Freitag, 9. Dezember 2016

Mein Kind kann... über den Kindervergleich! Über das Beobachten!

Schon einige Mal wurde ich nun gefragt, sei es im realen Leben von Verwandtschaft und Freunden oder auch im Internet, wie denn beide Kinder so sind? Gibt es Ähnlichkeiten im Verhalten oder den Entwicklungsschritten, gibt es Unterschiede? Wer krabbelte schneller oder wer hatte den ersten Zahn? Was konnte ich bisher beobachten und erkennen?

Grundsätzlich habe ich gegen das Vergleichen garnichts oder eher gesagt, den Austausch von Beobachtungen. Ich finde es selbst sehr faszinierend und interessant. Gerade auch zwischen den Geschwisterkindern. Wo kann ich Ähnlichkeiten erkennen, wo sind sie unterschiedlich. Zwei kleine Persönlichkeiten! Zweimal entstanden aus den gleichen Elternteilen und doch so anders. In manchen Bewegungen und Gesten sieht man, es sind Geschwister. Mein Mann sagt gerne, wenn er nach der wöchentlichen Feuerwehrübung spät nach Hause kommt und uns alle Drei zusammen im Bett sieht: Wir könnten uns ähnlicher in unserer Schlafposition nicht sein.

Ich mag grundsätzlich auch das Vergleichen unter Kindern ähnlichen Alters. Nicht aber um das Vergleichens wegen. Ich habe mich schon zu der Krabbelgruppenzeit des Sohnes gerne mit Müttern darüber unterhalten. Es bietet Gesprächsstoff, es bietet Kommunikation und der Austausch half auch schon oft andere Sichtweisen auf bestimmte Entwicklungssprünge zu bringen oder neue Spielideen zu erhalten. Es blieb in den Gesprächen also nie bei dem reinen Vergleichen der Kinder. Es kam nie zu einem "Meiner kann das schon, und mein Kind ist da so gut!"
Dieses wetteifrige Vergleichen, das kannte ich lange Zeit garnicht. Erst als ich mit dem Blog begann und die Entwicklungsschritte des Sohnes immer wieder hier dokumentierte kamen plötzlich solche Aussagen wie "Dein Kind kann das noch garnicht können!", "Du bietest ihm diese Lernanregung zu früh an Du überforderst ihn!"... ich verstand diese Aussagen nicht! Wieso sollte ich meinem Kind etwas zu früh anbieten? Wieso sollte er es noch garnicht können? Ich sah doch durch meine täglichen genauen Beobachtungen was er brauchte, was er forderte und wenn es mal eine Spielidee gab, die ihn nicht interessierte, dann packte ich sie wieder weg. Probierte sie vielleicht ein anderes Mal wieder aus oder eben nicht.
Ich sehe doch, ob mein Kind die Spielidee annimmt und wirklich damit umgehen kann. Ich sehe doch, ob mir mein Kind wirklich beim Kaffeekochen helfen kann oder ob das vielleicht mal eine einmalige Sache war.

Ich merkte durch das Blogschreiben und natürlich auch durch die Gespräche mit anderen Müttern, dass der Sohn recht fix in seiner Entwicklung war. Ich nahm das allerdings garnicht so war. Er ist mein erstes Kind und daher sah ich auch alle Entwicklungssprünge, alles was er lernte, zum ersten Mal.

Nun kam die Tochter auf die Welt und einige Zeit waren sich beide in ihren Entwicklungsschritten in diesem Alter recht gleich. Sogar das Drehen vom Rücken auf den Bauch verlief fast taggleich ab. Und dann, sicherlich auch durch die vielen Verspannungen und Blockaden, die sich nun während der Wachstümsschübe so richtig entwickelten, passierte eine lange, lange Zeit bei der Tochter garnichts mehr. Sie lebte förmlich auf mir, war sehr nähebedürftig und wollte sich im Grunde auch garnicht alleine beschäftigen, egal was ich ihr anbot. Heute ist sie nun 11,5 Monate alt, erst mit 10 Monaten begann sie nun endlich zu krabbeln oder so ähnlich.... also es ist eine sehr eigenwillige Technik.... sagen wir einfach, sie kann sich fortbewegen und kommt damit von A nach B. Auch steht sie nun, läuft seitwärts, seit einigen Tagen kommt sie nun auch die ersten Treppenstufen hoch. Mit dem Selbstbeschäftigen ist es immer noch so eine Sache. Nach und nach findet sie manche angebotene Idee von mir doch ganz interessant und probiert. Diese Anregungen haben den Sohn teilweise schon Wochen und Monate vorher interessiert, wie z.B. die Einsteckbox mit den Deckeln. Ganze 2 Monate vorher konnte der Sohn schon die Deckel problemlos einstecken und sich damit ewig alleine beschäftigen. Auch mit unseren Schränken. Schüsseln und Töpfe ausräumen, einräumen, klappern usw. Alles war interessant, er war da in diesem Alter sehr neugierig und erforschte stetig. Die Tochter hält das nicht lange und schnell sucht sie wieder die Nähe zu mir.

Was ich nun damit sagen will: Jetzt erst verstehe ich die vielen Aussagen, der Sohn wäre früh gewesen in seinen Entwicklungsschritten, so richtig und jetzt erst geht mir bei so manchen Aussagen "Dein Kind kann das noch garnicht können!" ein kleines Lichtlein auf. Ja, natürlich sind gewisse Spiele und Lernanregungen, gerade auch die von Maria Montessori für ein bestimmtes Zeitfenster bzw. Kindesalter gedacht. Aber wir kennen das doch von vielen Puzzlen und allgemeinen Spielen, da steht eine Altersangabe drauf... an die wir uns im Allgemeinen erst einmal orientieren. Unsere Kinder interessiert diese Empfehlung allerdings herzlich wenig. Wenn sie bereit dazu sind, dann lösen sie mit 2 Jahren auch schon Puzzle für 3- oder 4jährige und wenn sie Puzzle nicht interessieren, dann werden sie diese links liegen lassen.

