Montag, 14. Oktober 2013

Freude und Glück der Kindheit!


Ich kann gar nicht aufhören, nach solchen wunderschönen Zitaten von Maria Montessori zu stöbern. Bei diesem wundervollen Satz komme ich direkt ins schwelgen und denke an meine Kindheit zurück. Und das für uns Erwachsene wohl die "Freude und das Glück der Kindheit" andere Gedanken hervorbringt als Maria mit diesem Satz eigentlich beschreiben wollte.

Wenn ich nun als Erwachsener über solch einen Satz sinne, dann waren für mich die Freuden der Kindheit folgende, die mir spontan einfallen:

- Keine Sorgen! Nicht über den/die nächsten Tag/e nachdenken zu müssen. Nicht an Versicherungen, Geldeinteilung, Bewertungen usw. nachdenken und sich damit vielleicht den Magen zu verderben. Auch als Kind hatte ich natürlich meine Sorgen: Denkt der Weihnachtsmann an mich!? Habe ich genug für die Schularbeit gelernt? Mag mich xy überhaupt? Diese Sorgen sind genauso ernst zu nehmen, wie jedes "Erwachsenenproblem". Ich darf diese Sorgen nicht herunterspielen. Die Sorgen aus meiner Kindheit waren für mich aber nicht so weittragend und sie verflüchtigten sich auch viel schneller als heute. Die Gedanken trugen daran nicht so schwer.

- Viel Zeit! Als Kind waren die Tage für mich sehr lang! Was konnte ich alles an einem Tag erleben und es war am Abend immer noch viel Zeit! Heute frage ich mich manchmal wo der Tag geblieben ist! Hat jeder Tag wirklich 24h, auch wenn man älter wird? Es begann schon vor einigen Jahren, dieses Phänomen... und jetzt mit Kind wird es einem noch stärker vor Augen gehalten. Am Kind sieht man es genau. Die Zeit wird greifbar gemacht. Es war schön in meiner Kindheit in den Tag hinein zuleben, wenig Verpflichtungen zu haben und sich mal hier und mal dort aufhalten zu können. Daran denke ich wirklich sehr gerne zurück.

- Fantasie! Und zwar ganz viel davon! Als Erwachsener sagt man dann wohl Kreativität dazu.... nur mir fehlt die Zeit dazu, ja die liebe Zeit! Mein Kopf ist voll von Dingen, die ich gerne basteln würde. Dann sehe ich wieder den Berg voll mit Wäsche der gebügelt und zusammen gelegt werden möchte und aus und vorbei ist es wieder mit der Fantasie... zack... Realität.... die Wäsche krabbelt nicht alleine in den Schrank zurück... schön wär´s...

- ... und noch soviel mehr!

Hach ja, mit einem Seufzer denke ich zurück! Ob ich nochmal Kind sein wollte? Nein, nicht unbedingt! Jedes Alter hat nämlich seine schönen Seiten und will ausgekostet und gelebt werden. Ich will nun Mama sein, mein Herzkind aufwachsen sehen. Ich will weiter an unserem Haus werkeln und es sich verwandeln sehen. Ich selbst will mich weiter entwickeln und an meinen Aufgaben wachsen und aus Fehlern und Taten lernen. Ich wäre nicht mehr derselbe Mensch, könnte ich die Vergangenheit ändern, nur weil ich es heute "besser weiß". So wie es passiert ist, ist es geschehen und fertig. "Meine Freude und mein Glück" als Erwachsene heute, sind mein Mann, mein Kind, unser Zuhause. Liebe Menschen um einen herum und Aufgaben zu haben und1 gebraucht zu sein!

Und was sagt Maria nun zu ihrem obigen Satz? Was sind für Kinder ihre "Freuden und das Glück der Kindheit"? Sicherlich nicht das oben aufgezählte. Kinder wollen nämlich wachsen und erwachsen werden. Sie wollen lernen alles alleine tun zu können. Sie wachsen mit jeder Aufgabe, die sie alleine lösen können und mit jeder Eroberung, die sie errungen haben. Und das macht sie glücklich und auch stolz!

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