Thirsties Duo Hand Prefold aus dem Testpaket... irgendwie hatte ich sie bisher nicht wirklich getestet und sie bot an, mir noch zwei weitere zum Testen und Vorstellen zu schicken. Super, dass mach ich doch gerne!

Damit die Saufkraft der Prefold erreicht wird, muss man sie mindestens dreimal waschen. Natürlich kann man sie dem Kind auch schon nach der ersten Wäsche anziehen, nur wird sie dann noch nicht solange wie vom Hersteller beschrieben halten. 

Was sofort an dieser Prefold auffällt, ist das andere Design. Es sind nicht einfach mehrere Lagen Stoff zusammen genäht, sondern es ähnelt viel eher einem Loop-Schal. Diese Nähweise soll beim Waschen und Trocknen helfen. Das Wasser kann viel besser durch alle Schichten gespült werden und so eine gründlichere Reinigung bewirken, zudem trocknet der Stoff dadurch schneller. Dies kann ich bestätigen. Andere Einlagen die ich aus Hanf besitze, benötigen deutlich länger zum Trocknen.

Ebenso ist es möglich, die Prefold unterschiedlich zu falten. Längs oder quer. Dadurch ergeben sich längere oder breitere Windelpakete und können so auf das Kind abgestimmt werden. Ich präferiere die breitere Legeweise, da diese wunderbar in die Überhosen hineinpassen, keine Falten schlägt und ein wirklich schmales und saugstarkes Paket ergibt. Es gibt im übrigen zwei Größen der Prefold, welche einmal für Kinder von 2,7 - 8 kg gedacht sind und einmal für Kinder von 6 - 18 kg. Wir testen hier die zweite Größe, da das Herzkind knappe 12 kg wiegt.

Meine Testreihe hat nun wirklich sehr lange gedauert und ich konnte einige positive, wie negative Punkte festhalten:

- oft schaffte die Windel ihr komplettes Saugverhalten garnicht auszuschöpfen, da es das Herzkind irgendwie schaffte, dass die Prefold im vorderen Bereich zusammen rutschte und der Urin dann daran vorbei lief. Keine Ahnung wie der Zwerg das verursacht. Wahrscheinlich gerade weil die Prefold so wunderbar dünn ist und so zuviel Platz in den Überhose steht, wodurch sie leichter zusammen rutschen kann. Je nachdem welche Einstellungen man gerade in der Überhose hat, kann man diese eventuell etas enger stellen. Das Herzkind hat da wohl gerade eine Zwischengröße, so dass enger stellen nicht möglich war. Ich habe mir dann einfach anders geholfen, um weitere verrutschen zu vermeiden, siehe Punkt 3.

- Blieb die Prefold in der Überhose, wo sie sein sollte, hat sie wirklich ein hohes Saugvolumen. Bei 200 ml ist der hintere Bereich noch trocken. Bei 250 ml ist sie komplett naß. Einmal habe ich sogar ein Volumen von 280 ml ermittelt, da war sie aber auch wirklich klatschnaß und hat keinen einzigen Tropfen mehr gehalten. Die Überhose hatte zu diesem Zeitpunkt nämlich auch schon aufgegeben. Soweit will man es dann doch nicht kommen lassen. Damit werden Mengen von 200 - 230 ml zuverlässig gehalten, was wirklich ordentlich ist.

- Das Windelpaket ist sehr schmal (siehe Bilder). Allerdings nutze ich die Thirsties Prefolds nicht gerne alleine, da sie wie schon beschrieben bei mir öfter zusammen rutschten. Lieber lege ich eine Baumwohl- oder Mikrofaser-Einlage darüber. Das Paket wird dadurch minimal dicker,, die Überhose ist voll ausgefüllt und es wird dadurch sogar  eine noch höhere Saugkraft erreicht. Und hier verrutscht nichts!

- Der Preis ist mit 9,90 Euro im höheren Bereich angesiedelt. Die Anschaffungskosten für eine entsprechend benötigte Menge können somit recht hoch werden. Als Prefolds für Unterwegs und Momente in denen man höhere Saugkraft und längere Wickelintervalle benötigt, kann ich sie wirklich empfehlen. Dafür liegen sie hier immer bereit und kommen auch zum Einsatz.