Als Eltern sind wir hier gefordert, unsere Kinder genau zu beobachten, ihnen den Raum zu lassen, sich entwickeln zu können und ihnen Möglichkeiten und Ideen anzubieten, die ihren Interessen nachkommen und ihnen dann den Raum lassen, neu Erlerntes wiederholen und üben zu können, so oft und so lange sie es wollen und brauchen.

Wie schon geschrieben, ich mag es eigentlich grundsätzlich mich mit anderen Müttern über unsere Kinder im ähnlichen Alter zu unterhalten und Ähnlichkeiten und Unterschiede zu sehen. Ich darf mich damit aber auch nicht unter Druck setzen, wenn gefühlt ein anderes Kind deutlich weiter ist als mein Eigenes. Meistens gibt es dann Bereiche in denen mein Kind schon viel weiter ist, weil seine Interessen gerade dort liegen. Ich sehe zum Beispiel bei meiner Tochter, dass sie sprachlich schon viel weiter ist als ihr Bruder zu dieser Zeit. Sie kam zwar ewig nicht vom Fleck, aber dafür steht ihr Mündchen nicht still. Mama kann sie schon seit Monaten, mittlerweile auch Papa und seit ein paar Tagen höre ich auch die ersten Anzeichen für Oma, Banane und Wasser heraus. Und das sind nicht einfach nur Wortsilben zusammengefügt, sie benutzt Mama und Papa gezielt. Da bin ich als Mama natürlich schockverliebt ♥

Statt auf andere Kinder zu blicken, was diese alles schon können und statt auf mein Kind zu blicken, was dieses noch nicht kann, sollte ich mehr Beobachten. Einfach mein Kind sehen.... sehen wie es ist, es nehmen wie es ist. 
Austausch unter Eltern ist wundervoll, er ist eigentlich so wichtig, weil wir uns gegenseitig stützen können. Geteiltes Leid ist halbes Leid, ihr wisst was ich meine. Aber der Austausch ist nicht dafür da uns durch unsere Kinder zu profilieren und andere Mütter damit unter Druck zu setzen. Kindervergleich, sollte kein Wettbewerb sein, sondern ein Austausch von Beobachtungen und vielleicht ein Anreiz sein, Ideen von anderen Eltern mal zu probieren, Zuhause einfließen zu lassen oder auch nicht. Auch hier gilt es bei uns zu bleiben. Bei uns selbst und unseren eigenen Kindern. 


Donnerstag, 8. Dezember 2016

Geschenkideen für 1jährige Kinder

Jedes Jahr aufs Neue brauche ich Anfang November nur kurz daran zu denken, dass Weihnachten und die Geburtstage der Kinder auch schon bald sein könnten... da kommen sie... die Großeltern und fragen nach dem Wunschzettel... jedes Jahr aufs Neue entfährt mir dann ein leichtes oder auch lauteres Seufzen... hach ja... es gilt nun also wieder aufzuschreiben, was sich die Kinder denn wünschen könnten, was sie brauchen, was sie noch nicht haben. 
Ab einem bestimmten Alter können unsere Kinder natürlich schon selbst Wünsche äußern oder gar selbst den Wunschzettel malen oder schreiben... wobei selbst in diesem Jahr der Sohn daran noch wenig Eigeninteresse zeigte. 
Bei einem 1jährigen Kind allerdings kommen wir als Eltern nicht drum rum und müssen uns also selbst überlegen, was die gesamte Verwandschaft denn schenken soll, kann, darf... und da bei uns Nikolaus, Weihnachten und die Geburtstage im Grunde alles zusammen fällt, gibt das schon einen relativ großen Wunschzettel, aus dem die Verwandschaft schöpfen möchte. Manchmal gibt es große Geschenke, bei denen die Großeltern zusammen legen können. Immer wieder packe ich auch Kleidungsstücke auf die Liste, denn das wird ebenso immer benötigt und Bücher dürfen natürlich auch nicht fehlen. Das sind allerdings die Dinge, die die Verwandschaft weniger gerne schenkt... es sind ja meist nicht die Geschenke, die für große Freudenstürme beim Auspacken sorgen... kennt ihr sicherlich alle aus der eigenen Kindheit, oder? 
Auch Materialien nach Montessori bzw. Haushaltsutensilien stehen bei mir mittlerweile kaum noch auf den Wunschlisten, da auch diese grundsätzlich eher als Letztes aus den Wunschlisten gewählt werden. 
Was schenkt man also einem 1jährigen Kind? Ich habe euch daher mal versucht eine kleine Liste und einen kleinen Einblick in unsere Wunschliste zu verschaffen. Manche Dinge davon, sind schon hier, da sie der große Bruder schon geschenkt bekommen hat. Diese Dinge haben sich so bewährt, dass ich sie euch nicht vorenthalten möchte:



1. Ein Formen-Steckspiel. Das wundervolle daran ist, dass man hier genau auswählen kann, mit welcher geometrischen Form, sich das Kind im einzelnen beschäftigen kann. So liegt die Konzentration und das Lernen auf einer Form und es findet keine Ablenkung statt. Nach und nach kann die Anzahl dann gesteigert werden und als Zusatz gibt es hier eine Schublade, welche die Kinder begeistert und aus welcher die Form dann herausgezogen werden kann. Das wünsche ich mir für die Tochter

2. Schleichtiere. Was soll ich groß dazu sagen, mit Schleichtieren sind so viele Lernanregungen möglich und das freie Spiel mit ihnen ist absolut nicht zu unterschätzen. Ich liebe diese detailgetreen Nachbildungen und gerade als kleine Geschenke zu Nikolaus optimal.

3. Die erste Kugelbahn . Beim Sohn damals gab es zum 1.Geburtstag ebenfalls eine Kugelbahn. Allerdings eine von Nic, die ich ehrlicherweise gestehen muss, nie richtig genutzt worden ist. Hin und wieder holt er sie mal aus dem Keller und dann ist sie schon wieder uninteressant. Ich denke es liegt daran, dass durch die spezielle Führung der Figuren das Kind ein gewisses Alter erreicht haben muss, dass dies alleine möglich ist und dann ist der Reiz dieser Bahnen aber oft schon wieder verflogen. Für die Tochter habe ich daher eine ganz simple Kugelbahn in den Kleinanzeigen ergattert. Einfach 4 Ebenen, welche die großen Kugeln runterrollen kann. Diese verlinkte Kugelbahn finde ich ebenfalls ganz entzückend. Wenig SchnickSchnack und am Ende ein süßes Glöckchen.

4. Ein simples Steckpuzzle . Zunächst mit einfachen geometrischen Formen in gedeckten Farben. Nichts was ablenkt und die gleichen Farben als Hintergrund helfen am Anfang ebenso die Formen richtig zu zuordnen.

5. Diese wundervollen Holzschälchen bestechen durch ihr schlichtes Design und liegen gut in der Hand. Man kann sie ineinander stellen, man kann sie stapeln, man kann sie später in der Kinderküche verwenden, man kann sie als Aufbewahrung bei Lernanregungen verwenden. Es gibt sehr viele Möglichkeiten. Eines der Geschenke, die sehr lange genutzt werden wird.

6. Gleiches gilt natürlich für die Variante mit Kisten statt Schälchen. Hier ist natürlich eine Steigerung des Schwierigkeitsgrades gegeben, da genau die Ecken beim ineinander stellen getroffen werden müssen, sonst klappt es mit dem ineinander stellen nicht.

7. Ein Rutschfahrzeug für die Wohnung. Wir haben eines noch vor der Geburt des Sohnes von Freunden ausgeliehen bekommen und es wird vom Sohn, obwohl er mit den Knien schon fast am Boden hängt, heiß geliebt und immer noch genutzt. Ich bin schwer am überlegen ob ich ein Zweites kaufen soll oder sie die Nutzung einfach ausdiskutieren lassen soll. Es muss schließlich nicht alles doppelt vorhanden sein. 

8. Zu einem Fahrzeug macht sich eine Aufbewahrungsmöglichkeit immer gut und dieses wundervolle Körbchen ist einfach entzückend. Wer mehr Platz in der Wohnung hat, der könnte vielleicht auch direkt ein Fahrzeug mit passendem Anhänger kaufen. Da würde z.B. mein Sohn riesige Augen bekommen. Mittlerweile baut er sich aus seinem vorhandenen Rollbrett, aber selbst mit Schnüren seinen Anhänger an das Fahrzeug und transportiert so seine Spielzeug-Kisten durch die Wohnung.

9. Verschiedene Eimerchen für in die Badewanne. Auch diese haben wir damals zur Geburt des Sohnes bekommen und sind immer noch im Einsatz. Bei jedem Baden oder Duschen werden diese herausgeholt und genutzt. Daher eine klare Kaufempfehlung.

10. Die nächste Variante der Steckpuzzle sind dann schon unregelmäßige Formen mit schönen Bildern von z.B. Obst oder auch Tieren und Fahrzeugen. Hier kann zum Einen das Stecken üben und den Wortschatz erweitern. Dem Sohn haben die Steckpuzzle immer viel Spaß gemacht.

11. Bücher werden mit einem Jahr immer interessanter. Bilderbücher sind  natürlich hoch im Kurs, aber auch die Hör Mal - Bücher . Der Sohn hat sie geliebt. Daher bekommt die Tochter aus dieser Reihe nun auch Einige.

12. Dieses Fädelspiel wird noch nicht direkt zum 1.Geburtstag machbar sein, aber im Laufe des Jahres wird es interessant werden und man kann sich gerade zum 1.Geburtstag auch gerne Spiele schenken lassen, die man dann nochmal verräumt bis sie sinnvoll werden. In dem Alter ist für Kinder das Auspacken der Geschenke an Geburtstag und Weihnachten sowieso viel spannender.

13. Nachziehtiere und generell alles was man Schieben und Ziehen kann finden die Zwerge total klasse, wenn sie dann mal sicher laufen können. Warum dann also nicht gleich mit Bausteinen inklusive? Der Wagen kann dann ganz individuell beladen werden und Bausteine braucht die Kinder sowieso immer.

14. Ein Steckturm. Der Sohn hat den großen Steckturm von Grimms damals bekommen und gerne genutzt. Hier gefällt mir sehr die Schlichtheit, keine Farbe die ablenkt. Es zählt nur das Stecken alleine und später das Verständnis für Größe.

Ich könnte hier jetzt noch einiges mehr aufzählen. Es gibt einfach so wahnsinnig viele tolle Spielsachen, allerdings wollen wir unsere Kinder natürlich auch nicht überladen und schlußendlich ist auch jedes Kind verschieden und hat unterschiedliche Interessen, dies gilt es beim Schreiben der Wunschzettel zu berücksichtigen. Und macht es natürlich nicht leichter den Wunschzettel für die Kleinen zu schreiben. 

Den Wunschzettel, den schreibe ich übrigens immer online. Da habe ich im Internet eine ganz tolle Seite entdeckt, in welcher ich alles super einpflegen kann und die einzelnen Wünsche können dann von der Verwandschaft ausgewählt und markiert werden. So weiß jeder schon, was reserviert ist und ich habe keine Arbeit damit, Geschenke zuzuweisen. Ausdrücklich erwähne ich auch immer, dass EIN Geschenk pro Familie reicht und das sich das Sparbuch der Kinder auch immer sehr freut. Ich weiß, wie sehr sich alle immer freuen, die Kinder mit Geschenken zu überschüttenm es soll unsere Liebe zu ihnen ausdrücken, allerdings bringen die Geschenke bei der späteren Auswahl von Auto und Leben nicht viel und was bringt es auch, wenn zuviele Geschenke dann einfach nur in der Ecke stehen und aufgrund der Überfüllung des Kinderzimmers nicht bespielt werden? Ich bin froh, dass meine Familie das auch so sieht und wir dadurch sehr entspannte Geburtstage und Weihnachstage verbringen.
Wie haltet ihr es mit den Wunschzetteln und der Anzahl der Geschenke? Was schenkt ihr euren 1jährigen Kindern?

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Samstag, 3. Dezember 2016

Vorlesen tut Kindern gut... und mir auch!