Wer also wie ich einen kleinen Vielpinkler Zuhause hat und somit Saugmaterial mit hoher Saugkraft und kleinem Windelpaket benötigt, sollte sich die Thirsties Duo Hanf Prefold einmal näher anschauen und selbst testen.


Links: Der Länge nach gefaltet. Rechts: Der Breite nach gefaltet - so lege ich die Prefold in die Überhosen. Der Länge nach wäre die Prefold zu lang für die Überhosen, daher wird sie nochmals eingeschlagen (siehe Bild unten)
In der Breite falten
In der Länge falten. Hier wird zunächst ein Teil eingeschlagen und dann die Prefold gedrittelt. Diese Faltweise kann z.B. bei Jungs auch nach vorne in den Hauptnäßebereich gelegt werden, um noch mehr Saugkraft zu erhalten.

Prefold in eine Blueberry Capri Überhose eingelegt

Prefold in eine Milovia Überhose eingelegt

Die Capri trägt etwas mehr auf, da sie insgesamt etwas größer als die Milovia ist. Damit hat sie dann einen Vorteil, wenn weitere Einlagen dazu gelegt werden sollen. Es ist noch genügend Platz dafür vorhanden.

Schmaler und nicht auftragender Windelpopo mit der Thirsties Duo Hanf Prefold in einer Milovia Überhose. Viel Saugkraft in einem kleinen Windelpaket. Das was wir uns eigentlich alle wünschen.
 

Mittwoch, 27. August 2014

Ein eigener Kopf mit 20 Monaten

Ja, hallo? Wo rennt denn die Zeit hin? Das Herzkind ist heute nun 20 Monate alt und wie ich im letzten Rückblick schon merkte, die nächste Phase wurde eingeläutet. Hier liegen teilweise anstrengende Wochen hinter mir, mit einem kleinen Herzkind das schon so viel alleine bestimmen wollte, es aber noch nicht konnte und frustriert über diese Situationen immer wieder schmollend und weinend in entgegengesetzte Richtungen lief.

Er versteht mittlerweile so wahnsinnig viel. Zusammenhänge und die Zukunft sind ihm keine Fremdwörter mehr, er weiß, was im Laufe eines Tages kommt. Zum Abendessen hatte er die letzten Wochen keine Lust. Egal wie früh wir es ankündigten und ihn darauf hinwiesen. Ihm war nie recht, dass es nun gerade Essen gab und er nicht weiterspielen konnte. Es wurde geschrien und geweint und so einige Abende wollte er einfach nichts essen. Das gilt dann erst mal auszuhalten und ihm erklären, dass er natürlich nichts essen muss. Mein Mann wollte ihn immer wieder füttern, weil er doch etwas essen muss... kein Kind wird vor vollen Tellern verhungern, ist meine Ansicht und wenn der Zwerg nicht möchte, dann lasse ich ihn. Das gab an einigen Abenden Streß pur.

Die Nächte waren wie angekündigt auch sehr durchwachsen. Er war so oft wach und so einige Male wanderte er dann wieder zu uns ins große Bett rüber, was für uns alle zu keinen erholsamen Nächten führte. Kurz bevor unsere Schweizer Freunde zu Besuch kamen normalisierte sich plötzlich wieder alles und er konnte wieder besser schlafen. Der Zwerg verarbeitet Nachts sehr viel, so wie ich es heute auch noch tue und eine Phase in der so unwahrscheinlich viel im Körper und Kopf passiert, da muss natürlich auch das Schlafverhalten durcheinander geraten. Ich lag also Stunde um Stunde neben ihm und streichelte seinen warmen kleinen Körper. Schlich wieder in mein Bett, kuschelte mich hinein und so manches Mal hörte ich ihn dann schon wieder rufen... ich glaub meine Augenringe sind dadurch etwas größer geworden...

Und immer wenn es solche anstregenden Zeiten gibt, passieren danach neue Dinge. Der Zwerg will nun seine Brote selbst mit Frischkäse bestreichen. Er schnitt gestern zum ersten Mal mit einem Obstmesser das Gemüse.... naja, also die Ansätze waren da und hin und wieder ging auch mal ein Stückchen ab... ich merke einfach, dass ich immer wieder fasziniert bin, was ein Kind in seinem Alter schon alles kann und auch tun möchte. Und als Mama ist man natürlich auch mächtig stolz auf sein Kind! Mit jeder kleinen neuen Errungenschaft freue ich mich mit!