Lesen war schon immer eines meiner wichtigsten Hobbys. Und dabei habe ich selbst als Kind nicht wirklich vorgelesen bekommen... jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern. Ich kann mich aber an mein allererstes Buch erinnern, welches ich von meiner Mama gekauft bekommen habe, zusammen mit einem Lesezeichen. Es war "Der Trotzkopf ". Ich habe es verschlungen! Ich konnte ewig im Zimmer sitzen und einfach lesen, lesen, lesen... danach folgten viele Bücher, auch von Hanni und Nanni . Ach, wie fand ich diese Internat-Geschichten so toll und stellte mir selbst immer vor, wie das wäre... sowieso diese Vorstellungskraft, sich in die Hauptcharakteren hineinzufühlen.. sich vorzustellen, ob man selbst auch so reagieren und diese nun getroffenen Entscheidungen treffen würde... das macht für mich das Lesen aus. Den Drang bei einem guten und spannenden Buch, dieses nicht weg legen zu können, Seite um Seite weiterzublättern und in dem Buch zu versinken... bis es dann plötzlich fertig ist. Manchmal schwelge ich dann noch einige Zeit und sinne nach. Manchmal bin ich traurig, dass das Buch nun fertig ist und ich nun mehr jeden Tag mit den Charakteren verbringen kann.
Sind wir, noch bevor die Kinder auf der Welt waren, in den Urlaub gefahren, musste ich unzählige Bücher mitnehmen... bzw. ich hoffte darauf, dass es eine Hotelbibliothek gab, damit mein Koffer nicht zu schwer wurde. Später tauschte ich dann die ganzen Bücher durch einen Kindle aus, der es mir erlaubte unzählige Bücher im kleinen Format in den Koffer zu packen und wenn ich nicht genügend drauf geladen habe, dann kaufte ich eben ruckzuck ein Paar nach. Wie praktisch! Trotzdem bin ich dem Papier treu geblieben und bevorzuge im Alltag doch lieber meine Bücherseiten, die ich mir durch die Finger gleiten lassen, den Geruch nach Papier und Druckfarbe... das gehört für mich zum Bücherlesen dazu. Zudem kann ich so mehrere Bücher an zig Orten gleichzeitig deponieren und gleichzeitig lesen. Auf dem Sofa dieses Buch, im Bett Abends noch dieses Buch oder eben auf der Toilette... jep, warum denn nicht!

Leider, leider, rückt das Bücherlesen als Mutter ziemlich in den Hintergrund... gute Romane, Thriller usw. habe ich schon lange nicht mehr gelesen.... wenn ich es zum Lesen noch schaffe, dann sind es Fachbücher, Ratgeber usw. Alles zum Thema Familie und Kinder. Mein Dreh und Angelpunkt!

Dafür steht nun das Vorlesen ganz weit oben und auch das habe ich in Kindertagen schon selbst sehr gerne gemacht. Für meine Schwester. Ich erinnere mich noch gerne an die Weihnachtszeit zurück, in welcher ich ihr jedes Jahr Eine Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens vorgelesen habe. Jeden Tag ein Kapitel. Ich lag im Hochbett oben und sie unten und lauschte. Damit war für mich schon in der Schwangerschaft klar, ich freue mich sehr auch meinem Kind bald vorlesen zu können.

Vorlesen ist am Anfang eher das Betrachten von Bildern, dem Erklären was dort auf den Seiten alles zu sehen ist und dies immer und immer wieder. Der Sohn war darin sehr ausdauerend und tippte immer wieder auf alle Bilder (z.B. Alle meine Tiere ), die er sah und rief "Da!" und "Da!" und ich benannte alles auf was er deutete. Oder ich sagte was ich sah und fragte ihn ob er es auch sehen konnte und er deutete darauf. Auch Hörbücher waren ganz Hoch im Kurs bei ihm und wir haben wirklich ganz, ganz viele davon. Auch die Tochter wird aus dieser Reihe nun zu Weihnachten Bücher geschenkt bekommen. Bücher an Kinder zu verschenken, damit kann man nichts falsch machen, finde ich. Mit Büchern schafft man Gelegenheiten sich zusammenzusetzen, einfach mal alles Liegen zu lassen und sich auf das Buch, die Geschichte darin und das Kind zu konzentrieren. Es ist schlicht nicht möglich dabei nebenher etwas zu tun. Und gerade das tut gut!

Den Kindern und mir! Es wird Nähe geschaffen und die volle Aufmerksamkeit auf die Kinder, welche sonst im Alltag so nicht möglich ist. Gerade das abendliche Vorlesen hat sich dadurch zu einem wichtigen Ritual etabliert.
Nach dem Waschen, Zähneputzen und Umziehen gehen wir gemeinsam ins Bett und der Sohn sucht sich ein Buch aus (im Moment sind es natürlich Weihnachtsgeschichten, ganz besonders mag er hier das Buch von Astrid Lindgren ), welches ich ihm Vorlesen soll. Dort kuscheln wir gemeinsam und während ich die Tochter in den Schlaf stille, lese ich dem Sohn vor. Der dieses Rital sichtlich genießt und ganz dicht bei mir sitzt. Er könnte mir stundenlang beim Lesen zuhören und mit abendlichen 3-Minuten-Geschichten brauche ich ihm jedenfalls nichts kommen. Gerne lese ich ihm daher 10-20 Minuten vor, je nach Länger der Geschichte. Ich genieße diese abendlichen Momente sehr, in dem der Streß des Tages einfach von einem abfällt und man zur Ruhe kommen kann. Ich habe meinen Sohn ganz dicht bei mir, was tagsüber durch die Tochter eher selten möglich ist. Ist die Geschichte zu Ende, wünschen wir uns eine Gute Nacht, wundervolle Träume und einen guten Schlaf. Der Sohn bleibt dicht bei mir und schläft fast immer in einer Minute ein. Die Tochter ist meist schon beim Stillen und bevor die Geschichte zu Ende gelesen ist, eingeschlafen und wird dann von mir abgelegt. Dann bleibe ich meist noch eine Weile zwischen meinen beiden Kindern liegen, lausche dem ruhigen Atem beider und das ist ein Moment, in welchem ich sehr glücklich bin. Genau dann, erkenne ich jeden Abend, welches Glück ich doch eigentlich habe. Hier neben mir, links und rechts von mir, da liegt es. Und diese Momente sauge ich, diese möchte ich für immer in meinem Kopf bewahren, auch wenn die Kinder irgendwann groß sind und nicht mehr vorgelesen haben möchten.

Ja, Vorlesen tut den Kindern gut, das hat Kati in ihrem Blog Kuchen, Kind und Kegel und dem Aufruf zur Blogparade #vorlesentutkinderngut, sehr gut beschrieben. Studien belegen das! Aber Vorlesen ist eben viel mehr als eine Förderung der Kinder, sondern Nähe, Aufmerksamkeit, zur Ruhe kommen und das nicht nur für die Kinder, sondern ganz besonderns auch für mich!


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Freitag, 2. Dezember 2016

11 Monate Babyglück.... oder nicht?

Nun ist meine Tochter 11 Monate alt. Noch einen Monat und sie wird schon ein Jahr alt sein! Ein Jahr! Ein ganzes Jahr!
Wenn ich auf die vergangenen 11 Monate zurückblicke und in mich hinein horche, kommen da sehr gemischte Gefühle hoch. Viele davon sind nicht gerade positiv oder glücklich! Ja, so ist es!

Oft höre ich, wenn ich von meinem schwierigen, ja anstrengenden Alltag spreche "Schau doch, wie süß sie ist!" und "Man kann sie doch nur lieb haben!"
Natürlich! Es ist mein Kind, es ist meine Tochter! Um nichts in der Welt würde ich sie hergeben wollen. Ich würde niemalsnicht sagen "Hätte ich es doch bei einem Kind belassen!" Denn dann wäre ich nicht komplett. Ohne dieses Kind, ohne meine Tochter, wäre ich nicht vollständig! Und trotzdem und das sage ich mir immer wieder, als selbsternanntes Mantra: "Die Zeit wird kommen!" Ich sehne mich jetzt schon sehr nach der Zeit, wenn die Tochter so selbstständig sein wird, dass sie sich immer mehr alleine beschäftigen kann. Wenn auch andere Bezugspersonen, wirklich ein Bezug für sie sind und genutzt werden. Wenn nicht mehr ich ihr absoluter Mittelpunkt bin.

Eine Freundin sagte mal, es gäbe aus ihrer Babyzeit im Grunde keine Fotos. Und sie sagte auch, ihre Mutter beschrieb sie als sehr anstrengendes Baby. Ich habe mir damals kaum vorstellen können, wie man sein Baby nicht ständig fotografieren möchte. Ich kann garnicht zählen, wieviele Bilder ich vom Sohn habe, gerade aus der Babyzeit. 
Nun.... jetzt verstehe ich es! Ich habe von der Tochter einige Schnappschüsse, viele mal schnell mit dem Smartphone geknipst. Aber wirklich qualitativ hochwertige Bilder mit der Kamera sind selten. Die Zeiten, die wirklich schöne Bilder, ergeben würden, sind knapp und wenig und meist auch schnell wieder vorbei. Da ist das Smartphone oft griffbereiter und schneller gedrückt. Zu schnell wäre der schöne Moment wieder zerstört, würde ich mich entfernen um die Kamera zu holen, denn dann wäre ich kurz weg und das hat sich zwar deutlich gebessert, aber toll findet das die Tochter immer noch nicht, von mir getrennt zu sein. 
Und nein, ich weiß natürlich, dass ist in dem Alter völlig normal, aber Gesamtheit dieses ständigen Verfügbarseins, ist anders, ist mehr. Ist einfach viel intensiver, als ich es z.B. vom Sohn her kenne. Und dieser war in seiner Babyzeit auch sehr anhänglich. 

Es wird alles besser, wirklich! Ich sehe die Fortschritte, ihre kleinen Schrittchen, sich von ihrem Lebensmittelpunkt, mich, Stück für Stück in die Welt hinauszutrauen. Ich sehe was sie in 11 Monaten alles geschafft hat, gerade weil sie durch ihre Blockaden und Verspannung so viel behindert wurde, lange Zeit. Ich sehe und liebe ihr wundervolles Lachen, ihre glänzenden Augen dabei. Wenn sie ihr Köpfchen dabei zur Seite neigt und alle um sie herum verzaubert. "Außenwirkung perfekt!", nennt es eine Freundin von mir. Ja, das ist das, was alle anderen um mich herum sehen. Diese Momente, diese Entwicklung. Das Wundervolle!

Ich selbst gehe dabei im Moment irgendwie verloren... Schlafmangel, Müdigkeit, Augenringe... ich bin viel schneller genervt... ich mag mich so nicht. Ich mag nicht, dass der Sohn, der nun einen großen Schritt weiter kommt in seiner Autonomie, dadurch oft zu kurz kommt und ich ihm nicht das Verständnis entgegen bringen kann, das ich müsste. Ich tue gerade schwer daran mich täglich zu prüfen. Mit Schlafmangel, fast zum Scheitern verurteilt. Ich gebe mein Bestes.

Tja, was will ich mit diesem Text eigentlich aussagen? Vielleicht ist er vielmehr für mich. Einfach mal niederschreiben, dass die Babyzeit eben nicht immer rosarot mit Wattepuscheln ist. Das ich mich nicht glücklich fühlen muss. Damit ich mich irgendwann zurückerinnern kann und mir auf die Zunge beiße, wenn ich ein zuckersüßes Baby mit müder Mama sehe und nicht sagen werde "Aber es ist doch sooo süß!". In diesem Text schwingt aber auch das Wissen darum, dass unsere Babys nicht ewig kleine Babys bleiben werden. Mit jedem Tag, den sie wachsen, entwickeln sie sich. Mit jedem Tag mehr, brauchen sie uns weniger. Und auch wenn uns viele Tage erscheinen, als müssten wir uns irgendwie nur vor dem Ertrinken retten, es ist gut zu wissen, dass wir es nicht tun werden. In den vergangenen 11 Monaten gab es so manche Momente, in denen ich dachte, ich halte das so nicht mehr lange durch und immer dann schlich sich meist schon eine Veränderung ein. Etwas, dass man erst garnicht so wahr nimmt, im anstrengenden Alltag.
Ich habe vor vielen Monaten mal einen Blogartikel schreiben wollen, der da hieß "Irgendwo zwischen verzaubert und erschöpft" und dann war ich zu müde ihn zu schreiben... wenn ich diesen Entwurf öffne, schaut mich ein leeres weißes Blatt Papier an. Ja, ich schaffe so vieles nicht, was ich gerne tun würde, weil ich für jemanden der Mittelpunkt seines Seins bin. Und es ist verdammt anstregend, es ist hart und nicht einfach und oft fühl ich mich einfach nicht glücklich, aber natürlich bin ich verzaubert. Dieser kleine Mensch, ist mein Baby, ein Wunder und es braucht mich und es wird größer werden und wachsen und irgendwann wird alles besser. Das hält über Wasser... und jetzt geh ich schnell ein paar Fotos knipsen!