Er ist nun entgültig auch in seiner äußeren Erscheinung kein Baby mehr. Oft fallen die kleinen Veränderungen nur den Umstehenden auf, die den Zwerg nicht jeden Tag um sich haben. Aber es schien als kam diese Verwandlung über Nacht. Er hat sich gestreckt, ist ein ordentliches Stück gewachsen und hat ein schmales Gesicht bekommen. Ein richtiger kleiner Junge ist er nun, mit einem frechen Blick und seinem wunderschönem goldenen Haar. Die Locken im Nacken habe ich ihm nun übrigens geschnitten. Irgendwie sah das nur noch unordentlich aus... mein Mann hatte schon Angst es werden solche komischen Topfschnitte, die ich meinen langhaarigen Meerschweinchenfreunden immer schneide, aber es scheint ganz gut auzusehen. Der Zwerg fand es zwar auch nicht so toll und ich musste etappenweise schneiden, aber er wehrt sich nicht so wie ein Meerschweinchen ;)

Sprachlich ist hier auch einiges wieder passiert. Neben den bekannten Wörtern: Mama, Papa, Nanane, Da, Brumm-Brumm, Wuff-Wuff, Niau (Katze), Tsche-Tsche-Tsche (Zug), Mimi (für Minibagger), NAI, Aua, Boah. Kamen weitere hinzu: Opa (da sind die Opa´s aber mächtig stolz), Pipi (kam in den letzten Tagen dazu, was aber nicht bedeutet, dass er es ankündigt...) I-A (für den Esel), Bufs (oder so ähnlich, es soll jedenfalls Bus heißen).... hm, irgendwie waren da doch noch mehr Wörter... ich sollte mir das zwischendurch auch mal aufschreiben...

Ich bin froh, dass wir den letzten Sprung doch ganz gut zusammen gemeistert haben. Es ist nicht einfach, einem Kind das zu geben, was es braucht, wenn man es so manches Mal garnicht weiß. Ich wünsche mir dann immer er könnte schon mehr sprechen, um mir zu sagen, was ihn denn nun stört, ihn verärgert oder was er tun möchte. Wenn garnichts geht, ihr wisst es schon, dann hilft immer Mama´s Brust. Einfach wieder runter kommen, Kraft tanken und sich geborgen fühlen. Dann sieht die Welt meist wieder besser aus und wir können nochmal von vorne beginnen. 

Ich bin gespannt auf den kommenden Monat, auf die vielen neuen Worter, auf die vielen neuen Dinge, die wieder passieren werden. Die wir gemeinsam erleben werden und ich werde dich strahlen sehen, bei allem was die gelingen wird. Ich freue mich darauf!


Dienstag, 26. August 2014

Die Montessori-Momente

Es sind Momente ganz nach Maria Montessori. Kinder im Flow, in der völligen Polarisation ihrer Aufmerksamkeit. Im hingebungsvollen Verrichten alltäglicher kleiner Aufgaben. Im Erlernen neuer Handgriffe und völliger Versunkenheit mit Lernmaterialien.
Es sind oft Momente, die wir unseren kleinen Zwergen so noch garnicht zugetraut hätten. Weil wir es so nicht kennen. Wir sind geprägt von Generationen, die sagten "Du bist zu klein, du kannst das noch nicht. Ich helfe dir, ich übernehme es für dich!"
Mein Herzkind überrascht mich immer wieder mit seinem Verständnis und seiner Handlungskompetenz. Ich lese Blogs und staune immer wieder. Ich sehe Kleinkinder die sich ihre eigenen kleinen Snacks schon zubereiten können. Kindergartenkinder die in der Küche schon fast komplette Mahlzeiten anrichten können. Die den Frühstückstisch decken mit allem drum und dran. In der Facebook-Gruppe berichtete eine Mama ganz stolz, dass ihre beiden Kinder (6 und 8) ein Mittagessen komplett alleine zubereitet haben. Wer kennt das von Kindern in diesem Alter? Wer würde es seinen Kindern zutrauen? Wer nimmt ihnen nicht doch noch soviele Dinge im Alltag und bei der Hausarbeit ab, weil es dann einfach schneller geht?