P.S.: Früh morgens, noch ganz alleine, mit einer Tasse Kaffee in der Hand, in dieser Nacht musste ich außnahmsweise nur 1 Stunde die Tochter durch die Nacht tragen, nicht 2 oder gar 3 Stunden... frage ich mich, ob ich diesen Beitrag wirklich posten will.... Ich habe zwei gesunde Kinder, ein wunderbares Netz aus Familie und Freunden, ein Dach über dem Kopf und muss mir nicht allzuviele finanzielle Gedanken machen. All das ist ein Teil vom Glück. Familienglück ...übertreibe ich nicht also etwas? Aber spätestens, wenn ich denke, jetzt hab ich noch etwas Luft für mich... höre ich es meist durch das Babyphone rufen...

Seht ihr die beiden Schlafräuber? Zahnen scheint bei der Tochter jedenfalls nicht einfach so nebenbei zu passieren... das ist mit richtig viel Schmerz, Unwohlsein und allem was doof ist verbunden... jedenfalls sind die beiden Zähnchen seit letzten Mittwoch da und nun jammert die Tochter schon wieder... mal sehen wie lange es diesmal dauert, bis sich die nächsten Zähne rausgequält haben.

Sonntag, 27. November 2016

Selbstgemachte Geschenke: Nagelbilder in 10 Varianten

Wie ihr schon wisst, ist uns beim Verschenken ganz wichtig, dass die Geschenke auch wirklich einen Nutzen haben bzw. optisch gut in die Wohnung des Beschenkten passen. So haben wir bisher selbstbemalte Tassen verschenkt und selbstgemischte Brotbackmischungen. In jedem Jahr überlege ich, was könnte der Sohn schon alleine basteln bzw. mit uns zusammen als Gemeinschaftsarbeit. 

Neben der Brotbackmischung im letzten Jahr, hatte ich auch die Idee, dass der Sohn vielleicht Lust hätte ein Nagelbild zu basteln. Denn der Umgang mit dem Hammer macht ihm sehr viel Spaß. Ich habe den Mann also darum gebeten aus Bastelholz Sterne auszusägen. Der Sohn hat diese dann weiß gestrichen und nachdem die Farbe getrocknet war, konnte er dann auf die vorab von uns gesetzten Markierungen die Nägel hinein hämmern. Danach konnte der Sohn nach Herzenslust das Garn um die Nägel wickeln. Man kann natürlich auch sehr filigrane Muster erstellen, aber dafür war der Sohn im letzten Jahr noch zu klein und das benötigt doch deutlich mehr Geduld und Ausdauer. Also sicherlich eher etwas für größere Kinder.

Natürlich müssen es nicht nur weihnachtliche Sterne sein, die man Nageln kann. Es gibt noch viele, viele weitere Möglichkeiten. Auf Pinterest habe ich gezielt weihnachtliche Motive gesucht und Umsetzungen, die auch von Kindern gefädelt werden können.

 1. Diese wundervolle Schneeflocke ist in der Umsetzung sicherlich erst etwas für ältere Kindergartenkinder bzw. Grundschulkinder. Allerdings wollte ich diese nicht ungezeigt lassen. Das wundervolle dunkle Holz hebt diese schöne weiße Flocke besonders hervor.

2. Herzen sind immer ein schönes Motiv. Die Varianten mit drei verschiedenen Farben hat mir auch sehr gut gefallen und durch die Einfachheit auch sehr gut von jüngeren Kindern mit den Faden zu bewältigen.

3. Ein Schneemann. Natürlich, sehr passend zur Weihnachtszeit. Durch die mehreren Farben, vielleicht auch eher etwas für ältere Kinder, damit sie auch gut selbst erfassen können, wo sie welche Fadenfarbe benutzen müssen.

4. Auch hier wird ein Stern gezeigt. Diesmal nicht wie bei uns auf einen Holzstern genagelt. Sondern ein rustikales Brett. Sicherlich wirken hier auch große Baumscheiben sehr gut und könnte ich mir für eigene Projekte gut vorstellen.

5. Nagelbilder als Weihnachtsbaumschmuck. Das finde ich ja wirklich eine ganz entzückende Idee. Kleine Baumscheiben und Schraubösen müssen hierzu verwendet werden und dann können diese mit weihnachtlichen Motiven verziert werden. Da diese Bildchen recht klein sind, braucht auch die Geduld der Kinder nicht so groß zu sein und sie sehen schnell ein Ergebnis.

6. Ein Weihnachtsbaum. Hier mit Stern an der Spitze und Holzstamm. Diesen kann man sicherlich auch vereinfachen und Stern und Stamm weglassen. Was mir hier aber besonders gut gefallen hat, sind die Bohrungen im Holz, durch welches von hinten eine Lichterkette gesteckt wurde. Das ergibt einen schönen Effekt.

7. Wieder ein Herz. Diesmal für sich alleine stehend und größer. Hier könnte ich mir auch vorstellen, dass die Kinder mit vielen verschiedenfarbigen Fäden arbeiten und dies verschenken. Nicht nur zur Weihnachtszeit, vielleicht auch zu Geburtstagen von Oma und Opa. Da kommen Herzensgeschenke besonderns gut an.

8. Diese Schneeflocken musste ich auch zeigen, auch wenn sie sehr filigran sind. Ich fand eher auch die Idee diese Holzblöcke zu verwenden sehr schön. So können viele Nagelbilder auch ganz toll gestapelt und in Szene gesetzt werden. 

9. Wieder ein Weihnachtsbaum, aber mit ganz anderer Umsetzung beim Fädeln. Das ist ein Beispiel, wie man durch das Fädeln ganz unterschiedliche Effekte erzielen kann. Dieser Baum ist sehr einfach gefädelt, einfach im zickzack. Und doch schön und man sieht sofort was gezeigt wird. Sicherlich für erste Fädelgeschenke gut geeignet. Hier habe ich auch ein Nagelbild -Set entdeckt, für erste Nagelbild-Erfahrungen.

10. Dieser gehämmerte und gefädelte Handabdruck finde ich einfach umwerfend. Eine ganz tolle Idee, die Handabdrücke seiner Kinder festzuhalten. Nicht der typische Stempel- oder Salzteigabdruck. Wenn es die Kinder selbstfädeln möchten, könnte man als Hilfestellung den Handabdruck auf dem Holz zunächst farbig vormalen, so sehen die Kinder wo sie wirklich fädeln können und wo sie aussparen müssen, damit die einzelnen Finger durch das fädeln sichtbar werden.

Und damit sind wir auch schon durch mit meinen 10 Nagelbild-Vorschlägen. Vielleicht ist hier ein Geschenkidee für euch bzw. für die Verwandschaft dabei, die ihr mit euren Kindern oder eure Kinder alleine umsetzen könnt.

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Freitag, 25. November 2016

Unsere Krippefiguren ohne Gesicht


Schon im letzten Jahr habe ich euch ein wenig von unserer Weihnachtskrippe berichtet. Dort habe ich euch aufgeschrieben, wie ich diese umsetzte und wie sich daraus ein tägliches Ritaul entwickeln sollte.
Dieses tägliche Ritual, Maria und Josef ein Stück auf dem Weg nach Vorne zu stellen, hat dem Sohn wunderbar gefallen und brachte ihm so, die Weihnachtsgeschichte um die Geburt Jesus ein Stück näher.
In diesem Jahr freute sich der Sohn nun schon sehr darauf die Krippe wieder aufzustellen und war  mit Feuereifer dabei. Da das Jesuskind natürlich noch nicht in der Krippe liegen darf, hat er gesagt, ich soll es doch wieder in den Adventskalender (wie im letzten Jahr, als er die ersten Figuren geschenkt bekam) tun. Sehr süß! Mach ich natürlich gerne, so werden wir es auch garantiert nicht vergessen.


Nun wollte ich euch noch von unseren Krippenfiguren berichten und warum ich mich für diese entschieden habe. Ich habe mir wirklich sehr, sehr viele Figuren angesehen, verglichen und überlegt. Im Grunde ist es schlußendlich eine Geschmackfrage. Natürlich auch eine Geldfrage. Da ich mich allerdings dazu entschlossen habe, nicht einen kompletten Figurensatz auf einmal zu kaufen, sondern es Jahr für Jahr ergänzen möchte, verteilen sich die Anschaffungskosten und ich finde das dann auch besser machbar.
Ich habe mich für die Holzfiguren der kleinen deutschen Firma Buntspechte entschieden. Die Figuren sprechen mich durch ihre wunderschöne rundgearbeitete Form und die schlichten und nicht zu kräftigen Farben an, wodurch die Holzmaserung noch sehr gut zur Geltung kommt. Was mich am Anfang etwas verwirrte war das Gesicht... es gab kein Gesicht!


Bei den Buntspechte Holzfiguren sind keine Gesichter vorgemerkt. Es werden keine Augen oder Münder aufgemalt. Zunächst fragte ich mich was das soll, was der Sinn ist, aber ich merkte schnell, ich denke hier wie eine Erwachsene. Ich denke zu sehr ohne Fantasie. Buntspechte selbst schreibt darüber:

Viele Menschen bemerken erst später, dass die Buntspechte-Figuren keine aufgemalten Gesichter haben.
Der Entwurf und Gestaltung will es so. Wir finden diese so ausdrucksstark, dass es dieser Augen nicht bedarf. Der "Augen-Blick" und das Zutun des Betrachters soll gefördert werden, damit er mit seinem Sehen das Gesicht der Figur sucht und finden kann. Welches Gesicht wir sehen, ernst oder freundlich, bestimmen die Fantasie und das innere Auge.  

Ich war sehr gespannt darauf wie die Figuren auf den Sohn wirken würden. Und was soll ich sagen... mein Sohn hat nicht einmal danach gefragt, wo denn bitte die Gesichter sind. Für ihn sind die Figuren so, wie sie sind wunderschön. Und ich kann ihm nur beipflichten.
Sie liegen so wunderschön in der Hand, diese glatte und runde Form. Handschmeichler. So schreiben Buntspechte selbst über ihre Figuren. Ja, sie sind wirklich handschmeichelnd.


Ab 01.Dezember werden sich Maria und Josef mit dem Esel wieder auf den Weg machen und im Laufe der Adventszeit wird der Sohn einige weitere Figuren aus seinem Adventskalender ziehen, die ich für euch schonmal in die Landschaft dekoriert udn fotographiert habe. Ein Hirte und einige Schafe und Lämmchen kommen hinzu, den Ochsen bekommt er von der Oma zu Nikolaus geschenkt und auch eine Katze und ein Mäuschen dürfen in den Stall ziehen. Und wie süß ist denn bitte diese kleine Maus? Ich bin jedenfalls entzückt und bin jetzt schon sehr gespannt darauf was der Sohn sagen wird.