Diese Montessori-Momente begeistern und faszinieren mich von Anfang an. Es sind eben mit diese Momente gewesen, die mich dazu veranlasst haben mich näher mit Maria Montessori zu befassen. 

Kinder können schon so vieles, auch in schon sehr jungen Jahren, wenn wir ihnen die Möglichkeiten dazu geben. Eine vorbereitete Umgebung, langsame Arbeitsschritte und eine komplette Entschleunigung des Alltages. Natürlich nicht immer möglich, ich weiß das. Aber wir sollten es versuchen und tun, wann immer es möglich ist. 

Warum schreibe ich das alles eigentlich? Weil ich euch meinen persönlichen Montessori-Moment von gestern Abend zeigen möchte. Es gab Flammkuchen und wir versuchen ihn natürlich immer irgendwie in die Zubereitungen des Abendessens mit einzubinden. Mal mehr, mal weniger. Manchmal weiß ich noch nicht so ganz, wie ich es umsetzen soll. Gestern ist es wunderbar gelungen.
Er konnte mithelfen, das geschnittene Gemüse und die Zwiebeln in die Schälchen zu geben. Er konnte mithelfen alles auf die Teigböden zu verteilen und war mit voller Konzentration dabei. Ok, der Käse und der Speck lenkten ihn dann doch etwas ab und die kleinen Fingerchen wanderten dann auch mal mit den Zutaten nicht zum Teig, sondern in den Mund... Mein Mann und ich waren so stolz auf unser kleines Herzkind, wie toll er das schon machte. Einfach so, weil er mithelfen wollte. Weil er das tun möchte, was auch wir Erwachsenen tun.

Das war gestern unser Monte-Moment, den ich mit euch allen teilen wollte und von denen es ganz viele gibt, die mich immer wieder zum staunen bringen und die mich dazu anregen, den Weg so weiter zugehen. Für mein Herzkind, welches so selbstverständlich und eigenständig dadurch sein kann.

Und eure Monte-Momente? Davon habt ihr sicherlich auch ganz viele, oder?
Und gerade entdeckt habe ich noch, dass die liebe Tafjora einen Montessori-Montag in ihrem Blog eingeführt hat, in welchem sie solche Momente sammeln möchte. Da könnt ihr dann auch gerne mitmachen und zeigen, was für Momente euch so begeistern :)









Montag, 25. August 2014

Übungen mit der Zange

Das Herzkind findet die Küchenzange klasse! Und sucht sie sich immer wieder aus der Küchenschublade heraus. Zur Zeit werden dann gerne die Autos mit der Zange hochgehoben und weg getragen... schade, dass ich bisher noch kein Bild dazu habe. 
Dadurch angeregt bin ich nun auch schon länger auf der Suche nach Variationen. Gurkenzangen, Zuckerzangen, Pinzetten usw. Alles Gegenstände des täglichen Lebens, welche in ihrer Handhabung erlernt werden wollen.
Die Möglichkeiten sind auch hier wieder vielfältig und können mit zunehmender Geschicklichkeit verfeinert werden. Zange wird kleiner, Gegenstände die gegriffen werden sollen werden kleiner usw. 

Nun sind mir die Tage beim Räumen Silikonformen für Eisgläser in die Hände gefallen.... damit muss man doch etwas machen können, oder?

Heute habe ich dem Herzkind daher ein Tablett gerichtet und ihn hantieren lassen. Die zunächst gewählte umgedrehte Silikonform wurde zwar verwendet, aber nach wenigen Malen, schien ihm das nicht zu gefallen und er drehte sie einfach um. Das fand er besser und bestückte die einzelnen Mulden weiter mit den Kugeln. Dann fand er den Tisch wohl nicht mehr passen und verlegte die Arbeit auf den Teppich... auch das war nicht passend und er schnappte sich das Tablett und ging zum Sofa... ziemlich interessant mit anzusehen. Dort beendete er dann seine Arbeit, er hatte alle Mulden mit Kugeln bestückt. 
Ich werde ihm demnächst wieder die umgedrehte Silikonform anbieten, hier müssen die Kugeln genauer aufgesetzt werden, damit sie nicht rausfallen. Das hat das Herzkind wohl gleich verstanden und es sich mit dem Umdrehen der Form leichter gemacht... schlaues Kerlchen ;)

Bevor Zangen zum Einsatz kommen, kann man solche Formen auch schon anbieten. Die Zwerge bestücken die Mulden dann händig mit Kugeln, Walnüßen, Kastanien, Glasteinen usw. Hier kann man auch Eiswürfelbehälter, Muffinformen usw. verwenden. Sucht mal eure Schränke Zuhause ab :)








Sonntag, 24. August 2014

Buchvorstellung: Wieso? Weshalb? Warum?