Und jetzt will ich von euch wissen, habt ihr eine Krippe? Und für welche habt ihr euch entschieden bzw. für welche Figuren? Stellt ihr die Krippe komplett auf oder gibt es einen Adventsweg? Schreibt es mir doch, ich bin neugierig :)


Dienstag, 22. November 2016

Ein Blogger-Treffen im Südwesten - Vom Klönen und diskutieren - #ebtsü

Am Sonntag war es soweit. Das erste Blogger-Treffen im Südwesten hat in Speyer stattgefunden und ich war dabei!
Berenice von Phinabelle hat es organisiert und sich richtig viel Mühe gegeben. Zuerst reifte in ihr ein Gedanke. Sie gerne ein Blogger-Treffen in ihrer Nähe. Also "Selbst ist die Frau" und sie begann bei Bloggern in ihrer Umgebung nachzufragen, ob daran überhaupt Interesse besteht. Und natürlich stieß sie damit offene Türen ein. Innerhalb kürzester Zeit fand sie eine passende Location und einige Sponsoren, so dass sie und wir keine Kosten hatten und sogar eine GoodieBag zusammen gestellt werden konnte.

Berenice fand einen passenden Treffpunkt in ihrem Wohnort Speyer. Im Familienzentrum K.E.K.S. war alles was wir brauchten. Einen großen Raum, in dem wir Mamis sitzen und reden konnten und gleichzeitig ein großer Spielbereich, den wir im Blick behalten konnten. Es war dadurch sehr entspannt und angenehm. Ebenso war eine Küche vorhanden und natürlich, wie sollte es auch anders sein in einem Familienzentrum, eine schöne Wickelmöglichkeit.

So sah das gegen Ende unseres Treffens aus.... immerhin die Zwerge waren beschäftigt :)
Ich machte mich also zeitig auf zum Bloggertreffen und wusste ich würde viel zu früh dort ankommen. Da die Tochter aber keinen Mittagsschlaf gehalten hatte, hoffte ich auf due einschläfernde Wirkung der Autofahrt und dass sie noch etwas weiterschläft, wenn wir angekommen sind.... haha... wie immer, wenn man sich einen Plan zurecht legt, klappt es nicht! Kaum waren wir auf dem Parkplatz angekommen, schlug die Tochter auch schon die Augen auf und war wach... bei nun gerade mal 30 Minuten Schlaf, wusste ich schon was auf mich zukommen wird...

Ich war als nun auch viel zu früh dran und klingelte hoffnungsvoll, ob mit denn schon aufgemacht werden würde. Berenice kam dann auch direkt und da sie eine sehr Zeitige ist, war sogar schon eine halbe Stunde vor Beginn alles fertig gerichtet. 
Nach und nach trafen alle Bloggerinnen ein. Einige mit und einige ohne Kinder.... und ja, ich beneidete die Damen ohne Kinder! Man ist einfach konzentrierter und kann sich ungestörter unterhalten. Vor allem, wenn man ein Baby dabei hat, welches im Grunde noch Schlaf benötigt hätte. Sabrina von Babykeks kannte ich schon durch das Rhein-Main Elternbloggercafe und hab mich sehr gefreut, sie wieder zu sehen. Wir haben uns auch viel unterhalten an diesem Tag. 

Schnell entwickelten sich Gespräche unter uns Bloggerinnen. Bloggen verbindet und es gab doch einige Themen, die sich dadurch ergaben. Wie sieht es mit den Sponsored-Posts aus. Darf man die noch auf Facebook teilen? Wer zeigt seine Kinder in Vollansicht und wer nicht? Warum? Was für interessante und skurriele Kooperationsanfragen gingen bei uns schon ein. Wie geht man damit um? Wie strukturiert bloggen wir? Wer hat immer, wieviele Blogartikel im Speicher? *hust* Den Speicher hät ich gerne mal.... Wie habt ihr Zeit zum Bloggen? Und habe ich mein Stil gefunden? Wo fühle ich mich wohl, was liegt mir und was nicht und wieso?


Und natürlich gab es auch viele Mami-Themen, die sich solch einer Runde einfach ergeben. Es wurde uns nicht langweilig und den Kindern auch nicht. Der große Spielbereich mit den vielen Spielsachen wurde ausreichend in Beschlag genommen und auch eine Mal-Ecke die von Berenice aufgebaut wurde und von den Frechen Freunden gesponsored war, wurde gerne genutzt. 


Niemand musste Hunger oder Durst leiden, denn auch daran hat Berenice gedacht und ich denke sie wollte sicherlich noch die doppelte Menge an Bloggerinnen durchfüttern.... hihi...

Leider musste ich mich dann doch schon etwas früher verabschieden, denn alles Tragen und Wiegen hat meine Tochter dann irgendwann nicht mehr interessiert. Klar, sie war einfach müde. Zu wenig Schlaf macht grummelig. Also verabschiedete ich mich mit einem etwas schlechten Gewissen, dass ich nicht mehr mit aufräumen konnte und erhielt von Berenice eine reichlich gefüllte GoodieBag für den Heimweg.
Die Tochter schlief schon bevor wir überhaupt aus Speyer heraus waren und ich hatte dadurch eine angenehme Rückfahrt. Zuhause angekommen nahm sich der Sohn sofort die GoodieBag vor. Das kannte er schon und war sehr neugierig. Ich natürlich auch! Viele tolle Kleinigkeiten waren darin enthalten. Auch Dinge, die ich so noch garnicht kannte. Honig und Schokokekse... mhhhh... der Sohn schnappte sich den HABA-Katalog und zeigte mir direkt was er alles zu Weihnachten haben wollte... bitte einmal alles... 



Ich freue mich wirklich sehr, dass ich einen der wenigen Plätze dieses tollen Bloggertreffens erhalten habe. Es war sehr schön, so viele Bloggerinnen persönlich kennenzulernen und sich über sein Hobby austauschen zu können. Mit dabei waren übrigens:


Und natürlich unsere Gastgeberin Berenice von Phinabelle. Abschließend möchte ich auch nochmal allen Sponsoren danken, die diesen ermöglicht haben. Rabach Kommunikation , Netto Marken-Discount , Brand & Vision , Schwanger in meiner Stadt , HABA, Brigitte MOM, Jean & Len, Alnatura, Weleda, Lambertz, Holle und Hipp.

Danke liebe Berenice für deinen Einsatz, deine Zeit und Mühe. Ich freue mich sehr auf ein Wiedersehen. 
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