Unser Zwerg ist ein kleiner Bücherwurm. Er betrachtet sehr gerne seine Bücher, alleine oder auch mit uns zusammen. Schauen wir uns die Bücher zusammen an, deutet er immer wieder auf einzelne Tiere, Gegenstände usw. und will sie von uns benannt haben. Das kann sich dann auch zigmal wiederholen. Immerhin möchte er sich diese neuen Wörter und Begriffe auch einprägen. Mit der Zeit kam dann auch immer mehr der zweite Teilschritt der Drei-Stufen-Lektion von Maria Montessori hinzu.
Wir fragen das Herzkind nach einzelnen Tieren, Gegenständen usw. die auf der aktuellen Seite zu finden sind und er deutet dann darauf. Er freut sich wie ein Schneekönig, wenn er den erfragten Begriff gefunden hat.

Bücher, die wir für das Herzkind kaufen, müssen im Grunde ein wichtiges Kriterium erfüllen: Sie müssen real sein! Die Kleinen können jetzt noch nicht unterscheiden, was Realität und was Fiktion ist und speichern alles zusammen in ihrem Köpfchen ab und können so durcheinander geraten. Diese Unterscheidungsgabe folgt erst in einigen Jahren. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass sie zunächst unsere echte Welt verstehen lernen, mit allen ihren großen und kleinen Wundern darin.

Daher habe ich die Bücher der Reihe "Wieso? Weshalb? Warum?" für das Herzkind entdeckt. Es sind schöne detailreich und reale Zeichnungen, die sogar mit süßen Klappen versehen sind, unter denen die Kinder vieles entdecken können.

Das Herzkind liebt diese Klappen und geht damit auch wirklich sorgsam um. Sie sind auch sehr stabil und können viel aushalten. Wenn natürlich ein Kind daran lange zieht, wird auch solch eine Klappe abreißen.

Wir haben nun 4 Bücher, über Bagger, Fahrzeuge, Tiere und Tierkinder. Natürlich ist das Bagger-Buch der Favorit, aber auch die anderen Bücher werden gerne heraus gezogen und betrachtet. Die Texte interessieren den Zwerg noch garnicht, wir nutzen sie stichpunktartig um die Bilder zu erklären und ich weiß nun auch, was eine Planierraupe ist und das ein Bagger nicht gleich ein Bagger ist. Oh, nein! Da gibts auch noch Unterschiede! Also bitte!

Hier werden sicherlich nach und nach weitere Bücher dieser Buchreihe einziehen, mich haben sie überzeugt.







Samstag, 23. August 2014

Übung des praktischen Lebens: Schütten und Gießen

Übungen des praktischen Lebens sind ein ganz wichtiges Element in der Erziehung nach Maria Montessori. Schon früh führt sie die Kinder mit entsprechenden Lernmaterial an diese Aufgaben heran. Denn es ist nun mal wie es ist, unsere Kinder werden nicht klein bleiben und wollen wachsen. Sie wollen wachsen an Aufgaben, die sie bei uns Erwachsenen tagtäglich beobachten und von denen sie wissen, dass sie diese auch können müssen. 

Übungen des praktischen Lebens beziehen sich also auf Aufgaben, die wir jeden Tag meist mehrfach ausführen. Wir machen uns darüber keine Gedanken mehr, sie fließen in unser tägliches Sein einfach und ohne größere Anstrengung ein. Für unsere Kleinen sind es noch Anstrengungen. Für sie ist jede kleine Aufgabe noch eine große Herausforderung. Mit den Übungen des täglichen Lebens können wir sie gezielt diese einzelnen Aufgabenschritte üben lassen.

Umgießen und Umschütten ist eine Aufgabe, die sich jeden Tag zigmal wiederholt. Wie gießen Blumen, wir schenken uns etwas zu trinken ein, wir messen Flüssigkeiten zum Kochen ab, schütten Auffüllpackungen in Vorratsdosen usw. Die Variationen des Gießens und Schüttens sind extrem vielfältig und genauso vielfältig können wir sie unseren Kindern anbieten.

Das Schüttgut kann aus trockenem Material wie Reis, Erbsen, Linsen usw. bestehen oder dann auch aus Wasser. Alle haben unterschiedliche Fließeigenschaften und müssen anders behandelt werden. Die Gefäße sind meist zunächst gleich groß, so dass die Kinder hin und her schütten können. Sie können unterschiedlich groß werden, mit Trichter oder ohne. Es gibt wahnsinnig viele Möglichkeiten, welche auch genutzt werden sollte. Erkennt man, dass das Kind die Aufgabe beherrscht, sollte z.B. das Schüttgut geändert oder Gefäße getauscht werden.

Neben der Augen-Hand- und der Hand-Hand-Koordination erfährt das Kind auch schon viele physikalische Gesetzmäßigkeiten, die es unbewusst absorbiert und in seinem Köpfchen abspeichert! Das Schüttgut fällt immer nach unten (Schwerkraft). unterschiedliche Gefäße, können unterschiedliche Volumen aufweisen, so dass das Schüttgut überlaufen kann. Die Konzentration und die Reaktion werden ebenfalls dadurch trainiert. Das Kind muss rechtzeitig abstoppen, um kein Schüttgut zu verschütten.

Wie alle Aufgaben, welche Maria Montessori benennt, zeichnen sich auch die Übungen des praktischen Lebens durch die selbstaufzeigende Fehlerkontrolle aus. Das Kind erkennt selbst, dass es etwas verschüttet hat und somit beim nächsten Mal mehr aufpasst, langsamer beim Schütten wird usw. Bei Übungen mit Wasser kann gleichzeitig ein kleines Schwämmchen oder Tuch dazu gelegt werden, damit das Kind verschüttetes Wasser direkt wegwischen kann. Ebenfalls eine weitere Übung des praktischen Lebens.

Wie ihr an den Bildern sehen könnt, hat das Herzkind gleich eine Möglichkeit dieser Übung erkannt. Das selbstständige Einschenken und Trinken von Wasser. Es wird Unabhängigkeit gewonnen!









Donnerstag, 21. August 2014

Eine Win-Win-Situation

So sagt man doch jedenfalls zu Situationen, bei welcher beide Parteien etwas voneinander erhalten bzw. beide davon profitieren.
So kam es, dass Sarah von Strudelwurm eine Nachricht an mich schickte und mich fragte, ob mein handwerklich so begabter Mann, denn nicht auch etwas für sie machen könnte. Sie findet das Steckbrett so toll und als "Bezahlung", würde sie meinem Herzkind auch etwas nähen. Ich schaute mich mal in ihrer Bildergalerie um und war sofort ganz begeistert von den tollen Jeans-Pumphosen, die aus alten Erwachsenen-Jeans gemacht werden. Das ist doch toll! Dazu kam dann noch eine kurze Jersey-Hose. Wow!
Mein Mann hatte nichts dagegen nochmals ein Steckbrett zu basteln und auf meine Bitte hin, wurde es auch direkt mal doppelt so groß, damit der Tausch auch wirklich gerecht ist!

Sarah hatte im Eiltempo die Hosen genäht und verschickt. Da war ich schon ganz schön baff! Das Steckbrett müsste nun heute auch bei ihr ankommen und ich hoffe, sie und ihr Zwerg werden genauso viel Freude damit haben, wie ich und mein Herzkind mit seinen neuen Kleidungsstücken. Denn gerade nach einer schicken Jeans suche ich nun schon länger.

Eben eine ganz tolle Win-Win-Situation. Vielen Dank, liebe Sarah!





Dienstag, 19. August 2014

Sonntags-Vergnügen: Geocaching - die morderne Schnitzeljagd

Auch am Sonntag waren wir wieder ganz im Zeichen des Geocachings unterwegs! Wir teilten uns in zwei Gruppen auf. Die Jungs wollten unbedingt Kletter-Caches bewältigen und wir Mädels schnappten uns die Räder, den Anhänger und das Herzkind und suchten alle verbliebenen Caches der Umgebung ab und legten so eine ordentliche Strecke an diesem Tag zurück. Dazwischen suchten wir das Cafè im Nachbarort auf und gönnten uns leckeren Kuchen und Kaffee. Danach führte uns ein Cache zu einem an diesem Wochenende stattfindenden Reitturnier. Das Herzkind sah Pferde und dann sogar Traktoren und einen Kran... er war im siebten Fahrzeug-Himmel und es kostet uns viel Überzeugungsarbeit weiter fahren zu können.
Nach vielen gelösten Caches kamen wir am Nachmittag wieder Zuhause an und machten es uns gemütlich. Etwas später kamen auch die Männer nach Hause und wir aßen noch gemeinsam zu Abend. Danach verabschiedeten wir unsere Freunde. Es war wieder ein wunderschönes gemeinsames Wochenende. Leider ging es auch viel zu schnell zu Ende! Bis zum nächsten Mal, liebe Freunde!

Und jetzt noch ganz kurz zum Geocaching! Es gibt viele Anhänger dieser tollen Freizeitaktivität. Genauso viele kennen es aber auch noch garnicht. Daher möchte ich euch ganz kurz etwas dazu schreiben. In einigen meiner Ausflugszielen habe ich schon davon berichtet, dass wir wieder cachen waren. 
Geocaching ist eine Art morderne Schnitzeljagd, die man in ganz Europa und eigentlich in fast allen Ländern der Welt durchführen kann. Also auch im Urlaub kann man seinem Hobby weiter frönen. Jeder kann mitmachen, jeder kann Caches (also die Verstecke) suchen oder auch Caches auslegen. Die Caches sind mit Koordinaten versehen und müssen gefunden werden. Meist werden aber nicht einfach nur die Koordinaten bekannt gegeben, sondern verschlüsselt. Durch Rätsel, Fragen usw. Manche sind recht einfach, manche ziemlich knifflig. Hat man dann endlich die Koordinaten, sucht man den Cache. Manche sind in Baumstümpfen, in alten Ruinen, in Löchern von Mauern, Schildern usw. Das Cacher-Völkchen kann da wirklich sehr kreativ und einfallsreich sein. Ich bin immer wieder erstaunt und das macht auch den Spaß aus, diese toll gestalteten und ausgesuchten Verstecke zu finden. Zu sehen, was sich andere Menschen einfallen lassen, Wahnsinn! 
Es gibt Caches, die kann man nur in der Nacht machen, da der Weg mit lichtreflektierenden Schildchen versehen sind oder Rätsel mit UV-Stiften geschrieben wurden, die man dann mit UV-Lampen erst sichtbar machen kann.... cool, oder?
Das ist Schnitzeljagd in einer ganzen anderen Dimension... nicht mit so ollen kleinen Papierfetzen, die wir mit kleinen Rätseln versehen, irgendwo als Kinder versteckt haben... das wird richtig was geboten :)

Suchen wir uns Ausflugsziele aus, schauen wir oft auch, ob schöne Caches in der Nähe sind. Manchmal ist aber auch der Weg das Ziel und wir suchen einfach Gegenden in denen tolle Caches angegeben sind und laufen oder fahren diese ab. Viele Caches werden mit dem Hintergedanken ausgelegt, den Suchern einen schönen Ort zu zeigen und somit bekommt man beim Suchen also oft auch noch schöne Aussichten und viel Natur zu sehen, die man sonst eher nicht aufsuchen würde.

Wir sind übrigens durch unsere Schweizer Freunde zum Geocaching gekommen, gerade deshalb spielt das Cachen bei unseren gegenseitigen Besuchen immer eine große Rolle und macht uns viel Spaß. Probiert es doch auch mal aus! Oder kennt ihr es doch schon?

Unsere Freundin wurde fündig in diesem großen Baumstumpf

Kipplaster und Bagger müssen überall mit...



Wie eine richtige Schatzsuche :)

Mein Mann will hoch hinaus... das waren dann so knapp 18 Meter mit ordentlicher Kletterausrüstung
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